Hier die INDAC Kritik von Janine Heine zu Marvels „Ant-Man & The Wasp“

Janine Heine

Der nächste Film aus dem Marvel Cinematic Universe nach „Infinty War“ steht vor der Tür. „Ant-Man & The Wasp“ spielt zeitlich vor den Geschehnissen seines Vorgängers und unterscheidet sich auch in seiner Stimmung vollkommen von eben jenem. Wo „Infinity War“ noch eine ernstere Story liefert, sticht der zweite Ant-Man Film durch eine sehr leichte Handlung mit überwiegenden Humor heraus.

Nach den Ereignissen aus „The First Avenger: Civil War“ steht Paul Rudd als Scott Lang unter strengem Hausarrest, eine Fußfessel berichtet über seinen genauen Aufenthalt und somit erschwert sich seine neue Mission immens, Hopes Mutter aus dem Quantum Realm, zu befreien. Doch nicht nur das FBI ist Scott, Hope und Hank auf den Fersen, auch der „Geschäftsmann“ Sonny Burch schafft es, ihnen immer wieder dazwischen zu funken. Der Hauptantagonist jedoch ist Ghost, die ihre ganz eigenen Pläne bezüglich der Quantum Energie hat.

An den Effekten und der Cinematography lässt sich nicht meckern, der zu erwartende Marvel Standard wird eingehalten, wenn nicht sogar teils übertroffen.
Besonders die Szenen, in denen geschrumpft oder gewachsen wird, machen beim Anschauen wirklich Spaß. Das 3D erscheint hierbei sinnvoller als in anderen Filmen und wurde sehr gut umgesetzt. Ob es wirklich nötig ist, sei mal dahin gestellt, aber funktionieren tut es in diesem Film alle mal und wem es möglich ist, sollte es sich nicht entgehen lassen.
Die Handlung ist leider etwas seicht und vorhersehbar geraten, jedoch überzeugen die Schauspieler und ihre Chemie dermaßen, dass ich es nicht als großen Kritikpunkt sehe. Der Film unterhält und sorgt für etliche witzige Momente, ohne zu albern zu wirken. Einziges Problem sind die drei unabhängig argierenden Gegner, von denen zwei immer wieder kurz auftauchen,stören und bis zum nächsten Mal wieder verschwinden, in der Zeit hätte man sich auch mit dem Hauptplot beschäftigen oder auf Ghost als Antagonistin konzentrieren können, die an sich sehr interessant gestaltet war, jedoch durch nicht genutzte Möglichkeiten, in Bezug auf den Charakter etwas blass wirkte.

Wie erwähnt, es sind vor allem die sympathischen Protagonisten, die den Film tragen und nicht die eigentliche Handlung. Wer bereit ist sich darauf einzulassen, wird mehr als zufrieden aus dem Kino kommen.

Janine Heine, Frankfurt

Die INDAC Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Dachte man vielleicht noch als etwas unbedarfterer Kinogänger, nach „Avengers: Infinity War“ würde nun erstmal eine Pause anstehen – falsch, es kamen „Deadpool 2“ und „Ant-Man and the Wasp“. Das Superhelden-Fan-Herz soll ja weiter bei Laune gehalten werden – also gibt es ca. alle 2-3 Monate einen neuen Film. Gefühlt gibt es die „Zugpferde“ des Marvel-Universums, deren Franchise sehr präsent ausgearbeitet und präsentiert wird – und dann gibt es die, die etwas unbekannter scheinen, für die es nicht ganz so viel Promotion gibt – aber die durchaus sehenswert sein können.

Letty Felgendreher

„Ant-Man and the Wasp“ bleibt der Linie Marvels treu, ein Film zu sein, der genug Humor und Spaß bietet, um die Dinge nicht zu ernst zu nehmen, sich gleichzeitig aber auch dem plakativ emotionalen Topf bedient, welcher natürlich mit dramatischer Musik unterlegt nicht zu kurz kommen darf – denn es muss ja irgendwie um etwas gehen –  aber bitte nicht so tiefgründig, dass man gar dazu geneigt wäre, melancholisch zu werden.

