Die INDAChs-Kritik von Letty Felgendreher zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

Stop-Motion empfand ich schon immer als eine faszinierende Technik.
Faszinierend und aufwendig – je nach Detailgrad auch sehr aufwendig.

„Kubo“ liegt dann irgendwo bei  „Verrückt, …, ist das überhaupt möglich?“.

Die märchenhafte Geschichte des Jungen, der in der Nähe eines kleinen Küstendorfes lebt und für den recht plötzlich eine abenteuerliche Reise beginnt, wird dermaßen von der visuellen und animationslastigen Bombastik getragen, dass es einem wirklich leicht gemacht wird, kleine Verständnis- und Logikfragen in dem grundsätzlich guten Script zu übersehen.

Die Charaktere haben ein tolles Design und es macht großen Spaß sie  in der liebevoll gestalteten Welt zu begleiten.

Insgesamt wohnt dem Film eine gewisse Düsternis inne – welche man in manch anderen Produktionen wohl eher nicht finden würde – für mich war dies ein Plus, der Mutter, die einst im Kino einmal ihre Kinder abgab und abfällig meinte: „Das ist so’n Zeug für Kinder, sowas guck’ ich nicht“ – würde es vielleicht nicht gefallen. Allerdings hätte sie den Film ja auch nicht gesehen… .

Das Animationsstudio „Laika“  perfektioniert seine Technik in jeder seiner Produktionen aufs Neue – ohne dabei den Wert einer ausgefallenen Geschichte zu vergessen.

„Kubo“ ist ein wirklich sehenswerter Film, bei dem sicherlich nicht nur Personen aus dem Animationsbereich bestens unterhalten werden.

Letty Felgendreher

 

Hier die INDAC Kritik von Letty Felgedreher zu: Die Tribute von Panem – Mockingjay 2

Das war sie nun. Die Saga um die Tribute von Panem.
Man steigt direkt im Anschluss an den ersten Teil des Finales ein – und nach kurzer Orientierungslosigkeit fällt es einem recht einfach, der Handlung wieder zu folgen.
Diejenigen, die den 1. Teil direkt vorher gesehen haben, werden eher wissen, wo und wann die Geschehnisse anknüpfen.

Der Abschluss der „Hunger Games“-Filme wird dem Liebhaber vermutlich gefallen, bleibt es beim bewährten Vorgehen.
Kämpfe, die aber ein gewisses Maß der Plakativität nicht überschreiten, Gefühlsverwirrungen und der Feldzug gegen das Böse.

Die Effekte sind zweckdienlich und zum größten Teil nett anzusehen, mehr jedoch auch nicht. Auf eine inspirierende Idee der visuellen Umsetzung wartet man eher vergebens.

Die Charaktere gehen weiter ihrer Wege, haben manches Mal ein etwas merkwürdiges Verhalten, steuern jedoch brav ihrer Auflösung(oder auch der Nicht-Auflösung) entgegen.
Genauso brav und gesittet spielen die Schauspieler ihre angedachten Rollen.

Ein wenig „twisting“ zum Ende hin wird auch serviert.

Sicherlich füllen die Bücher der „Hunger Games“ die ein oder andere Handlungslücke, oder beantworten Fragen, die sich in der filmischen Umsetzung auftaten – was einem als Zuschauer der solchen natürlich nicht weiterhilft, wenn man die literarische Vorlage eben nicht gelesen hat.

Höchstwahrscheinlich war es jetzt an der Zeit, die Reihe zu beenden, da das Zielpublikum ja mittlerweile auch älter geworden ist – die erzählerische Art und Weise des Filmes jedoch nicht merklich mitgereift ist(was schade ist).

Letztendlich ist es einfach ein Film für die Fans.
Diese werden an der (vorerst?!) letzten Reise nach Panem insgesamt sicherlich Gefallen finden.

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