„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“ Robert Hranitzkys INDAC-Kritik zu Brad Birds „Die Unglaublichen 2“

„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“

14 Jahre hat es gedauert, bis die lang erwartete Fortsetzung des überaus erfolgreichen Pixar Film „The Incredibles“ endlich unsere Kinos erreicht. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung, insbesondere da der erste Teil einer meiner All-Time Favorites ist und weil Pixar in den letzten drei Jahren mit „Inside Out“ und „Coco“ richtige Kracher hingelegt hat und dabei selbst immer wieder neue Maßstäbe setzte. Wie auch beim ersten Teil führte wieder Brad Bird Regie und schrieb auch das Drehbuch. Seine Handschrift ist unverkennbar und trägt entsprechend massiv zum rasanten Style und Flair des Films bei.
Und auch diesmal ist es nicht nur ein sehr guter Animationsfilm, nein – es ist einfach ein grandioser Film. Punkt. Ich werde dieses Review auch möglichst Spoiler Free halten, damit der Spaß und die Spannung nicht verdorben wird, daher gibt es von mir wenig zur eigentlichen Geschichte.


Die Story ist durchgängig von Anfang bis Ende sehr unterhaltsam dabei auch spannend und actiongeladen, aber auch in ruhigen Momenten geprägt von Charme, Witz und Metaphern. Man hat im Bezug auf die Charaktere sofort ein vertrautes wohliges Gefühl und die Zeit, die es normalerweise braucht eine emotionale Bindung und Vertrautheit aufzubauen, wird hier in die Vertiefung der Charaktere investiert. Eines der übergeordneten Themen ist Familie, mit all seinen Problemchen die man im Alltag hat: Baby/Kinder in Trotzphase, Pubertät, Gleichberechtigung, Arbeit, Work-Life-Balance, Schlafmangel, usw. …

Handwerklich ist der Film erwartungsgemäß super. Der Look und die visuelle Qualität bezüglich Texturen, Fluids, Details wie Haaren und Haut ist noch mal besser als beim vorhergehenden Pixar Film und – natürlich – auch massiv detailierter und besser als im ersten Teil. Dennoch wirkt es vertraut und ein Stück weit auch so, wie es die Macher vor 14 Jahren gerne dargestellt hätten, es aber aufgrund technischer Limits nun mal nicht besser ging. Gleichzeitig ist es beeindruckend, dass die Bildsprache dennoch aufrecht erhalten ist. Der Charme der sechziger und der entsprechende Stil zieht sich wie im Vorgänger wie ein roter Faden konsequent durch den Film. 
Sehr beeindruckend und auffällig gut ist einerseits die Kameraführung mit dynamischen Einstellungen, aber andererseits begeistert auch das gerade Lighting. Viele Szenen sind so gut geleuchtet …

Die Animation ist unheimlich liebevoll und viele Szenen hätten von „echten“ Schauspielern gar nicht besser dargestellt werden können. Insbesondere die Familien Szenen sind sensationell und mit so viele Liebe zum Detail animiert. Viele kleine Details und Verhaltensmuster vom Nachwuchs werden so passend und witzig dargestellt, dass man nach einem mal Anschauen gar nicht alle wahrnehmen kann und hier der Film auf jeden Fall ein weiteres mal angeschaut werden möchte. 
Gerade als Familienvater habe ich mich persönlich in etlichen Szenen und Momenten wiedergefunden. Es gibt so viele lustige Momente, sei es Schlafmangel oder die alltäglichen kleinen Herausforderungen mit Kids, die so passend dargestellt sind, dass man auf jeden Fall merkt, dass hier die ein oder andere persönliche Erfahrung eingearbeitet (und verarbeitet) wurde – und genau deswegen ist so gut und glaubhaft. 

