Die Indachs Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Doctor Strange“

Mit DOCTOR STRANGE liefert Marvel den zwölften Eintrag ins hauseigene MCU (Marvel Cinematic Universe) ab und präsentiert mit Mads Mikkelsen, Chiwetel Ejiofor und Benedict Cumberbatch nicht nur drei Darsteller mit unaussprechlichen Namen, sondern drei der derzeit angesagtesten männlichen Performer. Aber auch Tilda Swinton und Rachel McAdams sorgen für qualifizierte weibliche Unterstützung. Ob Regisseur Scott Derrickson, dessen Filmografie man wohl am besten als unberechenbar hinsichtlich der Qualität bezeichnen kann, diesen hochkarätigen Cast zu inszenieren weiß, wird sich spätestens an den Kinokassen zeigen.

DOCTOR STRANGE erzählt die Geschichte eines überheblichen aber liebenswerten Mannes, der am Scheideweg seines Lebens eine Kraft entdeckt, die ihm zum Helden wider Willen werden lässt. Wem das bekannt vorkommt, der darf sich gerne noch einmal andere Marvel-Origin-Filme ansehen wie zum Bsp. IRON MAN, THOR oder GUARDIANS OF THE GALAXY. Brauchen du Zuschauer also eine weitere Origin-Story? Die Antwort lautet eindeutig ‚Jein!‘

Auf der einen Seite ist DOCTOR Strange einfach eine gut erzählte Geschichte. Sie integriert sich ins MCU und ist dennoch eigenständig genug. Die Geschichte des eitlen Genies Dr. Strange, der nach einem Unfall seinen Beruf als Chirurg nicht mehr ausführen kann und auf der Suche nach einem geheimen Heilmittel in eine unvorstellbare spirituelle Welt vordringt, funktioniert auf ganzer Linie. Sie bedient sich zwar einem Malen-nach-Zahlen-Muster, macht das aber so kreativ, dass es selten aufstößt. Schon allein der Clou, dass durch die Magie schier alles möglich ist, wird (im Gegensatz zu vielen anderen Filmen) gut, nachvollziehbar und gezielt verwendet. Während man solche Elemente oft nur einsetzt, wenn man es gerade braucht, hat man hier zumindest das Gefühl, dass die Magie Teil der Welt ist und stetig genutzt werden kann. Das Konzept geht auf, die spiritistischen Elemente integrieren sich mit den Effekten und Story.

Das Ganze ist in einer Neon bunten Farbsprache gewickelt, die zumindest den Comic-Fans bekannt vorkommen sollte. Es handelt sich um die Farbgebung und visuelle Sprache, die 1999 mit dem (im weitesten Sinne) ‚Softreboot‘, das innerhalb der Marvel Knights Reihe stattgefunden hat (Doctor Strange: The Flight of Bones) und den Doctor neu prägte. Interessanterweise bekam in derselben Reihe auch der Ghost Rider eine Frischzellenkur verpasst und im Film GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE erscheint das Marvel Knights Logo dort das einzige Mal im Vorspann. Das war 2011, als das MCU schon voll am Laufen war. Es wurde der Eindruck suggeriert, dass Marvel eine eigene B-Film Kategorie mit weniger bekannten Figuren eröffnet. Und es würde nicht verwundern, wenn zu diesem Zeitpunkt schon das erste Konzept zu DOCTOR STRANGE stand. Aber warum wurde das Marvel Knights Cinematic Universe nicht weiter verfolgt? Wahrscheinlich hatte es mit den Zahlen zu tun. Denn die Filme des MCU sind so erfolgreich, dass man gar keine B-Ableger produzieren muss. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass DOCTOR STRANGE in der Phase 3 des MCU startet, direkt nach CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR. Letzteren kann ein Unkundiger, ohne MCU Erfahrung, kaum ohne beiliegende Betriebsanleitung vergnüglich konsumieren. Eine frische Origin-Story sorgt nicht nur für einen leichten Einstieg, sie lockt mit den frauenaffinen Darstellern Cumberbatch und Mikkelsen vor allem weibliches Publikum in die Kinos. Das Ganze noch in eine mystische Welt verankert und perfekt ist der Herbst Einsteiger MCU Film.

