19. Februar 2020 Johannes Wolters

Hier die INDAC Kritik von Brigitta Encke zu Chris Sanders „RUF DER WILDNIS/CALL OF THE WILD“

Storytechnisch ein gut erzählter und gelungener Film!!!

„Ruf der Wildnis / Call of the Wild“ von Chris Sanders ist  ein Abenteuerfilm basierend auf dem Buch von Jack London, der zur Goldgräberzeit in Alaska spielt. Protagonist ist hier der CGI- Hund Buck, der von einem behüteten Zuhause in Kalifornien im rauhen und  einsamen Alaska landet. Ein Wildfang, der noch recht verspielt ist, aber mit einem großen Herz und eine treue Seele seinem jeweiligen Besitzer gegenüber. Natürlich muss sich Buck beweisen, was er auch mit Erfolg schafft und darüber hinaus am Ende sein wahres zu Hause und Glück findet. Als Nebendarsteller agiert ab etwa der zweiten Hälfte des Films Harrison Ford in der Rolle des John Thornton, der sich in die Einsamkeit Alaskas zurückgezogen hat und dort sein Dasein fristet. Bis zur Begegnung mit Buck. Beide profitieren vom anderen und eine charmant und witzig dargestellte Freundschaft entsteht.

 

Storytechnisch ein gut erzählter und gelungener Film, bei dem man von Anfang an mit Buck mitgeht, mit ihm leidet und sich mit ihm freut.
Die Entwicklung Bucks, die schon fast als coming-of-age-story  gewertet werden kann, ist im großen und ganzen glaubwürdig gezeigt. Es gibt ein paar Stellen die Fragen aufwerfen, zB. wo Buck in Alaska ankommt und sich als einer von mehreren völlig unterschiedlichen Hunden, nun zum Schlittenhund „ernannt“,  in sehr kurzer Zeit als Neuling beweisen  und  sich seinem Kontrahenten entgegenstellen muss. Was er mit Erfolg bewältigt, aber in so kurzer Zeit und dargestellt als wär es eine Leichtigkeit. Dies lässt für einen Moment an der Glaubwürdigkeit zweifeln.
Visuell ist den CGI Artists die Welt von Alaska zur Goldgräberzeit gelungen, denn man bekommt einen authentischen Eindruck dieser Zeit.
Einzig irritierend sind wiederholt die Bewegungen von dem Hund Buck. Diese erscheinen weniger natürlich und hundtypisch. Abgesehen von vermenschlichten Verhaltensweisen Buck´s, die eindeutig auf CGI hinweisen, wirken manche Bewegungsabläufe unkoordiniert. Dies führt zu Irritationen beim Zuschauer, der mehr oder weniger in der Lage ist zu verstehen womit er es hier zu tun hat.
Insgesamt aber ist der Film „Ruf der Wildnis“ ein unterhaltsamer Film für die ganze Familie.

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