Die INDAChs Kritik von Agon Ushaku zu Disneys Zoomania

ZootopiaZoomania – tierisch gut! 
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Agon Ushaku

Schon als ich den ersten Trailer zu „Zootopia“ sah, fiel mir sofort auf, wie viel Detailliebe in jedem Tier steckt, das in der gezeigten Szene vorkommt. Es war ein Musterbeispiel für liebevolle, detailreiche und ästhetisch überzeugende Charakter-Animationen. Dabei sah man noch nicht gar viel mehr als ein paar Walkingcycles, die von einer Erklärung begleitet wurden, welche Idee hinter „Zootopia“ steckt. Doch das Gezeigte weckte sofort das Gefühl, dass es hier um mehr geht als nur noch einen Film, der eine soziale Gesellschaft mit sprechenden Tieren zeigt. Als dann der zweite Trailer mit dem Faultier „Flash“ zu sehen war, dachte ich mir: „Wahnsinn!“ So herzhaft gelacht hatte ich schon länger nicht mehr. Auch deshalb stellte sich mir aber sofort die Frage: „Lässt sich die hier gezeigte Szene im Film überhaupt noch toppen?“

Die Antwort auf diese Frage: Vielleicht nicht unbedingt toppen. Aber die Szene aus dem Trailer war dennoch nur eines von mehreren Highlights, die meisterhaft in einer tollen Geschichte inszeniert werden. Die Einführung der beiden Protagonisten, der Prolog und die anschließend beginnende Reise sind perfekt miteinander verwoben. Es gibt DramaSpannung, auf vielfältige Art beeindruckende Szenerien, imd auch viel Gefühl – Tränen und Lachen par excellence! 
Die erzählte Geschichte funktioniert perfekt. Und gerade die etwas erwachsenere und komplexere Kommunikation zwischen den Charakteren – sowohl inhaltlich als auch visuell – bringt den Disney-Erzählstil auf einen neuen Level. Sie transportiert auf meisterhafte Weise Kritik an der aktuellen Gesellschaft, an Vorurteilen und Rassismus, sowie deren überaus zerstörerischen Folgen, mit dem Stilmittel der Eigenschaften und Besonderheiten der verschiedene Tierarten. 
Disney hat mit „Zootopia“ ein neues Kapitel aufgeschlagen und eine neue Welt erschaffen – und seine Erzähltechniken um einen wichtigen Schritt vorangebracht. So ist „Zootopia“ für mich nicht nur ein großartiger und definitiv oscarverdächtiger Animationsfilm – sondern auch ein Blick in eine neue Welt, die viele unentdeckte Möglichkeiten für die Zukunft bietet. Auch deshalb sollte jeder diese Welt unbedingt kennenlernen.   

Inside Out – Raising the bar at Pixar. Die INDACHS Kritik von Agon Ushaku

Dazu habe ich eine eigene Skizze (inspirert von einen  Original den ich bei Pixar am 18 jun selbst gesehen habe) mit Wacom gezeichnet :)

Inside Out – Raising the bar at Pixar.

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Agon Ushaku

Nur so kann ich meine Eindrücke zu Inside out einleiten. Inside Out aus der Pixar-Schmiede behandelt ein sehr gefühlvolles, aber gleichzeitig auch sensibles und kompliziertes Thema – und es gelingt auf ganzer Linie. Ähnlich wie wir es schon von „Up“ kennen, das ebenfalls von Pete Docter stammte, wird in ersten paar Minuten eine ganze Welt oder Geschichte erklärt, um sie anschließend zu vertiefen. Aber diesmal geht es nicht um Carl und Ellie, sondern um das junge Mädchen Riley oder genauer gesagt ihre personifizierte Emotionen. Damit ist Pixar einen wichtigen Schritt weiter gegangen als bisher: Der Film zeigt zwei verschiedene Welten, die miteinander eng verbunden und miteinander harmonieren. Die Charakterisierung der Emotionen von Riley ist sehr gut gelungen – sowohl technisch als auch durch ihre inhaltlich überzeugende und glaubwürdige Darstellung. Ich finde persönlich auch die Einschränkung auf die fünf Grundemotionen sehr richtig. Vor allem die protagonistische Darstellung der Emotion Freude ist überzeugend, weil sie für ein Mädchen dieses Alters sehr viel Sinn macht. Eine besondere Herausforderung unter anderem, fand ich  vor allem die visuelle Darstellung der Umgebung des Gehirns/Bewusstseins – noch viel mehr als die dort „lebenden“ Charaktere selbst.
Inside Out ist auf alle Fälle ein neuer, gewagter Meilenstein, der sich in jeder Hinsicht anzuschauen lohnt – und nicht zuletzt ein Muss ist für alle Liebhaber guter und intelligenter Geschichten. Ob dieser Film für ein ganz junges Publikum geeignet ist, hat mich längere Zeit beschäftigt. Junge Zuschauer werden mit dem Geschehen auf der Leinwand sicher viel Spaß haben. Ob sie die Tiefe des Films wirklich komplett verstehen werden, bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich denke, dass die jüngere Generation auch oft unterschätzt wird. In jedem Fall ist Pixar wie immer den anderen gleich mehrere Schritte voraus – und hat hier Großartiges vollbracht!

Agon Ushaku

3D Supervisor / unexpected gmbh

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