Cartoon Forum 2016: Projekte mit deutscher Beteiligung (1/8): Finding Moo Friends

Wärt Ihr ein Fernsehredakteur, würdet Ihr das Projekt kaufen für Euren Sender? Wärt Ihr Repräsentanten von Netflix, Amazon oder Co., wäre dies etwas für Euer Programm?

Cartoon Forum is a pitching & co-pro forum for animated TV projects. For 3 days, producers have the opportunity to pitch their project in front of 900 broadcasters, investors and other potential partners from 30 countries.

Für 2016 wurden 80 Projekte ins Programm genommen, davon zeigen wir hier die acht Projekte mit deutscher Beteiligung!

TV series – 26 x 11′

Pre-school 4-5

2D Computer, 3D Computer

Drawing, Painting

Cross-media concept, Finland / Germany

Welcome to „Finding Moo Friends“, a series for young viewers all about friendship. It tells the story of a little creature called Moo and his best friend, Sticky a small branch that fell from a magical tree called Sleepy Tree. They spend hours exploring its surroundings. On their big, little adventures, the two best friends may travel to the Frozen River where Mr. Blobby the frog lives, or delve bravely into the Crooked Forest, home to Charming the Prince. With all of these marvelous characters around, Moo and Sticky have many adventures, and exciting opportunities to explore unknown lands and to make new friends. FMF is a series about courage and of course, about being true to your friends.

Producer

 

Die deutsche FilmBewertungsstelle meint: Klassisches Bilderbuchkino für die jüngsten Zuschauer!

Herzlichen Glückwunsch! Mullewapp 2 – Eine schöne Schweinerei wurde mit dem Prädikat Besonders wertvoll ausgezeichnet!
Aus der Jury-Begründung der FBW:
MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI ist ein großartiger unterhaltsamer Kinderkino-Spaß, der liebevoll gemacht ist und nicht nur Fans der Geschichten glücklich machen wird.
RZ_Siegel_FBW_BW

Klassisches Bilderbuchkino für die jüngsten Zuschauer, das ist MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI, der in 3D in die Kinos kommt. Mit einer List hat sich Wildschwein Horst von Borst auf den Hof der Freunde Johnny Mauser, Franz von Hahn und Waldemar eingeschlichen und trachtet nach der Geburtstagstorte des dicken Waldemars.
In großzügigen, aufgeräumten Bildern erzählen die Regisseure Theresa Strozyk und Tony Loeser diese Geschichte, ganz nach dem Vorbild der beliebten Helme-Heine-Bücher. Kürzere, anfänglich episodenhafte Akte verdichten sich innerhalb der 72minütigen Geschichte zunehmend zu einem veritablen Animationsabenteuer rund um die Rettungsaktion von Torte und Hof Mullewapp. Das ist nach Ansicht der Jury altersgerechtes, dramaturgisches Vorgehen, auch wenn es Erwachsene zunächst ein wenig irritieren mag. Vermisst hat die Jury, dass, im Gegensatz zum Buchvorbild, die Charaktere der drei Freunde nicht so gut herausgearbeitet werden. Wirklich auffallend ist, dass das Schwein Waldemar stark und verfressen ist, die Eigenschaften seiner Mitstreiter aber kommen ein wenig zu kurz.
Vor der Rückeroberung Mullewapps haben die drei Freunde noch einige Abenteuer in der großen, weiten Welt zu bestehen. In einem Roadmovie ähnlichen Part spricht MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI Kinder mit ihren Ängsten und Sorgen an. Dort entdecken Johnny, Franz und Waldemar nämlich nicht nur neue Freunde und Leidgefährten im Kampf gegen die Wildschweine, sondern auch deren Ängste und Nöte – und natürlich gibt es für alles immer eine Lösung.
Neben allerlei Spaß und Abenteuern vermittelt der Film aber auch klassische, edukative Ziele. So ist der Jury aufgefallen, dass sich innerhalb der Tierfamilie auf Hof Mullewapp alle Tiere duzen, von außerhalb kommende Tiere aber per se gesiezt werden und auf diese Respektsbekundung wird, wie sich in einer Episode mit Wildschwein Horst zeigt, auch Wert gelegt.
So viel Kind gerechter Spaß in Kinoformat ist schwer zu finden, daher verleiht die Jury MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI gerne das Prädikat „besonders wertvoll“.

Es sollte nicht unser Ziel sein, die Dinos wiederzubeleben. Wir wollen Neues schaffen. Die Dinos hätten den Säugetieren ja auch keinen Kometeneinschlag finanziert!

Bitte teilt diesen Beitrag, wenn er Euch gefällt! – Ich würde mich über weitere Kommentare eurerseits sehr freuen!

Als Reaktion auf den INDAC Blog-Post „Währenddessen in Deutschland… “ , den ich unter anderem in der FB Gruppen INDACHS, sowie INDAC Group und auch in den  „Deutschsprachige Animatoren“ verlinkte, habe ich eine Reihe von Kommentaren erhalten, die ich beantworten wollte. Die Antwort wurde immer umfangreicher, sodass ich sie als neuen Artikel auf den Blog stellte unter dem Titel:

Bemerkungen zur Preschool-Falle des deutschen Animationsfilms

Inzwischen sind von Eurer Seite soviele Kommentare zu diesem Beitrag eingegangen, dass ich sie in weiteren Blogeinträgen veröffentlicht habe. Hier sind die Links zu diesen Blogeinträgen

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Wie gesagt, ich kann nicht genug betonen, wie sehr mir Eure Kommentare und Meinungen hier bedeuten, deshalb nochmals die Bitte, dass Ihr mir hier etwas schreibt! Je mehr Facetten hier zusammengetragen werden, umso besser können wir  beurteilen, was zu tun ist, um die Situation insgesamt für alle zu verbessern.

