Die INDAC Kritik von Michaela Müller zu Disneys „Christopher Robin“

Liebenswert naiver Film für Kindgebliebene. Christopher Robin wird erwachsen … Internat, Tod des Vaters, Liebe, Krieg, Arbeit. Er verlernt die Gegenwart wertzuschätzen und vergisst, dass es wichtigeres gibt als die Arbeit. Sein Familienleben steht schon fast am Abgrund, da verirrt sich Puuh der Bär nach London und bringt Christopher Robin zurück in die sorgenfreie Welt voller Freude und Gelegenheiten.

Michaela Müller

Ich finde „Christopher Robin“ sehr schön gemacht. Er ist etwas albern, sehr naiv und erinnert mich stark daran wie meine Mutter mit mir vor dem Einschlafen Bilderbücher gelesen hat.
Allerdings frage ich mich, für wenn der Film gemacht ist. Vielleicht für Kinder mit Eltern, die ihnen erklären, was sie sehen und sich darum bemühen gemeinsam mit ihnen das Gesehene zu deuten. Aber ob Kinder sich selbst oder ihre Eltern mit dem Erwachsenen Christopher Robin identifizieren können? Ob der Einstieg in den Film für kleine Kinder nicht zu „schwer“ ist …
Oder ist der Film gar nicht für Kinder? Sondern für Erwachsenen die mit Winnie Puuh aufgewachsen sind und ihn dann vergessen haben..?

Kommentar zur Disney Veranstaltung “Ralph breaks the Internet”

Am Freitag den 6.Juni konnten wir dank Johannes an der Disney Footage Präsentation „Ralph breaks the Internet“ teilnehmen. Zusammengefasst war es einen tolle und gelungene Veranstaltung für alle, die sich für mehr als den fertigen Film interessieren. Hier wurde einem ein schöner Blick hinter die Kulissen eröffnet und man bekam die Möglichkeit, direkt mit dem Produzenten in Kontakt zu kommen. Zunächst begann die Veranstaltung mit einem kleinen Buffet, bei dem sich jeder frei bedienen durfte. In dieser Zeit konnte man sich mit anderen Medienleuten unterhalten, bis die Türen zum Kinosaal geöffnet wurden. Die Eröffnung und die Führung durch die gezeigten Ausschnitte übernahm der Produzent Clark Spencer. Die Präsentation gestaltete sich aus einer kurzen Einführung in die Arbeitswelt von Disney, gefolgt von Konzepten und Ausschnitten aus dem Film, kommentiert vom Gastgeber. Dieser berichtete uns während einzelner Clips auch immer wieder von Entscheidungen die sich im Entstehungsprozess ergeben haben. Die kurzen Clips zeigten wie sehr sich die Welt der Charaktere aus „Wreck it Ralph“ durch das Internet erweitert hat. Dabei fiel auf wie faszinierend Disney seine Interpretation des World Wide Web visualisiert. Vermutlich wurden Szenen aus dem ersten Drittel des Filmes gezeigt und diese machten eindeutig Lust auf mehr von Ralph und seinem Abenteuer durchs Internet. Wünschenswert wäre ein ausführlicherer Kozeptanteil gewesen, da hier leider nicht viel gezeigt wurde. Vielen Dank nochmal an Johannes dass er uns ermöglicht hat, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Janine Krieg & Connor Zimmermann

Die INDAC Kritik von Cedric Engels zu MARVELS „Ant-Man and the Wasp“

Eigentlich sind alle Marvel-Filme, die im Moment so ins Kino kommen, irgendwie Komödien. Aber Ant-Man war schon im ersten Teil 2015 primär eine Komödie. So ist es auch bei „Ant-Man and the Wasp“. Obwohl es natürlich auch Action-Segmente gibt, stehen die Lacher doch immer im Vordergrund. Und es sind gute Lacher. Die Autoren haben hier viel Feingefühl und Kreativität für charakterbasierten Humor bewiesen. Zwischen Lachern und Action gibt es auch noch ein paar herzerweichende Momente zwischen Scott und Cassie. Die Story verschwindet dabei zwar nicht im Hintergrund, ist aber am Ende des Tages die ganz normale Standard-Geschichte eines Marvelfilms. Langweilige Bösewichte, keine moralische Grauzone. Nichts besonderes. Aber dennoch ist „Ant-Man and the Wasp“ einer der besten Marvel-Filme der letzten Jahre, weil er sich darauf konzentriert nur eine Sache zu machen. Leute zum Lachen zu bringen. Und das mach der Film super.
Cedric Engels

