7. Juni 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Anna Hybsier zu Warners „Godzilla 2 – King of the Monsters“

Godzilla 2: König der Monster klingt wie ein klassischer Sommerblockbuster; viele Monster, Special Effects und Explosionen. Und obwohl all diese Dinge in dem Film vorkommen sind sie leider nicht genug.

Godzilla 2 kämpft mit dem Problem nicht wirklich zu wissen was er als Film sein will. Die Geschichte ist schnell erzählt aber leider nicht
schnell genug um damit die Zuschauer sich auf ein Monsterspektakel einlassen können. Ohne zu viel zu verraten handelt es sich um ein
Familiendrama das sich vor dem Hintergrund von Ökoterrorismus abspielt. Wenn man dann auch noch eine Firma und eine Regierung, die sich darüber streiten wer nun irgendwie die Kontrolle über diese ‚Titanen‘ haben soll mit in den Mix wirft hat man alle Information die man braucht.

Das Problem ist allerdings nicht die Geschichte an sich sondern der hölzerne, abgeklatschte, mit One-Liners durchzogene Dialog. Es wurde an manchen Stellen so schlimm dass man den Dialog ganz entspannt mitsprechen konnte. Und auch darüber hätte man hinwegsehen können, wenn an irgendeinem Punkt klar gewesen dass die Geschichte sich nicht ernst nimmt. Filme wie Mars Attacks zeigen dass dies möglich ist. Godzilla 2 schafft das leider nicht.

Man könnte argumentieren dass Godzilla 2 nicht ein Film ist der eine gute Geschichte mit sich bringen muss. Auch ich wäre gewillt die
Geschichte einfach zu ignorieren wenn ich als Zuschauer das bekommen hätte was mir der Titel (und der Trailer) verspricht; Monster. Leider gibt es auch hiervon viel zu wenig. Von den 17 Monstern von denen im Trailer gesprochen werden, bekommen wir leider nur einen Bruchteil zu sehen. Und in Aktion? Noch weniger. Es ist schade dass nicht mehr Zeit investiert wurde auch andere Monster mehr in Szene zu rücken. Die Zeit hätte man gehabt wenn man unnützen Dialog gestrichen hätte.

Aber nicht alles an Godzilla 2 ist schlecht. Die Kämpfe sind beeindruckend, wenn manchmal etwas dunkel. Godzilla wird seines Namens gerecht und es ist gut Titanen wie Mothra auf der Leinwand zu sehen. Millie Bobby Brown (Madison Russell) liefert eine gute Leistung ab mit dem was sie an Dialog bekommt und auch Ken Watanabe (Dr. Ishiro Serizawa) versucht das Beste aus seinem Charakter herauszuholen.

Aber zum Sommerblockbuster schafft es Godzilla 2 leider nicht. Der Film nimmt seine Geschichte zu ernst, arbeitet sie aber nicht gut
genug aus um als Film ernstgenommen zu werden. Die Kämpfe, Monster und Effekts sind da, aber es gibt einfach nicht genug Titanen, nicht genug Abwechslung, um das Ruder herumzureißen. Für absolute Fans von Godzilla ist dieser Film sicherlich etwas, für alle anderen gibt es besser Alternativen für einen Kinoabend.

Anna Hybsier

http://www.ahybsier-illustration.com/

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