DRESDEN: LATENTE BEWEGUNG Piotr Kamler – Materie und Zeit Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm, 20.4.–15.8.2018

Im Jahr seines 25. Gründungsjubiläums präsentiert das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) eine Sonderausstellung zum Werk des polnischen Animationskünstlers Piotr Kamler.

Gezeigt werden nicht nur elf der über 20 philosophisch-fantastischen Filme des Künstlers sowie Foto- und Videomaterial, das einen Einblick in seine Arbeitsweise gewährt. Erstmals außerhalb Polens sind auch Kamlers „Raumstrukturen“ aus Metall und Papier zu sehen. Diese filigranen Skulpturen eröffnen neue Blickachsen auf Kamlers prämiertes narratives wie abstraktes filmisches Werk.

Die unergründlich-geheimnisvolle Beziehung von Bewegung und Zeit ist die Gravitationskraft im Werk Piotr Kamlers. Für ihn ist Bewegung weitaus mehr als Ausdruck ästhetischer Werte. Sie bedeutet die Schöpfung von Räumen voller metaphysischer Kraft. Das Experimentieren mit Materialien und Verfahren machte Kamler zu einem der produktivsten Forscher im Umfeld von Pierre Schaeffer, dem Pionier für elektroakustische Klänge beim französischen Rundfunk (ORTF).

Mit der Personalausstellung würdigt das DIAF das Werk eines Grenzgängers zwischen Ost- und Westeuropa. Piotr Kamler und seine Ehefrau Krystyna, die neben ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin an einigen seiner „französischen“ Filme mitwirkte, pendelten beruflich zwischen Paris und Warschau. Nach rund 25 Jahren in Frankreich lebt das Paar wieder in Warschau, wo sich Kamler neben seiner Arbeit an „Computerfilmen“ (Wortschöpfung Kamler) Skulpturen widmet. Bis heute verbinden ihn Freundschaften mit bedeutenden Künstlern aus Polen und Frankreich. Eine Doppelausstellung im polnischen Łańcut widmete sich 2017 seinen und Witold Gierszs Arbeiten.

Die Grande Dame der elektroakustischen Musik, Beatriz Ferreyra, die mehrere Kamler-Filme mitgestaltete, wird bei der Dresdner Vernissage anwesend sein. Dabei wird auch die jüngste Kooperation zwischen Kamler und Ferreyra, 5 visuelle Stücke für Computer solo, präsentiert. Eine solche Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Animationskünstlern fand in West- wie Osteuropa gleichermaßen statt: Beispielsweise wurde ab den 1960er Jahren auch in Köln (WDR) und Ostberlin (Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt RFZ in Adlershof) gemeinschaftlich künstlerisch zur elektroakustischen Musik geforscht. Ergebnisse waren u. a. einige Animationsfilme des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden.

Im Europäischen Kulturerbejahr und dem eigenen Jubiläumsjahr 2018 sowie mit Blick auf die Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt hat sich das DIAF für die Ausstellung eines „Wanderers zwischen den Welten“ entschieden – sammelt und forscht das Institut doch selbst sowohl zu ost- als auch westdeutschen Künstlern und arbeitet zunehmend international.

Ausstellungseröffnung

19. April 2018 um 15 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden

in Anwesenheit von Piotr Kamler und Beatriz Ferreyra im Rahmen des 30. Filmfests Dresden Read more

DIAF, Dresden: Sonderausstellung „Kurze Geschichte des langen Animationsfilms“ in den Technischen Sammlungen Dresden

Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm vom 01.10.2017 bis 25.03.2018

Erstmals werden Zeichen-, Puppen- und Silhouettenanimationshelden aus drei Generationen in einer Ausstellung zur Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms präsentiert. Originalmaterialien zu exemplarischen Filmen in ihrem Entstehungskontext sowie Filmclips sind bis 25. März 2018 in einer Sonderausstellung in Dresden zu sehen.

Die Produktion von Animationsfilmen in Spielfilmlänge ist ein aufwendiges Unterfangen. Nur knapp 30 Titel mit einer Länge von 1000 Metern (ca. 35 Minuten) oder länger entstanden in beiden deutschen Staaten bis 1990. In den vergangenen 25 Jahren stieg zwar einerseits die Anzahl der Produktionen erheblich. Jedoch richten sich die Produktionen überwiegend an Kinder und bilden nicht die Schaffensvielfalt der Animationskunst in Deutschland ab.

Die eigens für diese Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm zusammengestellte chronologische Filmografie mit mehr als 100 Titeln ist der erste Schritt zur systematischen Aufzeichnung der Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms von 1945 bis heute.

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Rolf Giesen, Dr. Volker Petzold sowie Nadja Rademacher und entsteht in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden und dank freundlicher Leihgaben von Museum für Film und Fernsehen – Rolf Giesen Sammlung, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main / Nachlass Curt Linda bzw. Bildarchiv sowie Firmenarchiven.

Am Freitag, dem 29. September oder nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit der Vorab-besichtigung. Kontakt für Nachfragen und Presseführung: Nadja Rademacher, kuratorisch-wissenschaftliche Leiterin des DIAF, n.rademacher@diaf.de, Tel. 0351-3119041.

 

Ausstellungseröffnung

  1. September 2017 um 11 Uhr

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

 

Ausstellung:

Dauer: 01.10.2017 bis 25.03.2018

Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr sowie Sa, So, Feiertag: 10­–18 Uhr

 

Ausstellungsbegleitende Filmvorführung im Rahmen der ANIMANIA-Filmreihe:

29.09.2017 19 Uhr

Die wundersame Kraft von Nies-mit-Lust-Kraut und Karfunkelsteinen, DDR/D, 1986/1993

Im Rahmen des Dresdner Kinderfilmfestes KINOLINO gewährt das DIAF am Vorabend der Vernissage einen exklusiven Einblick in die Sonderausstellung zum langen Animationsfilm. Zum (Wieder-)Entdecken laden ein: Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“ als Puppenanimationsadaption von Katja Georgi und Lutz Dammbecks „Herzog Ernst“ auf der Suche nach den Karfunkelsteinen. Empfohlen ab 8 Jahren. Mit Einführung.

 

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden

Eintritt: 6 € / 5 € (ermäßigt)

Einlass: 18.30 Uhr

Köln: Coeln Comic Haus (CCH) präsentiert Austellung über Wonder Woman – Austellungstrailer von Jahangir Dermani

aktuelle Ausstellung

Austellungs-Trailer von Jahangir Dermani für das Kölner Comic Haus (CCH)

Hier die Webseite von Jahangir Dermani: https://dasauge.de/-dermanimation/

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