Die INDAChs Kritik von Paul Schick zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Der neun jährige Junge Icare, der auf den Spitznamen Zucchini hört, lebt mit seiner Mutter in einem kleinen Haus in der Stadt. Durch einen unglücklichen Unfall stirbt seine launische und alkoholkranke Mutter, und Zucchini ist plötzlich mit einer neuen Lebenssituation konfrontiert. Der freundliche Polizist Raymond nimmt sich seiner an und bringt in ins Kinderheim, welches außerhalb der Stadt, sein neues zuhause werden soll. Dort angekommen merkt er, dass das Leben nicht einfacher ist. Simon, ein rothaariger frecher Junge macht ihm zu Anfang das Leben sehr schwer. Doch durch die anderen Kinder, die alle samt ihre eigene traurige Geschichte haben, raufen sie sich zusammen und knüpfen ein starkes freundschaftliches Band.
Eines Tages stößt Camille zu ihnen, ein junges Mädchen, in das sich Zucchini das erst mal auf Anhieb verliebt. Doch ihre Tante, die nur auf das Pflegegeld scharf ist, versucht Camille zu sich zu holen und sie von Zucchini und ihren Freunden zu trennen. Alle Kinder planen Camille zurückzuholen bevor sie endgültig auseinander gerissen werden.
Mein Leben als Zucchini, ist ein klassischer Puppen Stop-Motion Animationsfilm des Regisseurs Claude Barras und erzählt eine bedrückende aber auch gleichzeitig wahrherzige Geschichte. Die Charaktere sind alle liebevoll gestaltet und agieren in einer warmen, und farbenfrohen Welt. Der Einsatz von Lichts ist immer passend und unterstütz dabei die Stimmung des Filmes.
Der Film funktioniert perfekt als Hommage an alle vernachlässigten Kinder, die jeden Tag mit ihren seelischen und körperlichen Wunden leben müssen. Der Regisseur schafft es dabei exemplarisch, mit dem Jungen Zucchini zu zeigen, dass man mit seinen Ängsten und Nöten nicht alleine ist. Das Kinderheim wird zu einem utopischen Zufluchtsort in dem die Kinder mit viel Herz und Verständnis behandelt werden. Anders als bei vielen anderen Filmen in dem solch ein Ort meist dunkel und schlecht dargestellt wird.
Der Film zeigt ein drastisches Bild von kaputten und entrückten Familienverhältnissen, welche sich meiner Meinung nach eher für ältere Kinder oder junge Erwachsene, und deren Eltern richtet. Durch die die Animationsfilm Adaption gelingt es aber auch ein jüngeres Publikum einzubinden. Nicht zuletzt aufgrund des gelungenen Ende des Filmes und dem liebevollen Umgang mit den Charakteren, ist „Mein Leben als Zucchini“ ein gelungener und absolut sehenswerter Animationsfilm.

Paul Schick

https://paulschick.de/

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

BITTE, BITTE WEITERSAGEN!

Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Die INDAChs Kritik von Pauline Kortmann zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Paulines neuer INDACHS
Wie schön, dass mit „Mein Leben als Zucchini“ wieder ein klassisch animierter Stop Motion Film in die Kinos kommt. Und das noch mit einer sehr berührenden Geschichte, die für Kinder als auch deren Eltern wunderbar funktioniert.
Der Junge Zucchini wird nach dem Verlust seiner Mutter in einem Kinderheim aufgenommen, wo er nach einigen Startschwierigkeiten schnell in die Gemeinschaft aus Kindern aufgenommen wird, von denen jedes auf seine Art ein wenig geschädigt aber auch sehr liebenswert ist.
Der Themenbereich um schwierige bis schwierigste Kindheitserfahrungen und das Leben ohne Eltern in einem Kinderheim ist wahrscheinlich selten so unprätenziös und leichtfüßig behandelt worden, mit einer wohlproportionierten Mischung aus Humor, Feingefühl, kindgerechter Erzählung und Empathie.
Dabei können große Entbehrungen und sogar traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit problemlos neben einem heiteren, nervenden, albernen und auch einfach ganz normalen Kindheitsalltag existieren, ohne dass ein Widerspruch entsteht. Eine wirklich große filmische Leistung ist das.

Der Film lässt stehen, dass das Leben beides enthält: Schmerz und Freude. Jeder Mensch und jedes Kind ist anders, jeder hat seine eigene Geschichte. Trotz, oder grade auch WEGEN unserer Macken sind wir liebenswert. Freundschaft und Bindung siegt über Einsamkeit und Verlust.

Ein guter, schöner, warmer und wichtiger Kinderfilm.

