Ahmad Saleh gewinnt den Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit in der Kategorie Animation

Ahmad Saleh, der für seinen Abschlußfilm an der Kölner KHM „Ayny – My Second Eye“ bereits mit dem Studentenoscar der Academy of Motion Pictures Arts and Science ausgezeichnet worden war, erhielt heute Abend  zusammen mit seinem gesamten Team den Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit. Der Preis wurde im Rahmen einer Veranstaltung innerhalb der Berlinale vergeben.

Deutschland und die Arabische Welt

Jedes Jahr vergibt die Robert Bosch Stiftung drei Filmförderpreise für internationale Zusammenarbeit zwischen deutschen und arabischen Nachwuchsfilmemachern, um ein gemeinsames Filmprojekt zu realisieren. Die Preise werden in den Kategorien kurze Animation, Kurzspielfilm und Dokumentarfilm (Kurz-oder Langfilm) in Höhe von jeweils bis zu 60.000 Euro verliehen.

Der Filmförderpreis ermöglicht jungen Filmemachern der Fachrichtungen Regie, Produktion, Kamera und Drehbuch im jeweils anderen Land neue Arbeitsweisen und Stile kennen zu lernen.

Bewerben können sich Koproduktionsteams mit jungen Filmemachern aus der Arabischen Welt (die 22 Mitglieder der Arabischen Liga) und Deutschland, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Der Film soll sowohl in Deutschland als auch im Partnerland produziert werden. Im Vordergrund steht dabei der Austausch zwischen den Kulturen.

Hier gehts zur Website der Robert-Bosch Stiftung!

Kategorie Animation:

Gewinner:

„Night“
Regie & Drehbuch: Ahmad Saleh
Produzent: Jessica Neubauer
Koproduzent: Saleh Saleh
Deutschland-Jordanien

 

Weitere Nominierte:

„Inside Me“
Regie: Halla Tarek
Drehbuch: Julia Urban
Produzentin: Linda Dedkova
Koproduzent: Hussein Hegab
Deutschland-Ägypten

„The Key“
Regie & Drehbuch: Ghassan Jaradat
Produzent: Georg Neubert
Koproduzent: Ghassan Jaradat
Deutschland-Jordanien

Tolle Begegnung und beeindruckendes Gespräch mit Ahmad Saleh und seinem Team gestern im Kölner Kunstsalon!

Wir hatten gestern die großartige Gelegenheit im Kölner Kunstsalon Ahmad Saleh und sein Team zu treffen. Ahmad gewann für seinen an der Kunsthochschule Köln als Diplomfilm entstandenen Pupp    entrickfilm „AYNY“ den Studenten-Oscar 2016 in Gold.

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In einem bewegenden Gespräch beleuchtete Ahmad für die Zuhörer die Hintergründe der Produktion und seinen Weg aus Palästina an die Kunsthochschule und natürlich auch die Erlebnisse in Hollywood. Hier im Folgenden noch einmal seine berührende Rede bei der Preisverleihung bei der Academy.

Sein Team und er haben inzwischen in Köln ein Animationsstudio gegründet, die Webseite von Vamos-Animation befindet sich hier!

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Vielen Dank an Karin Angele für die schönen Fotos!

Fotos (c) Karin Angele

KÖLN: jour fixe mit ahmad saleh So 09.10.16 BEGINN: 12 Uhr, EINLASS: 11.30 Uhr

Die Academy of Motion Pictures, Arts and Sciences in Los Angeles, die seit 1929 die Oscars verleiht, ehrt seit 1973 auch die besten Studentenfilme. Der Gewinner des Student Academy Award für den besten ausländischen Animationsfilm 2016 ist Ahmad Saleh mit seinem Abschlussfilm „Ayny“.

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1980 in Al Kaubar als Sohn palästinensischer Eltern geboren, ging Ahmad Saleh für sein Ingenieursstudium nach Palästina, die Heimat seiner Großeltern. Dort begann er Kurzgeschichten zu schreiben und sich für künstlerisches Arbeiten zu interessieren. 2007 nahm er sein Studium Digitale Medien in Bremen auf, 2013 sein Postgraduiertenstudium an der KHM mit Schwerpunkt Animation, das er in diesem Jahr mit „Ayny“ erfolgreich abgeschlossen hat.