Hervorzuheben muss man auch die Stimmen: Die Protagonisten werden von den gleichen Darstellern gesprochen, wie auch beim ersten Teil – bis auf Dash, der aufgrund des Alters nun von einem anderen, jungen Schauspieler gesprochen wird. Auch Samuel L. Jackson ist wieder unverkennbar und unnachahmlich als Frozone dabei. Neu aber ebenfalls sehr passend ist Bob

Robert Hranitzky

Odenkirk (aka Saul Goodman aus Breaking Bad & Better Call Saul) als Winston Deaver. Aus den gleichen TV Shows bekannt, ist auch der grummelige Jonathan Banks (aka Mike Ehrmantraut) als Stimme von Rick Dicker dabei.

Baby Jack Jack hat nach seinem eigenen Kurzfilm von 2004 nun endlich auch einen größeren Anteil im Film und hat dabei erfreulicherweise etliche Hero Momente. Teilweise stiehlt der Kleine den „Großen“ ganz schön die Show… Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. 

Letztendlich kommt auch eine alte Bekannte aus dem ersten Teil wieder vor und sagt einen schönen Satz, welcher ganz gut eines der großen Themen des Films sympathisch aufgreift:
„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“ Gute Eltern sind heimlich irgendwie doch die wahren Helden des Alltags.   

Robert Hranitzky

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Disney SCREENING: Pixars „Die UNGLAUBLICHEN 2 – THE INCREDIBLES 2“

In Zusammenarbeit mit Walt Disney Studios Motion Pictures Germany darf INDAC jeweils 3 Animations-/VFXschaffende zu den Presse-Screenings des Films „Die UNGLAUBLICHEN 2“ einladen. Die Vorführungen finden statt in Berlin, München und Hamburg. Die Teilnehmer verpflichten sich obligatorisch, eine Filmkritik für den INDAC Blog zu verfassen, die zeitnah um den Filmstart auf dem INDAC Blog veröffentlich wird. Details weiter unten!

Nur auf INDAC.org gemäß der neuen DSGVO registrierte Mitglieder der deutschen Animations- und VFX Community können sich für die Teilnahme an den Screenings bewerben.

Alle Vorführungen zeigen den Film in seiner Original- Fassung

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Carlos Baena: Shot Animation Progression: Ratatouille

Carlos Baena: „Here is a Shot Progression from one of the shots I got a chance to animate on the movie Ratatouille. Skinner was easily one of the funnest characters I’ve gotten the opportunity to animate over the years. The actors inspirations included are Louis De Funès in Oscar (1967), Klaus Kinski in Fitzcarraldo (1982) and Peter Sellers in The Pink Panther (1963). Hope you enjoy watching this as much as I enjoyed working on it.“

Hier ist der Teaser von PIXARS „The Incredibles 2“

Disney/Pixar’s Incredibles 2 opens in theatres June 15! In “Incredibles 2,” Helen (voice of Holly Hunter) is called on to lead a campaign to bring Supers back, while Bob (voice of Craig T. Nelson) navigates the day-to-day heroics of “normal” life at home with Violet (voice of Sarah Vowell), Dash (voice of Huck Milner) and baby Jack-Jack—whose superpowers are about to be discovered. Their mission is derailed, however, when a new villain emerges with a brilliant and dangerous plot that threatens everything. But the Parrs don’t shy away from a challenge, especially with Frozone (voice of Samuel L. Jackson) by their side. That’s what makes this family so Incredible.

Hier die INDAChs Kritik von Saskia Wolf zu Pixars „COCO“

Coco Screening 15. November 2017 – Review

Nicht nur mein Film 2017, sondern voerst auch so meine absolute Nummer eins.

Dabei könnte ich es fast belassen, aber es drückt nicht wirklich aus
warum. Dass der Film mir gefallen würde, war mir bereits von der ersten
Minute an klar, denn er ist wunderschön. Die Haut sah zum Greifen echt
aus, die Farben kräftig und der unglaublich kreativ dargestellte Anfang
waren für mich schon mal Brief und Siegel für eine ziemlich sichere Nummer.

