27. Juli 2016 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Meike Müller zu Illuminations PETS

Angekündigt hat sich „The Secret Life of Pets“ ja schon eine ganze Weile mit eine Reihe humorvoller Miniclips, welche auf sämtlichen Social Network Plattformen ihre Runde machten. Diese kleinen Teaser zeigten Haustiere, wenn sie unbeobachtet allein zu Hause sind und waren eine großartige Kostprobe für den angekündigten Film und schraubten so die Vorfreude immens hoch.
Genauso erwartungsvoll habe ich also selbst dem Film entgegen gefiebert. Üblicherweise sind hohe Erwartungen bei Filmen nie gut, da eine Enttäuschung praktisch vorprogrammiert ist –  nicht so bei „The Secret Life of Pets“. Die Regisseure und Artists der „Ich – Einfach unverbesserlich“ und „Minions„ Reihe, die jedes Kind bereits ins Herz geschlossen hat, haben es wieder einmal geschafft:
Mit einem liebevollem Character Design und unfassbar witzig getimter Animation, wunderschönen Farben und liebevollen Charakteren gelang es Illumination einen runden und humorvollen Film zu verwirklichen. Die Charaktere bekommen durch ihr unperfektes Aussehen zusätzlichen Charme. Mit einer fetten Katze, eines halbgelähmten Hundes im Rollstuhl oder eines haarigen Hundgetüms bekommt der Film seine ganz eigene Persönlichkeit und dies auch optisch ohne dem klassischen Schema F der Niedlichkeit zu entsprechen. Wobei, da war ja dieses weisse Kaninchen…
Künstlerisch und technisch ist der Film auf bemerkenswert hohem Niveau und steht den weltweit führenden Studios wie Pixar, Disney oder BlueSky in Nichts nach. 
Es ist toll, dass sich in Europa dieser hohe Standart mittlerweile erfolgreich etabliert hat, dennoch wird auf platte Effekthascherei beim Storytelling ala Hollywood nicht verzichtet.
Dementsprechend finde ich eine Aktionsequenz, wie sie bereits bei Pixar’s „Finding Dory“ zu sehen war, wo Tiere plötzlich übermenschliche Kräfte entwickeln und den Verkehr auf einem Highway stoppen, für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen und völlig unnötig.
„Pets“ hat eine tolle Botschaft für Kinder und Menschen, die mit dem Gedanken spielen sich ein Haustier zuzulegen. Der Film zeigt die mit einem Haustier aufkommenden Verpflichtungen und macht jedem bewusst, dass Tiere kein Spielzeug, sondern ein lebendes Wesen mit speziellen Bedürfnissen und Gefühlen sind. 
Eine starke Charakterentwicklung bei den Hauptfiguren mit einer netten Überraschung am Ende, die sogar die härtesten Fellkugeln weichspült, lässt jedem Zuschauer warm ums Herz werden.
Wer sich also schon immer mal gefragt hat, was seine Haustiere machen, während man auf der Arbeit oder in der Uni ist, dem sollte „The Secret Life of Pets“ eine unfassbar wahnwitzige Idee davon liefern. Viel Spass beim Anschauen!
 

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