Aller äußeren Kritik beiseite. DOCTOR STRANGE ist ein extrem unterhaltsamer und kreativer Fantasyfilm mit hervorragenden Darstellern für jedermann. Er ist nicht perfekt, aber innerhalb des Genres Comicverfilmungen ganz weit oben. Bleibt zu hoffen, dass dieses Niveau erhalten bleibt. Denn der nächste Eintrag folgt im Frühjahr mit dem heiß erwarteten GUARDIANS OF THE GALAXY 2 („Ooga Chaka, Ooga Ooga, Ooga Chaka, Ooga Ooga“).

Michael Knoll, Leipzig

INDAC SCREENING in MÜNCHEN// KÖLN//HAMBURG: DISNEYS „VAIANA“

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In Zusammenarbeit mit WALT DISNEY PICTURES GERMANY darf INDAC jeweils  fünf Animationschaffende zu den Pressevorführungen des Films VAIANA einladen (Originalfassung, 2D Version)

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Die INDAChs Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Doctor Strange“

So wie der Trailer bereits eine visuelle Bombastik versprach, gepaart mit  fernöstlicher Hollywood-Ästhetik und unterhaltsamer Story, so war denn auch der Film.

Dr. Stephen Strange, ein Neurochirurg, der in seinem Beruf außerordentlich begabt ist, verliert nach einem Unfall seine zur Ausübung seines Berufes nötigen ruhigen Hände.

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Letty Felgendreher

Geplagt von Verzweiflung und „Nicht-Akzeptierens“ begibt er sich nach Tibet, um dort einen Wunderheiler aufzusuchen. Dieser eröffnet ihm eine Welt, fernab der sachlichen, wissenschaftlichen, in der sich Dr. Strange bisher so sicher bewegt hatte. Den arroganten, aber irgendwie auch bewundernswerten Typen fallen zu sehen, gleichzeitig Mitleid mit ihm zu empfinden und die Möglichkeit zu haben, bei seiner Tragik und seinem wieder aufstrebenden Kampf mitzufiebern – das ist ein funktionierendes Rezept. So auch bei „Dr. Strange“. Die Welt, die Anspielungen ans generelle Marvel Universum,  die Fantastik, die Phrasen – alles ist groß und visuell super.

Die schauspielerische Leistung ist auch wirklich gut. Die Story an sich – nun ja, es ist der Auftakt eines neuen Helden, es gibt natürlich wieder Böse und die Überbösen. Währen die Helden diesen entgegentreten, kommt immer wieder ein Witzchen, der das ganze auflockert.(Zumeist auch gut gelungen!)

Das ist vielleicht auch eine der wenigen Sachen, die etwas stören könnten – so ganz weiß man nicht, ob der Film nun eigentlich auch manchmal wirklich ernsthaft/tragisch sein möchte, oder dies nie das Ziel gewesen ist – denn eigentlich scheint der Weg vom Neurochirurgen zum magischen Kämpfer im Nachhinein betrachtet gar nicht so schwer(bis auf die Anfangsphase). So erscheint der Film nicht zu drückend, es bleibt gut konsumierbare Unterhaltung. Man geht mit einem zufriedenem Gefühl aus dem Kino – ohne jedoch zu sehr in ein kopfphilosophisches Dasein zu verschwinden, dafür ist alles dann doch leicht genug serviert.

Letty Felgendreher, Leipzig

 

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Gestern Abend im Cinedom: Spannendes Q&A mit Laika! Mark Shapiro stand Rede und Antwort über den sensationellen Film „Kubo – Der tapfere Samurai“

Einige Impressionen vom INDAC Event in Zusammenarbeit mit dem Cinedom Köln und Universal Pictures mit liebenswerter Unterstützung des LAIKA Studios in Hillsboro, Oregon. Ganz herzlichen Dank an Mark Shapiro

Die Fotos stammen von Karin Angele, Köln!