Und nun zum neuen Kommentar von Theo Eifrig, dessen Lektüre mir sehr viel Freude bereitet habt.

Wahre Worte! Deswegen wohne ich in Paris und habe sseeehhrr viel hinter mir gelassen. die Überzeugungstäter tendieren immer mehr dazu, Deutschland zu verlassen…

Ich mag diesen Artikel und die inzwischen eingegangenen  Nachträge sehr!

Was mich am Anfang meiner Karriere sehr aufgeregt hat, war vor allem die Tatsache, dass der wirtschaftliche Faktor sehr viele Ideen im Keim erstickte.
In DTL war es dann gleich 2 mal schlimm, weil hier die Marketinglüge UND die Kinderfilmlüge ein fast unüberwindbares Hinderniss darstellten. Meiner aktuellen Erfahrung nach, ist es im amerikanischen Sektor ( Illumination ) auch nicht gleich alles „´ne wolke“ ( wie „Icke und Er“ es sagten ).
Hier ist die Schwäche ähnlich. Marketing geht auch sehr oft gewissen Mythen auf den Leim. Ganz ähnlich wie die Preschoolmythen in DTL, sind es im globalen Markt die public Screenings, die den Film verwässern und „Sex & Gewalt“ ausmerzen wollen… ob es nun realistisch ist oder nicht… zu viel emotionale Kontraste scheinen in irgendeinem Buch für Kundenpflege als unerwünscht deklariert zu sein.

Dein Beispiel von Pinoccio und Co. ist treffend. Man muss aber auch bedenken, das Disney mit seinem realistisch wirtschaftenden Bruder zusammen Filme produzieren konnnte. Diesen Draht zur Produktion haben wir heute natürlich nicht mehr. Weiterhin war Walt in gewissen Belangen der führende Kopf und konnte kreative Anliegen einfach durchsetzen. Das wurde mit dem heutigen Produktionsablauf ja unterbunden. Siehe auch die Lebensgeschichte von Buster Keaton. Es lässt sich also nicht zu 100% vergleichen, fürchte ich.

Dennoch denke ich wie Du und bin der Meinung, dass es erst ein Produkt braucht, welches es in sich hat um dann eine Produktion zu finden, die es produziert und vermarktet.
Es empfiehlt sich also nicht, schon mit dem Grundkonzept von Idee die Produzenten in DTL aufzusuchen. Auch nicht die in Amerika….. oder egal wo. Geld hat Macht und Macht hat Angst, sich zu verlieren…
Das erschwert natürlich das Schaffen eines voll funktionsfähigen Scriptes… keiner hat Zeit … alle müssen Geld verdienen…leider…. aber wir sind ja auch Künstler und haben den schweren Weg des Lebens mit voller Absicht gewählt.
Auf diesem Weg kann man keine Zweifler oder Angstmacher gebrauchen. Das Angstmachen aber ist genau die Rolle eines Produzenten! Das ist auch sinvoll und gut. Er soll nun einmal darauf achten, das die Produktion nicht exorbitante Summen verbraucht. Die Produktion soll verhindern das Keatonmässig eine Millionen Dollar rausgeblasen wird, nur um eine Eisenbahn mitsamt der Brücke in einen Fluss stürzen zu lassen. ( …war aber ein geiler Shot ! … und so Richtungsweisend! )


Was wir Kreativen von heute machen müssen, ist sich autonom Zeit und Raum zu verschaffen, wo die Vorproduktion und das Schreiben der Inhalte marktunabhängig gestaltet werden kann. Picasso ging auch erst mit feritgen Bildern zu seinem Galeristen oder zeigte Gertrud Stein, was er machte. Erst dann wurde Kritik geäussert.
Mir ist bewusst, dass es dazu führt, gewisse leichtbeseitete Seelen aus dem Spiel zu werfen. Auch wenn sie das beste Script hätten schreiben können. Aber es ist leider eine Zeit, in der eigenständiger Kampfgeist im Vordergrund steht… ohne Vorförderung.. ohne Schutz…. leider.
Wer sein Metier weiterbringen möchte kann sich leider nur bedingt auf diejenigen stützen, die ihm die Finanzierung möglich machen. Es ist also auch an uns, zu sagen: Fuck it!!! Die haben keine Ahnung, was ich vorhabe. Ich ziehe mich zurück und arbeite es alleine aus. Es muss, wie immer von der kreativen Seite, bewiesen werden, dass es auch anders geht. … das war schon immer Teil des Spiels. …und wenn der deutsche Verleih es nicht will, dann will es ein anderer. Ist das Produkt zeitgemäss, trifft es den Nerv einer ausreichend grossen Masse, dann hat es grosse Chancen an die Oberfläche zu kommen. Trifft es das nicht, dann kann es immer noch ein sauguter Film sein!!! Siehe Thief and the Cobler! Und wenn es einmal so ist, dann ist es doch egal ob Bavaria oder Netflix es fördern… DTL ist, wie schon gesagt, eh sehr tief in der alten Welt des Fernsehens verankert. Ich meine „Fernseher“.. Alter!!! Ich hab seit 16 Jahren keinen….. Es sollte nicht unser Ziel sein, die Dinos wiederzubeleben. Wir wollen Neues schaffen. Die Dinos hätten den Säugetieren ja auch keinen Kometeneinschlag finanziert… ;D 

Ich finde es sehr gut, dass auf dem INDAC-Blog dieses Thema so hart diskutiert wird! Weiter so! Wir sind nicht Wenige! Raufen wir uns zusammen, bis es explodiert!

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