Hier die INDAChs Reviews von Helena Barbie, Michaela Müller und Steffen Hänsch zu Marvels „BLACK PANTHER“

Hallo Johannes, danke für die Einladung zum Screening, es war klasse! Hier mein Review:

Marvels neuestes Werk „Black Panther“ hält alles, was es verspricht. Ein solider Action Film mit spannender Story und einer guten Prise Humor. Man will gar nicht, dass der Geschichte endet, was natürlich großartig ist bei einem Film, an den man schon hohe Erwartungen hat. Auch wenn der Verlauf der Geschichte mehr oder weniger vorhersehbar ist und die ein oder anderer Szene etwas schnell aufgelöst wird, ist man an die Charaktere gefesselt, welche Entscheidungen sie treffen und wie sie sich in der Geschichte entwickeln. Man sympathisiert dabei schon fast zu sehr mit dem Gegenspieler. Dazu kommt, dass man mit Wakanda in eine ganz neue Welt eingeführt wird, von der man natürlich so viel wie möglich sehen möchte.
Ich glaube selbst wenn man eigentlich kein Marvel Fan ist, wird man mit „Black Panther“ sehr gut unterhalten.
Neben tollen Action- und Kampf Szenen, bietet der Film wunderschöne Bilder. Insbesondere das hochentwickelte Wakanda ist richtig gut gelungen. Der Mix aus afrikanischer Architektur und Sci-Fi ist einfach cool, und die Umsetzung hätte nicht besser sein können. Man konnte sich an Kostümen, Kulissen und Requisiten überhaupt nicht satt sehen. Für einen Science-Fiction-Actionfilm ist der VFX Anteil herrlich subtil, man ist einfach so in der Welt drin, dass man sich gerne auf die Bilder einlässt und es einem gar nicht mehr so unwirklich vorkommt.
Auf jeden Fall eine Kino Empfehlung!

Helena Barbie, Köln

https://www.xing.com/profile/Helena_Barbie

Ich habe mich sehr auf den Film gefreut und kann noch gar nicht sagen, warum er mich emotional nicht ganz mitgerissen hat.

Die Schauspieler, ihre Charaktere und Kostüme sind wundervoll! Die Charaktere werden hervorragend vorgestellt, ihre Motivation ist klar und nachvollziehbar. Die Schwester des Prinzen hat einen frechen Humor, der mir sehr gut gefällt. Nur bei dem Antagonisten habe ich das Gefühl, dass mir noch das letzte winzige Teilchen im Puzzle fehlt.

Die Kämpfe und Verfolgungsjagden in „unserer Welt“ fand ich spannend – bei denen im versteckten Utopia Wakanda, war das insgesamt leider weniger der Fall. Zumindest hatte ich öfter das Gefühl den Fokus zu verlieren und der ein oder andere CG Move ist mir auch weniger positiv ins Auge gesprungen. Im Hintergrund gibt es aber auch noch genug zu gucken, falls man sich für die eigentlichen Kämpfe schon nicht mehr interessiert. Alles in allem, gibt es von mir aber nur pingelige Kritik auf hohem Niveau.

Michaela Müller, Hamburg

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Ein guter Film. Ich mochte das Afrika-thematische Setting und die aufwendigen Kostüme. Beeindruckend auch, dass der Film ganz ohne Schützenhilfe anderer Marvel-Helden auskam.
Von den Special-Effects gefielen mir die sand-artigen 3D-Animationen am besten, die am Anfang für Wakandas Geschichte und später auch als eine Art Videoüberwachungs-Interface benutzt wurden. Der Rest der Bildschirm-Anzeigen im Film waren dann wieder eher abgedroschene blau-leuchtende Wabenstrukturen, damit es besonders futuristisch aussieht.

Steffen Hänsch, Data Visualist , Berlin

http://www.steffenhaensch.de/

Hier die INDACHS Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Black Panther“

 

Es fällt nicht sonderlich schwer, unvoreingenommen in einen Marvel-Film zu gehen, wenn man von der Hauptfigur und deren Welt keinerlei Vorkenntnisse hat. „Black Panther“ kannte ich nur aus dem Trailer – der wiederum solide Action versprach.

Meine Erwartungen waren gemischt, einerseits kann man sich bei den Comic-Verfilmungen zumindest optisch immer wieder auf ein interessantes Erlebnis freuen, andererseits reicht dies auch nicht unbedingt, um über einen eher einfach gestrickten Plot hinwegzusehen und/oder über weniger gut ausgearbeitete Figuren. „Black Panther“ hat im Ganzen einfach von allem etwas.

Tolle visuelles Erlebnisse, sympathische, gut gespielte Charaktere, eine für mich jetzt nicht besonders herausstechende Plotline, die aber solide ist, etwas Humor, ein kleines bisschen Politik– und tatsächlich recht starke Frauenfiguren, die nicht am Rockzipfel des Heldens hängen, sondern im Zusammenspiel mit diesem eine gute symbiotische Wirkung entfalten. Es geht erfreulicher Weise weniger um die Rettung der ganzen Welt – vielmehr um Familienzwist, um Perspektivwechsel und Akzeptanz.

Schön ist, dass es sich diesmal nicht um eine weitere Fortsetzung einer bestehenden Filmreihe handelt – sondern um das Näherbringen einer neuen Figur und deren Milieu. Dafür lässt der Film sich Zeit – vielleicht  auch ein wenig zuviel für das, was er erzählt, aber gleichzeitig zu wenig für das, was er eigentlich alles anreißt.

Das royale Drama kommt jedoch als eine so vergnügliche und ungefährliche Unterhaltung daher, dass dieser Punkt gar nicht so sehr ins Gewicht fällt – und so präsentiert sich „Black Panther“ als ein gut konsumierbarer Blockbuster.

Letty Felgendreher

BLACK PANTHER

Regie: Ryan Coogle
Mit Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Martin Freeman, Forest Whitaker, Angela Bassett,  Andy Serkis, Daniel Kaluuya, Danai Gurira u.v.m.

Deutscher Kinostart: 15. Februar 2018

INDAC SCREENING: Marvels „BLACK PANTHER“

Marvel Studios' BLACK PANTHER
T'Challa/Black Panther (Chadwick Boseman)

Credit: Matt Kennedy/©Marvel Studios 2018

In Zusammenarbeit mit Walt Disney Pictures Germany darf INDAC  in Düsseldorf, München, Köln, Leipzig, Berlin, Hamburg und Frankfurt jeweils bis zu 5 Animations-/VFXschaffende zu den Presse-Screenings des Films „BLACK PANTHER“ (Kinostart: 15. Februar)“ einladen. Gezeigt wird die Originalversion, die Filmlänge beträgt 145 Minuten!! (OV, 2D, Länge: ca. 145 min)

Wie immer verpflichten sich die Teilnehmer obligatorisch dazu, eine Kritik für den INDAC Blog zeitnah zum Filmstart zu verfassen. Nur auf INDAC.org registrierte Mitglieder der deutschen Animations- und VFX Community können sich für die Teilnahme an den Screenings bewerben:

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