Hier die INDACHs Kritik von Marco Rosenberg zu Disneys „Pirates of the Carribean – Salazars Rache“

Der erste Teil von „Fluch der Karibik“ gehört noch immer zu meinen Lieblingsfilmen. Teil 2 und 3 gefielen mir weniger und Teil 4 hatte ich mir dann gar nicht erst angeschaut. Deshalb war ich schon skeptisch, als ich mir den neuesten Film der Reihe, „Salazars Rache“, anschaute.

Wie Teil 1 beginnt dieser Film mit einem Flashback in die Kindheit eines der Protagonisten, in diesem Fall Will Turners Sohn Henry, der versucht, seinen Vater vom Fluch der Flying Dutchman zu befreien. Zurück in der Gegenwart werden dann flugs die neuen und wiederkehrenden Charaktere eingeführt. Der verfluchte Piratenjäger Salazar (Javier Bardem), der es vor Jahren beinahe geschafft hätte, sämtliche existierenden Piraten auszulöschen, jetzt aber als untoter im gefürchteten Todesdreieck gefangen ist. Die junge, hochintelligente Carina, die als Baby im Waisenhaus zusammen mit einem geheimnisvollen Tagebuch abgegeben wurde. Auch Kapitän Barbossa stößt später noch dazu. Und nicht zuletzt Jack Sparrow, der ohne Schiff, aber mit kleiner (noch) loyaler Crew versucht, an Land auf Beutefang zu gehen.

Jack Sparrow ist in diesem Film leider nur noch ein Schatten seiner selbst, ein hauchdünnes, löchriges Geflecht aus Klischees und Selbstzweifeln. Aus dem bauernschlauen, gewitzten Trickster aus den früheren Filmen ist ein Häuflein Elend geworden, der durch seine Sauferei und Niedergeschlagenheit ganz aus Versehen den Fluch, der Salazar ans Todesdreieck bindet aufhebt und somit sämtliche Piraten der Karibik in Gefahr bringt. Die einzige Möglichkeit ihn aufzuhalten, ist es ein mächtiges und als Legende verschrienes Artefakt zu finden, das sämtliche Flüche in der Karibik auf einen Schlag aufheben kann. Wie praktisch für Henry, da dieses Artefakt auch seinen Vater von seinem Fluch befreien könnte. Und zufälligerweise weist das Tagebuch von Carina den Weg zum Artefakt und nur sie weiß die Hinweise zu deuten.

Marco Rosenberg

Die Artefakte, Mythen und Charaktere in diesem Film hätten locker für eine ganze Serienstaffel gereicht, werden hier aber als Effektgewitter verpulvert. Der Plot und die Actionsequenzen scheinen am Reißbrett entstanden zu sein, frei nach dem Motto „Was haben wir in den bisherigen Filmen noch nicht gemacht, oder wie könnte man schon gesehenes übertreiben oder umwandeln, um es neu erscheinen zu lassen?“. Die Suspension of Disbelief wurde bei mir leider schon nach kurzer Zeit gebrochen, weil ständig neue Regeln und Bedingungen eingeführt werden, die das Logik-Gerüst des Films (und rückwirkend sogar der vorherigen Filme) zerfressen und gähnende Plot Holes hinterlassen.

Einige wenige Highlights hat der Film zu bieten, zum Beispiel die Entstehungsgeschichte wie Jack Sparrow zu seinem Namen, Kleidungsstil und Ruhm gelangte. Auch die ruhigeren Momente und (sehr kurzen) Cameos von Orlando Bloom und Keira Knightley stechen trotz Schmalzfaktor positiv heraus. Die Spezialeffekte sind allerdings so übertrieben und zahlreich, dass ich schnell abstumpfte und sich meine Gedanken von „Wow!“ zu „Why?“ wandelten. Schiffe die andere Schiffe fressen, explodierende Schiffe, und Gallionsfiguren, die erst dann lebendig werden, wenn das laute Action-Grundrauschen noch getoppt werden soll… muss das sein?

Wer auf viel Actionspektakel steht und auch beim drölfzigsten Bruckheimer-Krachbumm-Film noch selig grinsend aus dem Kino stolpert, wird an „Salazars Rache“ seine wahre Freude haben. Wer allerdings auf Feinheiten und clevere Plots steht, wird hier nicht glücklich.