Diesmal geht es nicht um die Rettung der ganzen Welt – das ist ja schon mal erfrischend! Es geht um persönliches Bestreben, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit. Es ist unterhaltsam dem Schauspiel zuzuschauen, dem Spiel mit den Größenverhältnissen  und die hübschen Marvel-typischen VFX auf sich wirken zu lassen. Auch das Setting ist solide präsentiert, es gibt nicht allzu viele auffällige Logiklöcher. „Ant-Man and the Wasp“ entlässt einen unterhalten, ohne das Bedürfnis ihm gedanklich stark nachzuhängen.

Er ist für einen netten Kinoabend durchaus geeignet.

Letty Felgendreher

Hier die INDAC Kritik von Robert Hranitzky zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Bei Marvel Filmen ist die Erwartungshaltung mittlerweile schon sehr hoch und erst Recht bei der Fortsetzung des überaus erfolgreichen Vorgängers „Ant-Man“. Zugegeben dachte ich beim ersten Trailer zum ersten Teil: Ehrlich jetzt – ein „Ameisenmann“ der auf Ameisen reitet? Ok, ich kannte die Comics nicht, aber es erschien mir irgendwie zu absurd. Oh, wie falsch ich lag, denn wie auch der erste Teil verzaubert der zweite Teil einen erneut und überrascht sehr durch seine Leichtigkeit. Regisseur Peyton Reed und seinen Schreibern gelingt der feine Spagat zwischen Witz/Charme und Action/Spannung. Ich finde es sensationell, wie es mal wieder gelungen ist, den Film so lustig und unterhaltsam zu gestalten, ohne aber jemals albern zu wirken. Es gibt brillante Szenen, da kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Ant-Man and The Wasp hat eine gehörige Portion Selbstironie und nimmt sich nicht zu ernst, ist aber dennoch spannend und ernst genug, so dass man mitfiebert und es dem Zuschauer eben nicht egal ist, wie es ausgeht.

Die Geschichte überzeugt, genauso wie die alten als auch die neuen Character. Im übergeordneten MCU spielt dieser Film hier eher auf einem Nebenkriegsschauplatz – und das ist auch gut so. Es gibt hier praktisch weder Altlasten noch allzu viele parallele Handlungsstränge, die der Film erzählen oder ansprechen muss. Somit kann man sich voll und ganz dieser kleinen, aber feinen Story widmen. Allerdings macht sie absolut Sinn und fügt sich nahtlos in das „große Ganze“ ein, gerade auch im Bezug auf den jüngsten Marvel Film Infinity War. Tatsächlich versteht man im Anschluß auch ein paar Dinge im gesamten Zusammenhang besser, mehr wird nicht verraten…

Mit dabei sind wieder Evangeline Lilly, Paul Rudd, Michael Douglas und Fan Favorite Michael Peña, die allesamt ihre Rollen super spielen und auch außerordentlich gut gecastet sind. Auch die Neuzugänge Michelle Pfeiffer, Hannah John-Kamen und Laurence Fishburne fügen sich hier sehr gut ein und sind eine willkommene Ergänzung im bereits riesigem Pool von unzähligen Stars des MCU.

Die VFX sind natürlich erste Sahne, wie es sich für einen Marvel Film gehört. Von daher keine wirkliche Überraschung. Es fällt allerdings sehr positiv auf, dass viele Effekt Shots nicht nur rein Mittel zum Zweck sind, sondern oft einer coolen oder witzigen Situation dienen. Es sind viele originelle Ideen dabei, die mit den Größen und damit verbundenen Vor- und Nachteilen spielen. Besonders gut gelungen ist die visuelle und glaubhafte Darstellung von Größe – egal ob riesig oder winzig. Die Größenverhältnisse und entsprechende Details sind bis ins letzte nahezu perfekt und unheimlich liebevoll umgesetzt. Kein Wunder, so haben fast alle großen VFX Studios mitgewirkt. Leider gibt es sehr viele Filme wo die Miniaturisierung (oder umgekehrt) nicht ganz so glaubhaft rüberkommt – hier allerdings wirkt es fast immer beimahe perfekt.
Ein wenig hin- und hergerissen war ich zunächst, als mal wieder eine Szene mit verjüngten Darstellern zwecks Flashback gezeigt wurde. Ich dachte zuerst, dass auch hier wieder die obligatorische CGI Verjüngung zelebriert werden möchte, allerdings war ich eher positiv überrascht, wie gut es letztlich gemacht war!

