Hier die INDAChs Kritik von Kay Delventhal zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

„Guardians of the Galaxy VOL. 2“ – ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Ich hatte schon einige Trailer gesehen und war insofern „vorbelastet“. Dennoch hat der Film meine Erwartungen mehr als erfüllt. Die liebgewonnen Charaktere aus dem ersten Teil, die Bösen, sowie einige neue, auch Böse, kommen einem Familien treffen gleich (Vorsicht Spoiler). Die bunte, detailreiche, actiongefüllte und vor allen Dingen humorvolle Story macht einfach Spaß. Die ständige Erweiterung des Marvel-Universums in alle Richtungen, Dimensionen und Ziellinien ist auch hier gelungen. Es ist ein Fantasie-Action-Film und wenn man möchte, könnte man an einigen Stellen auch gerechtfertigte Kritik üben … Könnte, man muss man aber nicht. Eine übermäßig tiefgründe Story sollte man aber nicht erwarten. Man kann sich aber gut auf das Spektakel einlassen und es genießen. Die „Guardians of the Galaxy“ gehören auf jeden Fall zu meinen Marvel-Favoriten.

Mir gefielen die verschieden und andersartigen Charaktere sowie deren unterschiedliche Art von Humor, passten zur jeweiligen Persönlichkeit, am besten. Ich mag die bunten, fantasievollen Welten und die atemberaubenden Kamerafahrten – und möchte den Film unbedingt noch mal in IMAX 3D sehen. Ich kann den Film guten Gewissens als „sehenswert“ empfehlen.

Vielen Dank INDAC und Johannes für die tolle Gelegenheit und die Organisation!

Kay Delventhal

http://www.delventhal.com/

Hier die INDAChs Kritik von Anna Hybsier zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist einer der Filme auf die ich mich dieses Jahr besonders freue bzw. gefreut habe. Es war also mit hohen Erwartungen mit denen ich zur Pressevorstellung gegangen bin. Nicht künstlerisch-wertvoll-gewinnt-den-Oscar-für-Drama Erwartungen aber ich wollte schon einen lustigen, visuell schönen und einfach coolen Film sehen; na ja wie Guardians of the Galaxy Vol. 1 eben. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Guardians of the Galaxy 2 bringt unsere Helden aus Teil 1 wieder zusammen und schon bei der ersten Szene wird klar dass dieser Film sich nicht zu ernst nimmt. Es ist eindeutig das die Schauspieler sehr viel Spaß bei dem Dreh hatten. Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt; Starlord (Chris Pratt) trifft endlich auf seinen Vater (brillant gespielt von Kurt Russel) aber nicht alles was glänzt ist immer Gold. Es wäre aber nicht fair die Geschichte jetzt einfach nur so abzuschreiben denn sie ist, gerade für eine ‚Blockbuster‘, relativ komplex und hat überraschend viel Herz.  Visuell ist der Film sehr beeindruckend, aber das ist ja schon fast zu erwarten bei Marvel Studio Filmen.

Für Kinobesucher die den ersten Teil nicht gesehen haben würde ich empfehlen es nachzuholen. Nicht nur ist es ein lustiger und sehenswerter Film aber er hilft auch die Figuren einzuordnen.  Denn Guardians of the Galaxy Vol. 2 nimmt sich nur wenig Zeit die auf die Beziehungen der Figuren untereinander einzugehen. Dies könnte durchaus als Schwäche gesehen werden da manche Figuren, wie z.B. Drax, schon falsch verstanden werden könnten.

Am Ende aber ist das nur eine kleine Schwäche die durch die Stärken des Filmes weggemacht werden. Guardians of the Galaxy Vol.2 ist den Kinobesuch auf alle Fälle wert, sowohl für Comic Nerds (zu denen ich mich selbst auch zähle) für die vielen kleinen ‚Easter Eggs‘ als auch für ‚normale‘ Kinobesucher die einfachen einen guten, lustigen Film sehen wollen der, obwohl er sich nicht zu ernst nimmt, immer noch genügend Substanz hat. Und wie immer, sitzen bleiben und den Abspann schauen!  Viel Spaß und I am Groot!

