Die INDAChs Gast Kritik von Andreas Feix zu Universals „WARCRAFT – The Beginning“

My take on „Warcraft: The Beginning“ (no spoilers):

Okay, since I’ve seen it as well, this is my take on it:
Neither have I played any of the Warcraft games, nor am I familiar with the lore, so I saw this movie without any opinion related to the games.
In my personal opinion, I do not understand the critics‘ reviews… but I acknowledge that the film has flaws, and I’m sorry to say they have been slightly tainting my viewing experience. Visually & technically the movie is breathtaking, so I already got my money’s worth with that; and I felt that I was watching a world that was really fleshed out, which we can thank the franchise for (and might also be a good argument for future videogame adaptions, regardless which type). Also I found the basic storyline very interesting – it does have more complexity than what you would expect from such a typical fantasy setting, and I was invested in what would happen to either faction, especially when it comes to the orc characters. Unfortunately, the main problem lies with the story editing, it seems: A lot of scenes feel like they end too abruptly and/or segway too quickly to a different viewpoint or situation. which hurts both fleshing out the situations and the characters, which gave me a hard time getting properly introduced to the characters and the setting and buying both. And that might’ve even given me the wrong impression that it could be due to some bad acting for some persons The overall problem could’ve been either that they didn’t shoot enough material, have the right takes or had to enforce a specific runtime, but I would’ve been prepared to watch a 3 hour movie if the length would’ve allowed me to be as invested in the characters and the moments – something I’d like to give Peter Jackson credit for.

On the whole, though, I’m glad I saw it. I marveled at the imagery, I didn’t squeal at the references – but they enriched the world for me, & I wanted to follow the story… and cynically speaking, if somebody would ask me to write a reference about the film’s flaws, I’d be up for it; maybe learn or teach a thing or two.
I think though the critics overall were not up for the rather classical fantasy setting (after so many modernizations & re-interpretations) that it left them tainted before going into it, and got further boggled down by the flaws that they ended up not buying at all.
All I can suggest is to go in with an open mind – don’t write it off from the start, and let the movie play out. Then you can decide.

Thanks for reading.

Andreas Feix

George Lucas‘ Advice

The Academy of Achievement is like no other organization in the world. For more than 50 years, this unique non-profit foundation has sparked the imaginations of young people across America and around the globe by bringing them into direct personal contact with the preeminent leaders of our times. The Academy was founded by Brian Blaine Reynolds, an acclaimed photographer best known for his contributions to Life magazine and Sports Illustrated. Reynolds established the Academy of Achievement to bring aspiring young people together with real-life heroes — the kind of achievers he met every week on assignment. The Academy’s first annual Banquet of the Golden Plate program was held at Monterey, California in September of 1961.

Our Wonderful Nature – The Common Chameleon – Lumatic, Berlin – Regie Tomer Eshed

In a world where a single chameleon has no natural enemies, this one of a kind creature is destined to hunt for prey.

LUMATIC.xyz
facebook.com/LUMATIC.xyz

Credits:
Narration – John Berwick
Animated by – Lars Krüger
Set Design, Set Modeling, Texturing, Lighting – Alex Pohl
Character Design – Tomer Eshed
Charakter Modeling, Additional Animation – Michael Herm
Rigging, Rendering, Shading, Simulation, Compositing – Dennis Rettkowski
Sound Design, Sound Mix – Michal Krajczok
Music – Stefan Maria Schneider
Produced by – LUMATIC

Directed by – Tomer Eshed

Es sollte nicht unser Ziel sein, die Dinos wiederzubeleben. Wir wollen Neues schaffen. Die Dinos hätten den Säugetieren ja auch keinen Kometeneinschlag finanziert!

Bitte teilt diesen Beitrag, wenn er Euch gefällt! – Ich würde mich über weitere Kommentare eurerseits sehr freuen!

Als Reaktion auf den INDAC Blog-Post „Währenddessen in Deutschland… “ , den ich unter anderem in der FB Gruppen INDACHS, sowie INDAC Group und auch in den  „Deutschsprachige Animatoren“ verlinkte, habe ich eine Reihe von Kommentaren erhalten, die ich beantworten wollte. Die Antwort wurde immer umfangreicher, sodass ich sie als neuen Artikel auf den Blog stellte unter dem Titel:

Bemerkungen zur Preschool-Falle des deutschen Animationsfilms

Inzwischen sind von Eurer Seite soviele Kommentare zu diesem Beitrag eingegangen, dass ich sie in weiteren Blogeinträgen veröffentlicht habe. Hier sind die Links zu diesen Blogeinträgen

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Wie gesagt, ich kann nicht genug betonen, wie sehr mir Eure Kommentare und Meinungen hier bedeuten, deshalb nochmals die Bitte, dass Ihr mir hier etwas schreibt! Je mehr Facetten hier zusammengetragen werden, umso besser können wir  beurteilen, was zu tun ist, um die Situation insgesamt für alle zu verbessern.

