7. März 2017 Johannes Wolters

Die INDACHS – Kritik von Finn-Ole Mehl zu „LOGAN – The Wolverine“

Das X-Men Filmuniversum ist mittlerweile sehr komplex. Nach scheinbar unzähligen Sequels, Prequels, Reboots und Spin-offs mit sehr schwankender Qualität – von dem hervorragendem und sehr unterhaltsamen “Days Of Future Past” bis hin zum grauenhaften “X-Men Origins: Wolverine” – ist die X-Men Kontinuität vollkommen verworren.  Dieses Jahr aber sehen wir Hugh Jackman in “Logan” zum letzten Mal in die Haut des Vorzeigemutanten und X-Men-Aushängeschilds Wolverine aka Logan aka James Howlett schlüpfen.
Im Jahr 2029 gehören die Mutanten so gut wie der Vergangenheit an; seit 25 Jahren ist kein Mutant mehr geboren worden. Die letzten verbleibenden Mutanten werden gejagt. Wolverine/Logan/James ist alt und müde und seine Wunden heilen nicht mehr wie früher. Logan hält Charles Xavier irgendwo nahe der mexikanischen Grenze versteckt und ständig betäubt. Als Logan auf das junge Mädchen Laura (Comicfans eher als X-23 bekannt) trifft, begeben die drei sich auf eine letzte Reise durch die USA – auf der Flucht vor Lauras Verfolgern und Logans Vergangenheit und auf der Suche nach Eden, einem Zufluchtsort für Mutanten. Die Handlung ist hauptsächlich in den Comics “Old Man Logan”, “Mutant Massacre” und “X-23” begründet.


“Logan” ist keine knall-bunte Avengers Popcorn-Kino Achterbahnfahrt. “Logan” ist ein hartes, dreckiges und äußerst brutales Drama. Die rauhen Actionszenen haben jedes Mal dieselbe Wucht wie Wolverines adamantium-verstärkte Knochenklingen wenn sie in sämtlichen gegnerischen Gliedmaßen landen. Hugh Jackman und Patrick Stewart sind wie zu erwarten fantastisch und auch Neuzugang Dafne Keen als Laura brilliert.
James Mangold hat es mit “Logan” geschafft dem Wolverine mit seinem letzten Auftritt ein würdiges Denkmal zu setzen. Und so können wir uns zuletzt mit einem zufriedenen und mit einem weinenden Auge von Logan verabschieden.
Für X-Men Fans ein Muss, für Freunde von hervorragenden Actionfilmen mit Substanz mehr als empfehlenswert. (Wer mit expliziten Gewaltdarstellung im Kino Probleme hat sollte vielleicht lieber verzichten.)
Finn-Ole Mehl

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