17. Februar 2016 Johannes Wolters

Engagiertes VFX-Team: Der Diplomfilm Wir sind Die Flut feiert Premiere auf der Berlinale

Ludwigsburg, 15. Februar 2016. Der Diplomfilm Wir sind die Flut (Regie: Sebastian Hilger) feiert am Freitag, den 19. Februar 2016, seine Kinopremiere auf der Berlinale, als eine von fünf Produktionen der Filmakademie Baden-Württemberg. Wir sind die Flut wird in der Perspektive Deutsches Kino gezeigt und ist eine Kooperation zwischen der Filmakademie Baden-Württemberg (unter anderem Regie, Kamera, Produktion und VFX), der Filmuniversität Babelsberg (unter anderem Drehbuch) und der Anna Wendt Filmproduktion GmbH. Die Studenten des Animationsinstituts verantworteten die aufwendigen visuellen Effekte und waren vom Storyboard, über den Dreh bis zu den finalen Shots an der Produktion beteiligt. Peter Lames (VFX Supervisor) und Mareike Keller (VFX Producerin) realisierten mit ihrem Team von 3D Artists, Compositoren und Concept Artists rund 50 VFX Shots für den 85-minütigen Spielfilm.

Pressevorführung: Freitag, 19.02., 14:00 Uhr, CinemaxX 5
Berlinale-Premiere: Freitag, 19.02., 19:30 Uhr, CinemaxX 3

Wir sind die Flut ist ein Science-Fiction Drama und spielt im fiktiven Nordseeort Windholm. Vor 15 Jahren verschwand vor dessen Küste das Meer, die Ursache für die dauerhafte Ebbe bleibt ungeklärt. Die Physiker Micha (Max Mauff) und Jana (Lana Cooper) machen sich auf, der naturwissenschaftlichen Anomalie auf den Grund zu gehen, doch dabei geraten sie immer mehr in den Bann der vereinsamten Dorfgemeinschaft. Wir sind die Flut kontrastiert eine realistische Optik und glaubwürdige Charaktere mit einer Geschichte, die die bekannten Gesetze der Physik hinterfragt. VFX Producerin Mareike Keller, die im Frühjahr ihren Diplomabschluss in der Vertiefung Animation/Effects Producing anstrebt, unterstreicht die Bedeutung der subtil eingesetzten visuellen Effekte, denn erst sie lassen die Welt um Windholm herum glaubhaft erscheinen.

Setfoto Wir sind die Flut(1)

Das VFX-Team des Animationsinstituts setzte für Wir sind die Flut besonders viele digitale Set Extensions um, die im fertigen Film nahtlos mit denen am Set vorhandenen Bauten verschmelzen. Dazu gehören vor allem einige Einstellungen, in denen ein vom Szenenbild gebauter Zaun digital bis zum Horizont verlängert wurde und damit die Ebbefläche von Windholm trennt. Mareike Keller nennt als besondere Herausforderung eine Szene, die bis auf die Schauspieler, die vor dem Greenscreen agierten, ausschließlich am Rechner entstand: Die beiden Hauptdarsteller stehen inmitten der Wattfläche auf einem Leuchtturm, die Kamera fliegt von hinten an ihnen vorbei. Für diese Einstellung mussten sowohl die Kamerabewegung als auch das Watt, der Turm und der Himmel komplett digital erstellt und bearbeitet werden.

Nach der intensiven Produktionszeit sind Mareike Keller und Peter Lames stolz auf sich und die Leistung ihres VFX-Teams. Jetzt fiebern sie gemeinsam mit ihren Kollegen aus den anderen Abteilungen der Filmakademie Baden-Württemberg und der Filmuniversität Babelsberg der Premiere auf der Berlinale entgegen. Mareike Keller betont: „Die VFX waren für uns kein Selbstzweck, sondern ein Gestaltungsmittel, wie etwa die Kameraarbeit oder der Schnitt. Wir hoffen natürlich, dass der Film gut ankommt!“

 

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