Und nun zum neuen Kommentar von Theo Eifrig, dessen Lektüre mir sehr viel Freude bereitet habt.

Wahre Worte! Deswegen wohne ich in Paris und habe sseeehhrr viel hinter mir gelassen. die Überzeugungstäter tendieren immer mehr dazu, Deutschland zu verlassen…

Ich mag diesen Artikel und die inzwischen eingegangenen  Nachträge sehr!

Was mich am Anfang meiner Karriere sehr aufgeregt hat, war vor allem die Tatsache, dass der wirtschaftliche Faktor sehr viele Ideen im Keim erstickte.
In DTL war es dann gleich 2 mal schlimm, weil hier die Marketinglüge UND die Kinderfilmlüge ein fast unüberwindbares Hinderniss darstellten. Meiner aktuellen Erfahrung nach, ist es im amerikanischen Sektor ( Illumination ) auch nicht gleich alles „´ne wolke“ ( wie „Icke und Er“ es sagten ).
Hier ist die Schwäche ähnlich. Marketing geht auch sehr oft gewissen Mythen auf den Leim. Ganz ähnlich wie die Preschoolmythen in DTL, sind es im globalen Markt die public Screenings, die den Film verwässern und „Sex & Gewalt“ ausmerzen wollen… ob es nun realistisch ist oder nicht… zu viel emotionale Kontraste scheinen in irgendeinem Buch für Kundenpflege als unerwünscht deklariert zu sein.

Dein Beispiel von Pinoccio und Co. ist treffend. Man muss aber auch bedenken, das Disney mit seinem realistisch wirtschaftenden Bruder zusammen Filme produzieren konnnte. Diesen Draht zur Produktion haben wir heute natürlich nicht mehr. Weiterhin war Walt in gewissen Belangen der führende Kopf und konnte kreative Anliegen einfach durchsetzen. Das wurde mit dem heutigen Produktionsablauf ja unterbunden. Siehe auch die Lebensgeschichte von Buster Keaton. Es lässt sich also nicht zu 100% vergleichen, fürchte ich.

Dennoch denke ich wie Du und bin der Meinung, dass es erst ein Produkt braucht, welches es in sich hat um dann eine Produktion zu finden, die es produziert und vermarktet.
Es empfiehlt sich also nicht, schon mit dem Grundkonzept von Idee die Produzenten in DTL aufzusuchen. Auch nicht die in Amerika….. oder egal wo. Geld hat Macht und Macht hat Angst, sich zu verlieren…
Das erschwert natürlich das Schaffen eines voll funktionsfähigen Scriptes… keiner hat Zeit … alle müssen Geld verdienen…leider…. aber wir sind ja auch Künstler und haben den schweren Weg des Lebens mit voller Absicht gewählt.
Auf diesem Weg kann man keine Zweifler oder Angstmacher gebrauchen. Das Angstmachen aber ist genau die Rolle eines Produzenten! Das ist auch sinvoll und gut. Er soll nun einmal darauf achten, das die Produktion nicht exorbitante Summen verbraucht. Die Produktion soll verhindern das Keatonmässig eine Millionen Dollar rausgeblasen wird, nur um eine Eisenbahn mitsamt der Brücke in einen Fluss stürzen zu lassen. ( …war aber ein geiler Shot ! … und so Richtungsweisend! )