Marco Rosenberg

 

Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Disney „Pirates of the Carribean: Salazars Rache“

Der allzeit angetrunkene Jack Sparrow findet sich in einem völlig neuen Abenteuer wieder. Verfolgt von tödlichen Geister-Piraten Zombies, torkelt sich Jack Sparrow durch die neuste Episode von Pirates of the Caribbean. Das Einzige was ihn noch retten kann, ist der legendäre Dreizack des Poseidon. Ein mächtiges Artefakt, das jeden Fluch zu brechen vermag.
Der fünfte Teil der Piraten-Saga um Captain Jack Sparrow ist bei Weitem besser gelungen als der Vierte. Die Regisseure Joachim Ronning  und Espen Sandberg haben das Ruder herumgerissen und dem ‚Pirates of the Carribean‘
Franchise seinen Zauber zurück gegeben.
 
129 Minuten habe ich gespannt das Geschehen auf der Leinwand verfolgt und konnte mich an den wunderschönen Kulissen dieses visuellen Meisterwerks einfach nicht satt sehen. Eigentlich hätte ich den Film gerne gleich noch mal gesehen, nur um die Bilder im Detail betrachten zu können, ohne mich auf die Handlung konzentrieren zu müssen.
 
Teilweise ist so viel passiert, dass ich mit den schnell wechselnden Handlungssträngen nicht mitgekommen bin und mich gefragt habe: Wie sind die Protagonisten nun wieder dorthin gelangt? Da hätten durchaus ein oder zwei Sequenzen ausgelassen werden können. Ansonsten ist die Geschichte schlüssig und spannend erzählt.
 
Die Geister-Piraten Zombies sind faszinierend visualisiert. Die Kulissen sind traumhaft und erwecken beim Zuschauer das Bedürfnis sich spontan in die Karibik absetzen zu wollen. Die Musik von Geoff Zanelli unterstreicht das Wesen dieses Genres und hinterlässt Ohrwürmer.
 
Die Charaktere ergänzen sich wunderbar und Jack Sparrow, gespielt von Johny Depp, ist wieder in seiner gewohnten Form zu sehen, witzig und galant, auf seine ganz besondere Art und Weise. Das Wiedersehen mit altbekannten und beliebten Figuren macht einfach großen Spaß. Aber auch die nächste Generation, Katarina (Kaya Scodelario) und Jack (Brenton Thwaites) spielen auf hohem Niveau.
 
Fazit: Ein toller Film, gerade für die große Leinwand. Unbedingt sitzen bleiben und sich Überraschen lassen. Bestimmt ist das nicht der letzte ‚Pirates of the Caribbean‘ Film.

Marina Hartfelder

www.marinahartfelder.eu

Die INDAChs-Kritik von Stefan Poßner zu Disneys „Pirates of the Carribean – Salazars Rache“