„She is from the other studio“ WRECK-IT RALPH 2 Official Trailer #3

See Ralph Breaks the Internet in theatres November 21. “Ralph Breaks the Internet” leaves Litwak’s video arcade behind, venturing into the uncharted, expansive and thrilling world of the internet—which may or may not survive Ralph’s wrecking. Video game bad guy Ralph (voice of John C. Reilly) and fellow misfit Vanellope von Schweetz (voice of Sarah Silverman) must risk it all by traveling to the world wide web in search of a replacement part to save Vanellope’s video game, Sugar Rush. In way over their heads, Ralph and Vanellope rely on the citizens of the internet—the Netizens—to help navigate their way, including Yesss (voice of Taraji P. Henson), who is the head algorithm and the heart and soul of the trend-making site “BuzzzTube,” and Shank (voice of Gal Gadot), a tough-as-nails driver from a gritty online auto-racing game called Slaughter Race.

Directed by Rich Moore (“Zootopia,” “Wreck-It Ralph”) and Phil Johnston (co-writer “Wreck-It Ralph,” “Zootopia,” writer, “Cedar Rapids”), and produced by Clark Spencer (“Zootopia,” “Wreck-It Ralph,” “Bolt,” “Lilo & Stitch”), “Ralph Breaks the Internet” hits theaters on Nov. 21, 2018.

See more from Wreck-It Ralph:

Facebook: https://www.facebook.com/WreckItRalph/

Twitter: https://twitter.com/wreckitralph

Instagram: https://www.instagram.com/wreckitralph/

The Nutcracker and The Four Realms – Official Trailer #2

All Clara (Mackenzie Foy) wants is a key – a one-of-a-kind key that will unlock a box that holds a priceless gift. A golden thread, presented to her at godfather Drosselmeyer’s (Morgan Freeman) annual holiday party, leads her to the coveted key—which promptly disappears into a strange and mysterious parallel world. It’s there that Clara encounters a soldier named Phillip (Jayden Fowora-Knight), a gang of mice and the regents who preside over three Realms: Land of Snowflakes, Land of Flowers and Land of Sweets. Clara and Phillip must brave the ominous Fourth Realm, home to the tyrant Mother Ginger (Helen Mirren), to retrieve Clara’s key and hopefully return harmony to the unstable world. Starring Keira Knightley as the Sugar Plum Fairy, Disney’s new holiday feature film “The Nutcracker and the Four Realms” is directed by Lasse Hallström and Joe Johnston, and inspired by E.T.A. Hoffmann’s classic tale.

DIe INDAC Kritik von Tim Hennig zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Tim Hennig

Ant Man and the Wasp setzt nicht unmittelbar nach dem ersten Ant-Man an, sondern einige Zeit nach Captain America: Civil War. Sehr schön ist, dass der Film nicht unbedingt vorraussetzt, dass man alle anderen MCU Filme gesehen hat. Die ein oder andere Anspielung macht natürlich mehr Spaß wenn man das entsprechende Hintergrundwissen hat, alles was man wissen muss wird aber auch im Film selbst erklärt! Den ersten Ant-Man sollte man natürlich schon gesehen haben.

Nun zum Film: Ant Man and The Wasp hat mir richtig gut gefallen! Die Charaktere sind super, bis hin zu den Nebenfiguren, der Film schafft es, mehrere Parralelhandlungen zu jonglieren und es wird zum Ende hin auch richtig spannend. Dabei sind die Actionszenen  ein echtes Feuerwerk an visueller Comedy! Es macht einfach herrlich Spaß zu sehen, wie hier alltägliche Dinge, Autos, Häuser, Spielzeuge usw. rasant geschrumpft und vergrößert werden. Auch die Dialoge sind oft sehr witzig und führen zu einigen total absurden Momenten.

Sehr schön ist auch, dass es diesmal keinen fiesen Über-Bösewicht mit Weltzerstörungsplänen gibt. Die (mehreren) Gegenspieler des Films haben alle zumindest nachvollziehbare Motive.