Was wir Kreativen von heute machen müssen, ist sich autonom Zeit und Raum zu verschaffen, wo die Vorproduktion und das Schreiben der Inhalte marktunabhängig gestaltet werden kann. Picasso ging auch erst mit feritgen Bildern zu seinem Galeristen oder zeigte Gertrud Stein, was er machte. Erst dann wurde Kritik geäussert.
Mir ist bewusst, dass es dazu führt, gewisse leichtbeseitete Seelen aus dem Spiel zu werfen. Auch wenn sie das beste Script hätten schreiben können. Aber es ist leider eine Zeit, in der eigenständiger Kampfgeist im Vordergrund steht… ohne Vorförderung.. ohne Schutz…. leider.
Wer sein Metier weiterbringen möchte kann sich leider nur bedingt auf diejenigen stützen, die ihm die Finanzierung möglich machen. Es ist also auch an uns, zu sagen: Fuck it!!! Die haben keine Ahnung, was ich vorhabe. Ich ziehe mich zurück und arbeite es alleine aus. Es muss, wie immer von der kreativen Seite, bewiesen werden, dass es auch anders geht. … das war schon immer Teil des Spiels. …und wenn der deutsche Verleih es nicht will, dann will es ein anderer. Ist das Produkt zeitgemäss, trifft es den Nerv einer ausreichend grossen Masse, dann hat es grosse Chancen an die Oberfläche zu kommen. Trifft es das nicht, dann kann es immer noch ein sauguter Film sein!!! Siehe Thief and the Cobler! Und wenn es einmal so ist, dann ist es doch egal ob Bavaria oder Netflix es fördern… DTL ist, wie schon gesagt, eh sehr tief in der alten Welt des Fernsehens verankert. Ich meine „Fernseher“.. Alter!!! Ich hab seit 16 Jahren keinen….. Es sollte nicht unser Ziel sein, die Dinos wiederzubeleben. Wir wollen Neues schaffen. Die Dinos hätten den Säugetieren ja auch keinen Kometeneinschlag finanziert… ;D 

Ich finde es sehr gut, dass auf dem INDAC-Blog dieses Thema so hart diskutiert wird! Weiter so! Wir sind nicht Wenige! Raufen wir uns zusammen, bis es explodiert!

Eric Goldberg’s Advice for Young Animators

Check out the Canadian Animation Blog (http://www.canadiananimationblog.com/) for more!

This clip features Eric Goldberg (Walt Disney Animation Studios) giving his advice to young animators. This footage was filmed at the 2016 Toronto Animation Arts Festival International (TAAFI).

For more from TAAFI check out their website: http://taafi.com/

Special Thanks Eric Goldberg – Supervising Animator / Director
Walt Disney Animation Studios

Interview Organized by TAAFI
Matthew Celestial – Public Relations
Amir Avni – Speaker Liaison
Mike Westman – Production Coordinator

Filming & Editing by Canadian Animation Blog
Grayden Laing – Photography, Videography & Editing
Nicholas Warenycia – Photography

Teil 3 der Kommentare zum Kommentar: „Bemerkungen zur Preschool-Falle des deutschen Animationsspielfilms“

Nach zwei Blog-Kommentaren meinerseits, zum einen: „Währenddessen in Deutschland“ und zum anderen „Bemerkungen zur Preschool-Falle“ gibt es von Eurer Seite jede Menge Rückmeldungen & Kommentare – Hier zum immer wieder Nachlesen, die dritte Ladung, es folgen weitere Posts zu diesem Thema, hoffentlich mit noch mehr Kommentaren, Vorschlägen, Gründen für und wider der geäußerten Meinungen. Wir wissen alle zuwenig und tauschen uns zu wenig aus. Ich finde es toll, das es hier einen Beginn zu einer grundsätzlichen Diskussion gibt! Ich freue mich deshalb ungeheuer über weitere Wortmeldungen. Und bitte teilt dies nach Euren Möglichkeiten mit Euren Freunden und Kollegen.

Hier der Link zu den ersten Kommentaren! Und hier der Link zur zweiten Folge der Kommentare!

Hier also die Kommentare von Olaf Encke, Tobias Schwarz und Daniel, über die ich mich sehr gefreut habe, vielen Dank!

 

Kommentar von Olaf Encke:

Ach Johannes, was du schreibst, sag ich schon seit 20 Jahren. Du hast mit allem recht. (Ausser vielleicht dass „Bohlen, der Film“ schlecht ist. Der ist überraschend lustig. Vermutlich weil kein Schwein zu keinem Zeitpunkt reingequatscht hat, weil das Projekt von Anfang an als Trash abgestempelt war..)