Auch die Musik stellt einen bedeutenden, dramaturgischen Teil des Films dar.  Aber der bekommt nicht nur vom
Soundtrack viel Liebe und Herz, sondern auch aus dem Bereich Animation. Denn soviel sei hier verraten,  die Animatoren haben sich bei diesem Film durchweg selbst
übertroffen. Witze und Situationskomik sind clever und geschickt und wenn
es sein muss, zackig geschrieben – neben der erwähnenswerte Tatsache, dass auch viel visuelle
Komik geboten wird. Die erschlagend schönen Designs und Bilder ziehen
sich außerdem durch den ganzen Film, mit faszinierender Liebe zum
Detail, die man nach und nach entdecken kann.

FAMILY REUNION – In Disney•Pixar’s “Coco,” aspiring musician Miguel (voice of Anthony Gonzalez) makes an impulsive choice that sets off a series of events that ultimately lands him in the Land of the Dead where he’s able to interact with his late family members, including Tía Rosita (voice of Selene Luna), Tía Victoria, Papá Julio (voice of Alfonso Arau), and Tío Oscar and Tío Felipe (both voiced by Herbert Siguenza). Disney•Pixar’s “Coco” opens in U.S. theaters on Nov. 22, 2017. ©2017 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Was mich jedoch kalt erwischt hat, war die Story. Sicherlich, es ist
immer noch ein Film, bestimmte Dinge passieren, die sieht man kommen.
Andere sind ein Plot-Device, aber alles hat einen wirklichen Grund, da zu sein.
Alles trägt dazu bei noch mehr zu fühlen. Sei es um sich noch mehr mit
einem Charakter zu identifizieren, noch mehr über einen guten Witz zu
lachen, oder einfach um tränenüberströmt, aber mit einem breiten
Strahlen im Gesicht die Leinwand anzustarren.

Die Art wie es Pixar geschafft zu haben nicht nur ein kulturell fremdes
Fest, sondern die ganze, einnehmende Atmosphäre Mexikos und dessen
besondere Ausstrahlung einzufangen hab ich so zuvor noch nie bewusst
irgendwo auf der großen Leinwand gesehen. Coco bewegt nicht nur zum
Fühlen und Denken, sondern auch zum Umdenken. Neu zu verstehen wie eine
andere Kultur mit der Familie und deren „Vergänglichkeit“ umgeht war
eine Denkweise die sich wie ein Geschenk angefühlt hat. Día de Muertos
(Tag der Toten) mag düster klingen, aber die Bedeutung dieses Fests ist
die Essenz dieses Films. Und es lohnt sich diese kennenzulernen.

Darla K. Anderson und Lee Unkrich zu Besuch in der Astor Film Lounge am Kurfürstendamm eingerahmt von Stefan Kuhlmann und Johannes Wolters beim Q&A mit den INDAChsen nach dem Screening am 15. November 2017

Danke nochmal an Indac und die Veranstalter, das Screening war
fantastisch. Dass im Q&A danach die ersten Leute fast nur ihre
Dankbarkeit und Faszination ausdrücken konnten, bevor die ersten Fragen
aus dem Publikum gestellt wurden zeigt, wie fantastisch der Film ist und
die Leute die an ihm gearbeitet haben. Wie viel Recherche und
Detailverliebtheit in dem Film wirklich steckt ist als jemand aus einer
anderen Kultur nur oberflächlich bewusst. Dank dem Screening und den
ausführlichen Antworten von Lee Unkrich und Darla K. Anderson hab ich
jedoch einen einzigartigen Einblick bekommen, den mir keiner nehmen kann.

Kurzum: Immer gerne wieder!

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Danke nochmal und
Ganz viele Grüße!
Saskia Wolf

 

The INDAC-Interview with director Lee Unkrich und producer Darla K. Anderson about Pixar´s „COCO“

I met the Coco-Team in Berlin for an interview on November 16th, 2017, enjoy the interview ! Comments are welcome!

