12. Juli 2015 Stephanie Spital

Terminator Genisys – Kritiken der INDAChse II

Terminator Genisys © Paramount Pictures

Der zweite Teil eurer Kritiken zu Terminator Genisys:

„Als ich sah, dass ein weiterer Terminatorfilm auf uns zu kommt und schon wieder mit Arnold Schwarzenegger, dachte ich „Oh Mann, schon wieder. Können die nicht was Neues machen?“
Somit hatte ich auch irgendwie keine Lust mir die ganze Geschichte noch einmal anzusehen.
Doch dann war ich irgendwie auf die Special Effects neugierig geworden. Außerdem riet mir ein Freund nicht den Trailer anzusehen, wenn ich mir den Film nicht vollends verderben will….

Gott sei Dank habe ich auf ihn gehört. Deswegen war ich sehr positiv über den Storytwist überrascht, so dass ich mich zwar wieder wie in dem ersten Terminator fühlte, aber dennoch eine frische Story serviert bekommen habe, die neugierig auf mehr macht.
Das offene Ende hatte mich sehr begeistert.
Noch eine ein paar Worte zu den Schauspielern:
Ich war neugierig Emilia Clarke auch mal in einer anderen Rolle zu sehen. Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, dass Bild von Kalisi aus dem Kopf zu bekommen, was sich aber Gott sei dank schnell legte.
Meinem größten Respekt gebührt auch Arnold Schwarzenegger, der seine schauspielerische Leistung deutlich im Gegensatz zu früher verbessert hat.
Was mich besonders an den VFX /CGI fasziniert hatte, war die Verjüngerung von Arnold und die „körperlichen“ Veränderungen die John Connor ständig durchmachte.
Wo ich am Anfang dachte, dass der Terminator für mich erledigt wäre, bin ich jetzt nun doch auf weitere Fortsetzungen gespannt.“

Claudia Herrera


Terminator – Remix
Genisys ist zwei Stunden gute Popkorn Unterhaltung, mehr aber nicht. Er wird bei mir keinen bleibenden Eindruck wie Teil 1 und 2 hinterlassen. Aus diesen wird fleissig entliehen, bei mir entsand streckenweise der Eindruck eines Art „Best-Of“ Terminator Films. Die bedrohliche Atmospäre des ersten Teils bleibt dabei allerdings genau so unerreicht wie die Actionsequenzen
aus Judgement Day.

Christian Bahr


„I was waiting for you…“ sagte der alte Terminator zu dem jungen…
Und ich sagte das auch zu dem Film „Terminator Genisys“, der für mich fast die Fortsetzung des Franchises ist, wie „Terminator 3“ hätte sein sollen.
Warum „fast?“ Dazu etwas später.
Obwohl ich nicht weiß ob es tatsächlich eine richtige „Fortsetzung“ oder ein eher ein „Reboot“ ist. In der Story wird nämlich mit alternativen Zeitlinien experimentiert. Also ganz nach dem Thema „was wäre wenn….?“

Filme über Zeitreisen sind m.M.n ein heißes Eisen und man kann sehr viele Logikfehler begehen. In „Terminator Genisys“ kamen sie vor, waren aber noch aus meiner Sicht verzeihlich.
Den meisten Spaß hatte ich im ersten Akt, wo der erste Terminator Film noch einmal nachgestellt, aber doch irgendwie anders erzählt wird.
Es folgt eine rasante Actionachterbahn mit spannenden Szenen und einigen Lachern und Eastereggs aus den vergangenen Terminatorstreifen.
Arnold macht trotz seines Alters noch eine glaubwürdige Figur als Actionstar, obwohl er sich gerne in jedem seiner neuen Filme als Running Gag über sein Alter lustig zu machen scheint.
Bei Kalisi, ich meine Emilia Cöark, weiß ich noch nicht so recht, ob sie eine wahre Nachfolgerin für Linda Hamilton ist. In manchen Dingen sah ich immer wieder die „Mother of Dragons“ vor mir.Jai Curtney pastte zwar als treue Soldatenfigur gut ins Bild, aber nicht unbedingt als Kyle Reese.Und dann ist noch Jon Conner, an dem ich selber nichts auszusetzen hatte, außer das der große Storytwist mit ihm schon im Trailer gespoilert wurde. Deswegen hoffte ich einen weiteren große Twist im Twist zu finden, um somit sagen zu können „Wow, das ist der Film der sogar die alten Terminator topt.“ Leider trat es nicht ein, so das „Terminator Genisys“ ein sehr guter Actionfilm ist, aber den Charme der alten Fime dennoch nicht ganz einfängt. Jedenfalls war ich zufrieden und…. bleibt noch bis nach dem Abspann sitzen. Was dann noch kommt, gibt mir Gewissheit, dass wir in Zukunft noch weiterhin Arnold als Kampfmaschine bestaunen können….nachdem er Twins 2 und Conan durchlaufen hat.
Ich freue mich jedenfalls drauf.
Also, hasta la vista, Baby !!!