Das Problem hängt m.E. aber u.a. auch mit den Trickfilm- und Kurzfilm-festivals zusammen, die angeblich Nachwuchs fördern. Hier wird entweder Kommerz belohnt (trifft dann auf die Featurefilmsparte zu).
Oder „künstlerisch wertvolle“(?)und „experimentelle“ (Hui, der Kratzfilm gilt auch noch 90 Jahre nach seiner Entstehung als Experiment) Kurzfilme werden mit als Nachwuchs abgefeiert. Und- oh Wunder- nach ein paar Jahren müssen die Kurzfilmemacher dann doch Taxi fahren, weil deren Kunst keine Sau interessiert. Die handwerklich Talentierteren müssen nach der Uni Werbung machen, weil sie in dem Festivalbetrieb keine Chance hatten. Läuft deren Film nicht auf der Berlinale oder bekommt keinen Preis in Stuttgart, wird er von der Presse nicht wahrgenommen.

In Deutschland wird in der Kulturszene zwischen E-Musik und U-Musik unterschieden. Ernsthafte Klassik oder unterhaltender Schlager. Genauso beim Film. Entweder es fällt in diese oder jene Kategorie. In Amerika gab es da nie einen Widerspruch. Originäre amerikanische Kunstformen wie Jazz, Blues, Hillbilly, RocknRoll, alles anspruchsvoll gemacht UND unterhaltend. Geht doch! Die amerikanische Lowbrow-Art verkauft sich gut, ruft auf dem europäischen Kunstmarkt aber nur ein Stirnrunzeln hervor. Der intellektuelle Woody Allen besteht an der Kinokasse und der Blockbuster Toy Story ist intelligent.

 

Kommentar von Daniel:

Interessanter Artikel.

Ein Kommentar von mir zum Thema Budget.

Ich selbst arbeite im Ausland, auch an größeren Produktionen, aber selbst dort ist das Geld knapp bemessen. Das Resultat sind lange Arbeitszeiten und nicht gerade üppige Bezahlung.

Wenn ich allerdings Geschichten von Kollegen höre die an z.T. oben genannten Filmen gearbeitet haben, dann wird mir übel. Das ist noch mal eine ganz andere Liga.

Sicher kann man kann einen guten Animaionsfilm für wenig Geld produzieren, aber über den Preis den das Team gezahlt hat redet später niemand mehr.
In der Regel sieht man den Deutschen Produktionen das viel zu knapp bemessene Budget allerdings an. Billig und Gut gibt’s eben nur selten.

 

Kommentar von Tobias Schwarz:

1) Ich habe meine Kinder im Vorschulalter möglichst nicht ins Kino genommen. Ich persönlich kann also auf dieses Angebot komplett verzichten. Ich glaube manche der aufgeführten Filme haben allerdings den (eigenen und den der Förderung) Anspruch ein Publikum von 0 bis 12 Jahre anzusprechen, nicht preschool (zur Definition: preschool im englischsprachigen Ausland meint meines Wissens Kleinkinder im Alter von 0 bis 4 maximal 5 Jahren, in Deutschland bis 7 Jahre ?).
2) Aber ich glaube wir brauchen keine Weltmeisterschaft des Animationsfilms. Bei allen angesprochenen Filmen waren internationale Teams am Werk.
3) Das soll keine Entschuldigung für einfallslose oder einfach schlechte Filme sein. „Was ist schlecht?, natürlich eine Frage des eigenen Geschmacks. Bei kommerziellem Erfolg ist das „etwas“ einfacher. In Deutschland gibt es sowohl Kultur- als auch Wirtschaftsförderung. Ich wünsche mir vor allem eine bessere Finanzierung in Deutschland.
4) Immer mal wieder gibt es kleine Kunstwerke. Da freue ich mich drauf. Für mich waren sie im letzten Jahr „Anomalisa“ und „Song of the Sea“ (beide im übrigen mit sehr bescheidenem Budget)

J.J. Abrams: On Filmmaking

J.J. Abrams (Star Wars, Star Trek Into Darkness, Lost, Super 8) fills us in on balancing intimacy with hyperreality, why TV leaves room for surprises and the best advice he’s ever been given.
Enjoyed the video? Subscribe to our channel for new videos every week: https://youtube.com/user/BAFTAGuru
Head over to BAFTA Guru for more tips from top filmmakers: http://guru.bafta.org

Teil 2 der Kommentare zum Kommentar: „Bemerkungen zur Preschool-Falle des deutschen Animationsspielfilms“

Nach zwei Blog-Kommentaren meinerseits, zum einen: „Währenddessen in Deutschland“ und zum anderen „Bemerkungen zur Preschool-Falle“ gibt es von Eurer Seite jede Menge Kommentare – Hier zum immer wieder Nachlesen, die zweite Ladung, es folgen weitere Posts zu diesem Thema, hoffentlich mit noch mehr Kommentaren, Vorschlägen, Gründen für und wider der geäußerten Meinungen. Wir wissen alle zuwenig und tauschen uns zu wenig aus. Ich finde es toll, das es hier einen Beginn zu einer grundsätzlichen Diskussion gibt! Ich freue mich deshalb ungeheuer über weitere Wortmeldungen. Und bitte teilt dies nach Euren Möglichkeiten mit Euren Freunden und Kollegen.