SALAZARS RACHE liefert grundsolides sowie gefälliges Augen- und Ohrenfeuerwerk. Tatsächlich jedoch nicht mehr. Es fehlt eindeutig an Herz und Glaubwürdigkeit. Und das kann schade und sogar anstrengend sein.
Denn, wenn mir Motivationen der Charaktere abgehen oder die Welt auf der Leinwand ständig aus dem Selbstzweck heraus ihre eigenen Regeln bricht, distanziert sich mein Innerstes. Ich schalte dann zwar nicht ab, aber bin auch nicht Teil dieser Reise auf der Leinwand. Was bleibt ist Berieselung. Und zwar eine schätzungsweise 200 Mio. Dollar teure Berieselung.
Blieben ja noch wenigstens interessante Charaktere, welche man da beoachten könnte. Doch auch hier versagt SALAZARS RACHE.
Jack Sparrow war gewiss einmal ein Großer. Durch seine Exzentrik aber auch Spitzfindigkeit wirkte er gerade im ersten Teil der Filmreihe unglaublich plastisch. Im neuesten Werk hingegen wirkt er eher wie eine flache Projektion seiner Selbst, welche an den offensichtlichsten Stellen kräftig nachsaturiert, gar übersaturiert wurde. Seinem Beitrag zur Handlung trägt er torkelnd mit mehr Glück als Verstand durch Slapstick-Einlagen Rechnung.
Doch spielt Jack sowieso nur noch die zweite Geige.
Das eigentlich handlungstragende Päärchen kommt mit frischen unverbrauchten Gesichtern daher. Doch waren auch sie leider so flach, dass ich nicht einmal an ihre Namen erinnern kann. Just in diesem Moment habe ich deren Namen zwar nachgeschlagen, doch möchte ich den vorhergehenden Satz ehrlicherweise nun gern stehen lassen. Die Motivationen jenes Duos wirken ebenso generisch und bereits mehrfach bekannt wie deren Charakter.Salazar wirkte im Trailer durch eine spannende Mischung aus untoter grausamer Stoischkeit und fast flehend wirkender übertriebener Höflichkeit tief. Im Film hingegen war davon nicht mehr viel zu sehen. Allzu simpel waren seine Motivationen. Allzu simpel und bekannt wirkte auch das Rezept eines übermächtigen, übernatürlichen Antagonisten.
Leider wurde vehement darauf verzichtet, einmal etwas neu zu denken. Oder um mehr als zwei gedankliche Ecken herum Sachverhalte zu konstruieren. Vertan wirkte beispielsweise für mich die Chance auf ein gehaltvolles Spannungsfeld zwischen dem ehemals untoten Barbossa und dem immer noch untoten Salazar. Man sollte doch meinen, die beiden hätten sich etwas zu sagen. Hätten interessante Gedanken mit Witz zu teilen. Aber: Nichts.Dennoch war, wie immer, Captain Barbossa der heimliche Star in diesem Werk und der einzige Charakter mit Farbe. Leider wirkte sein finales Schicksal dann doch eher konstruiert und bei näherer Betrachtung unnötig.

Abschließend kann ich konstatieren, dass Freunde gepflegter Effekthascherei und markiger Musikuntermalung auf ihre Kosten kommen sollten. Mehr als Unterhaltung genau innerhalb der Spielzeit sollte man jedoch nicht erwarten. Wer gern über Filme nachdenkt wird SALAZARS RACHE wahrscheinlich anstrengend finden.

Wenn man bedenkt wie viele gute kleinere Filme für das Budget eines solch aufgeblähten aber hohlen Blockbusters gedreht werden könnten, dann halt! Solche Gedanken sind ungehörig. Kinoticket kaufen! Aber schnell!

Hier die INDAChs Kritik von Letty Felgendreher zu Disneys: „Fluch der Karibik – Salazars Rache“

Szene aus PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE

Es ist soweit – der fünfte Teil der sehr erfolgreichen „Fluch der Karibik“-Reihe kommt in unsere heimischen Kinos – sechs Jahre nach dem vierten Teil.

Ursprünglich war das Release zwei Jahre früher geplant – wurde jedoch angeblich aufgrund von Scriptänderungen verschoben. So schlummert in einem die Hoffnung, dass der fünfte Teil in seinem Unterhaltungswert vielleicht wieder an die älteren Teile anknüpft – denn der vierte Teil war nicht gerade eine Glanzleistung – gleichzeitig jedoch begleitet einen ebenfalls die Befürchtung, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann.

Insgesamt würde ich sagen, dass die Unterhaltungskurve in „Salazars Rache“ wieder etwas an Fahrt aufnimmt, wenngleich auch vieles etwas aufgewärmt vorkommt und die Logiklücken in das wohlwollende Gemüt der Zuschauer – wie die Kanonenkugeln in die Schiffe – einschlagen.

In bewährter Tradition gibt es Verfolgungen auf See, Schlachten auf See und Befreiungen an Land. Während wir den jungen Henry Turner auf seiner Schatzsuche begleiten, darf der weibliche Part und der beliebte Captain Jack Sparrow natürlich nicht fehlen. Javier Bardem in der Rolle des Antagonisten – welche zu Anfang wirklich gut aufgebaut wird, dann jedoch in ihrer Stärke leider nachlässt – macht sich gut. Es ist schon unterhaltsam, die Effeke sind natürlich weitgehend wunderbar und schön anzusehen. Trotzdem merkt man auch wieder – nur, da man es ‚kann’, bedeuten manche Effekte nicht unbedingt, dass sie die beste Lösung darstellen müssen.