Here are the imdb-links for Lee Unkrich and for Darla K. Anderson!

Interview by Johannes Wolters

Editing: Konstantin Georgiou

Hier die INDAChs Kritik von Vanessa Schneider zu Pixars „COCO“

Pixar’s neues Meisterwerk »Coco« erzählt die Geschichte von Miguel Rivera und seiner Familie. Das Wichtigste ist die Familie, doch Miguel sehnt sich danach Musik zu machen. Musik ist aber in seiner Familie strengstens verboten und seine Abuelita sorgt dafür, dass das auch so bleibt. Miguel lernt mit Hilfe seines Idols Ernesto de la Cruz, dem größten Musiker Mexicos, Gitarre spielen. Genau wie sein Idol möchte Miguel an dem Musikfestival der Stadt Santa Cecilia teilnehmen, doch durch einen Zufall findet er sich im Land der Toten wieder.

Der Film widmet sich dem Fest der Toten, dem »Día de los Muertos« in Mexico. An diesem Tag werden die Verstorbenen gefeiert und viel wichtiger noch, die Lebenden erinnern sich an die Geschichten ihrer Ahnen.

Visuell sehr beeindruckend ist das Reich der Toten. Angefangen über die Ringelblumenbrücken bis hin zu der leuchtenden Stadt und der Liebe zum Detail, z.B. im Bahnhof. Die Farbenpracht im Reich der Toten grenzt sich sehr gut von Miguels Welt ab, die etwas entsättigter wirkt.

Weiteres Highlight sind für mich die Skelette. Eigentlich sind sie etwas Unheimliches, doch Pixar hat es geschafft, sie freundlich und sympathisch wirken zu lassen. Jedes der Skelette, obwohl sie einheitlich sind, hat eine Persönlichkeit, die über die Kleidung und Körperbemalung deutlich wird.

Sehr interessant sind auch die Animationen, besonders die Szene, in der Miguel Gitarre spielt, gefällt mir sehr gut. Generell ist es auch faszinierend, wie die Skelette sich bewegen und durch eine unbekannte Kraft zusammengehalten werden.

»Coco« zeigt, wie wichtig es ist, seine Träume zu verfolgen, aber dabei nie seine Familie zu vergessen. Genauso wie den Tod von Angehörigen nicht als etwas Trauriges zu sehen, sondern sich daran zu erinnern, wie die Verstorbenen waren.

Leider wurde bei dem Screening der Disney Kurzfilm »Olaf taut auf« nicht gezeigt.

Von

Vanessa Schneider

Die INDACHs Kritik von Robert Hranitzky zu Pixars „COCO“

Mit „COCO“ hat Pixar mal wieder ein Meisterwerk erschaffen.

Mit den letzten beiden Filmen „Cars 3“ und „Finding Dorie“ wurde ich nicht so sehr abgeholt, da beide letztlich „nur“ Fortsetzungen waren und somit auch nicht eine gänzlich neue Welt mit neuen Charakteren vorgestellt haben. Allerdings ist Coco ein wahres Feuerwerk an fantastischen Bildern, Figuren und natürlich einer sehr bewegenden Geschichte.

Mit „Ratatouille“, „Wall-E“ und „Alles steht Kopf“ gehört „COCO“ zu meinen absoluten All-Time-Favorite Pixar Filmen. Pixar schafft es mal wieder auf wunderbare Weise die verschiedenen Zielgruppen von Groß und Klein anzusprechen, so dass die Jüngsten einen Riesenspaß am Klamauk und der perfekt animierten Situationskomik haben – vielleicht aber die übergeordnete Geschichte nicht in dem Maß verstehen wie z.B. Erwachsene es tun. Die Geschichte selbst hat viele Botschaften, in erster Linie natürlich das übergeordnete Thema Familie. Es geht um Generationen und Traditionen, damit auch einhergehend das Erwachsenwerden, wo auch Abschied, Loslassen und entsprechend leider auch der Tod dazugehört. Aber auch Themen wie Träume und (Musiker) Karriere werden auf subtile aber faszinierende und charmante Weise behandelt – welchen Preis muss man unter Umständen zahlen, wenn man berühmt werden möchte und was stellt das mit einem an? „COCO“ kommt in einigen Momenten mit so einer emotionalen Wucht daher, wie in den bewegendsten Szenen von „Oben“ und „Alles steht Kopf“.