Insgesamt ist der Film durchweg sehr unterhaltsam, dabei meiner Meinung nach ohne jegliche Längen und somit ein absoluter Sommer Blockbuster, den man auch sicherlich mehrmals anschauen kann.

Robert Hranitzky

VENOM – Trailer – Ab 3.10.18 im Kino!

FSK: Ab 12 Jahren

Marvels VENOM entführt in eine neue, düstere und nie dagewesene Welt. Der Anti-Held, der in einer symbiotischen Koexistenz mit seinem Wirt, dem Journalisten Eddie Brock, lebt, wird getrieben von einer äußerst zerstörerischen Kraft. Nun bringt niemand Geringerer als Tom Hardy den furchteinflößendsten Widersacher im Marvel Universum auf die große Leinwand. Mit atemberaubender, knallharter Action, dunklem Humor und messerscharfen Spezialeffekten liefert er ein beeindruckendes Debüt in Einzelmission.

Deutscher Kinostart: 4. Oktober 2018

Hier die INDAC Kritik von Finn-Ole Mehl zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Nach „Black Panther“ und „Avengers: Infinity War“ setzt sich mit ANT-MAN AND THE WASP der dritte Marvel-Blockbuster in Folge an die Spitze der US-amerikanischen Box-Office-Charts. Die kleinsten Helden des Marvel Cinematic Universe spielten am ersten Wochenende 76 Mio. US-Dollar ein und feiern damit einen riesigen Erfolg. In diesem Jahr ist es darüber hinaus die neunte Nummer-1-Woche für das MCU – der Siegeszug der Marvel-Blockbuster hält an!

Hier nun die INDAC Kritik von Finn-Ole Mehl zu „Ant-Man and the Wasp“:

„Ant-Man & The Wasp“ ist der 20. Film im Marvel Cinematic Universe. Im Gegensatz zum Vorgänger „Infinity War“ wird hier aber deutlich weniger Vorwissen voraugesetzt, da der titelgebende Ameisen-Mann bisher in lediglich zwei Filmen auftauchte – namentlich „Ant-Man“ und „Captain America: Civil War“.

Paul Rudd schlüpft erneut in die Rolle des Ex-Kriminellen Scott Lang aka Ant-Man und ist dabei genauso sympathisch und unterhaltsam wie zuvor. Ebenfalls erneut dabei sind Evangeline Lilly als Hope (aka Wasp), Michael Douglas als Hank Pym (aka Ex-Ant-Man) sowie Michael Peña als der redegwandte Luis. Der Cast wird diesmal unter anderem durch Michelle Pfeiffer, Hannah John-Kamen und Laurence Fishburne erweitert.
Nach dem potenziell weltverändernden und epochal inszenierten „Infinity War“ kommt „Ant-Man & The Wasp“ nun mit einem etwas überschaubareren Plot daher, der

Finn-Ole Mehl

chronologisch auch nahezu vollständig vor den Ereignissen des Vorgängers angesiedelt ist. Mit Thanos im Hinterkopf wirkt der Konflikt von „Ant-Man & The Wasp“ zeitweise fast irrelevant: Hopes Mutter soll aus dem Quantum Realm befreit werden; gleichzeitig kämpfen zwei unabhängige Gegenspieler mit unterschiedlichen Motiven um Pyms Labor. (Dieses Problem hätte meiner Meinung nach mit einem Release vor „Infinity War“ vermieden werden können.) Unabhängig von davon, ist „Ant-Man & The Wasp“ äußerst unterhaltsam. Marvel-typisch sind die Action-Sequenzen und Visual Effects technisch über jeden Zweifel erhaben. Regisseur Pexton Reed hat sehr viel Spaß dabei, mit den Möglichkeiten von Pyms Schrumpf- und Vergrößerungstechnik zu spielen – egal ob diese auf Menschen, Tiere, Gebäude oder Fahrzeuge angewandt wird.