Hier der Link zu den ersten Kommentaren!

Hier also die Kommentare von Moritz Mayerhofer und Matthias Backmann, über die ich mich sehr gefreut habe, vielen Dank!

 

Kommentar von Moritz Mayerhofer:

Hi Johannes,
Danke für deinen super Kommentar. Du sprichst vielen aus der Seele. Es ist schwer sich kurz zu halten, denn die Probleme sind umfassend und mit einander verknüpft. Es ist schwer den Status Quo den wir hier in Deutschland haben zu ändern – Doch was ist in der Diskussion überhaupt ausschlaggebend?
> Finanzieller Erfolg? (also ein Plus machen?)
oder
> Dass wir hochwertige/gute Filme produzieren (inhaltlich/narrativ/technisch vielseitig und niveauvoll) und so national und international ernst genommen werden?

Potential ist in Deutschland unbestritten vorhanden. (Erfolg im Kurzfilmbereich, super Ausbildungsstätten, etc.) Doch am Ende kommt einfach zu wenig raus.

Wer ist involviert?
Geldgeber, Schaffende und Publikum.
Solange der Status Quo für Geldgeber funktioniert wird sich doch nichts ändern:
Franchise + etablierte Produktionsfirma + etablierter Regisseur und bissl Stars – das funktioniert überall. Mal mit mehr, mal mit weniger Geld.
Das Publikum hat keine Ahnung was Animation aus Deutschland ist und sieht sowieso lieber Filme aus den USA. Zur Not halt mal einen Kinderfilm, weil das Lieblingsbuch vom Junior verfilmt wurde.

Nur der finanzielle Misserfolg könnte da eine Ausrichtung ändern. Aber ich bezweifle das sehr. Als Kind schaut man sich doch alles an – die Eltern müssen halt mit.
Das Amerikanische Fernsehen hat es in Teilen vorgemacht: Überrascht uns! Zeigt und was neues!
BÄM!
Der kulturelle Misserfolg (wer kennt im Ausland einen deutschen Animationsfilm?) ist doch wirkungslos. Denn wie schon erwähnt ist Animation auch im Inland zu unwichtig und wieso soll man sich ernsthaft aufregen wenn man alle Jahre mal einen Oscar für einen Film zur NS- oder DDR-Vergangenheit bekommt.

Wenn Geld im Spiel ist, will man doch möglichst wenig Risiko eingehen – doch das Risiko gehört zum Film.
Das finanzielle Risiko hört aber meinem Verständnis nach auf, wenn man jedes Jahr per Dauerauftrag Milliarden von Euros bekommt (Steuer/Rundfunkbeitrag) und trotzdem nichts ausprobiert. Ist da etwa Angst im Spiel?

Ich denke zu einer Veränderung müssen alle ihren Teil beitragen:
Filmemacher die ihre Filme so gut entwickeln, dass an ihnen kein Weg vorbei führt, Redakteure die sich mit Animation wirklich auskennen, Sender die lieber im eigenen Land produzieren lassen als den größten Teil im Ausland einzukaufen (bislang mind. 93%!!!), Gesetze die Produktionen in Inland fördern (Quote o.ä.) und Förderungen die offener für neue Projekte sind!

Dazu sollte der Inhalt wichtiger sein als die Oberfläche.
Wenn wir weiter versuchen mit 5%-10% der US Budgets vergleichbare Filme zu machen können wir doch nur scheitern!
Dänemark, Spanien, Brasilien, Israel, … können als Gegenentwürfe dienen.
> ‚Psychonautas‘ (1 Mio.), ‚Boy and the World‘ (500k) waren günstiger als ein Tatort hierzulande.