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Die INDAChs Kritik von Anna Hybsier zu LAIKAS „KUBO -Der tapfere Samurai“ (mit einem tollen neuen INDAChs)

Kubo: Der tapfere Samurai ist wahrscheinlich mein Lieblingsfilm dieses Jahr. Er ist nicht perfekt, aber dennoch ganz großes Kino. Die Geschichte, die sehr an die klassischen Asiatischen Fabeln mit allen ihren großartigen Charakteren und Stimmungen erinnert, birgt sicherlich nicht viel Neues und ist auch teilweise vorhersehbar. Zudem hätte ich mir bei manchen Figuren gewünscht, etwas mehr über ihre Motivationen zu erfahren und bei anderen etwas weniger ‚Slapstick‘ zu erleben. Trotzdem ist Kubo ein Film, der es verdient hat, gesehen zu werden.

Nicht nur musikalisch, auch visuell ist der Film schwer zu übertreffen. Design, Farbe, Licht… alles ist stimmig und einfach wunderschön.  Es fällt extrem leicht zu vergessen, dass es sich hier um einen Stop-Motion Film handelt. Laika, von denen man ja bereits einiges gewöhnt ist, übertrifft sich hier erneut selbst. Die Liebe fürs Detail und die Arbeit ist klar in jeder Szene zuerkennen, in den großen Action Sequenzen, aber auch in den ruhigen Momenten. Und gerade weil der Film so gut aussieht, gerade weil man so schnell vergisst dass so viel (mehr) Arbeit in jeder Szene steckt, kann man in die Falle tappen und einfach immer mehr wollen. Ich hätte mich sehr über mehr Hintergrund zu den Schwestern gefreut und wenn es sich hier um einen ‚klassischen Film‘ gehandelt hätte, würde es Minuspunkte geben. Aber dies wäre bei diesem Film einfach nur unfair. Laika zeigt mit Kubo dass es nicht immer CGI sein muss, dass Handwerk, Liebe zum Detail, gutes Design und ein gutes Team zumindest mithalten wenn nicht übertreffen können.

Kubo ist wie ein visuelles Gedicht, traurig und lustig, düster und voller Licht. Es ist ein Film der gesehen werden sollte, nicht nur einmal aber so oft wie möglich. Und auf jeden Fall den Abspann nicht verpassen.

 

Hamburg, 28. November: Die Handelskammer läd ein zum Branchentreffen Animated Design, Film und VFX 2016

Am Ende eines spannenden Jahres für die Animations-, Design- und Filmbranche in Hamburg laden wir alle Unternehmer, Freelancer, Künstler und Interessierte herzlich ein zum:

Branchentreffen Animated Design, Film und VFX 2016
am 28. November 2016
17.30 Uhr bis 19 Uhr
Handelskammer Hamburg, Raum Elbe
Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Bei diesem Treffen möchten wir in Kooperation mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein die neuesten Themen und Entwicklungen am Standort diskutieren. U.a. stehen folgende Punkte auf dem Programm:

  • Bericht: Erfolgreiches Pilotprojekt zur Vorauswahl der Filme für den Hamburg Animation Award (Handelskammer Hamburg)
  • Rückblick und Ausblick auf geförderte Animationsfilmprojekte 2016/2017 (Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein)
  • Standortstudie „Cross Motion“
  • Präsentation: INDAC – die Repräsentanz der deutschen Animations- und VFX Szene
  • Après zum Netzwerken

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zusammen über die Belange des Standorts ins Gespräch zu kommen! Wenn Sie ein Projekt oder ein Anliegen haben, das Sie gern mit den Anwesenden diskutieren möchten, melden Sie sich gern, dann setzen wir es auf die Tagesordnung.

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • 28.11.2016

    17:30 – 19:30
    Handelskammer Hamburg
    Elbe-Zimmer
    Adolphsplatz 1
    20457 Hamburg
    Telefon: 040 36 13 8-138
    Veranstaltungsdauer:
    (ca.)  2 Stunden

Hochinteressantes INDAC Treffen mit Craig Gerber, dem Disney-Showcreator von „Elena von Avalor“

Today we had the INDAC Meeting with Craig Gerber, the Show Creator of „Elena von Avalor“ !
I am pretty sure, Craig Gerber liked it!
Around 30 people from the german animation business met him at the Soho House at Berlin!
Afterwards Craig wrote on Twitter: „I wish every presentation was in a screening room this posh with such an enthusiastic group!

