Hier die INDAChs Kritik von Raphael Rau zu Luc Bessons „VALERIAN -Die Stadt der Tausend Planeten“


Kritik Valerian – And the City of a thousand Planets

Gleich zu Beginn nach den Logos, wenn David Bowie – Space Oddity zu spielen beginnt und die ersten Bilder alter Weltraummissionen auf der Leinwand erscheinen und gezeigt wird, wie sich die Raumfahrt und damit die Menschheit im Laufe der Jahre bis hin in die Zukunft entwickelt hat, verbreitet sich ein angenehmes Gefühl der Nostalgie gemischt mit einer Ahnung, dass der Film evtl. etwas anders sein wird, als der typische 0815 Sci-Fi Blockbuster, den man in den letzten Jahren von Hollywood serviert bekommen hat. Dieser Anfang ist zudem ein perfekter Übergang von unserer Realität in die faszinierende bunte Welt von Valerian, die sich in den  nächsten 137 min auf der Leinwand entfaltet.

Wir folgen den beiden Spezialagenten Laureline und Valerian, die dabei sind, ein seltenes Gut aus einem Schwarzmarkt-Deal zu sichern. Doch anscheinend hat der sichergestellte Gegenstand mehr Wert, als vermutet. Bei Nachforschungen treten immer mehr Ungereimtheiten zu Tage, welche die Vermutung auf eine Verschwörung nahe legen. Im Handlungsverlauf folgen wir nun diesen Beiden, wie sie sich durch die Welt der „tausend Planeten“ kämpfen, um die Wahrheit über diesen Gegenstand und die Verschwörung in Erfahrung zu bringen.

Luc Besson manövriert die Charaktere ständig zu neuen interessanten Stationen und Orte, die weitere Aspekte dieser vielfältigen Welt der tausend Planeten zum Vorschein bringen. Der an den Tag gelegte Ideenreichtum und das Produktionsdesign ist grandios. Diese Vielfalt vermittelt einem Tiefe und Präsenz der Welt, die man in vielen aktuellen Blockbustern vermisst. Noch viel bemerkenswerter ist jedoch, dass Luc Besson trotz des ganzen Trubels es schafft, eine gute emotionale Bindung zwischen Protagonisten und Zuschauer herzustellen. Das lässt einem die ganzen Welt durch die Augen der Charaktere noch eindrucksvoller erleben.

Natürlich wäre der Film auch kein Luc Besson Film, wenn er nicht auch gewollt etwas absurd wäre. Man muss es schon mögen, in eine poppige, bunte, verrückte und teilweise stereotypische Patchwork-Welt geschmissen zu werden. Manchmal wird das Motto „The Show Must Go On“ mehr zelebriert, als sich weiter um Charaktertiefe zu bemühen. Aber letztendlich muss man auch klar sagen, dass Vale

Raphael Rau

rian – der Film – auch gar nicht mehr vor hat, als dieses dem Zuschauer anzubieten. Er will ein bunt-poppiger, unterhaltsamer Sci-Fi Film mit großartigen Bildern, tollem World Building / Design und guten Schauspielern sein. Und dieses ist absolut gelungen!

Luc Besson ist es mit seinem neuesten Film geglückt ein imposantes und farbenfrohes Meisterwerk zu kreieren, dass an Einfalls- und Detailreichtum nicht missen lässt, aber sich auch gekonnt bei geistesverwandtem Material sich zu inspirieren weiß – ohne zu abgekupfert zu wirken. Evtl. wird sich der eine oder andere Zuschauer dabei etwas stark an Avatar erinnert fühlen. Wer allerdings seine Vorurteile über Bord wirft und sich in die Welt der tausend Planeten entführen lässt, hat wundervolle Kinostunden zu erwarten, die sicherlich in Erinnerung bleiben.


Raphael Rau

http://www.silverwing-vfx.de/

Die INDAChs Kritik von Agon Ushaku zu Disneys Zoomania

ZootopiaZoomania – tierisch gut! 
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Agon Ushaku

Schon als ich den ersten Trailer zu „Zootopia“ sah, fiel mir sofort auf, wie viel Detailliebe in jedem Tier steckt, das in der gezeigten Szene vorkommt. Es war ein Musterbeispiel für liebevolle, detailreiche und ästhetisch überzeugende Charakter-Animationen. Dabei sah man noch nicht gar viel mehr als ein paar Walkingcycles, die von einer Erklärung begleitet wurden, welche Idee hinter „Zootopia“ steckt. Doch das Gezeigte weckte sofort das Gefühl, dass es hier um mehr geht als nur noch einen Film, der eine soziale Gesellschaft mit sprechenden Tieren zeigt. Als dann der zweite Trailer mit dem Faultier „Flash“ zu sehen war, dachte ich mir: „Wahnsinn!“ So herzhaft gelacht hatte ich schon länger nicht mehr. Auch deshalb stellte sich mir aber sofort die Frage: „Lässt sich die hier gezeigte Szene im Film überhaupt noch toppen?“

