Die INDACHS – Kritik von Finn-Ole Mehl zu „LOGAN – The Wolverine“

Das X-Men Filmuniversum ist mittlerweile sehr komplex. Nach scheinbar unzähligen Sequels, Prequels, Reboots und Spin-offs mit sehr schwankender Qualität – von dem hervorragendem und sehr unterhaltsamen “Days Of Future Past” bis hin zum grauenhaften “X-Men Origins: Wolverine” – ist die X-Men Kontinuität vollkommen verworren.  Dieses Jahr aber sehen wir Hugh Jackman in “Logan” zum letzten Mal in die Haut des Vorzeigemutanten und X-Men-Aushängeschilds Wolverine aka Logan aka James Howlett schlüpfen.
Im Jahr 2029 gehören die Mutanten so gut wie der Vergangenheit an; seit 25 Jahren ist kein Mutant mehr geboren worden. Die letzten verbleibenden Mutanten werden gejagt. Wolverine/Logan/James ist alt und müde und seine Wunden heilen nicht mehr wie früher. Logan hält Charles Xavier irgendwo nahe der mexikanischen Grenze versteckt und ständig betäubt. Als Logan auf das junge Mädchen Laura (Comicfans eher als X-23 bekannt) trifft, begeben die drei sich auf eine letzte Reise durch die USA – auf der Flucht vor Lauras Verfolgern und Logans Vergangenheit und auf der Suche nach Eden, einem Zufluchtsort für Mutanten. Die Handlung ist hauptsächlich in den Comics “Old Man Logan”, “Mutant Massacre” und “X-23” begründet.


“Logan” ist keine knall-bunte Avengers Popcorn-Kino Achterbahnfahrt. “Logan” ist ein hartes, dreckiges und äußerst brutales Drama. Die rauhen Actionszenen haben jedes Mal dieselbe Wucht wie Wolverines adamantium-verstärkte Knochenklingen wenn sie in sämtlichen gegnerischen Gliedmaßen landen. Hugh Jackman und Patrick Stewart sind wie zu erwarten fantastisch und auch Neuzugang Dafne Keen als Laura brilliert.
James Mangold hat es mit “Logan” geschafft dem Wolverine mit seinem letzten Auftritt ein würdiges Denkmal zu setzen. Und so können wir uns zuletzt mit einem zufriedenen und mit einem weinenden Auge von Logan verabschieden.
Für X-Men Fans ein Muss, für Freunde von hervorragenden Actionfilmen mit Substanz mehr als empfehlenswert. (Wer mit expliziten Gewaltdarstellung im Kino Probleme hat sollte vielleicht lieber verzichten.)
Finn-Ole Mehl

Die INDAChs-Kritik von Nils Eckhardt zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

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Nils Eckhardt

Um einen Kinofilm in Stop-Motion zu produzieren muss man ein bisschen verrückt oder etwas masochistisch veranlagt sein – oder beides. Demnach sind die Mädels und Jungs von LAIKA vollkommen wahnsinnig – wahnsinnig gut!
KUBO ist visuell umwerfend inszeniert. Der logistische Aufwand die Figuren und Sets zu planen und zu bauen muss enorm gewesen sein: allein für den Mund der Kubo-Puppe wurden, laut Pressematerial, 11.000 verschiedene Variationen angefertigt.
Wenn man sich vor Augen führt, dass jedes Mal die Haare von Kubos Kopfvorderseite entfernt werden mussten, um seinen Gesichtsausdruck ändern zu können wundert es nicht, dass ein Animator über die gesamte Produktionsdauer von 94 Wochen durchschnittlich nur etwa 16 Frames am Tag geschafft hat.
Die Geschichte mutet, wie von LAIKA zu erwarten, teilweise etwas skurril an und ist nicht unbedingt das, was ich als leichte Kost bezeichnen würde. Der Tod ist ein generelles Thema, der Verlust von geliebten Menschen, Familienintrigen, aber auch die Tatsache, dass es stets weiter geht im Leben, auf die ein oder andere Art. Über Veränderung und Weiterentwicklung erzählt KUBO, zwei Themen, die in der heutigen, oft sehr weichgespülten Film- und Fernsehlandschaft gerade für Kinder meist zu kurz kommen.
Kommt Leute: mutet euren Kindern ruhig mal etwas zu – traut ihnen etwas zu. Für Kindergartenkinder ist KUBO freilich noch nichts, aber die Altersfreigabe ab sechs Jahre halte durchaus für gerechtfertigt. Außer ein paar Schwächen im Screenplay, wobei ich durch den ein oder anderen Achsensprung kurz Orientierungsschwierigkeiten hatte, kann ich KUBO – DER TAPFERE SAMURAI rundum empfehlen.
(Wenn ihr die Möglichkeit haben solltet den Film in 2D anzuschauen würde ich das vorziehen. Die wirklich umwerfenden 3D-Momente halten sich in Grenzen. Außerdem geht hinter der 3D-Brille doch immer ein wenig die Brillanz der Bilder flöten, die bei KUBO durch tolle Lichtstimmungen eigentlich sehr schön ist.)

Nils Eckhardt

nilseckhardt.com/

Storyboard, München, Animation, Illustration, Concept Art, Character Design, Comic, Storyboard Supervision.

 

INDACHS Kritik zu DER MARSIANER von Raphael Rau

Dieser Tage beginnt der Verkauf von  Ridley Scootts Film „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ als DVD oder Blu-Ray.

Dazu hier die Kritik von Raphael Rau und dazu noch der Link zum Drehbuch, das man via LA Screenwriter kostenlos herunterladen kann:

Drehbuch : The Martian

Wir folgen der dritten Mission zum Mars Ares 3.
Die Handlung beginnt ein paar Tage nach dem die sechs-köpfige Crew
erfolgreich auf dem Mars gelandet ist und mit den Forschungsarbeiten
begonnen hat. Ein plötzlich aufziehender Sturms zwingt die Astronauten
schließlich die Mission abzubrechen und die Mars-Oberfläche zu verlassen. Read more

Kontakt

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