Wer bei „Ant-Man“ gut unterhalten wurde, der wird auch mit „Ant-Man & The Wasp“ zwei Stunden lang seinen Spaß haben. Popcorn-Achterbahn-Kino mit vielen Lachern, ein bisschen Herz und nicht ganz so viel Story, dafür umso mehr genial inszenierte Set-Pieces.

Viel Spaß!

Finn-Ole Mehl, Berlin

Disney SCREENING: MARVELS „ANT-MAN AND THE WASP“

In Zusammenarbeit mit Walt Disney Studios Motion Pictures Germany darf INDAC jeweils 5 Animations-/VFXschaffende zu den Presse-Screenings des Films „ANT-MAN AND THE WASP“ einladen. Die Vorführungen finden statt in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Berlin und München. Die Teilnehmer verpflichten sich obligatorisch, eine Filmkritik für den INDAC Blog zu verfassen, die zeitnah um den Filmstart auf dem INDAC Blog veröffentlich wird. Details weiter unten!

Nur auf INDAC.org gemäß der neuen DSGVO registrierte Mitglieder der deutschen Animations- und VFX Community können sich für die Teilnahme an den Screenings bewerben.

Alle Vorführungen zeigen den Film in seiner Original- Fassung – (OV, 3D, Länge: ca. 125 min)

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Hier die INDAC Kritik von Petra Popescu zu Marvels „AVENGERS | INFINITY WAR“

„Perfectly balanced. As all things should be.“

Nach einem enttäuschenden zweiten Avengers Film und einem, wie ich finde eher wirren und freudlosen Captain America: Civil War, war ich fast schon bereit zuzugeben, dass sich bei mir ein leichter Superhelden Überdruss eingestellt hat. Doch Avengers 3: Infinity War hat mich eines besseren belehrt und ich muss eingestehen, der Film macht wirklich Spaß.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst. Thanos gibt sich endlich als Bösewicht zu erkennen und um seinen finsteren Plan zu verfolgen, will er alle sechs Infinitiy Steine vereinen, deren Macht ihn unbesiegbar machen sollen. Zwei der Steine befinden sich auf der Erde, der Rest ist in der ganzen Galaxie verstreut und Thanos und seine CGI Schergen versuchen diese an sich zu reißen. Mit der Bedrohung konfrontiert, zögern die Marvel Helden nicht lange und nehmen den Kampf auf.

Nach 18 Filmen und 10 jährigem Bestehen der Marvel Studios, scheint die Aufgabe alle Helden in einem Film zu vereinen, eine schier unlösbare Aufgabe. Doch den Russo Brüdern gelingt diese logistische Meisterleistung scheinbar mühelos. Das Aufeinandertreffen der Figuren im Film ergibt Sinn, die etablierten Charaktere bleiben sich treu, Motivationen sind schlüssig und trotz der vielen Handlungsstränge und Schauplätze verliert man nie den Überblick.

Das Herzstück der Marvel Filme waren immer ihre Charaktere und auch in Infinity War sind die Interaktionen der Figuren wieder das Highlight des Filmes.
Die Helden wurden in neuen Gruppierungen clever kombiniert und es macht große Freude zu sehen, wie Figuren aus unterschiedlichen Filmen auf einander treffen. Die daraus resultierende Situationskomik und gutmütige Zankereien haben mir einige Lacher entlockt. Natürlich liegt der Fokus auf manchenFiguren mehr als auf anderen, was einige vielleicht enttäuschen mag, aber bei der schieren Masse an Superhelden, lässt sich das wohl nicht anders bewältigen.

