Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu „Ben Hur“

Toby Kebbell plays Messala Severus and Jack Huston plays Judah Ben-Hur in Ben-Hur from Paramount Pictures and Metro-Goldwyn-Mayer Pictures.

Nun rollen die Räder also wieder in der Arena und die Frage, die man sich stellt, wenn man an die neue Verfilmung von „Ben Hur“ denkt, lautet zwangsläufig: „Wie ist wohl das Wagenrennen umgesetzt worden?“. Die Antwort ist ernüchternd und lautet: „Bei weitem nicht so gut wie im Klassiker von 1959“ und im Grunde kann man dieses Fazit auch generell schon für den ganzen Film ziehen! Es fehlt einfach von allem ein bisschen, was die neue Verfilmung bietet. Stattdessen wartet er auf mit holprigsten Dialogen vom allerfeinsten, nicht wirklich überzeugenden Schauspieler, schlechter Inszenierung uvm. Der Film braucht zudem eine gefühlte Ewigkeit um überhaupt in Fahrt zu kommen. Nun könnte man sagen, dass dies dem Buch geschuldet ist – ABER man hätte es dennoch wesentlich interessanter im Film realisieren können. Mir kamen die ersten 30 Min. der 2016er Version von „Ben Hur“ vor wie eine sinnlose SAT1-TV-Verfilmung, die absolut niemand sehen möchte! Erst nach einer halben Stunde nahm der Film langsam Fahrt auf und es fing erst allmählich an sich wie ein Kinofilm anzufühlen… Rückwirkend muss ich sagen, dass mir lediglich zwei Szenen gut gefallen haben: erstmals die ganzen Vorfälle auf der Galere und zweitens das Wagenrennen. Beides waren für mich die Highlights des Films – allerdings bei sehr niedrig gestecktem Niveau (muss man leider dazu sagen!). Das Wagenrennen von 1959 ist für mich auch nach gefühlten 20x schauen immer noch interessant, spektakulär und von der Inszenierung her der absolute Wahnsinn – die Szenen vom Wagenrennen aus der neuen Version hab ich dagegen schon fast wieder vergessen: 1x schauen reicht hier vollkommen aus! Generell frage ich mich ob es für solche Filme in der heutigen Zeit ein Publikum gibt? Ja, ich denke schon, aber dann müsste es auch ein Film sein, der Top gemacht ist, Spaß beim zuschauen macht und einen im Kinosessel fesselt (z.B. „Gladiator“ oder „300“)… Aber all dies bietet der neue „Ben Hur“ leider jedoch nicht! Schade…

Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu Paramounts STAR TREK BEYOND

Nun ist sie also wieder unterwegs die ENTERPRISE und durchquert erneut unendliche Weiten. Captain Kirk, Spock, Pille, Uhura, Chekov, Scotty und Sulu lassen den Kino-Zuschauer abermals an ihren galaktischen Ausflügen teilhaben. Und dieses Mal bekommen sie es wahrlich mit einem höchst unangenehmen Zeitgenossen namens Krall und seiner Drohnenarmee zu tun, die es auf die Crew der ENTERPRISE abgesehen hat. „Wieso? Weshalb? Warum?“ wird storymäßig sehr gut und spannend erzählt, sowie ebenso äußerst actionreich umgesetzt. Regisseur Justin Lin kann hier aufgrund seiner Regiearbeiten aus dem „Fast & Furious“ Franchise aus dem vollen Repertoire schöpfen – Erfahrung im Action Genre hat er genug. Aber auch für einige ruhige Szenen zwischen den Charakteren ist Platz in diesem 122 Min. langen Science Fiction Kracher. Es ist mittlerweile bereits der 13. STAR TREK Kinofilm und schon der dritte Film in neuer Besetzung. Die „13“ ist hier durchaus eine Glückszahl und bekanntlich sind „alle guten Dinge drei“ 🙂 Das neue ENTERPRISE Abenteuer „STAR TREK: BEYOND“ ist so geworden, wie man sich z.B. „Independence Day – Wiederkehr“ gewünscht hätte. Wenn das Licht im Kinosaal wieder angeht ist man glücklich und zufrieden über das, was man die letzten zwei Stunden sehen konnte. Unendliche Weiten mit unendlichem Filmspaß machen unendliche Freude… Beam me in the Cinema, Scotty 🙂 R.I.P. Anton Yelchin aka Chekov

Mario Doll, Berlin

Foto: Paramount

Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu Roland Emmerichs „Independence Day 2 – Wiederkehr“

Der „Master of Desaster“ Roland Emmerich hat es wieder getan: erneut legt er Teile der Erde in Schutt und Asche, denn Aliens sind mal wieder gekommen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Die seit 20 Jahren erwartete Fortsetzung hält also nun Einzug ins Kino und die Frage stellt sich: hält der zweite Teil, was der erste von 1996 verspricht? Die ganz klare und eindeutige Antwort lautet: JEIN! Zu meinen persönlichen TOP´s des Films gehören natürlich die CGI Effekte (wenn auch manchmal weniger durchaus mehr gewesen wäre!), Jeff Goldblum + Bill Pullman + Brent Spiner der Koma-Kauz, sowie die „Alien-Mutti“, welche insbesondere in den letzten 20 Min. des Films ihren großen Auftritt hat. Zu den FLOP´s zählt dann eigentlich auch schon der ganze Rest z.B. insbesondere die komplett vorhersehbare Story mit exakt 0,0 Wendungen, auf Teeniekompatibilität besetzte Jung-Schauspieler (die teilweise überfordert wirken) und holprige Dialoge, die einem wirklich weh in den Ohren tun! Direkt am Anfang des Films ist eine Szene zu sehen in welcher Jake Morrison (Liam Hemsworth) mit einem Flugmanöver viele Menschen rettet. Exakt diese Szene ist es, die mich schon das erste Mal mit einem ungläubigen Grinsen in den Kinosessel gedrückt hat, weil diese Szene an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist. Schade… ich hatte mich sehr auf den Film gefreut! Aber ich bin nur mit gemischten Gefühlen aus dem Kino heraus gegangen. Mein Fazit lautet: 50/50, definitiv Popcornkino bei dem man das Gehirn ausschalten sollte! Der Film kommt locker 10 Jahre zu spät – aber sehen sollte man ihn dann doch auf jeden Fall trotzdem!

Mario Doll, Berlin

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