Im Kinosaal schien jedenfalls kaum ein Auge trocken geblieben zu sein. Man möchte sich beim Schauen des Films freuen, tanzen und weinen – selbstverständlich kommt dabei das Lachen nie zu kurz, ganz gleich ob dies von Klamauk oder einem smarten Witz ausgelöst wird. „COCO“ bedient das komplette emotionale Spektrum und ist wahrlich wie eine Achterbahnfahrt. Die bunte, lebensfrohe und liebenswerte mexikanische Kultur wird wunderbar dargestellt und obwohl der Film fast sechs Jahre bis zur Fertigstellung gebraucht hat, kommt er genau zur richtigen Zeit in die Kinos. Ohne dabei politisch zu sein setzt „COCO“ ein positives Zeichen und ist bereits jetzt schon der erfolgreichste Film aller Zeiten in Mexiko! Dabei ist die Machart und die technische Umsetzung gewohnt hoch. Ganz gleich ob es die Art der Animation, das Characterdesign oder der schöne Look ist.

Es ist faszinierend zu sehen, dass neben einer wunderbaren Story auch die visuelle Qualität ein, mal wieder, unfassbar hohes Level hat. Die Herausforderung Skelette „lebendig“ und eben nicht furchterregend darzustellen ist Pixar beispielhaft gelungen. Sämtliche menschliche Charaktere sind ebenfalls mit einer unfassbaren Liebe zum Detail gestaltet worden und könnten selbst als „echte“ Schauspieler nicht besser zum Leben erweckt werden.

Da bei „COCO“ Musik eine sehr große Rolle spielt, darf hier auch der großartige Soundtrack von Michael Giacchino nicht unerwähnt bleiben. Grundsätzlich bin ich kein großer Fan davon, wenn in Filmen gesungen wird. Allerdings passt das in diesem Film wunderbar rein, weil es einfach Sinn macht und eben zur Story gehört. Hinzu kommt auch, dass die Songs wirklich schön sind und authentisch mexikanisch wirken – selbst in der deutschen Synchro! Eine wahres Meisterwerk welches auf allen Ebenen und Sinnen begeistert.

Ein großer Dank auch an Johannes Wolters von INDAC für das Privileg, diesen schönen Film in der Preview gesehen zu haben.

Robert Hranitzky

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Stimmen zum INDAC Event zu Pixars „COCO“ in BERLIN mit Regisseur Lee Unkrich und Darla K. Anderson

Mario Doll schrieb:
Hallo Johannes,

auch von mir noch ein paar schriftliche Anmerkungen zum „Coco“ Screening.

Preisfrage: Wo kann man einen wirklich zauberhaften Film in einem wunderschönen Kino mit Snacks + Getränken genießen und erhält als Sahnehäubchen noch ein Q&A mit dem Regisseur und der Produzentin obendrauf? Natürlich bei INDAC und Dank Johannes Wolters. Es ist schon wirklich Klasse wie Du, lieber Johannes, das immer wieder schaffst solche tollen Screenings zu organisieren, zu gestalten und auszuführen. Ich möchte mich bei dir recht herzlich für einen ganz tollen, erlebnisreichen und sehr exklusiven Abend bedanken! Der Film war ein absoluter Volltreffer – da hat einfach alles gestimmt und es war höchst informativ dem Regisseur Lee Unkrich und der Produzentin Darla K. Anderson anschließend zu lauschen und Wissenswertes zum Hintergrund und der Entstehung von „Coco“ zu erfahren. Du und auch Dein Co-Host Stefan Kuhlmann habt das richtig schön und Klasse gemacht, sowie witzig und charmant durch den Abend geführt! Auch wenn ich noch lange Zeit von diesem Hammer-Abend schwärmen werden, freue ich mich jetzt schon bereits aufs nächste Mal…