Insgesamt fühlt sich der Film auch irgendwie ausgespielt an, man hat eigentlich permanent das Gefühl, alles schon einmal in den Teilen zuvor (z.T. besser) gesehen zu haben. Für ein unterhaltsames Kinoereignis dürfte es genügen, sofern man nicht zuviel hinterfragt und die Bilder einfach auf sich wirken lässt. Sicherlich macht aber auch das bloße Wiedersehen der Figuren einen großen Teil des Vergnügens aus – und das ist ja auch was!

Letty Felgendreher

Die INDAChs Kritik von Mariusz Ginel zu Bruckheimers „Piraten der Karibik: Salazars Rache“

Pirates of the Caribbean Salazars Rache ist der mittlerweile sechste Teil der Reihe und ist eine exzellente Fortsetzung. Sie beinhaltet alles was wir an Pirates of the Carbbean lieben: Action, Witz, Esprit, eine wunderschöne Kulisse und natürlich Johnny Depp als Captain Jack Sparrow.

Die karibische Welt mit ihrer Geschichte der Piraten ist einzigartig. Die Effekte, als auch die komplette Aufmachung sind erstklassig umgesetzt worden und lässt einen gerne in diese Welt eintauchen. Die dazu gebotene musikalische Kulisse erzeugt so manches Gänsehautgefühl.

Auch wenn die Reihe Pirates of The Caribbean nicht für ihren Tiefgang bekannt ist und man dies auch im fünften Teil nicht erwarten sollte, so weiß sie doch auf einem hohen Niveau zu unterhalten. Dies trifft auch im neuen Teil zu, auch wenn das Ende ein wenig zu langatmig ist und zu effektvoll umgesetzt wurde, gleicht er dies wiederrum mit seinen anderen exzellenten Szenen aus.

Die Schauspieler integrieren sich erstklassig in diese Welt und spielen ihre Rollen exzellent. Allen voran Captain Jack Sparrow, gespielt von Johnny Deep. Der bekifft wirkende, oft betrunkene Freibeuter, mit seinem Charm und Witz, trägt allein mit seiner Person viel zum Film bei.

So ist auch der neuste Teil dieser Reihe, ein echter Pirates of the Caribbean, der die Erwartungen, die seine Vorgänger vorausgeschickt haben, voll erfüllen kann. Daher die uneingeschränkte Weiterempfehlung, vor allem auf der großen Leinwand.

Mariusz Ginel
3D and Animation Artist

www.mariuszginel.de

 

Neues von der FFA: Die drei erfolgreichsten Filme des Jahres 2017 in den deutschen Kinos: „ZOOMANIA“, „PETS“ & „FINDET DORIE“

Kinobesucher 2016: Weniger – aber wenn, dann häufiger als im Jahr davor / Neuauflage der FFA-Studie

Deutlich mehr als die Hälfte aller Besucher waren auch im Jahr 2016 wegen eines Blockbusters im Kino. Zwischen Anfang Januar und Ende Dezember wurden 68 Millionen Kinotickets – und damit 56 Prozent aller Eintrittskarten – für einen der 34 Filme gelöst, die im vergangenen Jahr  eine Million Besucher und mehr erreichten, darunter erneut sieben deutsche Produktionen. Die drei erfolgreichsten Filme des letzten Jahres  hatten zudem gleich drei Gemeinsamkeiten:

Es waren 3D-Animationsfilme, deren Protagonisten aus der Tierwelt kamen und die jeweils rund 3,8 Mio. Besucher in die Kinos lockten: Zoomania – Ganz schön ausgefuchst!, Pets und Findet Dorie.

Insgesamt jedoch kam das zurückliegende Kinojahr in fast allen Bereichen der Besuchsstatistik 2016 nicht an das Ausnahmejahr 2015 heran. Die Zahlen finden sich in der aktuellen Studie „Kinobesucher 2016“, die der stellvertretende FFA-Vorstand Frank Völkert am heutigen Mittwoch beim HDF-Kinokongress „Kino 2017“ vorstellte.

