17. August 2018 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Dominik Reinicke zu Disneys „Christopher Robin“

Nachdem sich der 6-jährige Christopher Robin von seinem Kindheitsfreund, dem sprechenden Teddybären Winnie Puuh, verabschieden muss, um auf ein Internat zu gehen, holt ihn das Leben vollends ein. Ehe er sich versieht, ist Christopher ein Erwachsener mit Frau und Kind, einem Job und Verpflichtungen denen er nachkommen muss. Keine Zeit, um Gedanken an vergangene Kindheitstage zu verschwenden. Doch als er sich in einer verzweifelten Lage rund um Job und Familie befindet, meldet sich Puuh zurück, um Christopher daran zu erinnern, wie es ist ein Kind zu sein.

Und im Laufe dieser hehren Mission wird gleichzeitig auch der Zuschauer daran erinnert, wie es ist, die Welt nocheinmal mit den Augen eines Kinds zu sehen. „Christopher Robin“ ist ein Film so voller Wärme und Melancholie, dass der Charme, den er dabei versprüht, bei mir in mehr als einer Szene hängen geblieben ist.
Schnell stellt sich die Hauptaufgabe von Ewan McGregors Christopher ein: Bring Puuh zurück in den Hundert-Morgen-Wald. Die Dynamik der beiden lässt dabei viele lustige Momente zu, aber wirkt am Ende des Tages besonders eins: Glaubhaft.

Dominik Reinicke

Wer den Trailer gesehen hat, weiß, dass Disney sich in diesem realverfilmten Sequel der Winnie Puuh-Geschichte, für einen Look entschieden hat, der Puuh und seine Freunde ein wenig anders als gewohnt aussehen lässt. Dieser Look trifft jedoch voll ins Schwarze, denn die Bewohner des Hundert-Morgen-Waldes sind vortrefflich animiert und wirken zu keiner Zeit befremdlich. Man kann jedes einzelne Stoff-Haar des Bären genau erkennen und meine einzige Frage, als er seine Pfote mal wieder in einen Honigtop tauchte war: Na, ob er das rausgewaschen bekommt?

Die Story verläuft zwar ein wenig überraschungsarm vor sich hin und gegen Mitte verliert der Film auch leider kurz an Fahrt. Aber es wird eben mehr Bedeutsamkeit in die einzelnen Momente gelegt als auf das große Ganze. Und die Magie, die „Christopher Robin“ zu einem so herzergreifenden Erlebnis macht, hält von Anfang bis Ende an.

Dominik Reinicke

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