DANKE 🙂

Gruß, Mario

Aygün Völker schrieb:

Der neue Weihnachtsfilm ist zwar nicht weihnachtlich, sondern von dem mexikanischen Dia de Muertos inspiriert, aber wieder einmal überzeugt PIXAR mit einer bombastisch-umwerfenden Animation, strahlenden Farben, herausragendem Soundtrack und einer zu Tränen rührenden Geschichte. Und wieder wagt sich das Studio an einen Plot mit gesellschaftlichen Tabu-Themen, an die sich sonst kein Familienfilme-Macher wagt, weil sie als Kassengift gelten. Die Geschichte ist diesmal etwas ambivalent, Gut und Böse nicht ganz so klar und eindeutig wie sonst, zwei Erzählstränge kommen sich in die Quere – auf der einen Seite ein innerfamiliäres Problem über die Zukunft des Jungen Miguel, auf der anderen Seite der Kampf gegen die böse Figur, die ein bisschen vom ersten Erzählstrang ablenkt. Insgesamt ein fantastisches Abenteuer, unbedingt sehenswert, und über das Vergessen von Personen kann man dann innerhalb der Familie noch lange diskutieren. Großes Gefühlskino, unbedingt ansehen!

Aygün Völker

Familie Völker in der ASTOR Film Lounge Berlin beim COCO Event

Chris Hefele schrieb:

Das hat Spaß gemacht, vielen Dank! Auch von den beiden Anderen – die waren auch schwer begeistert. Solche Filme sind gerade heute so wichtig. War toll, von Darla und Lee noch was dazu zu hören. 6 Jahre…
Wenn ich sehe, was heute möglich ist (auch bei Zootopia letztes Jahr), fühle ich mich als 2D-Mann echt wie einDinosaurier 😀

 

 

David Aguirre Hoffmann schrieb:

Ich wollte Ihnen danken, dass Sie die Premiere von Coco organisiert und mich eingeladen haben.

Ich bin kein Mexikaner, aber ich bin in der Nachbarschaft. Ich komme aus Honduras und die Ähnlichkeiten zwischen beiden Ländern machten den Film für mich besonders emotional. Und als ich dem Pixar-Team zuhörte, erinnerte ich mich daran, warum ich die Welt der Animation so sehr liebe.

Ich arbeite derzeit als Art Director für die Dreinull GmbH hier in Mitte, seit vier Jahren machen wir werbungen für bekannte Deutsche Marken. Allerdings würde ich mich gerne mit der Art von Animation beschäftigen, die Geschichten erzählt (filme/serien/shorts). Ich habe Computeranimation in Florida studiert, und vor kurzem habe ich die Änderungen vorgenommen, um ab dem nächsten Monat mehr freiberufliche Jobs aufzunehmen. Ich bin auch gerade zu INDAC gekommen und werde mich stärker verbinden.