Anna Hybsier

http://www.ahybsier.com/

 

Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Guardians Of The Galaxy Vol. 2

Rocket (Voiced by Bradley Cooper)

Ph: Film Frame

©Marvel Studios 2017

Das war bunt. Episch bunt. Der Gedanke an ‚Trolls’, wollte mich den ganzen Film über nicht loslassen, und schwebt zwischen ‚finde ich das jetzt gelungen oder nicht?‘. Selbstironisch ist die Fortsetzung der Weltraumbeschützer Saga allemal. CGI, VFX, Compositing sind fast unangreifbar, aber nur fast. Zum Teil wirkt er doch recht überladen und steht weder im Kontrast noch in der Notwendigkeit zu den fast perfekt gelungenen Szenen. Manchmal ist es eben doch ‚weniger ist mehr‘. Was wohl auch zu dem Slapstick Dialogen passt, wenn einige Witze die Kinobesucher auflachen ließen, hätten andere Passagen getrost weggelassen werden können, was dem Film sicherlich zur Gute käme.

Die Dramaturgie wurde leider vernachlässigt, obwohl die Geschichte an sich viel Potenzial bietet. Fängt der Film spannend und imposant an, fällt die Kurve drastisch nach den ersten 30 Minuten und hat Schwierigkeiten wieder Wind aufzunehmen. Dieses Phänomen scheint in letzter Zeit ein grundlegendes Problem darzustellen, als würden sich die Regisseure denken (oder sie müssen so denken): passt schon die Bilder sind so toll anzuschauen, das fällt nicht auf. Im Gegenteil, gerade dieses Detail schadet immense einem sonst so bildgewaltig produzierten Werk. Als hätte ‚the last Producer‘ gefehlt, der sich das Sequel nach dem ‚Final-Cut‘ noch mal anschaut und ihn vom unnötigen Ballast befreit und zu einem runden Bonbon verhilft. Was dieser Film sicherlich hätte werden können.

Auch wenn ich mich sehr gefreut habe Starlord, Gamora, Drag, Rocket und Little Groot wieder zu sehen, kam es mir vor als würde der Film nach seiner Identität suchen. Fast so als wäre ‚I am Groot’ des ersten Teils doch der unersetzbare Mittelpunkt gewesen. Die Klapperschlange war drin, Kudos an die Maske oder war es CGI, die Frage beschäftigt mich immer noch. Es hat mich schwer beeindruckt Kurt Russel noch mal in seinen jungen Jahren zu sehen. Trolls wie (schon erwähnt), Knight Rider und einen Hauch Expendables, auch wenn ich das Ü-Ei Silvester Stallone und David Hasselhoff besonders gelungen fand, ließ sich einfach nicht weg schütteln. Lediglich zum Ende hin haben sich alle wieder gefangen und an den eigentlichen Sinn von den ‚Guardians of the Galaxy’ erinnert, die Unmöglichsten der Unmöglichen der Galaxis zusammenzubringen und erfolgreich selbst einem Gott zu trotzen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film, der mit der mit dem ersten Teil zwar nicht mithalten kann, aber sicherlich schon vom Soundtrack her einen in seine Kindheit zurückwirft und visuell einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

P.S. Marvel’s Post Credit Szenen sind zufriedenstellend, davon gab es viele (vielleicht schon etwas zu viele).

Danke aus Hamburg,

Marina Hartfelder

Die Indachs-Kritik von Scherin Rajakumaran zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Absolute Begeisterung und wundervolle Welten. So lässt sich der Film für mich vermutlich am ehesten zusammenfassen. Ich muss gestehen, dass dieser Film mein erster Marvel Film war, den ich tatsächlich geschaut habe. Ja ja, viele werden sich jetzt den Kopf schütteln und die Augen verdrehen, weil ich als leidenschaftlicher VFX Producer etwas ganz anderes sagen sollte, aber dieser ganze Superhelden Hype hat mich einfach nie betroffen. Alles zu viel Action und zu absurd für mich. Als ich mich für Guardian of the Galaxy angemeldet hatte, wollte ich den wirklich witzigen Kritiken, die ich zu Teil 1 gelesen hatte damals einfach mal nachgehen und war Neugierig, ob es nicht doch etwas für mich sein könnte. Und ich muss gestehen, ich habe sehr viel und sehr laut gelacht während des Films. Die Story ist natürlich zum Teil schon sehr flach, wenn man sie auf den Kern reduziert, dass ein Sohn seinen Vater nicht kennt, ihn kennenlernt und am Ende feststellt, dass die Realität anders ist als seine Illusion und er mit seiner selbst gewählten Familie wesentlich besser dran ist.

