27. Oktober 2017 Johannes Wolters

Die Indachs Kritik von Janine Heine zu Marvels THOR – Tag der Entscheidung

Geplagt von düsteren Träumen, die den Untergang seiner Heimat prophezeihen zu scheinen, Asgard obendrein noch überfallen von Schwester und Todesgöttin Hela, geplagt vom Verlust seines Hammers und seiner Haare – es könnte besser laufen für den Gott des Donners.

In „Thor: Tag der Entscheidung“ muss Thor, gefangen ohne Waffe auf dem Planeten Sakaar, ein Team zusammenstellen um nicht nur Hela zu besiegen sondern auch um Ragnarök zu verhindern.

Mit seinen spannenden Kämpfen, überraschenden Gastauftritten reiht sich der dritte Thor Teil, als besonders humorvoller Film ins Marvel Cinematic Universe ein und führt uns einen Schritt weiter in Richtung „Avengers: Infinity War“.
Zu den bekannten Figuren Thor(Chris Hemsworth), Loki(Tom Hiddleston) und Hulk (Mark Ruffalo), deren Chemie auf der Leinwand gewohnt fantastisch ist, gesellen sich Tessa Thompson in der Rolle der schlagfertigen Valkyrie, Cate Blanchett, als erster weiblicher Bösewicht in einer Hauptrolle in einem MCU-Film und der tollpatschige aber gutmütige Korg, gespielt vom Regisseur Taiki Waititi selbst.

Janine Heine

Ebenjenem ist der neue humorvolle Ton zuzuschreiben, der in vielen Szenen zu spüren ist.
Was den Inhalt betrifft, handelt es sich hierbei allerdings eher um eine typische Rachegeschichte ohne großen Tiefgang. Auch den neuen Charakteren hätte man etwas mehr Entwicklung gewünscht.
Insgesamt ist dieser Film etwas bunter, schrilliger und lauter als die vorherigen und lässt sich vom Szenenbild, her zwischen „Guardians of the Galaxy“ und „The Avengers“ einordnen, nicht zuletzt da man sich etwas vom göttlichen Setting entfernt und in Richtung Science Fiction geht.
Zu den aufwändigen Masken- und Kostümarbeiten, der interessanten aber passenden Musikwahl,schließt sich eine schnelle Kameraarbeit an,

die jedoch in den richtigen Momenten auch mal länger stehen bleiben, um den witzigen Stellen genügend Zeit zu geben. Die Visual Effects sind etwas comichafter als in aktuellen Kinofilmen gängig, passen allerdings so gut zum neuen Look des Films, dass es insgesamt sehr stimmig wird.

Alles in allem ist „Thor: Tag der Entscheidung“ trotz der leichten Handlung, ein unfassbar sehenswerter Film und hebt sich besonders durch seinen Humor und den neuen visuellen Eindrücken von anderen Marvel-Filmen ab.

Janine Heine, Frankfurt

 

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