Eindeutige Empfehlung von mir. Wer “Ant-Man” mochte, wird den zweiten Teil lieben!

Tim Henning

Disney Film SCREENING: DIE UNGLAUBLICHEN 2

In Zusammenarbeit mit Disney Germany darf INDAC jeweils 5 Animations-/VFXschaffende zu den Presse-Screenings des Films „Die Unglaublichen 2″ einladen. Die Vorführungen finden statt in Köln, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Leipzig, Stuttgart und Frankfurt.

Die Teilnehmer verpflichten sich obligatorisch, eine Filmkritik für den INDAC Blog zu verfassen, die zeitnah um den Filmstart auf dem INDAC-Blog veröffentlicht wird. Details weiter unten!

Nur auf INDAC.org gemäß der neuen DSGVO registrierte Mitglieder der deutschen Animations- und VFX Community können sich für die Teilnahme an den Screenings bewerben.

Der Film wird in der deutschen Fassung & in 2D gezeigt.

DIE UNLGLAUBLICHEN 2 startet am 27. September 2018 in den deutschen Kinos – auch in Disney 3D

Read more

Die INDAC Kritik von Can Erduman zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Marvel Studios ANT-MAN AND THE WASP..L to R: The Wasp/Hope van Dyne (Evangeline Lilly) and Ant-Man/Scott Lang (Paul Rudd) ..Photo: Ben Rothstein..©Marvel Studios 2018

Antman war einer der interessantesten Marvels:

80´er Hollywood Ikone Michael Douglas, ein Script und erste Animatics von Edgar Wright, witzige Sidekicks, eine persönliche, private Story und der spielerischer Umgang mit den Fähigkeiten des Protagonisten, dem ehemaligen Top-Einbrecher, Scott Lang. Das machte den ersten Teil aus.

Aber was haben wir denn im zweiten Teil zu erwarten?

Alle Charaktere haben sich etwas weiter entwickelt: Luis und seine Gauner Kollegen wollen eine Firma gründen, Scott sitzt seine Strafe ab, die er in „Captain America: Civil War“ aufgebrummt bekommen hat und Hank ist mit Hope auf der Flucht. Sie hat mittlerweile auch, wie in Teil 1 geteasert, einen eigenen Anzug und ist in die Fußstapfen ihrer Mutter, the Wasp, geschlüpft. Achja. Die Mutter ist ja auch mit von der Geschichte. Und so setzt Michelle Pfeiffer den 80er Hollywood Ikonen-Count für Teil 2 passender Weise auf zwei. Witzig!

Die Geschichte ist ebenfalls sehr persönlich: die Familie. Und diesem großen Thema sind alle Charaktere unterworfen. Protagonisten, wie Antagonisten. Auf der einen Seite haben wir Hope und Hank, die ihre Mutter und Ehefrau im Mikrokosmos verloren hatten. Dann hätten wir Scott, der seine Strafe absitzen muß, bevor er seine Tochter wieder regelmäßig sehen darf. Und natürlich Ghost, den Gegenspieler. Den Charakter fand ich sehr interessant, aber inhaltlich hätte ich mir da noch mehr gewünscht! So hat der Charakter, außer dem coolen Outfit kaum etwas zu bieten. -klassischer Comic Bösewicht.

Ebenfalls sehr anschaulich empfand ich die Effekte, da ich als 3d Artist Tiefenunschärfe sehr mag, haben mir gerade die stereoskopischen Makro Szenen sehr gefallen! Und gerade hier legte „Ant-Man and the Wasp“ die Messlatte nochmal höher und so erleben wir tolle moves…nicht nur von Ant-Man, sonder von Hope, die ihn sogar in den Schatten stellt. -schliesslich war sie ja auch Scotts Mentor.

Insgesamt ist der Film für mich ein würdiger Nachfolger mit viel Witz, Action und Raffinesse. Leider fehlt mit etwas ein Plot-Twist….aber die gibt es bei Marvelfilmen nur selten.

