10. März 2017 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu „LOGAN – The Wolverine“ von James Mangold

Wir schreiben das Jahr 2029. Die X-Men sind ausgelöscht. Die Menschheit kennt sie nur noch als Comic Helden. Eine kleine Gruppe Überlebender, bestehend aus Logan (aka. Wolverine), Charles (aka. Professor X) und der sonnenscheue Caliban, hat sich in der Wüste Nevadas verschanzt und fristet ein trauriges Dasein. Der alt gewordene und nicht mehr ganz so zähe Wolverine versorgt die Gruppe mit Lebensmitteln und Medikamenten in dem er als Limousinenfahrer arbeitet. Tag für Tag chauffiert er besoffene Business Manager oder High School Prom Queens durch Las Vegas. Sein Tageshighlight bestehend aus Whisky und Schmerztabletten. Plötzlich taucht eine mexikanische Krankenschwester auf und bittet ihn verzweifelt um einen Transportauftrag. In Geldnot und nichtsahnend auf was er sich da einlässt, nimmt er wieder willig den Auftrag an, sie und ein 10 Jahre altes Mädchen namens Laura bis zur kanadischen Grenze zu fahren. Doch Laura ist anders. Sie ist so wie er. Genauso wie er.

Für jemanden, der mit X-Men Comics aufgewachsen ist und es kaum erwarten konnte das nächste Heft im Dorfkiosk abzuholen, ist dieser Film wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einem.

Visuell verzichtet ‚Logan‘ auf jegliche Comicklischees und wirkt mit seinem düsteren Setting abgestimmt und authentisch. Obwohl alles recht schnell passiert, ist die Handlung auch für nicht X-Men Fans nachvollziehbar und spannend erzählt. Dafne Keen (Laura, aka Mutant-23) ist in Ihrer Leinwandpräsenz gewaltig und meiner Meinung nach die perfekte Besetzung für diesen Mutanten. Ich freue mich sie auch in Zukunft in dieser Rolle zu sehen. Sie wird ihr mehr als gerecht. Die Kampfszenen sind brutal und präzise geschnitten. Ein Augenschmaus sozusagen. Ohne unnötige Akrobatik Nummern und abgedroschenen Heldensprüche pfeift der dritte Wolverine Film auf die Mainstream-Tauglichkeit und übertrifft wohl genau deswegen bei weitem seine zwei Vorgänger. Obwohl ich Country-Music nicht ausstehen kann, ist Johny Cash’s ‚Hurt‘ die Kirsche zum abrunden und wie für diesen Film komponiert.

Fazit: ‚Logan‘ ist ein absolut sehenswerter Film, vielleicht nicht ganz für die ganze Familie, aber für jeden, der mal wieder Gänsehaut und Tränen vor großer Leinwand erleben will.

P.S. Einziges Manko: als Marvel Fan blieb ich sitzen, bis zum Schluss. Pustekuchen, da kam nichts. Diese Tradition hätte, auch wenn es der letzte Wolverine Film sein soll, nicht gebrochen werden dürfen!

Danke noch mal und viele Grüße aus Hamburg,

Marina Hartfelder

www.marinahartfelder.eu

 

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