30. Juni 2016 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Raphael Rau zu Blue Skys ICE AGE – Collision Course

Ice Age: Collision Course

Mit Ice Age 5 darf man sich auf ein Wiedersehen alter Bekannter freuen:
Sid, Manni, Diego, den im Laufe der Filme hinzugekommenen Charaktere Ellie, Shira, Peaches, Buck und natürlich dem allseits beliebten, und seit längerem zum Maskottchen des Studios Blu Sky mutierten Säbelzahn-Eichhörnchen, Scrat sind mit von der Partie.

Dem Eichhörnchen ist es nämlich überhaupt erst zu „verdanken“, dass unsere Freunde aus der Eiszeit in die brenzlige Situation kommen, von der dieser Film erzählt. So findet unser nervöser Scrat ein UFO Im Eis (wie auch immer es dort hingekommen ist… evtl eine Referenz des ersten Teils von Ice Age, in dem kurz ein in Eis eingefrorenes Ufo zu sehen ist). Mit diesem Ufo schafft es Scrat, durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse, einen Meteoriten auf Kollisionskurs mit der Erde zu bringen.

Als ein vorwarnender Meteoritenschauer auf die Erde herunter brasselt merken die Hauptcharaktere schnell, dass etwas nicht stimmt.
Zudem findet Buck, der Freund aus Ige Age 3 : „Dawn of the Dinosaurs“ im inneren der Erde eine Prophezeiung, die den Einschlag des Meteoriten mit samt Einschlagstelle vorhersagt. Daraufhin macht sich das gesamte Team auf den Weg, zur vorhergesagten Stelle des Einschlags.

Es gilt den Grund herauszufinden, warum es an dieser Stelle immer wieder zu Einschlägen kommt und natürlich den Einschlag, des alles vernichtenden Meteoriten, zu verhindern. Wem das Ganze nun etwas verwirrend vorkommt, dem kann ich nur zustimmen. Im neuen Ice Age geht es drunter und drüber und viele Ereignisse scheinen einem unlogisch und willkürlich. Dadurch erkrankt der Film an den selben Symptomen, wie viele seiner Artgenossen zuvor: An einer gut erzählte Geschichte.

Auch wenn Erzählungen durchaus zu erkennen und ebenso Potentiale gegeben sind, so schafft es Ice Age leider nicht, diese gänzlich auszuschöpfen und in Sachen Charakterzeichnung gegenüber den Vorgängern aufzustocken. Unsere, aus den vergangenen Filmen lieb gewonnenen, Charaktere bleiben in Ice Age: Collision Course recht eindimensional und entwickeln sich nur minimal weiter.

Langweilig wird einem im Kino aber dennoch nicht. Die Slapstick-Einlagen sind zwar oft himmlisch übertrieben und haben meist nur am Rande mit der eigentlichen Geschichte zu tun, sind aber gerade durch diese Absurdität und dem Einfallsreichtum sehr unterhaltsam. Hätte das Kreativ-Team nur halb so viel Energie in den Geschichtsaufbau, wie in die Komik-Einlagen gesteckt, wäre Ice Age 5 zu einem herausragenden Sommerspaß avanciert.

Am Ende handelt es sich bei Ice Age: Collosion Course, um einen unterhaltsamen, kurzweiligen Kinospaß für die ganze Familie. Vermisst wird die erzählerische Qualität der Vorgänger, bietet aber dennoch reichlich Einfallsreichtum bei Slapstick-Einlagen und damit Kurzweil beim Zuschauer. Ice Age 5 wird es aber schwer haben sich gegen Hochkaräter wie „Zootopia“ und dem kommenden Film „Findet Dori“ durchzusetzen.

Raphael Rau

http://www.silverwing-vfx.de/

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