Can Erduman

Die INDAC Kritik von Dominik Reinicke zu Peyton Reeds „Ant-Man and the Wasp“

Hallo Johannes,
Hallo INDAC,

Nachdem wir im letzten Marvel-Blockbuster „Avengers: Infinity War“ den großen Niedergang unserer Helden erleben durften, nimmt uns „Ant-Man and the Wasp“ auf ein eher klassischeres Abenteuer mit. Ein Sequel-Abenteuer wohlgemerkt, das zum Glück keine Zeit mehr darauf verwenden muss, Charaktere und Sachverhalte aus Teil 1 zu erklären. Die Story lässt sich schnell zusammenfassen: Der als Ant-Man bekannte Scott Lang (Paul Rudd) soll eigentlich seinen vom FBI erteilten Hausarrest absitzen. Allerdings kommen ihm dabei der Wissenschaftler Hank Pym (Michael Douglas) und seine Tochter Hope Van Dyke (Evangeline Lilly) in die Quere, die seine Hilfe brauchen, um Hopes Mutter aus dem Quantenreich zu befreien. Dabei stellen sich der Truppe das FBI, Geschäftsmann Sonny Burch (Walton Goggins) und ein geheimnisvoller Gegenspieler namens Ghost (Hannah John-Kamen) in den Weg.

Regisseur Peyton Reed hat seine Aufgabe an sich nicht schlecht gemacht. Der Film unterhält über lange Strecken und baut in fast allen Aspekten auf seinen Vorgänger auf. Mehr Action, mehr Gags und mehr Charaktere, die sich von Anfang bis Ende in einer nie enden wollenden Verfolgungsjagd gegenseitig auf den Fersen sind. Das ist spannend und rasant, aber lässt einen als Zuschauer manchmal leider auch ein wenig orientierungslos zurück. Einige Charaktere, besonders Sonny Burch, wirken nicht durchdacht und bringen den Film nicht voran. Die lustige und heitere Atmosphäre des Films lässt wirklich ernste Szenen nicht zur Geltung kommen. Da man dem Film aber anmerkt, dass er nicht ernst sein, sondern lieber chaotisch spaßige Unterhaltung bieten will, hab ich ihm das nicht wirklich übel genommen, sondern bin mit einem positiven Gefühl aus dem Kino gegangen.

Spätestens als die ersten Action-Szenen abliefen wurde mir übrigens auch klar, warum uns Disney den Film in 3D zeigt und nicht wie sonst in 2D. Die Effekte haben mir teilweise eine Gänsehaut beschert. Die Möglichkeiten, die einem das Groß/Klein-Gimmick beschert, wurden ganz klar genutzt und selbst als Nicht-3D-Fan sind mir alle Szenen, in denen aktiv mit den Ebenen gespielt wurde, positiv aufgefallen. Wer Bock darauf hat, wird nicht enttäuscht werden.

Dominik Reinicke

Die INDAC Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

ANT-MAN, das wortwörtliche Kleinod des MCU (Marvel Cinematic Universe) soll 3 Jahre nach seinem Debüt nun wieder die Leinwand erobern und endlich klären, warum ausgerechnet dieser Held nicht Bestandteil des INFINITY WAR Films war, oder eben auch nicht…

Bestach der erste ANT-MAN Film vor allem mit Humor und einer eher fadenscheinigen Story, die auf eine Serviette gepasst hat inklusive einem leider unterforderten Corey Stroll als antagonistischer Waffenbauer, geht die Fortsetzung glücklicherweise andere Wege. Diesmal entschied man sich für eine komplexere Geschichte mit drei antagonistischen Kräften. Nummer 1: Das FBI, welches den Hausarrest unseres Helden Scott Lang überwacht und seinen flüchtigen Mentor Hank Pym sucht. Dies sorgt für viele komödiantische Spannungsmomente, doch kommt in Form des zuständigen Agenten, gespielt von Randall Park, leider zu oft dümmlich daher. 2: Den Waffenhändler, ja Parallelen zum ersten Teil lassen sich wohl nicht vermeiden, verkörpert durch den (wieder!) unterforderten Walton Goggins. Aber der wichtigste Part ist Nummer 3: Der durch Wände gehende Superschurke ‚Ghost‘. Warum wichtig? Ohne zu viel zu verraten, es handelt sich um eine Figur mit einer persönlichen und emotionalen Agenda, die mit ihrer Fähigkeit nicht (wie im ersten Teil) den Hauptcharakter imitiert, sich trotzdem sehr gut ins Ant-Man Universum einfügt. Diese Tatsachen und das Ant-Man noch einen Sidekick namens ‚Wasp‘ bekommt, machen den klaren Unterschied des Films im MCU aus. Eine kleine emotionale Geschichte, welche die Figuren in den Vordergrund schiebt und sich mal nicht um die Rettung der Welt dreht.