Der Humor war unheimlich flach, was ich ganz zauberhaft fand. Es gab viele Slapstick Situationen, die wirklich sehr lustig waren und zum Mitlachen mitrissen. Der Romantik Faktor war erfrischend beiläufig, was mir sehr sehr gut gefallen hat.

Die größte Faszination galt selbstverständlich den tollen detailreichen Welten auf den verschiedenen Planeten. Die Präzision im kleinsten Detail war wie ein roter Faden, der sich durch den Film zog. Die farbenfrohen und unterschiedlichen Planeten spiegeln in jedem Detail viel Liebe und ein schlüssiges Konzept wieder; wirklich sehr beeindruckend!

Worauf ich völlig hätte verzicht

en können ist es den Film Stereo zu sehen. An vielen Stellen funktioniert die Konvertierung der 2D Daten einfach gar nicht leider und es wirkt sehr billig und schlecht gemacht. Meiner Meinung sollte man darauf verzichten, wenn es dem Ergebnis nicht hilft besser zu werden und es sogar eher nur schadet.. was es meiner Meinung in diesem Fall auch wieder tut leider.

Ich muss abschließend sagen, das es mit Sicherheit nicht mein letzter Marvel Film gewesen sein wird und ich unglaublich viel Spaß beim Gucken hatte. Ich befürchte auch mich hat der Hype nun gepackt.. 🙂

Danke liebes Indac Team für die Möglichkeit auf den Marvel Zug aufzuspringen!

Scherin Rajakumaran

Head of Film Department bei LAVAlabs Moving Images GmbH & Co KG

Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

zur Story: …und auch diesmal müssen die fünf Freunde -oder besser noch Familienmitglieder- beweisen, dass sie es mit bösen Mächten in fernen Galaxien aufnehmen können, um erneut das Universum zu retten. Denn abermals kreuzen sich die Wege von Peter, Gamora, Drax, Rocket und Groot mit einigen, finsteren Gestalten, die nichts Gutes im Schilde führen. Zudem steht sogar ein Familientreffen der ganz besonderen Art bevor, denn Peter „Star-Lord“ Quill lernt tatsächlich seinen außerirdischen Vater persönlich kennen und das ist doch mal was Schönes, oder?
Man nehme einen ambitionierten, leidenschaftlichen Regisseur und Drehbuchautor, eine bunte Truppe von 5 ehemaligen Einzelgängern, gebe eine haarsträubende Story dazu, würze es mit hervorragenden Special- & CGI Effects und garniere alles on Top mit einer großen Portion augenzwinkerndem Witz… et voila: Fertig ist ein Kino-Menü Deluxe vom allerfeinsten! Was schon beim ersten Teil „Guardians of the Galaxy“ hervorragend funktioniert hat, wiederholen die Macher rund um James Gunn gekonnt mit dem zweiten Teil und -auch dies sei schon verraten- setzen sogar noch eins drauf! Meine Erwartungen zum neuen Abenteuer „Guardians of the Galaxy – Vol. 2“ waren sehr sehr sehr hoch und wurden dennoch sogar übertroffen. Abgesehen von dem bereits genannten stimmt bei dem Film auch drumherum einfach alles, inkl. der Musik, den Dialogen, Kurt Russel, vielen Abspannszenen und natürlich dem putzigen Baby-Groot… und auch David Hasselhoff hat einen richtig lustigen Cameo-Auftritt! Schon beim ersten Teil habe ich mich als großen Fan der „Guardians of the Galaxy“ Truppe geoutet. Mittlerweile avanciert sie zu meiner absoluten Lieblingscrew an den Avengers vorbei auf Platz 1! Auch den zweiten Teil „Vol. 2“ werde ich mir garantiert noch zwei weitere Male im Kino meines Vertrauens anschauen, denn ich wurde perfekt unterhalten, finde ihn absolut gelungen und einfach nur mega-mega-Groot
Mario Doll
https://youtu.be/euWryM36TFE

