3. August 2016 Johannes Wolters

Herzlichen Glückwunsch an Ahmad Saleh, Louise Peter, Mahyar Goudarzi und Steve Bache für die Nominierungen zum Studentenoscar

Bild: (c) Oscars.org
In der Kategorie „Foreign Animation“ wurden drei Filme nominiert, zwei davon kommen aus Deutschland. Ahmad Salehs Film „Ayny – My Second Eye/Mein zweites Auge“ von der Kunsthochschule für Medien in Köln wurde ebenso nominiert wie die Produktion „Eye for an Eye“ von Steve Bache, Mahyar Goufarzi und Louise Peters von der Filmakademie Baden Württemberg. Herzlichen Glückwunsch!
Hier ist die Liste der Nominierten im Bereich Anmation:
Foreign Animation
Ahmad Saleh, “Ayny – My Second Eye,” Academy of Media Arts Cologne (Germany)
Steve Bache and Mahyar Goudarzi, “Eye for an Eye,”  Film Academy Baden-Württemberg-(Germany)
Arisbek Nuhan, “I Come From Prairie,” Beijing Film Academy (China)
Animation
Pengpeng Du, “Cage,” Pratt Institute
Aemilia Widodo, “Last Shot,”  Ringling College of Art and Design
Alicja Jasina, “Once Upon a Line,”  USC
Bob Yong and Kang Yung Ho, “The Controller,”  Ringling College of Art and Design
Carter Boyce, “Die Flucht („The Escape“), DePaul University
Hannah Roman, “The Moon is Essentially Gray,”  School of Visual Arts
Echo Wu, “The Wishgranter,” Ringling College of Art and Design
Ayny

Ahmad Saleh was born in 1980 to parents of Palestinian origin, marking the beginning of an endless quest for a home. He only lived in Palestine from 1998 to 2003, but he witnessed so many tragic stories in those five years that it pushed him to leave the country with a feeling of responsibility to tell the world about them.

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Ahmad Saleh

After Palestine, he moved to many cities and took up many careers until he finally found his way in writing fiction, photography and filmmaking. In 2007, he moved to Germany to study Digital Media. The short film House was his first film and masters‘ degree graduation project. Ahmad is currently studying Film Writing and Directing at the Academy of Media Arts Cologne (KHM).

Der Abschlussfilm von Ahmad Saleh „„Mein zweites Auge“ (Originaltitel: „Ayny“,2016, 11 Min.) “ ist für einen Studentenoscar in der Kategorie „Best Foreign Animation“ nominiert.

Kurzinhalt: Zwei Jungs entdecken eine neue Stadt und verlieben sich in ein Musikinstrument – eine Oud. Der Versuch, sie sich gemeinsam zu erarbeiten bringt sie einander so nah, dass sie eins werden müssen, um diese Prüfung zu überstehen.

Team: Buch und Regie: Ahmad Saleh; Ausstattungdesign: Saleh Saleh, Sand Sale; Art Direction: Jessica Neubauer; Hand Crafts: Diana Menestrey; Animation: Frank Pinsel; Ton: David Black; Musik: Nizzas Ruanda, Produzent: Stefan Gierken; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln

Ahmad Saleh wurde 1980 in Al Khubar geboren und studiert seit 2013 an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Betreuung:
Prof. Raimund Krumme; Prof. Sophie Maintigneux; Prof. Zilvinas Lilas; Stephanie Beaugrand
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  • Picture of Steve Bache © Steve Bache, Mahyar Goudarzi, Louise Peter

Steve Bache was born 1990 in Pirna. Vocational training as a design assistant after finishing High School. Started studying directing at Filmakademie Baden-Wuerttemberg in 2014.

Mahyar Goudarzi was born 1992 in Düsseldorf. Studied Applied Media Science in Cologne after finishing High School, completed internships in film and television industry and did editorial work for various television formats. Started studying directing at Filmakademie Baden-Wuerttemberg in 2014.

Louise Peter was born 1982 in Berlin. Internships in theater, film and media industry after finishing High School, studied Philosophy and Theater, Film and Media Science in Vienna, finished her acting degree in Berlin and worked as a freelance actress for film and theater. Started studying screenplay at Filmakademie Baden-Wuerttemberg in 2014.