‚Walz with Bashir‘ und ‚Terkel in Trouble‘ waren ebenfalls sehr preiswert.
Billiger ist natürlich nicht besser – das zeigt uns u.a. das System Nollywood (Nigeria).
Aber bei günstigeren Filmen lässt sich zumindest das Risiko kleiner halten. Sprich: Lieber 4 Filme für je 2 Mio. machen als einen für 8.
Zumindest um endlich mal was neues zu machen!
Risiko streuen, unbedingt auffallen – national, international – so entwickelt sich die Chance auf finanziellen Erfolg und darauf könnte man wiederum aufbauen und langsam wachsen.

Die grade angesprochenen Filme zeigen Mut zu einer eigenen Handschrift, Starke Art Direction und eine eigene Erzählweise.
Wir sollten zudem noch stärker international denken – wie auch immer das mit dem deutschen FFG vereinbar ist (Sprich: Deutsche Kultur/BAFA-Kriterien/ etc.). Wieso nicht mal Science-Fiction, Fantasy oder Horror als Animationsfilm? Aber da überschneiden wir uns schon mit den Problemen des Genrefilms!

Was mir Mut macht ist, dass aktuell ein paar jüngere Animationsfilmregisseure in den Startlöchern für ihre Feature-Debüts stehen. Ich drücke ihnen feste die Daumen, dass sie den Esprit aus ihren Kurzfilmen einbringen und die Franchise-Projekte etwas beleben können. Wenn sie damit Erfolg haben, können sie die Industrie vielleicht etwas in Schwung bringen.
Auch wenn es nicht einfach ist: In jedem Fall müssen wir alle dran bleiben – wir haben es selbst in der Hand!

 

Kommentar von Matthias Backmann:

Du hast recht: Das Szenario, ein Disney-Film würde mit seiner Story keine Förderung in Deutschland bekommen, klingt schon fast zu plausibel. Ich frage mich vor allem, für wie simpel diese Leute Kinder einstufen?
Meine Kindheit und Jugend (Kind der 90er) ist eindeutig Disney-geprägt. Und bekanntlich sind Disney-Charaktere zumeist Waisenkinder (http://www.huffingtonpost.de/2014/09/16/disney-charaktere-keine-mutter_n_5829952.html), Bösewichte fallen immer in den Tod (https://www.youtube.com/watch?v=mNDHrY4D-9s) und einen heißgeliebten Charakter hat man immer (beinahe) verloren. Das kann ja nur zum Trauma führen, dass schlimmer ist als jedes „Killerspiel“! Dschungelbuch und Aristocats (in ihren Wiederaufführungen), Die Schöne und das Biest, Arielle… das waren meine Filme als „Preschooler“. Ob ich mir heutzutage als 4-6-jähriger wohl anstatt dessen Biene Maya oder Ritter Rost anschauen würde? Oder ob meine Eltern das mitmachen würden?
Natürlich habe ich geheult, als Balu der Bär leblos in einer Pfütze lag. Aber der Film hat mich auch wieder aus diesem Loch herausgezogen. Und auch Mufasa lebt weiter in Simba! Kann man Kindern also diese dramaturgische Achterbahnfahrt zutrauen? Ich denke, mit kleineren Einschränkungen (zu kompliziert sollte es nicht werden): Ja!
Mit deutschen Animationsfilmen bin ich dann wohl erst in der Jugend in Kontakt gekommen: Die pubertären „Meisterwerke“ von Brösel und Walter Moers: Werner und Das kleine Arschloch. In diese Reihen sind auf jeden Fall auch Fördergelder geflossen. Der pädagogische Wert ist eher gering, aber die Filme sind ein Beweis für das Genre, das in Deutschland für die erfolgreichsten nationalen Filme steht (gemessen an Zuschauerzahlen im Kino): Komödien (http://www.insidekino.com/DJahr/DAlltimeDeutsch50.htm).
In genau dieses Genre fallen auch alle Filme von Disney/Pixar, Dreamworks, etc. und ziehen sämtliche Altersklassen in die Kinos. Und was sie so verdammt gut macht, ist, dass sie eine simple Story, die auch kleine Kinder verstehen, so vertiefen, dass auch Erwachsene angesprochen werden. Inside Out ist ein gutes Beispiel: Die Geschichte, dass ein Mädchen mit ihrer Familie in die Großstadt zieht und Freunde und Hobbies zurücklassen muss, ist nichts Neues. Aber diese Geschichte im Kopf nachzuerzählen, mit all den Seitenhieben (Déjà-Vus, Ohrwürmer, Gedankenzüge, Traumfabriken, Déjà-Vus,…), ist genial! Und das ist keine Sache der Technik, sondern gutes Storytelling!
Dass in Deutschland ein VFX-Blockbuster produziert werden kann, der es mit den großen aufnimmt, bezweifele ich, aber da haben die deutschen Studios trotzdem ihren Anteil. Aber die technischen Möglichkeiten, einen guten Animationsfilm zu kreieren, sind vorhanden – Filme wie Oops, die Arche ist weg oder Konferenz der Tiere sehen echt gut aus. Es sind die Geschichten, die fehlen. Vielleicht gibt es durch Crowdfunding oder Netflix-/Amazon-Produktionen ja neue Möglichkeiten, vielleicht schaffen es Manou, Richard oder die Happy Family, internationale Aufmerksamkeit zu erregen. Aber ansonsten kommen wir wieder zur anfänglichen Frage: Wie viele potentielle Obens, Könige der Löwen und Frozens sind wohl schon am Fördergremium hängengeblieben und sind damit aufgrund des Systems in Deutschland disqualifiziert?

MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI startet am 14. Juli 2016 in den deutschen Kinos

Der Starttermin von MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI hat sich auf den 14. Juli 2016 verschoben (der alte Starttermin 21. Juli 2016 ist somit ungültig).

MULLEWAPP – EINE SCHÖNE SCHWEINEREI– Regie: Tony Loeser & Theresa Strozyk, mit Axel Prahl, Ralf Schmitz, Michael Kessler, Christian Ulmen, Carolin Kebekus u.v.a.

NEUER KINOSTART: 14. Juli 2016 IM VERLEIH VON STUDIOCANAL

Zum Inhalt:

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ERFURT: Akademie für Kindermedien – Einladung zum Abschluss-Pitching am 9. Juni

Die Akademie für Kindermedien ist ein Weiterbildungsworkshop für professionelle Autoren und Nachwuchstaltente der Bereiche FILM, SERIE und BUCH. Der Workshop findet jährlich in vier einwöchigen Modulen statt. Zusätzlich gibt es eine mehrtägige Einführungs- und Qualifizierungswoche.
Einladung zum Abschluss-Pitching am 9. Juni

Seit nunmehr 16 Jahren ist die Akademie für Kindermedien die zentrale Anlaufstelle für Stoffentwicklung in der deutschen Kindermedienlandschaft. Pro Jahr durchlaufen bis zu zwölf Stipendiaten das vielschichtige Programm, in dessen Fokus die Entwicklung eines eigenen Kindermedienprojekts bis hin zur Marktreife steht.

Zum Abschluss des Akademiejahrgangs stellen die aktuellen elf Autorinnen und Autoren in Erfurt während einer Präsentation zum ersten Mal ihre entwickelten Projekte in den Bereichen FILM, BUCH und SERIE einem Fachpublikum, bestehend aus Produzenten, Filmförderern, Verlegern, Redakteuren und Publishern vor. Die Veranstaltung findet am 9. Juni im Rahmen des 24. Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ: Kino-TV-Online 2016 im Erfurter CineStar statt.
Ein herausragendes Projekt wird mit dem Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Höhe von 15.000 Euro ausgezeichnet. Seit 2013 wird zusätzlich der mit 2.500 Euro dotierte Baumhaus/Boje-Medienpreis verliehen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren persönlich kennenzulernen und sich vis-à-vis über die Projekte auszutauschen.
Ort & Zeit: 9. Juni, 16.30 bis 18.30 Uhr, CineStar Erfurt, Kino 4
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um vorherige Anmeldung : mertten@akademie-kindermedien.de

Zur Kenntnisnahme: FFA Projektfilmförderung: Stand April 2016

DIE BIENE MAJA 2 – DIE HONIGSPIELE

Produktionsfirma: Studio 100 Media GmbH

Regie: Alexs Stadermann

Drehbuch/Autoren: Fin Edquist, Christopher Weekes, Adrian Bickenbach, Marcus Sauermann

Fördersumme in Euro: 500.000,00 €

 

DIE KLEINE HEXE

Produktionsfirma: Claussen+Putz Filmproduktion GmbH

Regie: Michael Schaerer

Drehbuch/Autor: Matthias Pacht

Fördersumme in Euro,-: 555.000,00 €

 

Steven Spielberg’s Advice

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