Die INDAChs Kritik von Robert Kriegel zu „LOGAN“

Die Geschichte um „Logan“ spielt in einer nicht all zu fernen dystopischen Zukunft in der seit vielen Jahren keine neuen Mutanten geboren wurden. Der Charakter Logan alias Wolverine ist sichtlich gealtert und hat mit der Gesundheit zu kämpfen nachdem auch seine übernatürlichen Heilkräfte nachlassen. Er schlägt sich als Chauffeur  durch und kümmert sich mit Hilfe des Mutanten Caliban um Professor X,  welcher an einer neurodegenerativen Erkrankung leidet. Eines Tages wird er von einer Frau angesprochen die ihn bittet sie und ihre Tochter Laura an einen bestimmten Ort zu begleiten. Nur nach wiederholter Bitte und  Aussicht auf Bezahlung stimmt Logan zu. Ihnen auf den Fersen ist eine Gruppe von Söldnern die immer wieder für Ärger sorgen…

Mit „Logan“ bekommt die Figur „Wolverine“ als auch dessen Darsteller  Hugh Jackman einen würdigen Abschluß der filmischen Umsetzung des Marvel Comics Charakters.

Der Film zeigt den Charakter so wie er in den Comics dargestellt wird.  Als brutalen Einzelgänger, welcher das Herz am rechten Fleck trägt.  Während die vorangegangen X-Men Filme alle ab 12 Jahren freigegeben sind (ausgenommen X-Men Origin: Wolverine, ab 16 Jahren), ist „Logan“ ab 16  Jahren freigegeben und hätte evtl. eine Freigabe ab 18 Jahren durchaus verdient. Der Film ist ebenso brutal und explizit in seiner Gewaltdarstellung wie auch berührend in seinen Dialogen und Szenen ohne Worte. Momente mit Humor finden in der Geschichte auch ihren Platz und tragen zur Entspannung der Dramatik bei.

Bemerkenswert ist die junge Schauspielerin Dafne Keen, welche die weiblichen Hauptfigur Laura verkörpert und in „Logan“ ihr Filmdebüt abgibt. Ihre Figur ist fast wortlos und beeindruckt durch subtile Mimik und gekonnte Gestik.

Im Vergleich zu jüngeren, durchaus gelungen, Superhelden Verfilmungen  wie z.B. „Hellboy“, „Batman Begins“, „Kick-Ass“, „Guardians of the Galaxy“ und „Deadpool“ ist mit „Logan“ der Superheldenfilm erwachsen geworden. Der Film würde auch mit Charakteren ohne Superkräften eine sehenswerte Geschichte erzählen.

Für VFX Interessierte hier ein Link zu dem englischsprachigen Artikel  von FXGuide zu „Logan“: https://www.fxguide.com/featured/logan-i-will-make-you-hurt/

Robert Kriegel

http://www.roughnroll.com/

Die INDAChs Kritik von Friederike Trunzer zu „LOGAN – The Wolverine“

Ob beabsichtigt oder nicht, der neue X-Men Film „Logan – The Wolverine“ zeichnet eine Welt, die fast wie ein böser, dunkler Ausblick in die Zukunft daherkommt.
Es ist 2029 und in Amerika werden Minderheiten und Andersartige mit Vorbehalt beäugt und verfolgt. Die Helden früherer Tage sind Vergangenheit – Sie sind untergetaucht oder ganz verschwunden. Als Zuflucht gilt unter den wenigen verbliebenen Mutanten Kanada – ein Land in dem auch für Minderheiten noch Freiheit und Frieden herrschen soll.
Dagegen herrscht in den USA ein korruptes Systems, dass das Andersartige – die natürlich entstandenen Mutanten –  ausmerzen will und durch künstlich gezüchtete Wesen ohne Moral, Gewissen und Gefühle ersetzt.
In dieser Welt ist aus dem einstigen Kämpfer Wolverine ein deutlich in die Jahre gekommener, von Alkoholkonsum und alten Verletzungen gezeichneter, verbitterter Mann geworden. Sein Lebensziel besteht darin, möglichst unauffällig ein „normales“ Leben zu führen, um so schnell wie möglich an genügend Geld zu kommen, damit er sich und Charles Xavier, der inzwischen an Alzheimer leidet, in Sicherheit bringen kann.
Doch den wenigen verblieben X-Men steht noch ein letzter Kampf bevor, denn als Laura, eine junge Mutantin ihren Weg kreuzt, geraten Sie zwischen die Fronten und Logan muss sich entscheiden.
Logan – The Wolverine  kommt streckenweise wie ein Roadmovie daher, aber der Film wird Aktion-Fans trotzdem nicht enttäuschen, denn die enthaltenen Aktion-Szenen sind einfach atemberaubend umgesetzt. Kam in letzter Zeit so manche Marvel Verfilmung fast lieblos vom Band produzierter daher, setzt sich Logan deutlich von diesen Produktionen ab.
Es ist ein clever aufgebauter Film mit fantastischen Aktion-Sequenzen. Diese könnten zwar hin und wieder für zartbesaitete Naturen etwas hart sein, aber sie sind hervorragend umgesetzt. Auch nicht unerwähnt soll an dieser Stelle die wirklich richtig gute Filmmusik bleiben.
Eine absolut beeindruckende Leistung liefert Dafne Keen, die Darstellerin von Laura ab, die im Film die künstlich gezeugte Tochter von Logan spielt. Die schauspielerische Leistung und die Bandbreite an Gefühlen die Dafne Keen trotz ihres sehr jungen Alters darbietet sind grandios. Sie schafft es weite Strecken im Filme ohne Worte den Zuschauer an ihrem Gefühlszustand teilzuhaben. Eine wirklich starke Leistung!
Insgesamt kann ich nur sagen: absolut sehenswert und von mir beide Daumen ganz weit noch oben!
Friederike Trunzer
https://youtu.be/Z_KJncmc704

