Die Indachs Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Thor – Tag der Entscheidung“

Es ist ja mittlerweile doch etwas her. Und irgendwie auch nicht. Das letzte Soloabenteuer von Thor fand vor vier Jahren statt.

Die Zeit dazwischen war mal besser, mal weniger gut gefüllt mit Marvel-Filmen, Serien, Ablegern… Reboots. So ist das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren aus Thor schön – aber gefühlt doch nicht ganz so lange her. Während ich den ersten Teil der Reihe durchaus mochte, war der 2. Teil für mich „irgendwie okay“, aber nicht besonders positiv herausstechend. Erfreulicher Weise hat der 3. Teil deutlich an Unterhaltungswert zugenommen.

Eine weibliche Hauptantagonistin – das ist doch mal nett, diesmal kein deutliches „Love-Interest“ für den Helden und Frauen, die sich retten lassen – stattdessen mit dabei – eine nicht im hohen Olymp des Anspruches geschriebene, aber doch gut unterhaltende Storyline.

Letty Felgendreher

Der Film enthält deutlich mehr verbale Witze, als seine Vorgänger – die sich auch größtenteils gut einfügen. Alte und neue Charaktere bekommen weitgehend die Möglichkeit, ihre Eigenarten gut darzustellen, bzw. auszubauen. Optisch ist der Film ein Augenschmaus, den man einfach auf sich wirken lassen kann, zusammen mit der „Sci-Fi-Retro“-anmutenden musikalischen Untermalung. Ein paar Shots wirken gar wie lebendige Gemälde – von der VFX-Seite her gibt es also wenig Platz für Beanstandungen.

Es gibt natürlich die ein oder anderen Momente, in denen man sich denkt, dass man das auch hätte galanter schreiben können – aber im gesamten überwiegt die gepflogene Unterhaltung – und genau das wollen die Meisten der Marvel-Filme ja – primär große (Snack-)Unterhaltung sein, für ein möglichst breites Publikum. Thor 3 wird dieser Erwartung meiner Meinung nach gerecht.

Letty Felgendreher

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Die INDAChs-Kritik von Letty Felgendreher zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

Stop-Motion empfand ich schon immer als eine faszinierende Technik.
Faszinierend und aufwendig – je nach Detailgrad auch sehr aufwendig.

„Kubo“ liegt dann irgendwo bei  „Verrückt, …, ist das überhaupt möglich?“.

Die märchenhafte Geschichte des Jungen, der in der Nähe eines kleinen Küstendorfes lebt und für den recht plötzlich eine abenteuerliche Reise beginnt, wird dermaßen von der visuellen und animationslastigen Bombastik getragen, dass es einem wirklich leicht gemacht wird, kleine Verständnis- und Logikfragen in dem grundsätzlich guten Script zu übersehen.

Die Charaktere haben ein tolles Design und es macht großen Spaß sie  in der liebevoll gestalteten Welt zu begleiten.

Insgesamt wohnt dem Film eine gewisse Düsternis inne – welche man in manch anderen Produktionen wohl eher nicht finden würde – für mich war dies ein Plus, der Mutter, die einst im Kino einmal ihre Kinder abgab und abfällig meinte: „Das ist so’n Zeug für Kinder, sowas guck’ ich nicht“ – würde es vielleicht nicht gefallen. Allerdings hätte sie den Film ja auch nicht gesehen… .

Das Animationsstudio „Laika“  perfektioniert seine Technik in jeder seiner Produktionen aufs Neue – ohne dabei den Wert einer ausgefallenen Geschichte zu vergessen.

„Kubo“ ist ein wirklich sehenswerter Film, bei dem sicherlich nicht nur Personen aus dem Animationsbereich bestens unterhalten werden.

Letty Felgendreher

 

Hier die INDAC Kritik von Letty Felgedreher zu: Die Tribute von Panem – Mockingjay 2

Das war sie nun. Die Saga um die Tribute von Panem.
Man steigt direkt im Anschluss an den ersten Teil des Finales ein – und nach kurzer Orientierungslosigkeit fällt es einem recht einfach, der Handlung wieder zu folgen.
Diejenigen, die den 1. Teil direkt vorher gesehen haben, werden eher wissen, wo und wann die Geschehnisse anknüpfen.

Der Abschluss der „Hunger Games“-Filme wird dem Liebhaber vermutlich gefallen, bleibt es beim bewährten Vorgehen.
Kämpfe, die aber ein gewisses Maß der Plakativität nicht überschreiten, Gefühlsverwirrungen und der Feldzug gegen das Böse.

Die Effekte sind zweckdienlich und zum größten Teil nett anzusehen, mehr jedoch auch nicht. Auf eine inspirierende Idee der visuellen Umsetzung wartet man eher vergebens.

Die Charaktere gehen weiter ihrer Wege, haben manches Mal ein etwas merkwürdiges Verhalten, steuern jedoch brav ihrer Auflösung(oder auch der Nicht-Auflösung) entgegen.
Genauso brav und gesittet spielen die Schauspieler ihre angedachten Rollen.

Ein wenig „twisting“ zum Ende hin wird auch serviert.

Sicherlich füllen die Bücher der „Hunger Games“ die ein oder andere Handlungslücke, oder beantworten Fragen, die sich in der filmischen Umsetzung auftaten – was einem als Zuschauer der solchen natürlich nicht weiterhilft, wenn man die literarische Vorlage eben nicht gelesen hat.

Höchstwahrscheinlich war es jetzt an der Zeit, die Reihe zu beenden, da das Zielpublikum ja mittlerweile auch älter geworden ist – die erzählerische Art und Weise des Filmes jedoch nicht merklich mitgereift ist(was schade ist).

Letztendlich ist es einfach ein Film für die Fans.
Diese werden an der (vorerst?!) letzten Reise nach Panem insgesamt sicherlich Gefallen finden.

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