Die INDAChs Kritik von Florian Zeidler zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Michael Knoll

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Friederike Trunzer

Am 27. April werden die Zuschauer erneut eingeladen, an den Abenteuern der “Guardians of the Galaxy” um Peter “Star Lord” Quill (Christ Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Rocket (Stimme: Bradley Cooper), dem knuffigen Baby-Groot (Stimme: Vin Diesel) und Drax (Dave Bautista) teilzuhaben. James Gunn inszeniert mit der “Vol. 2” eine gelungene Fortsetzung, die die Stimmung des Vorgängers passend aufgreift.

Die Guardians sind mittlerweile in der ganzen Galaxie für ihre Dienste bekannt – doch in der Fortsetzung wird nun auch endlich die Vorgeschichte von Peter Quill alias “Starlord” erzählt, der unverhofft auf seinen Vater “Ego” (Kurt Russell) trifft. Ob nun die perfekte “Vater und Sohn”-Idylle entsteht, bleibt abzuwarten. Auch weitere Charaktere aus dem ersten Teil, wie Yondu (Michael Rooker) und Nebula (Karen Gillan) sind wieder mit von der Partie.

Wir werden Zeuge einer schrecklich netten und dennoch liebenswerten Familie um die “Guardians of the Galaxy”, bei denen kein Spruch zu blöd und keine Beleidigung zu ausgefallen ist. Spektakuläre und aufwendig inszenierte Actionsequenzen werden immer wieder durch gelungenen Wortwitz ergänzt, der für viele Lacher und “Comic Relief” sorgt. Neben recht überraschenden Cameo- und Gastauftritten darf Marvel-typisch natürlich auch Stan Lee nicht fehlen.

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs!

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

Effekttechnisch haben Framestore, Trixter, Weta und weitere VFX-Schmieden erfolgreich eine fantastische Galaxie aus Planeten, Wesen, Raumschiffen und Weltraumschlachten zum Leben erweckt, abwechslungsreiche Farbwelten erzeugt und gelungen mit dem Licht gespielt. Die beiden vollanimierten Protagonisten – Baby-Groot und Rocket – kommen glaubhaft daher und fügen sich sehr gut ein.

Musikalisch ist wieder ein äußerst guter Mix aus Ohrwürmern der 70er Jahre und heroischer Filmmusik von Tyler Bates entstanden. So wird selbst den klassischen “Heldensequenzen” in Zeitlupe eine Portion Witz und Selbstironie verliehen.

Die Kinobesucher erwartet also ab dem 27. ein witziges, buntes Actionspektakel in guter Besetzung, welches gelungen an den ersten Teil anknüpft und viele Fragen beantwortet. Die “Guardians of the Galaxy” werden zurückkehren, zunächst vermutlich im kommenden Jahr mit “Avengers: Infinity War”.

P.S. ..Marvel-typisch ist es den Kinobesuchern geraten, auch noch für den Abspann sitzen zu bleiben – dieser selbst steckt voller Kuriositäten und hält am Ende natürlich eine Überraschung bereit!

Florian Zeidler

https://www.graphlex-production.de/

Hier die INDAChs Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs!

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

Siehe auch die Kritik von Friederike Trunzer!

20th Century Fox‘ LOGAN ist noch nicht ganz aus dem Kino verschwunden und schon schiebt Disney den nächsten Beitrag im MCU (Marvel Cinematic Universe) nach. Wieder nahm James Gunn (SUPER, SLITHER) Platz im Regiestuhl, der bereits 3 Jahre zuvor das eher unbekannte Franchise ohne große Namen in einen Kritiker- und Zuschauerliebling verwandelte. Umso größer sind die Erwartungen an den zweiten Teil des galaktischen Team Ups. Ist James Gunn wieder für eine Überraschung gut?