Vielen Dank,

David

Hier die INDAChs Kritik von Kim Sofer Matthias zu Lee Unkrichs „COCO“

gesehen in der „Astor Film Lounge – Berlin“

Wenn ich schon ins Kino „muß“, dann will ich wenigstens später mit dem Gefühl herausgehen können, das ich zwischen 11 – 28 Jahren regelmässig in Filmen meiner Wahl hatte ( Blade Runner, Alien, Diva, Le grand bleu, Zabriskie Point, etc. ) und die gesehene, für mich ausgesprochen lebendige, Immersion „mitnehmen“ ( zumindest bis ins Bett ) durfte. Der deutliche Drang, dies hier jetzt aufschreiben zu müssen, zeigt, daß ich immer noch „drinnen“ bin und das mit vollem Verständnis und einem Gefühl großer dankbarer Erhabenheit. Ich denke, etwas gelernt, etwas Größeres verstanden und den Zusammenhang zwischen einem Wunsch, seinem Gedanken und der Relevanz für meine Welt hergestellt zu haben. Einfach nur, weil ich gestern Abend der deutschen Preview von „COCO“ beiwohnen durfte und es wirklich genossen habe und das hat zuviele Gründe, um diese hier in aller Bewegtheit wirklich so angemessen ausführen zu können und zu wollen.

Ich war froh, nicht zu wissen, was mich erwartet. Ich war froh „abgeholt“ zu werden. Daher werde ich auch nichts von dem Inhalt verraten, ich kann nicht. Ich kann nur sagen, daß PIXAR 6 Jahre gebraucht hat, um dieses Projekt fertigzustellen. Ich kann sagen, daß die vielen Figuren aus “ COCO“ und die alles und jeden verbindende mehrdimensionale Geschichte auf einen der erfolgreichsten Disney Filme aller Zeiten hindeutet, in Mexiko ist er es bereits (!), dem man zurecht jeden Preis vor die animierten Füsse, Flügel, Tatzen, Schuhe, Knochen und Schnauzen werfen sollte, den es auf der Welt für ein solches Filmwerk gibt. Einfach ein brillianter Film.

Im anschließenden Q`n A gaben Regisseur Lee Ulrich und Producerin Darla K. Anderson bereitwillig Antwort und öffneten die Tür zu der Welt von „COCO“ noch einen Spalt mehr. John Lasseter dürfte sich beim Lesen des Buches von Lee Unkrich (original story by) & Jason Katz (original story by) & Matthew Aldrich(original story by) & Adrian Molina (original story by + co directing)
Adrian Molina (screenplay by) & Matthew Aldrich (screenplay by) mehrfach die Nase geputzt haben, aber Weinen war noch nie so wunderbar, wie zum Ende dieses Filmes. Es ist versöhnend, es lässt uns alle näher zusammenrücken, in der „Disney Version des mexikanischen Ehren-Tages der Toten“ und das ist, was einen der besten Filme dieses Jahrzehnts so besonders macht. Nicht das alte „Familiending“ , wie sonst in Disney Filmen benutzt, nur zu beschwören, sondern es wirklich zu erklären. Eine sog. „Familienaufstellung“ könnte nicht ernsthafter sein. Die Heldenreise des 10 jährigen Miguel hat große Dimensionen und erhabene Vorbilder, mannigfaltig ist das generationsübergreifende Identifikationspotential und die unglaubliche Menge an Referenzen erschlägt den erfahrenen Cineasten. Es ist nicht verwunderlich, daß gerade unter der derzeitigen Präsidentschaft des kalten Überfliegens, dieser warme Film eine solche emotionale Wucht hat, wenn man den Ort der Handlung, seine Repräsentation in den Medien und die letztlich darin lebenden Menschen im realen Vergleich sieht. Abschliessend ist zu bemerken, daß die anwesenden mexikanischen Zuschauer im Publikum nicht nur die stärksten Reaktionen zeigten, sondern bestätigten, daß PIXAR die mexikanische Seele und die Liebe zu den dortigen Menschen mit COCO vergrößert hat, daß jede noch so hohe Mauer am Titan Liebe und der uns alle verbindenden Hoffnung nach gemeinsamen Lebenssinn, ob wichtig oder nichtig, zerbirst….zumindest für eine Stunde und 49 Minuten.

Dank an Johannes Wolters ( INDAC.org ) und dem Team der ASTOR FILM LOUNGE (Ist ein edles „Verzehrkino“ mit „Füsse hoch und so“, fetter Sound und bestem Bild )

Kim Sofer Matthias

Blendwerk.tv

 

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