Düsseldorf, Filmmuseum: „Fantastische Welten, perfekte Illusionen“ – Ausstellung und Filmreihe

Sonderausstellung vom 15.09.2018 bis 30.06.2019

Das Düsseldorfer Filmmuseum hat eine feine und bemerkenswerte Ausstellung zusammengestellt, die für alle Altersgruppen eine Menge Spaß und ungeahnte Einblicke bereithält.

Ob nun eine Rückprojektion klassischer Natur, bei der sich die Besucher hinters Steuer setzen können, ob ein Scherenschnitt-Tisch a la Lotte Reiniger, wo man erste Gehversuche in Sachen Animation machen kann, ob in einem voll funktionsfähigen Green Screen Studio, wo man sich selbst ins Lokalzeit Studio Düsseldorf, in einen Märchenwald oder ins Innere eines Raumschiffs transponieren kann, es gibt eine Menge zum Ausprobieren und Selbermachen. Und ganz nebenher erfährt man eine Riesenmenge über Filmtricks, Visuelle Effekte, Optische Effekte, Ray Harryhausen, Ivan Sutherland oder „Die Unendliche Geschichte“.

Die Ausstellung wird begleitet mit einer umfangreichen Filmreihe und wartet auf mit einer ganzen Reihe von Extras.

So etwa mit dem Besuch von VFX Legende Volker Engel (Independence Day, Anonymous) am 25. November, wo dem interessierten Publikum in einem Werkstattsgespräch über seine Arbeiten Gelegenheit gegeben werden soll. selber ein paar Fragen stellen zu dürfen.

Im Frühjahr 2019 soll dann Star Trek Legende Dan Curry das Filmmuseum mit einem Besuch beehren, auch da wird es zu einer Begegnung mit dem Publikum kommen.

Filmtermine:

Mittwoch, 19. September 2018, 20:00 Uhr

METROPOLIS

D 1927 – 152 min.

restaurierte Fassung

Richard Siedhoff begleitet am Piano.

Vortrag: Der Klang phantastischer Entfremdung von Marin Reljic
(Graduiertenkolleg Konfigurationen des Films)

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Dresden, DIAF: Sonderausstellung ANIMADOK: Arbeiten von Katrin Rothe 8. September 2018 bis 2. April 2019 in den Technischen Sammlungen Dresden

Dokumentarisch, spielerisch, fiktional: Die Ausstellung „Animadok“ zum animierten Dokumentarfilm lädt ein, unmittelbar in den Arbeits- und Rechercheprozess der Berliner Künstlerin Katrin Rothe (*1970 in Gera) einzutauchen.

Katrin Rothe im Offenen Atelier, Juni 2018, ©DIAF

Gentrifizierung und Arbeitsmarktkrise waren zentrale Themen im bisherigen Animadok-Werk der zweifachen Grimme-Preisträgerin (ausgezeichnet für die Doku-Reihe Stellmichein!, 2006, sowie Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam, 2013). Nahezu alle ihre Filme regen dazu an, dem wachen, kritischen Blick einer engagierten Künstlerin zu folgen und zu hinterfragen, wie wir heute und in Zukunft leben wollen. In ihrem jüngsten Werk 1917 – Der wahre Oktober (2017) beleuchtete Katrin Rothe aus Sicht der beteiligten Künstler, was heute als „die Oktoberrevolution“ bekannt ist. Während ihres zweimonatigen Aufenthalts im Offenen Atelier des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) im Sommer 2018 erkundete die Künstlerin die Geschichte des Computers in Dresden für ihr neues Animadok-Vorhaben, z. B. anhand von Zeitzeugeninterviews und historischen Anleitungen. Beim diesjährigen Kunstfest Weimar erlebte Katrin Rothes live animiertes Dokumentartheater „Ohne Farbe geht nichts!“ zur Farbenlehre von Johannes Itten seine Uraufführung.