Michael Knoll

Wenn du einer der fünf Menschen auf diesem Planeten bist, der eine original Disc von James Gunns unterschätzen Low-Budget-Kracher SUPER in den Händen hältst und zudem noch die zahllosen Extras gesichtet hast, dann wird dir nicht entgangen wie James Gunn durch einen Comicbuchladen streunt und von seinen Lieblingsserien erzählt. Ja, Herr Gunn ist seit jeher ein Comicfan und das spürt man in GUARDIANS, während man sich bei andern MCU Beiträgen fragt, ob der Regisseur jemals ein Graphic Novel in seiner Hand hielt. Gunn liebt diese Welten und die Figuren, die ihnen innewohnen. Das Ergebnis ist, dass er den zweiten Teil seiner Saga weiter zum beliebtesten Franchise im MCU ausbaut und zeigt, warum die Guardians Filme die besseren AVENGERS sind. Deren zweiter Teil war überfrachtet mit Figuren, Geschichten und übergeordneten Plot Points, die im Film gar nichts zu suchen hatten. Teil eines gigantischen Plans, den seine Schöpfer wohl gar nicht im Ganzen erfassen. GUARDIANS geht da andere Wege. Statt auf einen aufgeblähten Plot zu setzen, der wie ein ausgeklügeltes Puzzleteil wirkt, verschachtelt in einem kruden Rätsel, geht es hier um die Figuren. Das heißt nicht, dass die Action und der Spaß zu kurz kommen. Davon bietet der Film mehr als genug. Aber im Kern geht es um die Figuren, die zu einer Familie zusammenwachsen müssen und mit den Resten ihrer eigenen konfrontiert werden. Das sorgt für Empathie, Emotionen und macht die Lacher lachenswert. Die Konzentration auf die Figuren und ihre Probleme machen den Film so unterhaltsam und trennt ihn von anderen Produktionen ab, wo Charakter-Entwicklung zum Beiwerk von Effektvehikeln und billigen Lachern verkommt. Man fiebert um die Guardians mit, weil man sie mag. Sie haben Probleme, mit denen wir uns identifizieren können. Ob das nun im Weltall spielt und leicht überhöht ist, spielt keine Rolle, wenn die Emotionen echt sind.

Und selbst das ewige Plot Goal die Galaxie zu retten (vgl. die Erde zu retten bei beinahe allen AVENGERS Filmen), tritt relativ spät (obwohl im Trailer längst erwähnt) in Erscheinung. Der Film zieht seine Hauptspannung aus der Figurenkonstellation, bei der man auch das plottlastige Ende verzeiht, da es mit ins eigentliche Konzept spielt. Das mag auch am sehr gut gealterten Kurt Russel liegen, der an seiner Performance als Peter Quills Alienvater sichtlich Spaß hatte. Er verleiht der antagonistischen Kraft ein Gesicht und eine klare Motivation, was die Pläne nachvollziehbar macht. Weniger versumpft wie beim Vorgänger, wo der Fanatiker Ronan gegen Ende zu einer eher geistlosen Marionette verkam.

Zum neonfarben Look des Gunn’schen Universums, deren Effekte (wie schon im ersten Teil) über die alle Zweifel erhaben sind (im Gegensatz zum Disney Bruder ROGUE ONE, deren GCI Tarkin Nackenhaare sträuben lässt und Genickschmerzen durch heftiges Kopfschütteln verursacht), gesellt sich wieder ein von Rock und Pop Klassikern durchdrungener Soundtrack. Diese war schon das Markenzeichen des ersten Teils (da vielleicht sogar noch besser zusammengestellt) und hat eine inhaltliche Relevanz. Genau diese sucht die Konkurrenz derweil verzweifelt und stopft hirnlos Popklassiker in Trailer und Filme (siehe den Oscar gekrönten SUICIDE SQUAD).