„Ayny“ („Mein zweites Auge“) erzählt von der Stärke von Menschen, die ihre Häuser, ihre Heimat und ihre Grundrechte verloren haben. Der Film zeigt, wie sich in den palästinensischen Autonomiegebieten Anwohner um zwei bei einer Explosion verletzte Jungen kümmern und basiert auf einer tragischen Begebenheit, die Ahmad Saleh selbst vor zehn Jahren in Askar, einem der ältesten Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt Nablus in den palästinensischen Autonomiegebieten, erlebt hat.

Im Gespräch, welches von Johannes Wolters (Leiter INDAC, Journalist) moderiert und in englischer Sprache stattfinden wird, wird uns anhand von Filmausschnitten seine prämierte Arbeit näher gebracht.

– See more at: http://www.kunstsalon.de/veranstaltung/jour-fixe-mit-ahmad-saleh/#sthash.kslyISkn.dpuf

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Kunsthochschule für Medien Köln und Raimund Krumme ganz stolz: Ahmad Saleh, Foreign Animation Gold Medal: 2016 Student Academy Awards

Von der Webseite der KHM:

„Ayny“ („Mein zweites Auge“) erzählt von der Stärke von Menschen, die ihre Häuser, ihre Heimat und ihre Grundrechte verloren haben. Der Film basiert auf einer tragischen Begebenheit, die Ahmad Saleh selbst vor zehn Jahren in Askar, einem der ältesten Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt Nablus in den palästinensischen Autonomiegebieten, erlebt hat. „Für seine Geschichte wählte er bewusst die Form der Puppentrick-Animation, die es ihm erlaubte, in hohem Maße mit Abstraktion und Verfremdung zu arbeiten und seine besonderen Bildideen frei umzusetzen“, sagt Prof. Raimund Krumme, der Ahmad Saleh während seines Postgraduiertenstudiums an der KHM von 2013 bis 2016 begleitet hat. „Ahmad Saleh hat als Regisseur mit sicherem Instinkt die Richtung vorgegeben. Er hatte ein Team, das in jeder Phase der Produktion mit vollem Einsatz hinter dem Projekt stand und er ist einfach ein exzellenter Erzähler“, so Raimund Krumme, der sich ganz besonders über diese Auszeichnung für den Absolventen und die KHM freut.

Director’s statement: It took me ten years before I could tell to the people closest to me what happened on that day. It was a day that led me to witness a trauma hitting two young boys in an occupied zone. The more I replied the memory in my mind through the years, the more small details started to be evident. Details of strength from the two boys and all the people who helped carrying the two boys to the hospital. And while I was trying to tell the story of the trauma, I found myself telling a story about people who can walk above traumas, as they would climb up a staircase, while moving through life.

„Ayny“ Regie und Buch: Ahmad Saleh; Produzent: Stefan Gieren; Art Director: Jessica Neubauer; DOP: Lionel Poutiaire Somé; Animation: Frank Pingel; Character Design: Sabine Dully; 3D Animatics & Models: Claire Steka, Dominic Tiedeken; Puppen: Ahmad Saleh, Diana Menestrey, Jessica Neubauer, Kerstin Gramberg; Kostüme: Kati Ostermann, Nici Lancaster, Carmen Oerwig; Ausstattungdesign: Saed Saleh, Saleh Saleh, Frank Pingel, Camilo Colmenares, Shin Moromisato; Licht: Mahmoud Belakhel; Ton: David Black; Musik: Nizar Rohana; Tonmischung: Judith Nordbrock, Gerald Schauder; Farbkorrektur: Quimu Cas, Fabiana Cardalda; Produktionskoordination: Naser Abu Zer (Palästina), Saleh Saleh (Jordanien); Betreuer: Prof. Raimund Krumme, Prof. Sophie Maintigneux, Prof. Zilvinas Lilas, Stéphanie Beaugrand; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln und Fiction 2.0; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW, BKM und FFA

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