Durch die Sichtbarmachung des handwerklichen und künstlerischen Prozesses mit Fotomaterial, Zeichnungen, Skizzen und Notizen sowie durch Selbstauskünfte der Künstlerin wird in der Ausstellung das Zusammenwirken von Animation und Dokumentarfilm im Animadok in seinem schöpferischen Potential greifbar.

Filmstill – Kasimir Malewitsch / Kazimir Malevich

Sonderausstellung ANIMADOK: Arbeiten von Katrin Rothe

Dauer: 8. September 2018 bis 2. April 2019
Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden, 2. OG rechts
Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr sowie Sa, So, Feiertag: 10–18 Uhr

DVD-Release 1917 Der wahre Oktober, 7. September 2018

Ausstellungsbegleitende Filmvorführungen

1917 – Der wahre Oktober: 7. September 2018, 19 Uhr, Museumskino Dresden

Kurzfilmprogramm „Animierter Dokumentarfilm“ im Rahmen der ANIMANIA-Reihe des DIAF:

28. September 2018, 20 Uhr, Museumskino Dresden

visuelle Ideen im Skizzenbuch von Katrin Rothe, Animadok-Projekt zur Geschichte des Computers in Dresden, Juli 2018, ©Karotoons

DRESDEN: LATENTE BEWEGUNG Piotr Kamler – Materie und Zeit Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm, 20.4.–15.8.2018

Im Jahr seines 25. Gründungsjubiläums präsentiert das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) eine Sonderausstellung zum Werk des polnischen Animationskünstlers Piotr Kamler.

Gezeigt werden nicht nur elf der über 20 philosophisch-fantastischen Filme des Künstlers sowie Foto- und Videomaterial, das einen Einblick in seine Arbeitsweise gewährt. Erstmals außerhalb Polens sind auch Kamlers „Raumstrukturen“ aus Metall und Papier zu sehen. Diese filigranen Skulpturen eröffnen neue Blickachsen auf Kamlers prämiertes narratives wie abstraktes filmisches Werk.

Die unergründlich-geheimnisvolle Beziehung von Bewegung und Zeit ist die Gravitationskraft im Werk Piotr Kamlers. Für ihn ist Bewegung weitaus mehr als Ausdruck ästhetischer Werte. Sie bedeutet die Schöpfung von Räumen voller metaphysischer Kraft. Das Experimentieren mit Materialien und Verfahren machte Kamler zu einem der produktivsten Forscher im Umfeld von Pierre Schaeffer, dem Pionier für elektroakustische Klänge beim französischen Rundfunk (ORTF).

Mit der Personalausstellung würdigt das DIAF das Werk eines Grenzgängers zwischen Ost- und Westeuropa. Piotr Kamler und seine Ehefrau Krystyna, die neben ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin an einigen seiner „französischen“ Filme mitwirkte, pendelten beruflich zwischen Paris und Warschau. Nach rund 25 Jahren in Frankreich lebt das Paar wieder in Warschau, wo sich Kamler neben seiner Arbeit an „Computerfilmen“ (Wortschöpfung Kamler) Skulpturen widmet. Bis heute verbinden ihn Freundschaften mit bedeutenden Künstlern aus Polen und Frankreich. Eine Doppelausstellung im polnischen Łańcut widmete sich 2017 seinen und Witold Gierszs Arbeiten.

Die Grande Dame der elektroakustischen Musik, Beatriz Ferreyra, die mehrere Kamler-Filme mitgestaltete, wird bei der Dresdner Vernissage anwesend sein. Dabei wird auch die jüngste Kooperation zwischen Kamler und Ferreyra, 5 visuelle Stücke für Computer solo, präsentiert. Eine solche Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Animationskünstlern fand in West- wie Osteuropa gleichermaßen statt: Beispielsweise wurde ab den 1960er Jahren auch in Köln (WDR) und Ostberlin (Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt RFZ in Adlershof) gemeinschaftlich künstlerisch zur elektroakustischen Musik geforscht. Ergebnisse waren u. a. einige Animationsfilme des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden.