Am Ende bleibt GUARDIANS OF THE GALAXY VOL.2 wohl das bestmögliche Popcornkino im Comiczeitalter mit einem netten SciFi-touch, einer guten Story, durchdachten Charakteren und ein paar Cameos, die jeden 80’s Fan beglücken werden. Normalerweise soll man aufhören, wenn’s am schönsten ist, aber da die Liste der angekündigten Adaptionen mittlerweile länger als der die Namen der CG-Artists im Abspann eines MCU Films, bleibt nur eines zu sagen: Wir hoffen das Beste …

Michael Knoll, Leipzig

Hier die INDAChs Kritik von Friederike Trunzer zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Selbstverständlich treten die Guardians of the Galaxy auch im zweiten Teil der Marvel Comic Verfilmung wieder an, um nicht weniger als die gesamte Galaxie zu retten. Dabei steht der Star-Lord – alias Peter Quill vor einer besonderen Herausforderung da er mit seiner Vergangenheit und seiner Familiengeschichte konfrontiert wird. Aber wie bereits im ersten Teil stehen Peter auch im zweiten Teil wieder eine buntgemischte Truppe zur Seite auf die er sich verlassen kann.
Grundsätzlich kann ich nur sagen dass Marvel mit Guardians of the Galaxy Vol. 2 ein echt guter Film gelungen ist der Spaß macht. Anders als einige der letzten Marvel-Verfilmungen kommt der Guardians of the Galaxy Film nicht duster oder schwer daher sondern ist ein bunter actiongeladener Film zum zurücklehnen lachen und genießen. Der Film ist gespickt mit Humor und echt guter Action. Der Film verschwendet auch keine Zeit mit langen Einführungen oder Hinleitungen sondern nimmt gleich Fahrt auf und behält dieses Tempo bis zum Schluss bei. Getragen wird der Film neben dem Humor durch seine speziellen Charaktere die der Zuschauer bereits aus dem ersten Teil kennt – und liebgewonnen hat. Neben Gamora sind somit auch wieder Drax Rocket und Groot mit von der Partie. Hierbei ist vor allem Groot als Baum-Kind das unbekümmert seine Welt erforscht und erlebt hervorzuheben. Aber der Zuschauer trifft auf noch mehr Bekannte aus dem ersten Teil.
Auch ist der zweite Teil wieder untrennbar mit einem echt coolen Soundtrack verbunden der einen sofort in gute Laune versetzt und einen mitsummen lässt. Ich kann nur sagen ich hatte wirklich richtig Spaß beim Film kucken! Deswegen alle Daumen hoch!
www.rike-trunzer.de

Die INDAChs Kritik von Matthias Backmann zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs

There are two types of beings in the universe: those who dance, and those who do not. – Drax

Dieses Werk gehört eindeutig zu den tanzenden Typen von Film: Guardians of the Galaxy Vol. 2 macht Spaß, vom actionreichen Anfang bis zum Ende mit den bekannten Post-Credit-Szenen. Und Regisseur und Drehbuchautor James Gunn erzählt noch dazu eine unterhaltsame Geschichte, um diesen Teil des großen Marvel Universums weiterzuführen. Neben dem nächsten Auftritt der Guardians in Avengers: Infinity War in 2018 schreibt er schon am Abschluss der Trilogie – ich freue mich drauf.

Matthias Backmann

Der Film beginnt zeitnah nach Ende des ersten Teils: Die Guardians verdingen sich als Söldner um andere Welten zu schützen: „Star Lord“ Peter Quill (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket (gesprochen von Bradleys Cooper) und Baby Groot (gesprochen von Vin Diesel). Und natürlich der Awesome Mix Vol. 2. Der Soundtrack wurde wieder direkt mit ins Drehbuch geschrieben und unterstützt die Story wie ein weiterer Charakter – ohne jedoch im Holzhammerstil den Zuschauer zu einer bestimmten Emotion drängen zu wollen. Dafür sorgen schon die schönen Bilder und die stimmigen Dialoge. OK, Comic-typisch wird etwas zu offen ausgesprochen, was in den einzelnen Personen vorgeht, das muss man mögen.