Weitere Details aus der Studie:

  • 2016 waren insgesamt 25,0 Millionen Menschen mindestens einmal im Kino – 4,9 Millionen weniger als im Jahr davor (-16%). Allein 4,1 Millionen Kinobesucher, die im Jahre 2015 zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder im Kino waren(„Sleeper“), fanden 2016 nicht erneut den Weg ins Kino;​
  • die Besucherreichreichweite gemessen an der Gesamtbevölkerung lag in 2016 bei 37 Prozent – und damit erstmals seit 2007 wieder unter 40 Prozent. Am kinoaffinsten waren erneut die  10- bis 19-Jährigen mit einer Reichweite von 71% – und hier insbesondere junge Frauen (79%): Knapp acht von zehn jungen Frauen in Deutschland in diesem Alter waren im letzten Jahr mindestens einmal im Kino;
  • ​die Besuchsintensität legte im Vergleich zum Vorjahr – im Gegensatz zur Reichweite – zu und lag im Jahre 2016 bei  4,7 (2015: 4,5) Besuchen. Mit durchschnittlich 5,6 Besuchen waren die Pro-Kopf-Besuche bei den 30- bis 39-Jährigen am höchsten – die damit erstmals die seit GfK-Aufzeichnung stärkste Gruppe der 20- bis 29-Jährigen (5,2 Besuche) übertrafen;
  • ​die stabilste Zielgruppe nach Besuchen war die der 30- bis 39-Jährigen mit 20,5 Mio. Besuchen (2015: 20,4 Mio.) – während im Vorjahresvergleich alle anderen Altersgruppen weniger Interesse am Kino zeigten;
  • im 6-Jahres-Vergleich gewann das Kino mit 45 Prozent am stärksten in der Zielgruppe der 50- bis 59-Jährigen an Besuchern hinzu –  und verlor bei den 20- bis 29-Jährigen am meisten (-32%), die jedoch nach verkauften Tickets die zweitstärkste Besuchsgruppe hinter den 10- bis 19-Jährigen blieben;
  • während 43 Prozent der 20- bis 29-Jährigen gleich in der Startwoche eines Films ins Kino gingen, sah knapp jeder fünfte Kinogänger ab 50 Jahren (19%) erst nach mehr als zwei Monaten nach Start den Film seiner Wahl im Kino;
  • 56 Prozent aller Kinobesucher gingen von Freitag bis Sonntag ins Kino und zahlten damit in der Regel einen höheren Ticketpreis – vor zehn Jahren lag deren Anteil gerade bei der Hälfte (50%).

Die FFA veröffentlicht seit 25 Jahren regelmäßig Studien über die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten. Grundlage für die Auswertungen ist das Individualpanel Media*Scope der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dessen filmwirtschaftliche Daten der FFA exklusiv zur Verfügung stehen. Das Panel umfasst 25.000 Teilnehmer und steht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahren. Die Studie Kinobesucher 2016 – Strukturen und Entwicklungen auf Basis des GfK-Panels steht ab sofort auf der FFA-Website zum Download bereit.

Hier die INDAChs Kritik von Kay Delventhal zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

„Guardians of the Galaxy VOL. 2“ – ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Ich hatte schon einige Trailer gesehen und war insofern „vorbelastet“. Dennoch hat der Film meine Erwartungen mehr als erfüllt. Die liebgewonnen Charaktere aus dem ersten Teil, die Bösen, sowie einige neue, auch Böse, kommen einem Familien treffen gleich (Vorsicht Spoiler). Die bunte, detailreiche, actiongefüllte und vor allen Dingen humorvolle Story macht einfach Spaß. Die ständige Erweiterung des Marvel-Universums in alle Richtungen, Dimensionen und Ziellinien ist auch hier gelungen. Es ist ein Fantasie-Action-Film und wenn man möchte, könnte man an einigen Stellen auch gerechtfertigte Kritik üben … Könnte, man muss man aber nicht. Eine übermäßig tiefgründe Story sollte man aber nicht erwarten. Man kann sich aber gut auf das Spektakel einlassen und es genießen. Die „Guardians of the Galaxy“ gehören auf jeden Fall zu meinen Marvel-Favoriten.

Mir gefielen die verschieden und andersartigen Charaktere sowie deren unterschiedliche Art von Humor, passten zur jeweiligen Persönlichkeit, am besten. Ich mag die bunten, fantasievollen Welten und die atemberaubenden Kamerafahrten – und möchte den Film unbedingt noch mal in IMAX 3D sehen. Ich kann den Film guten Gewissens als „sehenswert“ empfehlen.