„RITTER ROST 2 – DAS SCHROTTKOMPLOTT“ – ab dem 19. Januar 2017 in den deutschen Kinos:

RITTER ROST 2 – DAS SCHROTTKOMPLOTT

Mit den Stimmen von: Christoph Maria Herbst, Jella Haase, Dustin Semmelrogge, Tom Gerhardt und Detlev Redinger

Regie: Thomas Bodenstein, Marcus Hamann

Drehbuch: Gabriele M. Walther, Mark Slater

Produzentin: Gabriele M. Walther

Produktion: Caligari Film in Koproduktion mit Universum Film, dem ZDF, Caligari Entertainment GmbH und Synergy Film GmbH

Kinostart: 19. Januar 2017 im Verleih von Universum Film

Ritter Rost und seine Freunde sind zurück! Nach dem großen Erfolg von RITTER ROST – EISENHART UND VOLL VERBEULT erobert Ritter Rost erneut die große Leinwand – 2D und 3D. Der Held aus Blech erlebt rasante Abenteuer. Und auch Schraubenschlüssel, Kaffeekannen und Toaster mischen wieder kräftig mit!

Dumm gelaufen: Rosts großer Schaukampf zu Ehren der Ritter von Schrottland geht voll nach hinten los und stürzt das Königreich ins totale Chaos. Der König tobt und schickt die Ritter allesamt zum Teufel. Während Burgfräulein Bö arbeiten geht und der Drache Koks sich um den Haushalt kümmert, sitzt Ritter Rost allein im Keller und bläst Trübsal. Bis er dort auf Gespenst, den ehemaligen Assistenten seines Vaters, einer der größten Erfinder Schrottlands, trifft. Und Ritter Rost beschließt, die Arbeit seines Vaters zu vollenden… Wird es unser Held aus Blech schaffen, mithilfe seiner Erfindungen die Ehre seiner Freunde wieder herzustellen?

In RITTER ROST 2 – DAS SCHROTTKOMPLOTT sorgt eine hochkarätige Sprecherriege für einzigartige Unterhaltung für die ganze Familie: Christoph Maria Herbst übernimmt im zweiten Teil den Part von Ritter Rost, Jella Haase überzeugt als furchtloses Burgfräulein Bö, Dustin Semmelrogge spricht erneut den frechen Drachen Koks und auch Tom Gerhardt und Detlev Redinger sind wieder als Feuerzangenbrüder Brutus und Brenner mit dabei.

Die erfolgreiche Münchner Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH produzierte gemeinsam mit Universum Film und dem ZDF die Fortsetzung des spannenden Animationsabenteuers. Gefördert wurde das Projekt von DFFF, FFA, FFF Bayern, MFG Baden-Württemberg, MBB und der Film- und Medienstiftung NRW.

Facebook: www.facebook.com/ritterrost.film

Website: www.ritterrost-welt.de

 

 

Der wolligste Held der Filmgeschichte kehrt zurück!


SHAUN DAS SCHAF – DER FILM 2

Pressemitteilung zur Kenntnisnahme:
Berlin, 25. Oktober 2016

Aardman und STUDIOCANAL sind „shaun“ ganz aufgeregt: Das beliebteste Schaf der Welt kommt mit SHAUN DAS SCHAF – DER FILM 2 auf die große Leinwand zurück! Die Regie übernimmt erneut Richard Starzak, für die Produktion zeichnet abermals Paul Kewley verantwortlich. Die Produktionsvorbereitungen für das neuste Knet-Abenteuer beginnen im Januar 2017.

Der hoch gelobte Oscar-Kandidat von 2015 kehrt zurück: Shaun und seine Herde sind bereit für ihr neustes, größtes und aufregendstes Abenteuer überhaupt!

David Sproxton, Co-founder und Executive Chairman bei Aardman, bemerkt dazu: „Shauns Sprung auf die große Leinwand hat die Zuschauer in aller Welt derart begeistert, dass er und seine Herde sich schon jetzt auf ein neues, noch größeres Abenteuer freuen. Aardman wird erneut mit STUDIOCANAL zusammenarbeiten, um ein weiteres Kinoabenteuer zu produzieren, bei dem Shaun und der Rest der Gang ein neues Level ihres ganz speziellen Wahnsinns erreichen werden.“