Die Suche von Star-Lord nach seinem Vater, der Kampf der Geschwister Gamora und Nebula und das Verhalten von Rocket gegenüber den anderen werden aber wunderbar eingefangen und man leidet mit, um im nächsten Moment in Gelächter auszubrechen, wenn Baby Groot niedlich naiv versucht, seinen Freunden zu helfen oder wieder eine Referenz auf die 70er-80er Jahre gesetzt wird. Überhaupt ist die Welt wieder eine Homage auf die Zukunftsvorstellungen dieser Zeit und bildet damit einen schönen Kontrast zur Techno-Zukunft der Avengers oder der mythischen Welt von Thor und Doctor Strange. Kostüm, Maske, Kulisse, Ton, VFX – in jeglicher Hinsicht wurde viel Arbeit ins Detail gesteckt und so gibt es für den aufmerksamen Betrachter immer wieder etwas zu entdecken in den vielen Settings. Selbst mit der Stereoskopie gehen James Gunn und DoP Henry Braham sehr gut um, man kann also auch gerne die 3D-Variante wählen. Und neben den aus dem ersten Teil bekannten Stars sind u.a. mit Kurt Russell und Sylvester Stallone weitere Gesichter dabei, die das Universum weiter beleben.

Für mich ist der Film jetzt schon eines der Highlights des Jahres. Wer nicht vollständig etwas gegen das Marvel Universum oder Retro-Science-Fiction hat, der muss sich diesen Film auf jeden Fall anschauen – auf der großen Leinwand mit dem richtigen Sounderlebnis!

Matthias Backmann

Hier die INDAChs Kritik von Lia Wehrs zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

I am Mary Poppins, yo!

Guardians of the Galaxy hat es nicht leicht, als Fortsetzung eines der besten Filme aus dem Marvel Universum. Aber lassen wir doch mal die ganzen Ansprüche und Erwartungen beiseite und genießen es, wieder im Kino zu sitzen und ein Feuerwerk ( in Regenbogenfarben!) von neuen Welten, goldenen Übermenschen und einem Team von schrägen Outsidern dabei zuzusehen, wie sie wieder einmal die Galaxie retten.  Dieser wilde Trip durch leuchtend bunte Galaxien und sich transformierende Raumschiffe im Stil der wilden 70er und 80er Jahre, trifft mal wieder genau den momentanen Trend, und lässt einen in Tagträumen schwelgen. Wir befinden uns wieder an Bord gemeinsam mit der altbekannten Truppe, wobei eine gewissen „Pflanze“ nun als durchgehender Running Gag im Miniformat dabei ist. Wo es im ersten Teil noch um die eigentliche Findung des Teams ging, geht es nun um die Definition des Teams selbst. Ab wann sind Freunde auch Familie, und was ist wichtiger ? Auf der Suche nach der Antwort begleiten wir das Team auf einen kuriosen lebenden Planeten und treffen auf alte Bekannte- wenn es aber doch letzten Endes um das Lösen eines Problems geht, und Rocket ein Raketen und Bomben Feuerwerk bastelt (mal wieder), ist doch die Erkenntnis da, dass das, was man immer gesucht hat, eigentlich direkt neben einem steht. Wo der erste Teil noch knallig und weniger ruhig war, gibt uns dieser 2. Teil nun auch einige Momente mit den Gedanken und Emotionen der Charaktere, ohne dem Zuschauer dabei jedoch die Chance zum Atmen zu geben. Was mich dabei besonders inspiriert hat, ist die grandiose Umsetzung des Designs.

Paulines neuer INDACHS

Die Szenen wirken sehr haptisch aufgrund der vielen real gebauten Sets und Props, es wurde deutlich Wert auf die detailgetreue Umsetzung von Ausstattung, Hair, Make-up und Props gelegt, trotzdem wirken die großen CGI Szenen nicht überladen oder gar flach und glatt gebügelt, wie es heutzutage in so manch anderem Film zu finden ist. Die Farbgestaltung ist gleich wie im ersten Teil, vielleicht sogar noch ein bisschen krasser, es wird sehr auf Gegensätze und Neonfarben geachtet- besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei das Regenbogenfarbene Feuer, Funken und Explosionen. Ein Film der durchweg den Eindruck hinterlässt, nach mehrmaligem Ansehen eine würdige Fortsetzung eines meiner Lieblingsfilme zu werden, dieser Film ist vollgepackt mit so vielen liebevollen Details und Hinweisen, Neonleuchtreklamen, abgetragenen Lederjacken, einem Walkman, einem neuen Mixtape und so manchem Gastauftritt. Vielleicht nimmt sich ja so mancher Film mal ein Beispiel daran, wie man gute VFX machen kann ohne dabei weder die Charaktere noch die Umgebung zu überladen, das ganz im Stil einer alten Science Fiction Fernsehserie, vielleicht.
Ein Film der für`s Kino gemacht ist!