Im Europäischen Kulturerbejahr und dem eigenen Jubiläumsjahr 2018 sowie mit Blick auf die Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt hat sich das DIAF für die Ausstellung eines „Wanderers zwischen den Welten“ entschieden – sammelt und forscht das Institut doch selbst sowohl zu ost- als auch westdeutschen Künstlern und arbeitet zunehmend international.

Ausstellungseröffnung

19. April 2018 um 15 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden

in Anwesenheit von Piotr Kamler und Beatriz Ferreyra im Rahmen des 30. Filmfests Dresden Read more

DIAF, Dresden: Sonderausstellung „Kurze Geschichte des langen Animationsfilms“ in den Technischen Sammlungen Dresden

Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm vom 01.10.2017 bis 25.03.2018

Erstmals werden Zeichen-, Puppen- und Silhouettenanimationshelden aus drei Generationen in einer Ausstellung zur Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms präsentiert. Originalmaterialien zu exemplarischen Filmen in ihrem Entstehungskontext sowie Filmclips sind bis 25. März 2018 in einer Sonderausstellung in Dresden zu sehen.

Die Produktion von Animationsfilmen in Spielfilmlänge ist ein aufwendiges Unterfangen. Nur knapp 30 Titel mit einer Länge von 1000 Metern (ca. 35 Minuten) oder länger entstanden in beiden deutschen Staaten bis 1990. In den vergangenen 25 Jahren stieg zwar einerseits die Anzahl der Produktionen erheblich. Jedoch richten sich die Produktionen überwiegend an Kinder und bilden nicht die Schaffensvielfalt der Animationskunst in Deutschland ab.

Die eigens für diese Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm zusammengestellte chronologische Filmografie mit mehr als 100 Titeln ist der erste Schritt zur systematischen Aufzeichnung der Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms von 1945 bis heute.

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Rolf Giesen, Dr. Volker Petzold sowie Nadja Rademacher und entsteht in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden und dank freundlicher Leihgaben von Museum für Film und Fernsehen – Rolf Giesen Sammlung, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main / Nachlass Curt Linda bzw. Bildarchiv sowie Firmenarchiven.

Am Freitag, dem 29. September oder nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit der Vorab-besichtigung. Kontakt für Nachfragen und Presseführung: Nadja Rademacher, kuratorisch-wissenschaftliche Leiterin des DIAF, n.rademacher@diaf.de, Tel. 0351-3119041.

 

Ausstellungseröffnung

  1. September 2017 um 11 Uhr

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

 

Ausstellung:

Dauer: 01.10.2017 bis 25.03.2018

Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr sowie Sa, So, Feiertag: 10­–18 Uhr

 

Ausstellungsbegleitende Filmvorführung im Rahmen der ANIMANIA-Filmreihe:

29.09.2017 19 Uhr

Die wundersame Kraft von Nies-mit-Lust-Kraut und Karfunkelsteinen, DDR/D, 1986/1993

Im Rahmen des Dresdner Kinderfilmfestes KINOLINO gewährt das DIAF am Vorabend der Vernissage einen exklusiven Einblick in die Sonderausstellung zum langen Animationsfilm. Zum (Wieder-)Entdecken laden ein: Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“ als Puppenanimationsadaption von Katja Georgi und Lutz Dammbecks „Herzog Ernst“ auf der Suche nach den Karfunkelsteinen. Empfohlen ab 8 Jahren. Mit Einführung.

 

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden

Eintritt: 6 € / 5 € (ermäßigt)

Einlass: 18.30 Uhr

Köln: Coeln Comic Haus (CCH) präsentiert Austellung über Wonder Woman – Austellungstrailer von Jahangir Dermani

aktuelle Ausstellung

Austellungs-Trailer von Jahangir Dermani für das Kölner Comic Haus (CCH)

Hier die Webseite von Jahangir Dermani: https://dasauge.de/-dermanimation/

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