18. Februar 2016 Johannes Wolters

INDACHS Kritik zu DER MARSIANER von Raphael Rau

Dieser Tage beginnt der Verkauf von  Ridley Scootts Film „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ als DVD oder Blu-Ray.

Dazu hier die Kritik von Raphael Rau und dazu noch der Link zum Drehbuch, das man via LA Screenwriter kostenlos herunterladen kann:

Drehbuch : The Martian

Wir folgen der dritten Mission zum Mars Ares 3.
Die Handlung beginnt ein paar Tage nach dem die sechs-köpfige Crew
erfolgreich auf dem Mars gelandet ist und mit den Forschungsarbeiten
begonnen hat. Ein plötzlich aufziehender Sturms zwingt die Astronauten
schließlich die Mission abzubrechen und die Mars-Oberfläche zu verlassen.

Bei der Evakuierung wird Astronaut Mark Watney (Matt Damon) von einer
losgerissenen Antenne getroffen und in den tiefen des inzwischen über
der Forschungsstation tobenden Sturms gerissen. Der restlichen Crew
bleibt auf Grund der sich zuspitzenden Lage keine andere Wahl als ohne
ihn zu starten.

Als Mark Watney zu sich kommt, findet er sich zurückgelassen auf dem
Mars wieder.
Da es keine Aussicht auf baldige Rettung gibt und die Vorräte der
Mission für die begrenzte Dauer der Forschungsarbeiten auf der
Oberfläche ausgelegt waren. Muss sich Watney nun mit seiner Expertise
als Biologe und seinem Verstand einen Weg suchen, um die Zeit bis zu
einer eventuellen Rettungsaktion zu überbrücken und vor allem zu überleben.

Regisseur Ridley Scott, der schon einiges an Erfahrung mit Science
Fiction und Weltraum-Filmen hat (Alien, Blade Runner, Prometheus etc.)
wagt sich mit „Der Marsianer“ an sein wohl nähestes Werk, dass man mit
Science Fact bezeichnen könnte und bleibt mit der Geschichte tatsächlich
sehr nahe an einem realistischen und vorstellbaren Szenario.

Scott verharrt nicht wie z.B. Robert Zemeckis bei Cast Away konstant bei
dem Gestrandeten Watney sondern zeigt auch, was bei der NASA und der
Crew des Zurückgelassenen, die sich nun auf dem Heimweg zur Erde
befinden, vorgeht. Während dort genug Stoff und vor allem Leute für
ausreichen Konversation ist, begleiten wir Watney mit Videologs durch
seinen Alltag in denen er direkt in die Board-Kameras und damit quasi
direkt zum Zuschauer über seine derzeitige Situation redet, seine Ideen
preis gibt und erklärt, was gerade in seinem Kopf vorgeht. Das klingt
erst nach einem seltsamen Konzept, funktioniert aber sehr gut als
Instrument um etwas Dialog in die sonst einsamen Szenen mit Watney zu
bringen und ihm mehr Charakterzeichnung zu geben.

Durch das sympathische Schauspiel Matt Damons und die gute Regiearbeit
Ridley Scotts wird man sehr schnell in die Handlung gezogen. Es macht
Spaß mit anzusehen, wie Watney es nach und nach schafft sich durch sein
Einfallsreichtum und Genie langsam auf dem Mars anzusiedeln und dem
Zeitpunkt seiner Rettung entgegen zu arbeiten.

Leider ist der Spannungsbogen von „Der Marsianer“ etwas gering
ausgefallen. Im Gegensatz zu Filmen wie Gravity oder Interstellar, die
einen konstant auf der Kante des Kinosessels halten, hat der der
Marsianer eher eine ruhige Erzählweise. Diese bekommt er durch die
Schauwerte, die Scott z.B. immer wieder durch seine langen
Landschaftsaufnahmen der Marsoberfläche schafft, dem Sympathischen
handeln von Matt Damon als Watney und dem Zusammenspiel zwischen ihm,
seiner Crew und der Nase zentrale, die alle an einem Strang ziehen, um
ihn nach hause zu holen.

Alles in allem ist der Marsianer ein solider Science Fiction Film im
realistischen Stil der letzten Jahre dem es manchmal ein wenig an
Spannung und Antrieb fehlt. Allerdings macht der Unterhaltungswert von
Damon´s Watney und die gebotenen Schauwerte das wieder wett. So kann man
den Marsianer durchaus als Sehenswert bezeichnen.
Eine Kritik von RAPHAEL RAU | SILVERWING

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