Ron Halpern, EVP International Productions and Acquisitions von STUDIOCANAL, ergänzt: „Wir bei STUDIOCANAL sind große Aardman-Fans. Zu sehen, wie diese wundervollen Produktionen in Bristol zum Leben erweckt werden, war schon bei SHAUN DAS SCHAF – DER FILM ein unvergessliches Erlebnis. Wir freuen uns sehr auf die erneute Zusammenarbeit an diesem Film, der mit Sicherheit den einzigartigen Humor, die Kreativität und die unverwechselbare Handschrift von Aardman tragen wird.“

Mit SHAUN DAS SCHAF – DER FILM 2 setzen Aardman und STUDIOCANAL ihre fruchtbare Zusammenarbeit fort, die mit dem erfolgreichen SHAUN DAS SCHAF – DER FILM unter der Regie von Mark Burton und Richard Starzak begann, der weltweit über 106 Millionen US-Dollar einspielte (allein im deutschsprachigen Raum waren es über 2 Millionen Besucher), und mit Nick Parks prähistorischen Abenteuer EARLY MAN fortgesetzt wird. STUDIOCANAL ist Koproduzent und wird den Film in den Verleih-Territorien Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie Australien/Neuseeland in die Kinos bringen.

Über STUDIOCANAL

STUDIOCANAL ist eines der führenden europäischen Filmproduktions- und Vertriebsunternehmen. Als Teil des Vivendi-Konzerns und als einziges europäisches Studio ist die international tätige Tochter der französischen Canal+-Gruppe in Frankreich, Großbritannien und Deutschland sowie in Australien, Neuseeland und China mit eigenen Unternehmen und Beteiligungen vertreten. Kerngeschäft des Unternehmens ist Produktion, Koproduktion, Einkauf und Distribution internationaler Spielfilme und TV-Serien auf allen Vertriebswegen: Kino, Home Entertainment, TV und in der digitalen Distribution. In Deutschland ist STUDIOCANAL heute mit einer Bibliothek von 7.600 Titeln und einem vielfältigen Verleihportfolio vom Blockbuster bis zum Arthouse-Film einer der wichtigsten Filmverleiher, führender Home-Entertainment-Anbieter, aktiv in der Produktion von Kinofilmen sowie im TV-Lizenzhandel und den digitalen Medien. STUDIOCANAL Deutschland verleiht rund 25 Titel pro Jahr. Das Label ARTHAUS als führende Marke für den besonderen Film ergänzt das umfassende Angebot des Unternehmens.

EUROPÄISCHER FILMPREIS 2016: Nominierungsbekanntgabe in den Kategorien Animationsfilm

Die European Film Academy freut sich, jeweils drei Nominierungen in den Kategorien EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016 bekannt zu geben.

Auf Grundlage einer Filmliste, die von CARTOON, dem europäischen Verband für Animationsfilm, zusammengestellt wurde sowie auf Basis individueller Filmeinreichungen hat eine Kommission über die drei Nominierungen in der Kategorie EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016 entschieden. Die Mitglieder der Kommission waren in diesem Jahr der stellvertretende EFA Vorstandsvorsitzende und Produzent Antonio Saura (Spanien), der Regisseur Tomm Moore (Irland) und die Produzentin Anja Šošić (Polen) sowie die CARTOON-Repräsentanten Karsten Kiilerich (Dänemark), Marc Du Pontavice (Frankreich) und Vincent Tavier (Belgien).

Die Nominierungen für die Kategorie EUROPÄISCHE KOMÖDIE 2016 wurden ebenfalls von einer Kommission festgelegt. Die bestand aus EFA-Vorstandsmitglied und Produzentin Ada Solomon (Rumänien), Nacho Carballo vom Internationalen Filmfestival Gijón (Spanien), Verleiher Kim Foss (Dänemark), Nik Powell von der National Film and Television School (Großbritannien) und Marten Rabarts vom EYE Film Institut (Niederlande).

EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016

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DIE ROTE SCHILDKRÖTE
LA TORTUE ROUGE
Frankreich, Belgien
80 min.

DREHBUCH & REGIE: Michael Dudok De Wit
PRODUKTION: Vincent Maraval
ANIMATION: Michael Dudok De Wit

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MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI
MA VIE DE COURGETTE
Schweiz, Frankreich
66 Min.

