9. Mai 2017 Johannes Wolters

Köln, 16. Mai 2017, 19 Uhr : Screening von „Aya de Yopougon“ mit Q&A der Regisseurin Marguerite Abouet

Institut français Köln, Sachsenring 77, 50677 Köln
Köln, 16. Mai 2017, 19 Uhr // 5.00 € / 3.00 € (ermäßigt)

Der Animationsfilm erzählt, dem sechsteiligen Comic von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie folgend, die Geschichte einer jungen Frau namens Aya, die in Yopougon, einem quirligen Viertel von Abidjan, lebt. Aya versucht dort nicht nur sich gegen die streng konservativen Vorstellungen ihres Vaters durchzusetzen, sondern steht auch ihren Freundinnen in Lebens- und Liebesfragen mit fantasievollem Rat und Tat zur Seite. Ein detailverliebter und origineller Animationsfilm über soziale Unterschiede, Patriarchat und Emanzipation in einem afrikanischen Land wie der Elfenbeinküste.

Der Film feierte Erfolge auf internationalen Festivals von Helsinki über Gijòn bis Tokio und wurde 2013 in der Kategorie „Bester Animations-Spielfilm“ für den französischen Filmpreis César nominiert.

Im Anschluss Gespräch mit Marguerite Abouet
Moderation: Azizè Flittner

Aya de Yopougon
Regie: Marguerite Abouet, Clément Oubrerie
Elfenbeinküste, Frankreich 2012
84 min.
OmeU

Marguerite Abouet:
Geboren 1971 in Abidjan (Elfenbeinküste). Mit 12 Jahren kam sie gemeinsam mit ihrem Bruder nach Frankreich. Heute lebt sie mit ihrem  Mann, dem Illustrator Clément Oubrerie, und ihrem Sohn in der Nähe von Paris, in Romainville. Marguerite Abouet machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin, bevor sie ihre erste Graphic Novel „Aya“ schrieb, die ihr Mann illustrierte. Mittlerweile sind zwei weitere Aya-Bände erschienen. Auszeichnungen:  Für “Aya” erhielt sie 2006 gemeinsam mit ihrem Mann Clément Oubrerie den Preis für das beste Debüt beim Comicfestival im französischen Angoulême und den Glyph Comic Preis (2008).

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Parallel dazu wird im Institut français die Ausstellung „Comic und Einwanderungsbewegungen: ein Jahrhundert Geschichte(n)“ gezeigt.

Über die Ausstellung:

Der Comic ist eine relativ junge Ausdrucksform, die im 19. Jahrhundert entsteht und als „9. Kunst“ neben den traditionellen Künsten bezeichnet wird. Seine Entwicklung ist von Anfang an mit den zeitgeschichtlichen Migrationsbewegungen verbunden. Weltweit haben zahlreiche maßgebliche Comic-Autoren, unter ihnen selbst viele Einwanderer der ersten oder zweiten Generation, das Thema der Einwanderung ins Zentrum ihrer Werke gerückt.

Von der persönlichen Erzählung bis zum historischen Zeugnis, von der Fabel bis zum Manifest hat der Comic neue Ausdrucksmöglichkeiten verschiedenster Art gefunden. Diese Ausstellung zeichnet die verschiedenen Phasen einer Geschichte von Begegnungen nach und verdeutlicht, wie die Reise, die Migration und das Exil Triebfeder dieses künstlerischen Schaffens wurden.

Mit Zeichnungen von Georges McManus, Marguerite Abouet und Clément Oubrerie, René Goscinny und Albert Uderzo, Hugo Pratt, Enki Bilal, Farid Boudjellal, Clément Baloup oder Marjane Satrapi…, allesamt Autoren, die auf dem bedeutendsten Comicfestival Europas, dem Festival international de la bande dessinée d’Angoulême, ausgezeichnet wurden.

Eine Ausstellung des Musée national de l’histoire de l’immigration – Palais de la Porte dorée

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Im Rahmen der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen 2017, 11.-31.5.2017
In Kooperation mit: Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen, jfc Medienzentrum, Filminitiativ Köln e.V. – Afrika Film Festival Köln, stimmen afrikas

 

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