Um auch ein bisschen Kritik zu üben, muss ich sagen, dass die Kampfsequenzen zwar wieder voller schöner Ideen stecken, aber gerade das große Finale wirkt doch etwas wuselig und zu stark in die Länge gezogen.
Auch gibt sich der Film viel Zeit und Mühe Thanos als nachvollziehbaren, fast sympatischen Bösewicht dazustellen, doch sein Gerede steht in keinem Maßstab zu seinen grausamen Taten, sein Plan ist einfach zu bizarr.

Alles in allem ist Avengers 3: Infinity War eine sehr gelungener Comic Superhelden Film, der spannend ist und Spaß macht, perfectly balanced, mit einem grandiosen Finale, dass einen sehnsüchtig auf Avengers 4 warten lässt.

Wie immer bis zum Ende sitzen bleiben, no spoilers und viel Spaß!

Schöne Grüße,
Petra Popescu

Die Filmkritik von Alena Nicolai zu Marvels „Avengers | Infinity War“

Marvel Studios' AVENGERS: INFINITY WAR..Thanos (Josh Brolin)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2018

Zunächst einmal SPOILER. Dann geht’s weiter!

 

Was soll ich sagen?

Vielleicht, dass ich seit über einer Woche vor einem leeren Dokument sitze, im Hintergrund flüstert die Stimme Schreib doch endlich deine Kritik… Ja, gerne. Aber was soll ich denn sagen?

Vielleicht sollte ich damit anfangen zu erzählen wovon der Film überhaupt handelt? Aber auch das ist leichter gesagt als getan. Worum geht es überhaupt?

Thanos? Definitiv!

Thanos, ein mächtiger Despot und Ziehvater van Gamora, will übermächtig werden und die gesamte Galaxie unterwerfen oder besser gesagt nach seinen Wünschen gestalten. Dazu benötigt er die Infinity Stones und wie wir als Zuschauer seit mehreren Teilen im Marvel Cinematic Universe (MCU) wissen, sind diese verstreut, versteckt und beschützt. Thanos zieht also plündernd und mordend durch das Weltall, schickt seine Schergen aus und löscht jeden aus, der sich ihm in den Weg stellt. Soweit also kein unbekannter Plot.

Überladen mit Gedanken und Erwartungen bin ich dann endlich im Kino gelandet. Ein wunderbar kribbeliges Gefühl im Bauch „Wie wird diese Geschichte weitergehen“? Film ab – und direkt das erste Fragezeichen im Kopf. Wo zur Hölle sind wir? Denn eine Hölle scheint es zu sein. Bruchstücke eines Raumschiffes und tote Körper stapeln sich auf der Kinoleinwand. Ich schlucke. Alles andere als eine leichte Atmosphäre. Bin ich doch von Guardians Vol. 2 mehr als verwöhnt mit skurrilem Slapstick. Ich muss dazu sagen, dass ich im letzten Jahr nicht (!) Thor: Ragnarök gesehen habe. „My bad“ wie sich herausstellt, denn Inifinity War setzt nahtlos dort an. Nach kurzer Verwirrung (warum ist Fury im Weltall und warum hat er Haare? Ach halt, das ist Thor..?!) Chris Hemsworth in seiner Paraderolle. Geschlagen, gebeutelt, unrasiert, einäugig widersetzt er sich Thanos.  Hier freut sich mein weibliches Fanherz und ganz nach dem Motto „nur ein schmutziger Aragon, ist ein guter Aragon“  halte mich ich zurück die Arme hochzureißen und ihn anzufeuern.

Leider hält meine teeniehafte Stimmung gerade mal ein paar Minuten. Nach einem unspektakulären Muskelspiel, setzt Thanos unter das Zusammentreffen einen Schlussstrich und nimmt sich wofür er gekommen ist. Im Vorbeigehen werden Loki und Heimdhal entsorgt, der Rest in die Luft gesprengt. Cut.

