28. November 2015 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritiken von Friederike Trunzer und Scherin Rajakumaran zu Pixars „Arlo & Spot“

Mit dem neuen Weihnachts-Trickfilm „Arlo & Spot“ schickt Disney einen kleinen grünen Dinosaurier Namens Arlo auf eine klassische Heldenreise. Ist Arlo zu Beginn noch ein etwas kleingeratener, überängstlicher Dinosaurier entwickelt sich sein Charakter auf der Reise Schritt für Schritt weiter. Dabei wird Arlo von Spot, einem kleinen, wilden, ungezähmten Jungen begleitet. Mit jedem neuen Abenteuer, welches die beiden zusammen überwinden und bestehen müssen, entwickeln Sie sich selbst aber auch ihre Beziehung zueinander immer weiter.
Sehr spannend finde ich die Idee, die der Geschichte als Ausgangspunkt zugrunde liegt: Wie hätte eine Welt ausgesehen, in der die Dinosaurier nicht ausgestorben wären.  Eine Welt, in der sich die Saurier weiterentwickelt und damit begonnen haben sich ihre Umwelt zu Nutzen zu machen. Eine Welt in welcher der Mensch das wilde, ungezähmte Tier ist.
Besonders beeindruckt haben mich die Hintergründe. Laut den Produktionsnotizen war es das Ziel der Filmemacher „die Landschaften im Film so beeindruckend wirken zu lassen wie Sie diese mit eigenen Augen erlebt haben“. Und ohne Frage, das ist Disney zweifelsfrei gelungen. Obwohl ich wissentlich in einem Trickfilm saß, rieb ich mir so manches Mal verwundert die Augen und kam bei den beeindruckenden Landschaftspanoramen ins grübeln, ob dies eine erschaffene oder die reale Welt ist, die ich da sehe. Die Naturaufnahmen von Gebirgen, Wäldern und der Steppe sind beeindruckend und verdammt realistisch.
Insgesamt hat mich der Film überrascht. Vom klassischen Disney-Weihnachtsfilm hatte ich vielleicht etwas anderes erwartet – aber das was ich gesehen habe, fand ich besser als das, was ich erwartet hatte. Für mich ist Arlo & Spot ein interessantes Crossover aus „Die Wüste lebt“ und einer  Wildwest-Lagerfeuer-Romantik mit Sauriern. Und es ist für jeden etwas dabei: der Film ist lustig, traurig und regt zum Nachdenken an.
Nur ein keiner Hinweis am Rande: Inwieweit der Film tatsächlich etwas für die jüngsten Zuschauer ist, weiß ich nicht genau. Bei unserem Screening gab es doch einige heulende Kinder, die die Vorführung vorzeitig verließen.

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Der Film ist anders als der Trailer verspricht von der Storyline her leider sehr voll – zu viel Story für zu wenig Zeit! Dadurch werden hochemotionale und sentimentale Situationen, in viel zu wenigen Bildern abgehandelt. Konträr dazu stehen die vielen, zu langen Schwarzblenden! Die Character sind alle sehr wenig ausgereift und ein wenig plump. Die Diologe entsprechend auch klischeehaft und sehr cheesy.
Der Look ist, wie nicht anders zu erwarten war, wunderschön und vielschichtig. Die Mattepaintings und Sets sehen großartig aus, in vielen Bereichen fast schon photoreal. Die Masse an Effekten war beeindruckend und hat unheimlich viel Spaß gemacht und war wirklich toll! .. Die FX, Simulation & Cloud credits am Ende entsprechend sehr lang 🙂
Die Stereoskopie war in diesem Film leider super unangehm.. viel auf der 0 Ebene und viel zu viel Action im Negativbereich. Es war einfach insgesamt an vielen Stellen unangehm und man kann beim Kinobesuch gut darauf verzichten.
Insgesamt fand ich den Film vom Look und den Effekten her toll, kann ihn aber leider an Kinder und Filmgucker nicht empfehlen.

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