25. April 2018 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Finn-Ole Mehl zu Marvels „Avengers I Infinity War“

Der nunmehr neunzehnte Film in Marvels Cinematic Universe “Avengers Infinity War” ist der epischste, überraschendste und beeindruckendste Eintrag in der Reihe. Die zerstrittenen Avengers, die Guardians of the Galaxy, Spider-Man, Doctor Strange und Black Panther müssen sich zusammenschließen um den wahnsinnigen Titan Thanos aufzuhalten, der auf seinem Eroberungs- und Zerstörungsfeldzug durch die Galaxis vor nichts und niemandem Halt macht.

“Infinity War” ist mit zwei Stunden und vierzig Minuten durchaus ein langer Film; trotzdem ist es eine Meisterleistung, dass kaum einer der gut zwei Dutzend Superhelden und – schurken zu kurz zu kommen scheint. (Nur wenige Altbekannte tauchen gar nicht auf und jeder Charakter im Film hat mindestens einen großen Moment, um zu scheinen.) Den Russo-Brüdern in den Regiestühlen ist es gelungen, jedem Charakter gerecht zu werden. Doch der eigentliche Star ist Thanos – ein Bösewicht, der sich diesen Namen redlich verdient hat und der sicherlich als einer der besten aktuellen Film-Antagonisten in Erinnerung bleiben wird. Tonal schafft “Infinity War” es mit scheinbarer Leichtigkeit, eine Ernsthaftigkeit und Finalität zu vermitteln, ohne den klassischen MCU-Humor zu vernachlässigen, der den beinahe apokalyptischen Grundton der Erzählungen nur selten untergräbt.

Finn-Ole Mehl

Kameraarbeit und VFX gehören zu dem Besten, was seit einiger Zeit über die Leinwände geflimmert ist. Die Reise führt uns durch die halbe Galaxis und jeder Winkel hat einen ganz anderen Charakter.

Dieser erste von zwei Filmen (Untitled Avengers 4 kommt in genau einem Jahr in die Kinos) hält Marvels Versprechen vom End-Game auf jeden Fall; alles hat uns genau hierhin geführt.

Jedem Marvel- und Comic-Freund wird “Infinity War” genau das liefern, was wir erwartet haben. Das heißt andererseits aber auch, dass Zuschauer, die mit den bisherigen achtzehn Filmen nichts anfangen konnten, vermutlich wohl auch mit Nummer Neunzehn nicht umgestimmt werden können. (Außerdem sollte man mit den bisherigen Geschehnissen im MCU vertraut sein. Ansonsten dürfte für viele Kopfkratz-Momente gesorgt sein.)

“Infinity War” beginnt direkt mit Vollgas, erlaubt uns bis zuletzt kaum zur Ruhe zu kommen, und lässt uns am Ende erschöpft und mit einem glücklichen aber auch sehnsüchtigen Gefühl zurück; wir brauchen mehr… Das wird ein langes Jahr für Marvel-Fans bis das Warten auf Avengers 4 ein Ende haben wird.

Finn-Ole Mehl

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