Vielen Dank INDAC und Johannes für die tolle Gelegenheit und die Organisation!

Kay Delventhal

http://www.delventhal.com/

Hier die INDAChs Kritik von Anna Hybsier zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist einer der Filme auf die ich mich dieses Jahr besonders freue bzw. gefreut habe. Es war also mit hohen Erwartungen mit denen ich zur Pressevorstellung gegangen bin. Nicht künstlerisch-wertvoll-gewinnt-den-Oscar-für-Drama Erwartungen aber ich wollte schon einen lustigen, visuell schönen und einfach coolen Film sehen; na ja wie Guardians of the Galaxy Vol. 1 eben. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Guardians of the Galaxy 2 bringt unsere Helden aus Teil 1 wieder zusammen und schon bei der ersten Szene wird klar dass dieser Film sich nicht zu ernst nimmt. Es ist eindeutig das die Schauspieler sehr viel Spaß bei dem Dreh hatten. Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt; Starlord (Chris Pratt) trifft endlich auf seinen Vater (brillant gespielt von Kurt Russel) aber nicht alles was glänzt ist immer Gold. Es wäre aber nicht fair die Geschichte jetzt einfach nur so abzuschreiben denn sie ist, gerade für eine ‚Blockbuster‘, relativ komplex und hat überraschend viel Herz.  Visuell ist der Film sehr beeindruckend, aber das ist ja schon fast zu erwarten bei Marvel Studio Filmen.

Für Kinobesucher die den ersten Teil nicht gesehen haben würde ich empfehlen es nachzuholen. Nicht nur ist es ein lustiger und sehenswerter Film aber er hilft auch die Figuren einzuordnen.  Denn Guardians of the Galaxy Vol. 2 nimmt sich nur wenig Zeit die auf die Beziehungen der Figuren untereinander einzugehen. Dies könnte durchaus als Schwäche gesehen werden da manche Figuren, wie z.B. Drax, schon falsch verstanden werden könnten.

Am Ende aber ist das nur eine kleine Schwäche die durch die Stärken des Filmes weggemacht werden. Guardians of the Galaxy Vol.2 ist den Kinobesuch auf alle Fälle wert, sowohl für Comic Nerds (zu denen ich mich selbst auch zähle) für die vielen kleinen ‚Easter Eggs‘ als auch für ‚normale‘ Kinobesucher die einfachen einen guten, lustigen Film sehen wollen der, obwohl er sich nicht zu ernst nimmt, immer noch genügend Substanz hat. Und wie immer, sitzen bleiben und den Abspann schauen!  Viel Spaß und I am Groot!

Anna Hybsier

http://www.ahybsier.com/

 

INDAC SCREENING: PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE

In Zusammenarbeit mit Walt Disney Studios Motion Pictures Germany darf INDAC jeweils 5 Animationschaffende zu den Pressevorführungen des Films PIRATES OFTHE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE einladen! Die Screenings finden statt in: Hamburg, München, Berlin, Leipzig, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart!

Die Vorführungen finden statt in der Originalversion in 3D, Länge 128 Minuten!

 

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Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Guardians Of The Galaxy Vol. 2

Rocket (Voiced by Bradley Cooper)

Ph: Film Frame

©Marvel Studios 2017

Das war bunt. Episch bunt. Der Gedanke an ‚Trolls’, wollte mich den ganzen Film über nicht loslassen, und schwebt zwischen ‚finde ich das jetzt gelungen oder nicht?‘. Selbstironisch ist die Fortsetzung der Weltraumbeschützer Saga allemal. CGI, VFX, Compositing sind fast unangreifbar, aber nur fast. Zum Teil wirkt er doch recht überladen und steht weder im Kontrast noch in der Notwendigkeit zu den fast perfekt gelungenen Szenen. Manchmal ist es eben doch ‚weniger ist mehr‘. Was wohl auch zu dem Slapstick Dialogen passt, wenn einige Witze die Kinobesucher auflachen ließen, hätten andere Passagen getrost weggelassen werden können, was dem Film sicherlich zur Gute käme.

