Die INDAChs Kritik von Pauline Kortmann zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Paulines neuer INDACHS
Wie schön, dass mit „Mein Leben als Zucchini“ wieder ein klassisch animierter Stop Motion Film in die Kinos kommt. Und das noch mit einer sehr berührenden Geschichte, die für Kinder als auch deren Eltern wunderbar funktioniert.
Der Junge Zucchini wird nach dem Verlust seiner Mutter in einem Kinderheim aufgenommen, wo er nach einigen Startschwierigkeiten schnell in die Gemeinschaft aus Kindern aufgenommen wird, von denen jedes auf seine Art ein wenig geschädigt aber auch sehr liebenswert ist.
Der Themenbereich um schwierige bis schwierigste Kindheitserfahrungen und das Leben ohne Eltern in einem Kinderheim ist wahrscheinlich selten so unprätenziös und leichtfüßig behandelt worden, mit einer wohlproportionierten Mischung aus Humor, Feingefühl, kindgerechter Erzählung und Empathie.
Dabei können große Entbehrungen und sogar traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit problemlos neben einem heiteren, nervenden, albernen und auch einfach ganz normalen Kindheitsalltag existieren, ohne dass ein Widerspruch entsteht. Eine wirklich große filmische Leistung ist das.

Der Film lässt stehen, dass das Leben beides enthält: Schmerz und Freude. Jeder Mensch und jedes Kind ist anders, jeder hat seine eigene Geschichte. Trotz, oder grade auch WEGEN unserer Macken sind wir liebenswert. Freundschaft und Bindung siegt über Einsamkeit und Verlust.

Ein guter, schöner, warmer und wichtiger Kinderfilm.

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

BITTE, BITTE WEITERSAGEN!

„Mein Leben als Zucchini“ startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Tolle Rückmeldung von Pauline Kortmann zur Pixar Premiere „Findet Dorie“ in Berlin!

Der „Findet Dorie“-Abend war famos. Erst wird man auf dem Weg zu seinem Sitz von allen Seiten mit Promo-Popcorn, Limo, Sandwiches und Süßkram beworfen, anschließend möchte man am liebsten in den gnadenlos schönen Bildern des Vorfilms „Piper“ heimisch werden, und dann amüsiert und freut man sich auch noch beim Hauptfilm tot.
Wie im ersten Teil sind Story, Timing, Charaktere und Animation auf gewohnt höchstem Pixar-Niveau, mit meist herrlichen, spannenden Wendungen (abgesehen von ein, zwei „Oh nein, ein Problem! – Ach, gelöst. – Oh nein, ein Problem! – …“-Schleifen zuviel). Darüber hinaus kann Oktopus Hank einfach nicht genug gehuldigt werden – sowohl von der technischen Seite (sogar nicht-3D-Animations-Insider), als auch von der zwischenmenschlichen, ääh: zwischenfischlichen.
Sehr sehenswert.
Und: sympathisch, wie nachdrücklich und respektvoll Dorie-Synchronstimme Anke Engelke im Anschluss betonte, wie viele kluge und kreative Köpfe, die in diesem Moment eben NICHT auf der Bühne standen, diesen Film zu dem gemacht haben, was er ist. Recht hat sie. Danke, Anke!
Pauline Kortmann
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Die INDAChs Kritik von Pauline Kortmann zu Paramounts STAR TREK BEYOND

Hier mein subjektiver Eindruck von Star Trek Beyond:

Popcornkino olé! Da gibt es die Guten und die Bösen, regelmäßige coole Witzchen, ein paar persönliche Hadereien der Helden und einige sehr sehr beeindruckende fantastische VFX, die einen zwischendurch ganz in dieses Sci-Fi-Paralleluniversum eintauchen lassen. In anderen Momenten wirkt Star Trek Beyond dann allerdings wieder wie auf Sparflamme, wo es visuell doch nicht so Wummst und die Homebase der Bösewichte eher klein und harmlos denn monströs-bedrohlich rüberkommt (weil das Budget nicht für 2 fette Raumstationen reichte?).

Bei mir hat der Film trotz Unterhaltungsfaktor irgendwie nicht ganz gezündet. Die Geschichte stolperte ein wenig konstruiert dahin, und in ihr ihre leider etwas blass bleibenden Protagonisten. Mir fehlten Epik, Überraschungsmomente und vielleicht eeeetwas mehr Charaktertiefe. Und die Kamera nervte mit regelmäßiger Dreherei um die eigene Achse – als Weltraum-Metapher? – Leider in der Praxis eher anstrengend und ablenkend.
Vielleicht guckt sich das Ganze als begeisterterer Trekkie ganz anders, aber für mich verpuffte da eine Weltraumblase ohne große Spuren zu hinterlassen.

Allerdings legte der Film mittendrin einen der herrlichsten Woohoooo-Momente überhaupt hin, und der entschädigte mich für alles Halbgare davor (und danach). Also: herzlichen Dank für ein paar Minuten dickes fettes inneres Gröhlens, liebe Paramount Pictures!

Fazit: Star Trek Beyond – kann man machen, muss man aber echt nicht. Es sei denn, man braucht dringend mal wieder einen Woohooo-Moment.

Schöne Grüße!

Pauline Kortmann

Nasenfisch.de

Star Trek Beyond trailer 2 USS Enterprise at warp

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