Die INDACHS – Kritik von Finn-Ole Mehl zu „LOGAN – The Wolverine“

Das X-Men Filmuniversum ist mittlerweile sehr komplex. Nach scheinbar unzähligen Sequels, Prequels, Reboots und Spin-offs mit sehr schwankender Qualität – von dem hervorragendem und sehr unterhaltsamen “Days Of Future Past” bis hin zum grauenhaften “X-Men Origins: Wolverine” – ist die X-Men Kontinuität vollkommen verworren.  Dieses Jahr aber sehen wir Hugh Jackman in “Logan” zum letzten Mal in die Haut des Vorzeigemutanten und X-Men-Aushängeschilds Wolverine aka Logan aka James Howlett schlüpfen.
Im Jahr 2029 gehören die Mutanten so gut wie der Vergangenheit an; seit 25 Jahren ist kein Mutant mehr geboren worden. Die letzten verbleibenden Mutanten werden gejagt. Wolverine/Logan/James ist alt und müde und seine Wunden heilen nicht mehr wie früher. Logan hält Charles Xavier irgendwo nahe der mexikanischen Grenze versteckt und ständig betäubt. Als Logan auf das junge Mädchen Laura (Comicfans eher als X-23 bekannt) trifft, begeben die drei sich auf eine letzte Reise durch die USA – auf der Flucht vor Lauras Verfolgern und Logans Vergangenheit und auf der Suche nach Eden, einem Zufluchtsort für Mutanten. Die Handlung ist hauptsächlich in den Comics “Old Man Logan”, “Mutant Massacre” und “X-23” begründet.


“Logan” ist keine knall-bunte Avengers Popcorn-Kino Achterbahnfahrt. “Logan” ist ein hartes, dreckiges und äußerst brutales Drama. Die rauhen Actionszenen haben jedes Mal dieselbe Wucht wie Wolverines adamantium-verstärkte Knochenklingen wenn sie in sämtlichen gegnerischen Gliedmaßen landen. Hugh Jackman und Patrick Stewart sind wie zu erwarten fantastisch und auch Neuzugang Dafne Keen als Laura brilliert.
James Mangold hat es mit “Logan” geschafft dem Wolverine mit seinem letzten Auftritt ein würdiges Denkmal zu setzen. Und so können wir uns zuletzt mit einem zufriedenen und mit einem weinenden Auge von Logan verabschieden.
Für X-Men Fans ein Muss, für Freunde von hervorragenden Actionfilmen mit Substanz mehr als empfehlenswert. (Wer mit expliziten Gewaltdarstellung im Kino Probleme hat sollte vielleicht lieber verzichten.)
Finn-Ole Mehl

Die Indachs Kritik von Mario Doll zu „LOGAN – The Wolverine“

Die Krallen werden wieder gewetzt im dritten und letzten Teil „Logan“ der Saga rund um den Mutanten „Wolverine“ – dem insgesamt 10. Film aus dem X-Men Universum. Der Film spielt im Jahr 2029 und wir lernen, dass sogar Mutanten mit der Zeit ihre Superkräfte verlieren. Ich hatte schon arg Mitleid mit dem stark runtergekommenen Logan (Hugh Jackman), dessen Selbstheilungskräfte und Kampffähigkeiten im Laufe der letzten Jahre extrem gelitten haben. Hilfreich ist es da bestimmt auch nicht, dass er in dieser Situation auch noch allzu oft zur Flasche greift. Es scheint so, als hätte Logan sich mit seinem Schicksal bereits abgefunden und sieht nur noch den Sinn in seinem Leben Professor Charles Xavier (der mittlerweile an Alzheimer erkrankt ist) vor sich selbst, sowie den Rest der Welt zu schützen. Richtig übel wird es dann als ein Mädchen namens Laura / X-23 (tolle Entdeckung: Dafne Keen) zu den Zwei stößt. Denn hinter dem aus „Logan-DNS“ hergestellten Kinder-Klon ist eine Organisation her, dessen Anführer Donald Pierce (cool gespielt: Boyd Holbrook) sich als nicht gerade zimperlich herausstellt…
In den insgesamt 138 Minuten hat Regisseur James Mangold nicht nur die typische Action, sondern auch viel Tiefgang reingepackt. Es gibt unzählige Kämpfe, zig spannende Verfolgungsjagden und auch viele blutige Splatterszenen vom allerfeinsten. Zwischendurch immer wieder ruhige Minuten in denen wir einige Ecken, Kanten und auch liebevolle Charakterzüge der Protagonisten erleben dürfen. Ich persönlich finde, dass „Logan“ ein absolut rundes, stimmiges und vor allem würdiges Finale der „Wolverine“ Trilogie wurde und schon zu einem meiner Top 3 aus der X-Men Reihe avanciert ist. TOP Hugh – RIP Logan

Mario Doll, Berlin

Website zum Film hier: http://www.foxmovies.com/movies/logan

 

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