Pauline Kortmanns Eindrücke vom Dreamworks TROLLS Event in Berlin:

Hallo Johannes,

ein persönlicher Eindruck vom Trolls-Event heute:

Dank diverser Trollpuppen-Überflutungsphasen in meiner Schulzeit bin ich an das Trolls-Preview-Screening etwas skeptisch herangegangen, zumal diese kleinen befratzten Männekins mit den kreischbunten Haarschöpfen nicht jedermanns Sache sind.

Nachdem Jeffrey Katzenberg persönlich eine kleine Einführung in Charaktere und Story des Films gegeben und einige längere fertige Ausschnitte gezeigt hatte, verschwand meine Skepsis zugunsten einer allgemeinen frohen Erwartung auf den Filmerscheinungstermin im Oktober.

In Trolls geht es, so Katzenberg, um „Happiness“, und was passiert, wenn diese Happiness verloren geht. Die Trolle sind ein ziemlich happy Völkchen, das viel lacht, tanzt und singt, und regelmäßige Knuddelsessions abhält.
Als die gruseligen Urfeinde der Trolle, die Bergens, einige Trolle entführen, um sie zu verspeisen, gerät die knallpinke Prinzessin Poppy (gesprochen von Anna Kendrick) in Zugzwang, ihre Freunde zu retten. Der einzige nicht-happy Troll Branch (Justin Timberlake) muss ihr dabei helfen, und so ziehen die beiden los in die Stadt der Bergens (ist es überflüssig zu sagen, dass die Bergens ein eher un-happy Haufen sind?).

Klingt als Story nicht besonders über-raffiniert, ist aber sehr sehenswert umgesetzt. Während die Troll-Charakterdesigns sich deutlich an den Spielzeug-Vorlagen orientieren, durften grade bei Hintergründen und generellem Look die Designer völlig freidrehen.
Eigentlich alles in der Troll-Welt besteht aus filzartigem Stoff, ist bunt, lebendig, fantasievoll und einfach herrlich anzuschauen. Von der Dschungelpflanze über Monstern bis hin zu Mini-Viechern.
Immer wieder werden bekannte Songs der Musikgeschichte von singenden Trolls „gecovert“ (von Simon & Garfunkel zu Gorillaz), was Animationsfilmgesangsfreunde freuen, und Musicalfeinde eventuell etwas nerven wird. Ich fand’s nett gemacht, verkrafte aber auch etwas Kitsch.
Im Anschluss an Katzenbergs kleine Präsentation durfte Timberlakes für den Film geschriebenem Song „Can’t stop the feeling“ gelauscht, bzw. im Musikvideo mitsamt Trolls-Cast zugeschaut werden.

Dann marschierten die beiden Hauptdarsteller-Sprecher auf die Bühne und standen für ein Q&A zur Verfügung – beide durchweg sympathisch und interessant erzählend.

Beispielsweise erzählte Anna Kendrick, dass sie es bahnbrechend liebt, Animationsfiguren ihre Stimme zu geben, weil sie sich voll und ganz auf das stimmliche Acting und den Moment konzentrieren kann. Kein Gedanke an schlecht sitzende oder zwickende Kostüme, auswendig gelernten Text, oder sonstiges. Auch Timberlake steht sehr auf Animationsfilme – sein Favorit ist, mit Blick auf Kumpel Katzenberg – Shrek.

Das Ganze war eine interessante, unterhaltsame Veranstaltung, die Lust auf den fertigen Film macht. Trolls sieht aus, als dürfte da Animation mal wieder richtig Animation sein, mit dem Medium spielen, im Rahmen eines Dreamworks-Blockbusters rumalbern und auf den Putz hauen. Ich freu mich drauf, im Oktober im Kino in diese bunte, singende, kitschige Filzwelt einzutauchen.
Danke nochmal, dass wir dabei sein konnten!
Liebe Grüße,
Pauline
Bilder: Fox

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