REGIE: Claude Barras
DREHBUCH: Céline Sciamma
PRODUKTION: Max Karli
ANIMATION: Kim Keukeleire

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PSICONAUTAS
PSICONAUTAS, LOS NIÑOS OLVIDADOS
Spanien
75 Min.

DREHBUCH & REGIE: Alberto Vázquez & Pedro Rivero
PRODUKTION: Farruco Castroman, Carlos Juarez & Luis Tosar
ANIMATION: Krhis Cembe

In Kürze stimmen die über 3.000 Mitglieder der European Film Academy über die Gewinner ab, die beim Europäischen Filmpreis am Samstag, den 10. Dezember in Wroclaw, Europäische Kulturhauptstadt 2016, bekannt gegeben werden. Die Verleihung wird live auf www.europeanfilmawards.eu gestreamt.

Die INDAChs Kritik von Rufin Wiesemann zu Marvels Doctor Strange

!Dr. not really that Strange

Nun hat auch Dr.Strange als einer der weniger bekannten Helden den Sprung aus dem Marvel Universum auf die Leinwand in unsere Realität geschafft. Und mit ihm eine unglaubliche Vielzahl visuell wirklich anspruchsvoller und sehenswerter Effekte, die ein echter Anreiz sein sollten, den Weg in eine gute 3D Projektion einzuschlagen. Denn so viele rasant und bildgewaltig erzählte Dimensionen sollte man nun wirklich nicht nur zweidimensional betrachten. Alles andere wäre so, wie „Indiana Jones – Tempel des Todes“ auf dem Handy zu schauen.

Die Storyline ist, wie bei Comic Verfilmungen üblich, nicht wirklich imposant. Nur mit einer ungefähren Ortsangabe und dem Namen eines geheimnisvollen Ortes bewaffnet, macht sich der schnöselige und selbstbezogene Neurochirurg Dr. Strange (Benedict Cumberbatch), der bei einem Autounfall  die Feinmotorik seiner Hände und damit natürlich seine gesamte bisherige Daseinsberechtigung eingebüßt hat,  auf die Suche nach einer Wunderheilung, um sein altes Leben als brillanter Operateur und überhebliche Nervensäge zurück zu gewinnen. Doch anstatt der erhofften Medizin findet er nach gefühlten zwei Tagen am Ende der Welt Zutritt zu einer geheimen Gesellschaft von Magiern, die unsere geliebte blaue Kugel vor den zerstörerischen dunklen Mächten aus unzähligen Parallel-Universen unseres Multiversums schützt. Als anfänglich widerstrebender aber schon sehr bald durch die Älteste (Tilda Swinton) in schwindelerregendem Tempo überzeugter Schüler, ist er binnen Kurzem ein formidabler Magier, der bereit ist gegen alle abtrünnigen Zauberkräfte auf Erden und darüber hinaus anzutreten.  So beginnt dann auch umgehend eine szenisch eindrucksvoll, weitgehend detailverliebt  und heiter inszenierte Schlacht rund um den Globus und Kreuz und quer durch Zeit und Dimension, an deren Ende nur Dr. Strange in seinem  hingebungsvollen Umhang zwischen der uns bekannten Realität und der alles vernichtenden zeitlosen Dunkelheit steht.

Mit der Geschichte von Dr. Strange hat Marvel Comics es mal wieder auf einzigartige Weise geschafft, eine der bedeutungsvollsten und nach wie vor aktuellsten gesellschaftlichen Fragen sinnbringend zu berühren, ohne dabei in den Pathos eines gesellschaftskritischen Dramas verfallen zu müssen. Mit spielerischer Leichtigkeit wird hier in reizüberflutenden und sehr heiteren Bildern die Abkehr vom oberflächlichen Karriere-Eifer zum Suchen nach der inneren höheren Bestimmung in einer Selbstverständlichkeit erzählt, die jeden buddhistischen Mönch vor Neid erblassen lassen würde. Und das ohne den Zuschauer auch nur einen einzigen Moment mit Langeweile oder Tiefsinn zu foltern. Popcorn Kino, das beim anschließenden Kaffee oder Bier dann doch noch zum Denken verleitet ?  Nicht wirklich. Aber absolut amüsant.

Rufin Wiesemann

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