Michael Knoll

Perfekt ist der Film allerdings nicht. Hier und da hätten ein paar Spitzen zugunsten der Charakterformung wegfallen können, denn der Film braucht eigentlich keine Blödeleien um sich auf seine humoristische Seite zu verlassen. Auch einige Logik-Löcher bzw. Erklärungen wären schön gewesen, um auch die Skeptiker im Kino zu beruhigen und die filmische Welt konsistenter zu gestalten.

Aber die wesentliche Frage nach dem Kontext im MCU bleibt. Man muss bis zur Mid-credit Scene warten, bis die Verbindung endlich hergestellt wird und dann ist es auch eher enttäuschend. Es entstehen 2 Eindrücke: Erstens, dass der Film auch vor INFINITY WAR hätte spielen können und es sich in der Filmreihenfolge um eine Verleih-technische Studioentscheidung handelt, die leider nicht aus der bzw. den Geschichten heraus begründet ist. Was bleibt, ist der fade Nachgeschmack, dass das MCU gar nicht so gut durchdacht ist und größtenteils auf Pseudo-Zusammenhängen basiert. Zweitens haben die Ereignisse des INFINITY WAR rund um die Welt scheinbar absolut keinen Einfluss auf San Francisco, wo ANT-MAN spielt. Dies sorgt für Irritationen und unterstreicht erstere These noch.

Am Ende bleibt ein unterhaltsamer Popcorn-Film im Schatten seiner Studio-Limitierungen. Wer den ersten Teil mochte, wird auch sicherlich hier seinen Spaß haben. Viele Dinge wurden definitiv zum Guten justiert, aber es bleibt noch erzählerische Luft nach oben. Ein Potenzial, das hoffentlich noch ausgeschöpft wird.

Michael Knoll

Hier die INDAC Kritik von Janine Heine zu Marvels „Ant-Man & The Wasp“

Janine Heine

Der nächste Film aus dem Marvel Cinematic Universe nach „Infinty War“ steht vor der Tür. „Ant-Man & The Wasp“ spielt zeitlich vor den Geschehnissen seines Vorgängers und unterscheidet sich auch in seiner Stimmung vollkommen von eben jenem. Wo „Infinity War“ noch eine ernstere Story liefert, sticht der zweite Ant-Man Film durch eine sehr leichte Handlung mit überwiegenden Humor heraus.

Nach den Ereignissen aus „The First Avenger: Civil War“ steht Paul Rudd als Scott Lang unter strengem Hausarrest, eine Fußfessel berichtet über seinen genauen Aufenthalt und somit erschwert sich seine neue Mission immens, Hopes Mutter aus dem Quantum Realm, zu befreien. Doch nicht nur das FBI ist Scott, Hope und Hank auf den Fersen, auch der „Geschäftsmann“ Sonny Burch schafft es, ihnen immer wieder dazwischen zu funken. Der Hauptantagonist jedoch ist Ghost, die ihre ganz eigenen Pläne bezüglich der Quantum Energie hat.

An den Effekten und der Cinematography lässt sich nicht meckern, der zu erwartende Marvel Standard wird eingehalten, wenn nicht sogar teils übertroffen.
Besonders die Szenen, in denen geschrumpft oder gewachsen wird, machen beim Anschauen wirklich Spaß. Das 3D erscheint hierbei sinnvoller als in anderen Filmen und wurde sehr gut umgesetzt. Ob es wirklich nötig ist, sei mal dahin gestellt, aber funktionieren tut es in diesem Film alle mal und wem es möglich ist, sollte es sich nicht entgehen lassen.
Die Handlung ist leider etwas seicht und vorhersehbar geraten, jedoch überzeugen die Schauspieler und ihre Chemie dermaßen, dass ich es nicht als großen Kritikpunkt sehe. Der Film unterhält und sorgt für etliche witzige Momente, ohne zu albern zu wirken. Einziges Problem sind die drei unabhängig argierenden Gegner, von denen zwei immer wieder kurz auftauchen,stören und bis zum nächsten Mal wieder verschwinden, in der Zeit hätte man sich auch mit dem Hauptplot beschäftigen oder auf Ghost als Antagonistin konzentrieren können, die an sich sehr interessant gestaltet war, jedoch durch nicht genutzte Möglichkeiten, in Bezug auf den Charakter etwas blass wirkte.