Wie, was… what happened? Ich schaue auf die Uhr. Keine 15 Minuten. Was ist da gerade passiert? Die Anfangsszene setzt sowohl das Tempo als auch den Ton. Die Atmosphäre ist anders als in allen anderen MCU Filmen. Das Kino ist still, das Publikum angespannt. Ein unangenehmes, stumpfes Gefühl setzt sich in meiner Magengegend fest. Es sagt: Ich will nicht. Jetzt eine Woche nach Infinity War ist „ich will nicht“ immer noch der Satz, der sich für mich durch diesen Film zieht.

Ich will nicht wissen, welcher lächerlichen Ideologie Thanos folgt und damit sein Verhalten entschuldigt.

Ich will nicht lachen, über die kleinen Seitenhiebe, doch manchmal kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Doch von Herzen kommt es nicht.

Ich will nicht hören, where, who or why Gamora is.

Ich will nicht sehen, wie Team um Team nach Schema F (introduction, fight, destruction) geschlagen und abserviert wird.

Ich will nicht sitzen bleiben und auf den Nachspann warten.

Und doch tue ich es, den ganzen Film lang.

 

Also was sage ich jetzt? Inifinity War, ein Film in epischer Länge. Nur für Fans wohlgemerkt, alle anderen werden mit Figuren überladen, die sie weder kennen noch lieben. Aber es ist bildgewaltig und das nicht zu knapp. Die VFX sind gigantisch. So lieblos die Charaktere in den Film hineingeschleudert (und herausgerissen) werden, so liebevoll waren hier Hunderte Visual Artists am Werk und geben mir worldbuilding deluxe. Da verzeihe ich auch den ein oder anderen starren CG-Charakter.

Und nachdem ich meine Urlaubsabende damit zugebracht habe, vorherige Teile des MCU noch einmal zu anzuschauen (und ja dieses Mal mit Black Panther und Thor: Ragnarök enden werde), sage ich: Auf ein Zweites.

Ich will also doch und vor allem will ich Part 2, und zwar sofort, motherfucker.

 

Alena Nicolai

Pro und Contra: Die INDAC Kritiken von Helena Barbie und Markus Müller zu Marvels „Avengers – InfinityWar“

Die neuste (und lang erwartete) Marvel Verfilmung ist endlich da und toppt alle Erwartungen. Die letzten Jahre haben die Zuschauer genau auf dieses Spektakel vorbereitet. Nun die ganzen Stränge zusammen zu bringen hat überraschend gut funktioniert. Es wird natürlich schnell gewechselt zwischen Handlungssträngen, Charakteren und Schauplätzen. Aber gerade noch in dem Tempo das es nicht überfordert und man der Geschichte gut folgen kann. Vor allem geht trotz der Masse keine der Figuren unter. Die Marvel typische Prise Humor findet wie immer platz und dennoch geht man mit Steinen im Bauch aus dem Kino. Denn die Ausmaße von Thanos Macht, sind enorm und das die geliebten Helden doch so in die Schranken gewiesen werden ist er überraschend. Trotz einiger Vorhersehbarer Momente, bleibt es durchgehend spannend und angsteinflößender als man es gewöhnt ist.

Optisch bietet der Film mit zahlreichen Action-Sequenzen und Kulissen alles was das Herz bei einer Comic Verfilmung begehrt. Dem Setting wurden einfach keine Grenzen gesetzt und die Stimmung wurde toll vermittelt. Allerdings schwankt die Qualität ganz schön bei den Effekten. Während Thanos durchgehend super aussieht, wirkt die Black Order an manchen stellen fast billig (für Marvel Verhältnisse). Generell sieht die ein oder andere Szene eher komisch aus, durch die hektische Erzählweise bleibt einem aber eigentlich auch nicht genug Zeit herauszufinden woran das liegt.

Auf jeden Fall ist Avengers: Infinity War einen Kinobesuch wert, für mich sogar einen zweiten!