Die Dramaturgie wurde leider vernachlässigt, obwohl die Geschichte an sich viel Potenzial bietet. Fängt der Film spannend und imposant an, fällt die Kurve drastisch nach den ersten 30 Minuten und hat Schwierigkeiten wieder Wind aufzunehmen. Dieses Phänomen scheint in letzter Zeit ein grundlegendes Problem darzustellen, als würden sich die Regisseure denken (oder sie müssen so denken): passt schon die Bilder sind so toll anzuschauen, das fällt nicht auf. Im Gegenteil, gerade dieses Detail schadet immense einem sonst so bildgewaltig produzierten Werk. Als hätte ‚the last Producer‘ gefehlt, der sich das Sequel nach dem ‚Final-Cut‘ noch mal anschaut und ihn vom unnötigen Ballast befreit und zu einem runden Bonbon verhilft. Was dieser Film sicherlich hätte werden können.

Auch wenn ich mich sehr gefreut habe Starlord, Gamora, Drag, Rocket und Little Groot wieder zu sehen, kam es mir vor als würde der Film nach seiner Identität suchen. Fast so als wäre ‚I am Groot’ des ersten Teils doch der unersetzbare Mittelpunkt gewesen. Die Klapperschlange war drin, Kudos an die Maske oder war es CGI, die Frage beschäftigt mich immer noch. Es hat mich schwer beeindruckt Kurt Russel noch mal in seinen jungen Jahren zu sehen. Trolls wie (schon erwähnt), Knight Rider und einen Hauch Expendables, auch wenn ich das Ü-Ei Silvester Stallone und David Hasselhoff besonders gelungen fand, ließ sich einfach nicht weg schütteln. Lediglich zum Ende hin haben sich alle wieder gefangen und an den eigentlichen Sinn von den ‚Guardians of the Galaxy’ erinnert, die Unmöglichsten der Unmöglichen der Galaxis zusammenzubringen und erfolgreich selbst einem Gott zu trotzen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film, der mit der mit dem ersten Teil zwar nicht mithalten kann, aber sicherlich schon vom Soundtrack her einen in seine Kindheit zurückwirft und visuell einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

P.S. Marvel’s Post Credit Szenen sind zufriedenstellend, davon gab es viele (vielleicht schon etwas zu viele).

Danke aus Hamburg,

Marina Hartfelder

Have a look! Das Moana Animation Reel von Jacob Frey!

http://www.jacobfrey.de/

Jacob Frey is an award-winning director / character animator from Hilden, Germany. His short films have been screened on numerous film festivals worldwide where they have won over one hundred awards in total. His short film THE PRESENT (2014) went viral on social media once it got released online in early 2016 and caught over 150 million views.

His credits as an animator include Walt Disney Animation’s “Zootopia” & “Moana” as well as Illumination Entertainment’s “The Secret Life of Pets”. He also worked as a character animator for London based Magic Light Pictures, where he animated on the Oscar-nominated short “Room on the Broom”.

In 2010 Jacob already spent one year in Los Angeles where he worked at the renowned animation studio Psyop.

„Aladdin is one of my favorite Disney movies and it was such an incredible experience to have worked with Disney legends Ron Clements & John Musker. These are the shots which I animated on the Moana. Thanks to the heads of animation, supervisors and my colleagues for all your advice and help. You guys rock!“

Die Indachs-Kritik von Scherin Rajakumaran zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Absolute Begeisterung und wundervolle Welten. So lässt sich der Film für mich vermutlich am ehesten zusammenfassen. Ich muss gestehen, dass dieser Film mein erster Marvel Film war, den ich tatsächlich geschaut habe. Ja ja, viele werden sich jetzt den Kopf schütteln und die Augen verdrehen, weil ich als leidenschaftlicher VFX Producer etwas ganz anderes sagen sollte, aber dieser ganze Superhelden Hype hat mich einfach nie betroffen. Alles zu viel Action und zu absurd für mich. Als ich mich für Guardian of the Galaxy angemeldet hatte, wollte ich den wirklich witzigen Kritiken, die ich zu Teil 1 gelesen hatte damals einfach mal nachgehen und war Neugierig, ob es nicht doch etwas für mich sein könnte. Und ich muss gestehen, ich habe sehr viel und sehr laut gelacht während des Films. Die Story ist natürlich zum Teil schon sehr flach, wenn man sie auf den Kern reduziert, dass ein Sohn seinen Vater nicht kennt, ihn kennenlernt und am Ende feststellt, dass die Realität anders ist als seine Illusion und er mit seiner selbst gewählten Familie wesentlich besser dran ist.