Markus Laue


Meine Erwartungen an den neuen Terminator waren sehr niedrig und vielleicht ist das der Grund warum der Film mich am Ende doch gut unterhalten hat. Der größte Schwachpunkt ist definitiv das schlechte Marketing, vor allem der Trailer der so ziehmlich alle Höhepunkte und Überraschungen vorweg nimmt zerstört hier mehr als ein T-800. …

Es mag sicherlich auch eine Geschmackssache sein ob man den „wir scheissen mal auf die Logik“- Ansatz mag oder nicht aber es wird doch recht konfus wenn es um die Zeitlinien und Ereignisse der Terminator Geschichte geht. Trotz der ganzen Kritikpunkte würde ich den Film an Fans der Reihe weiterempfehlen denn es gibt ja zum Glück noch einen Arnie (oder auch zwei) der teilweise den Charme der alten Klassiker zurückbringt (aber bitte im Originalton schauen).
Auch optisch ist er solide, 3D allerdings kann man sich wie fast immer schenken.
Es reicht also für eine gute Unterhaltung für am wöchentlichen Kinotag.

Benjamin Nowak
http://www.benjaminnowakart.com/


Chaos im Raum-Zeit-Kontinuum für eine neue Trilogie
Arnie Schwarzenegger zeigt wieder sein ganzes Schauspieltalent in seiner Paraderolle als T800. Der neuste Terminator-Film legt den Startschuss zu einer neuen Trilogie. Und die kann richtig gut werden. Da Zeitreisen ein elementarer Bestandteil der Reihe sind, nutzen die Schreiber diese als Möglichkeit für eine Neuausrichtung, ähnlich dem Reboot von Star Trek. Dabei wird das Raum-Zeit-Kontinuum diesmal komplett durcheinander gewirbelt, so dass selbst die Charaktere im Film durcheinander kommen: …

Es fängt an mit dem finalen Kampf in der Zukunft, der die Zeitreise des ersten Terminators (ein
richtig gut CG-verjüngter Schwarzenegger) einläutet. John Connor (Jason Clarke aus Planet der
Affen: Revolution) schickt seinen Freund Kyle Reese (Jai Courtney, Stirb Langsam 5) hinterher,
wohlwissend, dass dieser dann sein Vater werden wird – eines der größten Zeitreise-Paradoxa der
Filmgeschichte. Doch in 1984 ist nur die Ankunft perfekt dem ersten Teil nachempfunden. Plötzlich
trifft Reese nicht nur auf einen T1000 (bekannt aus Teil 2), sondern der junge CG-Arnie-Terminator auf den alten, echten Arnie-Terminator. Sarah Connor (Emilia Clarke, Daenerys aus Game of
Thrones) ist keine simple Kellnerin mehr, sondern eine voll ausgebildete Kämpferin. Was ist
passiert und wie kann man Skynet in welcher Zeit davon abhalten, die Zukunft zu seinen Gunsten
zu ändern?
Natürlich ist der Plot nicht so verwirrend, wie es erstmal klingt und natürlich lässt sich das Problem
scheinbar simpel und in letzter Sekunde lösen – aber man verlangt von einem Terminator-Film
selten tiefschürfende Wendungen, sondern krachende Action und gute Sprüche. Und das kann dieser
Film bestens liefern, wenn auch die Action manchmal so hanebüchen daherkommt, das man sich
wünscht, das Skynet den Computern der VFX-Abteilung mal sinnvolle Physik beibringen möge.
Trotzdem bringt das neue Storykonstrukt wunderbare Gedankenspiele in Gang, gemeinsam mit den schönen Anspielungen auf die alten Teile und die heutige Gesellschaft, in der einige Leute schon
Google und Apple mit Skynet vergleichen. Die Zeitepochen, vom Terminator1-1984 über die
Gegenwart bis in die Neon-Laser-Zukunft lassen sich wunderschön anschauen, auch in Stereo-3D
und die Darsteller sind passend gewählt und spielen richtig glaubwürdig (wenn man das für einen
Terminator-Film so nennen kann), auch Arnie!

Matthias Backmann
Student Digital Film Arts, Visual Arts, ifs internationale filmschule köln gmbh

Bild: Paramount Pictures

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