Seit heute ist es offiziell: Der an der Filmakademie Baden-Württemberg entstandene Film EYE FOR AN EYE von Louise Peter, Steve Bache und Mahyar Goudarzi gehört in der Kategorie „Foreign Animation“ zu den drei Finalisten bei den internationalen Studenten-Oscars der Academy of Motion Pictures, Arts and Sciences. Damit hat es bereits zum zwölften Mal in den 25 Jahren des Bestehens der Ludwigsburger Filmhochschule eine studentische Produktion in die letzte Runde des weltweit bedeutendsten Nachwuchswettbewerbs geschafft. Der knapp 5-minütige Animationsfilm entstand im ersten Studienjahr im Fach Filmgestaltung 1 unter Prof. Jochen Kuhn und konkurriert mit einem weiteren Beitrag aus Deutschland sowie einem Beitrag aus China um die prestigeträchtige Trophäe.

Die Filmgestaltung 1 ist Teil des Grundstudiums im ersten Jahr an der Filmakademie Baden-Württemberg. Diesen Kurs durchlaufen fast alle Studierenden, egal für welchen Studienschwerpunkt sie eingeschrieben sind. So ist Louise Peter für Drehbuch, Steve Bache für Szenischer Film und Mahyar Goudarzi für Dokumentarfilm immatrikuliert. Gemeinsam mit ihrem TeamFynn Große-Bley und Eddy Hohf vom Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion sowie Dhara Mahajan, Evghenii Merher, Andreas Pfeiffer und Lea Najjar – haben sie in nur einem Quartal EYE FOR AN EYE geschaffen, einen Film über Frederick Baer, der seit über zehn Jahren im Indiana State Prison sitzt und auf die Vollstreckung seines Todesurteils wartet. In einem Interview erzählt der verurteilte Mörder von seiner Tat und gibt Einblicke in sein Leben hinter den Gefängnismauern, über dem ständig das Damoklesschwert der Todesstrafe schwebt. Mit dem Verfahren der Rotoskopie haben die Studierenden das Filmmaterial grafisch verfremdet, d.h. in Bilderfolgen zerlegt und manuell nachgezeichnet und abfotografiert. So entsteht ein Zeichentrick-Effekt, der dem dokumentarischen Interview eine neue Dimension verleiht.

Die Filmgestaltung 1 wird seit den ersten Tagen der Filmakademie Baden-Württemberg von dem bekannten Künstler und Dozenten Prof. Jochen Kuhn geleitet. Mit viel Gespür vermittelt Prof. Kuhn seinen jungen Filmstudierenden Denkansätze und Methoden, die für zeitgenössische Film- und Fernsehproduktionen von Bedeutung sind. Im Vordergrund stehen künstlerische Produktionsweisen und das Experimentieren mit neuen, noch nicht standardisierten filmgestalterischen Möglichkeiten. Dabei legt er größten Wert auf eine individuelle Ausdrucksform: Das Ausprobieren eigener Ideen und das Heranwagen an neue Techniken und ungewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten sind ausdrücklich erwünscht.

Bereits zum 43. Mal verleiht die Academy of Motion Pictures, Arts and Sciences die Studenten-Oscars an den filmischen Nachwuchs. In diesem Jahr konnte die Academy einen Einreichungsrekord erzielen und erhielt 1.749 Einsendungen aus den USA und der ganzen Welt. Während es für Einreichungen außerhalb der USA bislang nur die eine Kategorie Foreign Film gab, wurden die Möglichkeiten für den weltweiten Filmnachwuchs in diesem Jahr erstmals erweitert: Die Studierenden konnten in den Unterkategorien Spielfilm, Dokumentarfilm und Animationsfilm einreichen.

Ob EYE FOR AN EYE den Studenten-Oscar tatsächlich gewinnen wird, entscheidet sich Ende August. Im Erfolgsfall wird der Gewinner dann am 22. September in Beverly Hills während der feierlichen Verleihungszeremonie den „Honorary Foreign Film Award“ entgegennehmen und die Gelegenheit bekommen, anschließend eine Woche lang die Filmmetropole Los Angeles kennenzulernen.

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