Der Humor war unheimlich flach, was ich ganz zauberhaft fand. Es gab viele Slapstick Situationen, die wirklich sehr lustig waren und zum Mitlachen mitrissen. Der Romantik Faktor war erfrischend beiläufig, was mir sehr sehr gut gefallen hat.

Die größte Faszination galt selbstverständlich den tollen detailreichen Welten auf den verschiedenen Planeten. Die Präzision im kleinsten Detail war wie ein roter Faden, der sich durch den Film zog. Die farbenfrohen und unterschiedlichen Planeten spiegeln in jedem Detail viel Liebe und ein schlüssiges Konzept wieder; wirklich sehr beeindruckend!

Worauf ich völlig hätte verzicht

en können ist es den Film Stereo zu sehen. An vielen Stellen funktioniert die Konvertierung der 2D Daten einfach gar nicht leider und es wirkt sehr billig und schlecht gemacht. Meiner Meinung sollte man darauf verzichten, wenn es dem Ergebnis nicht hilft besser zu werden und es sogar eher nur schadet.. was es meiner Meinung in diesem Fall auch wieder tut leider.

Ich muss abschließend sagen, das es mit Sicherheit nicht mein letzter Marvel Film gewesen sein wird und ich unglaublich viel Spaß beim Gucken hatte. Ich befürchte auch mich hat der Hype nun gepackt.. 🙂

Danke liebes Indac Team für die Möglichkeit auf den Marvel Zug aufzuspringen!

Scherin Rajakumaran

Head of Film Department bei LAVAlabs Moving Images GmbH & Co KG

Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

zur Story: …und auch diesmal müssen die fünf Freunde -oder besser noch Familienmitglieder- beweisen, dass sie es mit bösen Mächten in fernen Galaxien aufnehmen können, um erneut das Universum zu retten. Denn abermals kreuzen sich die Wege von Peter, Gamora, Drax, Rocket und Groot mit einigen, finsteren Gestalten, die nichts Gutes im Schilde führen. Zudem steht sogar ein Familientreffen der ganz besonderen Art bevor, denn Peter „Star-Lord“ Quill lernt tatsächlich seinen außerirdischen Vater persönlich kennen und das ist doch mal was Schönes, oder?
Man nehme einen ambitionierten, leidenschaftlichen Regisseur und Drehbuchautor, eine bunte Truppe von 5 ehemaligen Einzelgängern, gebe eine haarsträubende Story dazu, würze es mit hervorragenden Special- & CGI Effects und garniere alles on Top mit einer großen Portion augenzwinkerndem Witz… et voila: Fertig ist ein Kino-Menü Deluxe vom allerfeinsten! Was schon beim ersten Teil „Guardians of the Galaxy“ hervorragend funktioniert hat, wiederholen die Macher rund um James Gunn gekonnt mit dem zweiten Teil und -auch dies sei schon verraten- setzen sogar noch eins drauf! Meine Erwartungen zum neuen Abenteuer „Guardians of the Galaxy – Vol. 2“ waren sehr sehr sehr hoch und wurden dennoch sogar übertroffen. Abgesehen von dem bereits genannten stimmt bei dem Film auch drumherum einfach alles, inkl. der Musik, den Dialogen, Kurt Russel, vielen Abspannszenen und natürlich dem putzigen Baby-Groot… und auch David Hasselhoff hat einen richtig lustigen Cameo-Auftritt! Schon beim ersten Teil habe ich mich als großen Fan der „Guardians of the Galaxy“ Truppe geoutet. Mittlerweile avanciert sie zu meiner absoluten Lieblingscrew an den Avengers vorbei auf Platz 1! Auch den zweiten Teil „Vol. 2“ werde ich mir garantiert noch zwei weitere Male im Kino meines Vertrauens anschauen, denn ich wurde perfekt unterhalten, finde ihn absolut gelungen und einfach nur mega-mega-Groot
Mario Doll
https://youtu.be/euWryM36TFE

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