Wie erwähnt, es sind vor allem die sympathischen Protagonisten, die den Film tragen und nicht die eigentliche Handlung. Wer bereit ist sich darauf einzulassen, wird mehr als zufrieden aus dem Kino kommen.

Janine Heine, Frankfurt

Die INDAC Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Dachte man vielleicht noch als etwas unbedarfterer Kinogänger, nach „Avengers: Infinity War“ würde nun erstmal eine Pause anstehen – falsch, es kamen „Deadpool 2“ und „Ant-Man and the Wasp“. Das Superhelden-Fan-Herz soll ja weiter bei Laune gehalten werden – also gibt es ca. alle 2-3 Monate einen neuen Film. Gefühlt gibt es die „Zugpferde“ des Marvel-Universums, deren Franchise sehr präsent ausgearbeitet und präsentiert wird – und dann gibt es die, die etwas unbekannter scheinen, für die es nicht ganz so viel Promotion gibt – aber die durchaus sehenswert sein können.

Letty Felgendreher

„Ant-Man and the Wasp“ bleibt der Linie Marvels treu, ein Film zu sein, der genug Humor und Spaß bietet, um die Dinge nicht zu ernst zu nehmen, sich gleichzeitig aber auch dem plakativ emotionalen Topf bedient, welcher natürlich mit dramatischer Musik unterlegt nicht zu kurz kommen darf – denn es muss ja irgendwie um etwas gehen –  aber bitte nicht so tiefgründig, dass man gar dazu geneigt wäre, melancholisch zu werden.

Diesmal geht es nicht um die Rettung der ganzen Welt – das ist ja schon mal erfrischend! Es geht um persönliches Bestreben, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit. Es ist unterhaltsam dem Schauspiel zuzuschauen, dem Spiel mit den Größenverhältnissen  und die hübschen Marvel-typischen VFX auf sich wirken zu lassen. Auch das Setting ist solide präsentiert, es gibt nicht allzu viele auffällige Logiklöcher. „Ant-Man and the Wasp“ entlässt einen unterhalten, ohne das Bedürfnis ihm gedanklich stark nachzuhängen.

Er ist für einen netten Kinoabend durchaus geeignet.

Letty Felgendreher

Disney Film SCREENING: Christopher Robin

In Zusammenarbeit mit Disney Germany darf INDAC jeweils 5 Animations-/VFXschaffende zu den Presse-Screenings des Films „Christopher Robin“ einladen. Die Vorführungen finden statt in Düsseldorf, Leipzig, Berlin, Köln, München, Hamburg und Frankfurt. Die Teilnehmer verpflichten sich obligatorisch, eine Filmkritik für den INDAC Blog zu verfassen, die zeitnah um den Filmstart auf dem INDAC Blog veröffentlich wird. Details weiter unten!

Nur auf INDAC.org gemäß der neuen DSGVO registrierte Mitglieder der deutschen Animations- und VFX Community können sich für die Teilnahme an den Screenings bewerben.

Der Film wird in OV & 2D gezeigt.

Kinostart: 16. August 2018

im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Read more

Hier die INDAC Kritik von Robert Hranitzky zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Bei Marvel Filmen ist die Erwartungshaltung mittlerweile schon sehr hoch und erst Recht bei der Fortsetzung des überaus erfolgreichen Vorgängers „Ant-Man“. Zugegeben dachte ich beim ersten Trailer zum ersten Teil: Ehrlich jetzt – ein „Ameisenmann“ der auf Ameisen reitet? Ok, ich kannte die Comics nicht, aber es erschien mir irgendwie zu absurd. Oh, wie falsch ich lag, denn wie auch der erste Teil verzaubert der zweite Teil einen erneut und überrascht sehr durch seine Leichtigkeit. Regisseur Peyton Reed und seinen Schreibern gelingt der feine Spagat zwischen Witz/Charme und Action/Spannung. Ich finde es sensationell, wie es mal wieder gelungen ist, den Film so lustig und unterhaltsam zu gestalten, ohne aber jemals albern zu wirken. Es gibt brillante Szenen, da kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Ant-Man and The Wasp hat eine gehörige Portion Selbstironie und nimmt sich nicht zu ernst, ist aber dennoch spannend und ernst genug, so dass man mitfiebert und es dem Zuschauer eben nicht egal ist, wie es ausgeht.