Lia Wehrs

https://freuleinlia.jimdo.com/

INDAC SCREENING: GUARDIANS OF THE GALAXY VOL 2

ACHTUNG NEUE TERMINE!!! ACHTUNG NEUE TERMINE!!!ACHTUNG NEUE TERMINE!!! ACHTUNG NEUE TERMINE!!!

In Zusammenarbeit mit Walt Disney Studios Motion Pictures Germany darf INDAC jeweils  5 VFX- bzw. Animationschaffende zu den Pressevorführungen des Films GUARDIANS OF THE GALAXY Vol.2 einladen

Alle Vorführungen in der ORIGINALVERSION und in 2D – Länge 133 Minuten!

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Die INDAChs Kritik von Robert Kriegel zu „LOGAN“

Die Geschichte um „Logan“ spielt in einer nicht all zu fernen dystopischen Zukunft in der seit vielen Jahren keine neuen Mutanten geboren wurden. Der Charakter Logan alias Wolverine ist sichtlich gealtert und hat mit der Gesundheit zu kämpfen nachdem auch seine übernatürlichen Heilkräfte nachlassen. Er schlägt sich als Chauffeur  durch und kümmert sich mit Hilfe des Mutanten Caliban um Professor X,  welcher an einer neurodegenerativen Erkrankung leidet. Eines Tages wird er von einer Frau angesprochen die ihn bittet sie und ihre Tochter Laura an einen bestimmten Ort zu begleiten. Nur nach wiederholter Bitte und  Aussicht auf Bezahlung stimmt Logan zu. Ihnen auf den Fersen ist eine Gruppe von Söldnern die immer wieder für Ärger sorgen…

Mit „Logan“ bekommt die Figur „Wolverine“ als auch dessen Darsteller  Hugh Jackman einen würdigen Abschluß der filmischen Umsetzung des Marvel Comics Charakters.

Der Film zeigt den Charakter so wie er in den Comics dargestellt wird.  Als brutalen Einzelgänger, welcher das Herz am rechten Fleck trägt.  Während die vorangegangen X-Men Filme alle ab 12 Jahren freigegeben sind (ausgenommen X-Men Origin: Wolverine, ab 16 Jahren), ist „Logan“ ab 16  Jahren freigegeben und hätte evtl. eine Freigabe ab 18 Jahren durchaus verdient. Der Film ist ebenso brutal und explizit in seiner Gewaltdarstellung wie auch berührend in seinen Dialogen und Szenen ohne Worte. Momente mit Humor finden in der Geschichte auch ihren Platz und tragen zur Entspannung der Dramatik bei.

Bemerkenswert ist die junge Schauspielerin Dafne Keen, welche die weiblichen Hauptfigur Laura verkörpert und in „Logan“ ihr Filmdebüt abgibt. Ihre Figur ist fast wortlos und beeindruckt durch subtile Mimik und gekonnte Gestik.

Im Vergleich zu jüngeren, durchaus gelungen, Superhelden Verfilmungen  wie z.B. „Hellboy“, „Batman Begins“, „Kick-Ass“, „Guardians of the Galaxy“ und „Deadpool“ ist mit „Logan“ der Superheldenfilm erwachsen geworden. Der Film würde auch mit Charakteren ohne Superkräften eine sehenswerte Geschichte erzählen.

Für VFX Interessierte hier ein Link zu dem englischsprachigen Artikel  von FXGuide zu „Logan“: https://www.fxguide.com/featured/logan-i-will-make-you-hurt/

Robert Kriegel

http://www.roughnroll.com/

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