24. August 2017 Johannes Wolters

Hier die INDAChs Kritik von Mario Doll zu Ambients „Happy Family“

Die Wünschmanns sind eine typische Durchschnittsfamilie mit den typischen Alltagsproblemen: Junior Max (der kleinste und intelligenteste in der Familie), Tochter Fee (die mitten in der Pubertät steckt), Familienoberhaupt Frank (total überarbeitet und dem Burn-Out sehr nahe), sowie Übermama Emma (deren Buchladen alles andere als rosig läuft). Die Familie hat definitiv schon bessere Zeiten zusammen erlebt! Durch eine versehentlich falsch gewählte Telefonnummer ruft Emma beim Grafen Dracula höchstpersönlich an, welcher sich prompt in Emma -von nun an seine Auserwählte, die er ehelichen möchte- verliebt. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen macht sich der Graf die Zauberkünste der Hexe Baba Yaga zu nutze. Dafür bedarf es lediglich einen Zauberspruch der alten Hexe welcher Emma (und versehentlich auch den Rest der Familie) verwandelt. Sohn Max mutiert zum Werwölfchen, Tochter Fee ist fortan als Mumie unterwegs, aus Frank wird Frankenstein („UFFFTA“) und Mutti Emma -passend zu Dracula- zur Vampirin… Obwohl sich die Familie anfangs mehr oder weniger mit ihrem Schicksal abzufinden scheint, wird allen nach und nach bewusst, dass man sich zusammenraufen muss! Denn nur so kann der Hexenfluch rückgängig gemacht und die Familie wieder gemeinsam glücklich werden – doch bis dahin müssen die vier Wünschmanns sehr viel „Biss“ zeigen…
…meine Anmerkungen zu „Happy Family“: Obwohl hier kein neuer Animations-Meilenstein geschaffen wurde, ist der Film absolut liebevoll und sehr stimmig inszeniert. Mit vielen netten Ideen und vor allem sehr detailreich hat es richtig Spaß gemacht, das Abenteuer der Familie Wünschmann im Kino zu verfolgen. Die Story selbst ist auch absolut OK und nicht allzu kompliziert gehalten, denn der Film zielt auf junge Familien mit Kinder ab und diese wären mit einer komplexeren Story eher überfordert. Der Film eignet sich tatsächlich sehr gut, um einer Familie mit kleinen Kindern einen wundervollen, humorvollen, kurzweiligen Kinotag zu ermöglichen! Das dieser Film komplett „Made in Germany“ ist möchte ich gerne hervorheben, denn er braucht sich absolut nicht vor anderen Produktionen aus dem Ausland zu verstecken: Chapeau! Zusätzlich positiv erwähnen möchte ich noch die Synchronisation von Hape Kerkeling, der den Graf Dracula mit einem unverkennbaren und sehr passendem Akzent spricht. Auch hierfür hätte man niemand besseren wählen können! Ich vergebe 7 / 10 Punkten für die „Happy Family“ und ein lautes „UFFFTA“ 🙂

Mario Doll, Berlin

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