Die Geschichte überzeugt, genauso wie die alten als auch die neuen Character. Im übergeordneten MCU spielt dieser Film hier eher auf einem Nebenkriegsschauplatz – und das ist auch gut so. Es gibt hier praktisch weder Altlasten noch allzu viele parallele Handlungsstränge, die der Film erzählen oder ansprechen muss. Somit kann man sich voll und ganz dieser kleinen, aber feinen Story widmen. Allerdings macht sie absolut Sinn und fügt sich nahtlos in das „große Ganze“ ein, gerade auch im Bezug auf den jüngsten Marvel Film Infinity War. Tatsächlich versteht man im Anschluß auch ein paar Dinge im gesamten Zusammenhang besser, mehr wird nicht verraten…

Mit dabei sind wieder Evangeline Lilly, Paul Rudd, Michael Douglas und Fan Favorite Michael Peña, die allesamt ihre Rollen super spielen und auch außerordentlich gut gecastet sind. Auch die Neuzugänge Michelle Pfeiffer, Hannah John-Kamen und Laurence Fishburne fügen sich hier sehr gut ein und sind eine willkommene Ergänzung im bereits riesigem Pool von unzähligen Stars des MCU.

Die VFX sind natürlich erste Sahne, wie es sich für einen Marvel Film gehört. Von daher keine wirkliche Überraschung. Es fällt allerdings sehr positiv auf, dass viele Effekt Shots nicht nur rein Mittel zum Zweck sind, sondern oft einer coolen oder witzigen Situation dienen. Es sind viele originelle Ideen dabei, die mit den Größen und damit verbundenen Vor- und Nachteilen spielen. Besonders gut gelungen ist die visuelle und glaubhafte Darstellung von Größe – egal ob riesig oder winzig. Die Größenverhältnisse und entsprechende Details sind bis ins letzte nahezu perfekt und unheimlich liebevoll umgesetzt. Kein Wunder, so haben fast alle großen VFX Studios mitgewirkt. Leider gibt es sehr viele Filme wo die Miniaturisierung (oder umgekehrt) nicht ganz so glaubhaft rüberkommt – hier allerdings wirkt es fast immer beimahe perfekt.
Ein wenig hin- und hergerissen war ich zunächst, als mal wieder eine Szene mit verjüngten Darstellern zwecks Flashback gezeigt wurde. Ich dachte zuerst, dass auch hier wieder die obligatorische CGI Verjüngung zelebriert werden möchte, allerdings war ich eher positiv überrascht, wie gut es letztlich gemacht war!

Insgesamt ist der Film durchweg sehr unterhaltsam, dabei meiner Meinung nach ohne jegliche Längen und somit ein absoluter Sommer Blockbuster, den man auch sicherlich mehrmals anschauen kann.

Robert Hranitzky

Feedback zu der Disney Präsentation von „Ralph breaks the internet“ von Romana Sonntag

Ich bin sehr froh, dass ich die Präsentation von Disneys „Ralph breaks the internet“ in München besuchen konnte. Der Produzent Clark Spencer hat einen sehr fantastischen Vortrag gehalten, mit vielen gut ausgewählten Ausschnitten vom Film, gespickt mit kleinen Anekdoten. Natürlich war die Zeit viel zu kurz und jeder hätte sicher gerne noch mehr Szenen gesehen, einfach weil alles so gut präsentiert wurde und man wissen wollte, was für fantastische Dinge Ralph und Vanellope noch erleben werden. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit exklusiven Einblicken in den aktuellen Stand der Produktion. Wirklich großartig! Ich freue mich bereits jetzt schon auf den fertigen Film.

Romana Sonntag

Start

Kontakt

Wir sind erreichbar! Seid nicht schüchtern, schreibt uns oder schickt uns eine Zeichnung.