Die Antwort auf diese Frage: Vielleicht nicht unbedingt toppen. Aber die Szene aus dem Trailer war dennoch nur eines von mehreren Highlights, die meisterhaft in einer tollen Geschichte inszeniert werden. Die Einführung der beiden Protagonisten, der Prolog und die anschließend beginnende Reise sind perfekt miteinander verwoben. Es gibt DramaSpannung, auf vielfältige Art beeindruckende Szenerien, imd auch viel Gefühl – Tränen und Lachen par excellence! 
Die erzählte Geschichte funktioniert perfekt. Und gerade die etwas erwachsenere und komplexere Kommunikation zwischen den Charakteren – sowohl inhaltlich als auch visuell – bringt den Disney-Erzählstil auf einen neuen Level. Sie transportiert auf meisterhafte Weise Kritik an der aktuellen Gesellschaft, an Vorurteilen und Rassismus, sowie deren überaus zerstörerischen Folgen, mit dem Stilmittel der Eigenschaften und Besonderheiten der verschiedene Tierarten. 
Disney hat mit „Zootopia“ ein neues Kapitel aufgeschlagen und eine neue Welt erschaffen – und seine Erzähltechniken um einen wichtigen Schritt vorangebracht. So ist „Zootopia“ für mich nicht nur ein großartiger und definitiv oscarverdächtiger Animationsfilm – sondern auch ein Blick in eine neue Welt, die viele unentdeckte Möglichkeiten für die Zukunft bietet. Auch deshalb sollte jeder diese Welt unbedingt kennenlernen.   

Die INDAChs Kritik von Sarah Nolte zu Disneys Zoomania

NATURAL ENEMIES — Zootopia's first bunny officer Judy Hopps finds herself face to face with a fast-talking, scam-artist fox in Walt Disney Animation Studios'

Seit ich den ersten Trailer zu Zootopia gesehen habe, freue ich mich auf diesen Film.  Und mit jedem weiteren Trailer wurde die Freude nur noch größer.
Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich mir die Szene mit Flash dem Faultier angeschaut habe.
Jetzt, nachdem ich den Film schon sehen durfte, kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Disney hat mal wieder etwas Wunderbares auf die Leinwand gebracht. Read more

Die INDAChs Kritik von Friederike Trunzer zu Disneys „ZOOMANIA“

ZOOTOPIA ??OFFICER HOPPS -- Judy Hopps (voice of Ginnifer Goodwin) believes anyone can be anything. Being the first bunny on a police force of big, tough animals isn't easy, but Hopps is determined to prove herself. Featuring score by Oscar?-winning composer Michael Giacchino, and an all-new original song,

Hallo Johannes,

erst noch einmal ganz herzlichen Dank für das Organisieren des tollen Events in Berlin!
Folgend nun meine Kritik zu Zootopia/Zoomania:
In Zootopia, dem neuesten 3D-Animationsfilm aus dem Hause Disney, geht es um Freundschaft und darum seinen eigenen Traum zu leben. Dabei entstanden ist ein Film, der von lustigen Schoten bis zu hin zu nachdenklichen Untertönen alles abdeckt.
 
Die kleine Häsin Judy Hopps träumt den klassischen amerikanischen Traum: Sie will es von den verträumten Karottenfeldern ihrer ruhigen Kleinstadt in die Großstadt Zootopia schaffen. Dabei will sie als Hase nicht weniger als das Unmögliche erreichen. Sie will unbedingt Polizistin werden, ein Job, der in dieser tierischen Welt ausschließlich den großen, starken und furchtlosen Tieren vorbehalten ist.
 
Dies ist die Ausgangssituation des Films. Natürlich kommt Judy auf ihrem Weg die eine oder andere unvorhergesehene oder absehbare Unwegsamkeit in die Quere, aber Sie hat mit dem Fuchs Nick einen smarten, pfiffigen Kleinkriminellen an ihrer Seite.
 
Was den Film meiner Meinung nach zu etwas Besonderem macht, ist die äußerst clevere Welt und Gesellschaft, die sich die Disney-Macher von Zootopia ausgedacht haben. Man merkt beim Anschauen mit wie viel Leidenschaft und Freude sie diese tierische Zivilisation erschaffen haben. Eine Welt in der das alltägliche tierische Großstadtleben perfekt organisiert und strukturiert ist. Dabei wurden wunderbare und intelligente Lösungen gefunden, die beim öffentlichen Nahverkehr beginnen und dem Problem wie Elefanten, Hasen und Lemminge in einem Zug fahren, ohne das die einen die anderen zertrampeln, und beim Saftverkauf für Giraffen endet. Der Film bietet dem Zuschauer eine bunte und fantastische tierische Zivilisation, die neben den genialen Ideen vor allem auch von den beeindruckenden und abwechslungsreichen Bildern lebt, die durch die verschiedenen Stadtteile von Zootopia entstehen.
 
Wie gewohnt, sind die Animationen prima und machen Freude beim Ansehen. Vor allem die beiden Hauptcharaktere Judy und Nick sind sehr gut animiert. Hier haben mich vor allem die Face Expressions begeistert, die in vielen Close ups zu sehen sind.
An dieser Stelle soll auch das Charakter Design der Tiere nicht zu kurz kommen. Denn auch hier haben sich die Macher des Films jede Menge Gedanken und Mühen gemacht. So besitzt jede Tierart eine ganz eigene Charakteristik, die nicht alleine nur durch reine Äußerlichkeiten, sondern vor allem durch spezifische Bewegungsabläufen definiert wird.
 
Mein Fazit: auf alle Fälle sehenswert für Klein und Groß. Und ein Film, den man mehrfach sehen muss, um all die kleinen und großen Ideen und Gags zu sehen.
Liebe Grüße
Friederike

2D-Animationsgrafiker und Bachelor Grafik-Designer http://www.rike-trunzer.de/  

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