29. April 2017 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Guardians Of The Galaxy Vol. 2

Rocket (Voiced by Bradley Cooper)

Ph: Film Frame

©Marvel Studios 2017

Das war bunt. Episch bunt. Der Gedanke an ‚Trolls’, wollte mich den ganzen Film über nicht loslassen, und schwebt zwischen ‚finde ich das jetzt gelungen oder nicht?‘. Selbstironisch ist die Fortsetzung der Weltraumbeschützer Saga allemal. CGI, VFX, Compositing sind fast unangreifbar, aber nur fast. Zum Teil wirkt er doch recht überladen und steht weder im Kontrast noch in der Notwendigkeit zu den fast perfekt gelungenen Szenen. Manchmal ist es eben doch ‚weniger ist mehr‘. Was wohl auch zu dem Slapstick Dialogen passt, wenn einige Witze die Kinobesucher auflachen ließen, hätten andere Passagen getrost weggelassen werden können, was dem Film sicherlich zur Gute käme.

Die Dramaturgie wurde leider vernachlässigt, obwohl die Geschichte an sich viel Potenzial bietet. Fängt der Film spannend und imposant an, fällt die Kurve drastisch nach den ersten 30 Minuten und hat Schwierigkeiten wieder Wind aufzunehmen. Dieses Phänomen scheint in letzter Zeit ein grundlegendes Problem darzustellen, als würden sich die Regisseure denken (oder sie müssen so denken): passt schon die Bilder sind so toll anzuschauen, das fällt nicht auf. Im Gegenteil, gerade dieses Detail schadet immense einem sonst so bildgewaltig produzierten Werk. Als hätte ‚the last Producer‘ gefehlt, der sich das Sequel nach dem ‚Final-Cut‘ noch mal anschaut und ihn vom unnötigen Ballast befreit und zu einem runden Bonbon verhilft. Was dieser Film sicherlich hätte werden können.

Auch wenn ich mich sehr gefreut habe Starlord, Gamora, Drag, Rocket und Little Groot wieder zu sehen, kam es mir vor als würde der Film nach seiner Identität suchen. Fast so als wäre ‚I am Groot’ des ersten Teils doch der unersetzbare Mittelpunkt gewesen. Die Klapperschlange war drin, Kudos an die Maske oder war es CGI, die Frage beschäftigt mich immer noch. Es hat mich schwer beeindruckt Kurt Russel noch mal in seinen jungen Jahren zu sehen. Trolls wie (schon erwähnt), Knight Rider und einen Hauch Expendables, auch wenn ich das Ü-Ei Silvester Stallone und David Hasselhoff besonders gelungen fand, ließ sich einfach nicht weg schütteln. Lediglich zum Ende hin haben sich alle wieder gefangen und an den eigentlichen Sinn von den ‚Guardians of the Galaxy’ erinnert, die Unmöglichsten der Unmöglichen der Galaxis zusammenzubringen und erfolgreich selbst einem Gott zu trotzen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film, der mit der mit dem ersten Teil zwar nicht mithalten kann, aber sicherlich schon vom Soundtrack her einen in seine Kindheit zurückwirft und visuell einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

P.S. Marvel’s Post Credit Szenen sind zufriedenstellend, davon gab es viele (vielleicht schon etwas zu viele).

Danke aus Hamburg,

Marina Hartfelder

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