Tumult im Weltall  – Teil 1. – Lord of the Rings Stones in Space
Der Film war okay. Zum Teil war das ganze Kämpfen, Hacken, Matschen, Springen, Schiessen, Schlagen und Stechen schon arg monoton und hob sich auch nicht wesentlich von den anderen 18 Marvelfilmen ab. 
Der ganze erzählerische Überbau mit den 6 magischen Steinen erinnerte sehr stark an ein Herr der Ringe-Rip Off („Ein Ring, sie alle zu knechten“), der ja seinerzeit auch bloss eine Art Neuinterpretation der Nibelungensage war. Die philosophische Komponente mit Thano’s Vorhaben die Bevölkerung aller Welten zu halbieren zündete einfach nicht, da sie keinen rechten Sinn ergab. Und all die smarten Helden (Iron Man hat sich mal eben nen Anzug aus Nanoteilchen konstruiert) finden auch keine andere Antwort, als auf den Bösen einzukloppen, als wären sie tumbe Wrestler? Ganz lustig waren die Portal-Anleihen von Dr. Strange, die manchen Szenen zumindest ein wenig Chuzpe verliehen.
Für die Größe des Films hätte ich aber irgendwie viel mehr erwartet als immer nur „feste drauf“. 
Was bleibt sind ein paar lustige Momente, kindische Gags, durchwachsene CGI (Thanos sah in den Close Ups unglaublich gut aus, aber sobald er mal in der Totale zu sehen war, stakste er hölzern durch die Szenerie und seine Lippenbewegungen erinnerten mit ihrer artifiziellen Anmutung frappierend an die des misslungenen Dr. Manhattan aus Snyders Watchman Verfilmung).
Nun haben wir also die Hälfte hinter uns, bei unserem Vorhaben WIEDER die Welt zu retten. Was kommt wohl als nächstes? Hoffentlich mehr erzählerische Raffinesse.
Studio Kuskus Berlin

 

Die INDAC Kritik von Dominic Reinicke zu Marvel „Avengers – INFINITY WAR“

Als ein intergalaktischer Tyrann namens Thanos sich aufmacht, die mächtigen Infinity-Steine zu suchen, müssen die Avengers sich vorbereiten, das Schicksal der Erde und des ganzen Universums im Kampf um die Steine zu verteidigen. Hilfe bekommen die Rächer bei dieser Schlacht von alten Bekannten und neuen Verbündeten.
Nach 10 Jahren und einem Haufen Filme ist es endlich soweit: All unsere Marvel-Lieblingshelden treffen auf den Bösewicht Thanos auch damit auch ihre bisher größte Herausforderung. Und eine Herausforderung war der unter der Regie der Russo-Brüdern entstandene „Avengers – Infinity War“ auch für die Marvel-Studios. Schon bei dem Blick auf das Filmposter fällt einem auf, mit was für einem großen Cast der Film aufwartet. Dabei wird keine Zeit damit verbracht, dem Zuschauer weder zu erklären, woher diese ganzen Superhelden kommen, noch was ihre Beziehungen zueinander sind. Wer versucht mit „Avengers – Infinity War“ neu in die Marvel-Filmreihe einzusteigen, wird vor lauter Charakteren schnell nicht mehr hinterherkommen. Doch was als Kritikpunkt ausgelegt werden kann, kommt der Dynamik des Films massiv zugute.
Ohne Umschweife beginnt der Film genau da, wo uns das After-Credits Ende von „Thor: Ragnarok“ rausgelassen hat. Die Action beginnt und endet dann auch so schnell nicht mehr. Der Fokus liegt klar auf dem Zusammentreffen von Helden und Schurken, und den Kämpfen, die sich zwischen denselbigen entwickeln. All das funktioniert in einem erstaunlichen Maße dadurch, dass man Thanos als Bösewicht und Bedrohung ernst nimmt. Dadurch, dass die auch so schon ziemlich lange Spielzeit von 2:40h einigermaßen gerecht auf die 18 Helden aufgeteilt werden muss, verbringt man zwangsläufig die meiste Zeit mit Thanos, der einer der klaren Pluspunkte des Films ist. Denn nur wenige Marvel-Filme haben einen so gut geschriebenen Antagonisten wie „Avengers – Infinity War“. Thanos ist von der Gerechtigkeit seiner Sache überzeugt und versucht die Helden nicht nur einmal davon zu überzeugen, dass seine Ziele unausweichlich sind, um Gleichgewicht herzustellen. Er wirkt nicht nur ein Vehikel, sondern hat auch persönliche, berührende Momente, die als herausragend aus dem Film hervorstechen. Diese fehlen den Protagonisten zuweilen. Charaktere, die man in vorherigen Filmen lieb gewonnen hat, werden durch ihre teilweise zu kurze Screentime auf ihre erwartbaren Charaktereigenschaften runtergebrochen. Ein Peter Quill, der in „Guardians of the Galaxy“ noch der Hauptcharakter und Anführer der „Guardians“ war, wird plötzlich zum Comic Relief und Sidekick, einfach weil die Narrative es nicht anders hergeben kann. Damit auch bloß jeder etwas zu tun hat, ist man unglücklicherweise auch nicht um eine riesige CGI-Monster-Schlacht herum gekommen. Das Effekt-Feuerwerk ist groß, spektakulär und macht auch Spaß, aber wenn die B-Riege der Avengers im letzten Drittel gegen eine Horde gesichtsloser Aliens kämpft sind die Einsätze und damit meine emotionale Investition leider nicht sehr hoch. Viel zu stark fühle ich mich erinnert an die Schlacht gegen die „Chitauris“ aus „Avengers“ und den Kampf gegen die Roboter-Armee aus „Avengers: Age of Ultron“. Hier hätte ich mir wirklich ein bisschen Innovation gewünscht.
„Avengers – Infinity War“ ist ein Blockbuster, der sich an fast ausschließlich an Fans richtet und hat mit seiner langen Historie, auf die sich der Film beruft, eine gewisse Einzigartigkeit erreicht. Allerdings war das nur der erste Teil des „Infinity Wars“ und das merkt man dem Film ganz klar an. Handlungsstränge werden nicht zu Ende erzählt und Fragezeichen nicht aufgelöst. „Avengers Infinity War“ ist bombastisch und macht eine Menge Spaß. Er ist aber auch der Auftakt zu einem noch größeren Finale und das Setup für einen Film, der wahrscheinlich noch bombastischer sein wird.