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

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„Mein Leben als Zucchini“ startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Die INDAChs Kritik von Rike Trunzer zu „Ma vie de courgette“ – „Mein Leben als Zucchini“

„Mein Leben als Zucchini“ ist ein wunderbarer und mit viel Liebe gestalteter Stop-Motion Film, der durch einen ganz eigenen und einzigartigen Charme überzeugt und beeindruckt. Anders als bei anderen Stop-Motion Produktionen liegt der Fokus hier eindeutig nicht auf der Perfektion der Animation, sondern viel mehr auf einem absolut liebevollen Design und einer äußerst emotionalen Geschichte.
Die Figuren in „Mein Leben als Zucchini“ kommen alle mit riesigen Köpfen, viel zu langen Schlenkerarmen und überdimensionierten Augen daher. Aber gerade dies außergewöhnliche Design zieht einen sofort in den Bann und als Zuschauer mag man seine Augen gar nicht mehr von der Leinwand abwenden.  So schließt man die Figuren auch trotz aller Ihrer Ecken und Kanten sofort ins Herz. Das gesamte Design ist nicht überladen, sondern immer auf das absolut wesentliche fokussiert und mit sehr viel Liebe umgesetzt. So tragen die kleinen Protagonisten beispielsweise gestrickte und gehäkelte Kleidung.
Aber gerade dieses mit Liebe gestaltete Design steht im krassen Kontrast zur Geschichte, die die Filmemacher erzählen. In „Mein Leben als Zucchini“ geht es um Kinder, die aus vernachlässigten Familien kommen, die Schläge, Drogensucht oder Missbrauch erlebt haben. Diese Kinder treffen im Kinderheim aufeinander. Selbstverständlich läuft das alltägliche Miteinander nicht ohne Schwierigkeiten ab, aber die Kinder bilden mit der Zeit eine eigene kleine, verbundene Familie.
„Mein Leben als Zucchini“ ist ein sehenswerter Film, der sich einem schwierigen Thema stellt und dieses wunderbar umsetzt. Ein Film der einen bewegt und der nachwirkt und der einfach ein absolut wunderbares Design hat. Und ein Film, der den Oscar für den Besten Ausländischen Film verdient hat!

 

Danke & LG 
Rike

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DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

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„Mein Leben als Zucchini“ startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Hier die Teilnehmer an den Screenings von „Mein Leben als Zucchini“

Screening in Köln, Montag, 09. Januar 2017, 12.30 Uhr
Thomas Schmidl
Lars Seiffert

Screening in Düsseldorf, Dienstag, 10. Januar 2017, 12.30 Uhr
Albert Radl

Screening in Frankfurt, Mittwoch, 11. Januar 2017, 12.30 Uhr
Vanessa Schneider

Screening in Berlin, Freitag, 13.Januar 2017, 15.00 Uhr
Pauline Kortmann
Marco Rosenberg
Christine Strobel

Screening in Hamburg, Montag, 16. Januar 2017, 17.30 Uhr
Paul Schick
Friederike Trunzer

Screening in München, Freitag 27. Januar, 13.30 Uhr:.

Elisa Gatzka

 

EUROPÄISCHER FILMPREIS 2016: Nominierungsbekanntgabe in den Kategorien Animationsfilm

Die European Film Academy freut sich, jeweils drei Nominierungen in den Kategorien EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016 bekannt zu geben.

Auf Grundlage einer Filmliste, die von CARTOON, dem europäischen Verband für Animationsfilm, zusammengestellt wurde sowie auf Basis individueller Filmeinreichungen hat eine Kommission über die drei Nominierungen in der Kategorie EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016 entschieden. Die Mitglieder der Kommission waren in diesem Jahr der stellvertretende EFA Vorstandsvorsitzende und Produzent Antonio Saura (Spanien), der Regisseur Tomm Moore (Irland) und die Produzentin Anja Šošić (Polen) sowie die CARTOON-Repräsentanten Karsten Kiilerich (Dänemark), Marc Du Pontavice (Frankreich) und Vincent Tavier (Belgien).

Die Nominierungen für die Kategorie EUROPÄISCHE KOMÖDIE 2016 wurden ebenfalls von einer Kommission festgelegt. Die bestand aus EFA-Vorstandsmitglied und Produzentin Ada Solomon (Rumänien), Nacho Carballo vom Internationalen Filmfestival Gijón (Spanien), Verleiher Kim Foss (Dänemark), Nik Powell von der National Film and Television School (Großbritannien) und Marten Rabarts vom EYE Film Institut (Niederlande).

EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2016

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DIE ROTE SCHILDKRÖTE
LA TORTUE ROUGE
Frankreich, Belgien
80 min.

DREHBUCH & REGIE: Michael Dudok De Wit
PRODUKTION: Vincent Maraval
ANIMATION: Michael Dudok De Wit

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MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI
MA VIE DE COURGETTE
Schweiz, Frankreich
66 Min.

REGIE: Claude Barras
DREHBUCH: Céline Sciamma
PRODUKTION: Max Karli
ANIMATION: Kim Keukeleire

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PSICONAUTAS
PSICONAUTAS, LOS NIÑOS OLVIDADOS
Spanien
75 Min.

DREHBUCH & REGIE: Alberto Vázquez & Pedro Rivero
PRODUKTION: Farruco Castroman, Carlos Juarez & Luis Tosar
ANIMATION: Krhis Cembe

In Kürze stimmen die über 3.000 Mitglieder der European Film Academy über die Gewinner ab, die beim Europäischen Filmpreis am Samstag, den 10. Dezember in Wroclaw, Europäische Kulturhauptstadt 2016, bekannt gegeben werden. Die Verleihung wird live auf www.europeanfilmawards.eu gestreamt.

Kontakt

Wir sind erreichbar! Seid nicht schüchtern, schreibt uns oder schickt uns eine Zeichnung.