 

Three brilliant Weta VFX Breakdowns: „Valerian and the City of a Thousand Planets“, „Guardians of the Galaxy Vol.2“, „War for the Planet Of The Apes“

https://www.wetafx.co.nz/

 

Die INDAC Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Avengers – Infinity War“

10 Jahre ist es her als das MCU (Marvel Cinematic Universe) mit IRON MAN seinen Weg erstmals beschritt und nun soll es seinen (ersten) Abschluss finden, in einer Geschichte die (beinahe) alle etablierten Charaktere des Franchise aufeinandertreffen lässt. Besser gesagt, findet es die erste Hälfte seines Abschlusses, denn für den finalen zweiten Teil, muss man sich noch ein Jahr gedulden. Wie dem auch sei, für INFINITY WAR lautet die Frage: Kann man dutzende Figuren halbwegs kohärent und sinnig in ca. 150 Minuten Laufzeit erzählen? Die Antwort lautet erstaunlicherweise ‚ja‘.

Der Vergleich mit dem hastig zusammengebastelten Gegenentwurf des DCEU (DC Extended Universe) kann kaum ausbleiben. Wurde JUSTICE LEAGUE konzeptionslos zusammengeschraubt, mit Nachdrehs versehen, umgeschnitten und tonal verändert (wie zuvor SUICIDE SQUAD), gingen die Marvel Studios einen von langer Hand geplanten Weg. Das Ergebnis ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. JUSTICE LEAGUE hinkt an allen Enden und Ecken, muss noch schnell Figuren einführen und einen bis dato unbekannten Bösewicht reinstopfen, was bei den Avengers längst etabliert ist und man so die Folgen des Aufeinandertreffens zeigen kann.

Vor allem ist dies dem Regie-Duo Joe and Anthony Russo zu verdanken. Die haben nach CAPTAIN AMERICA: THE WINTER SOLDIER und CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR nun wieder einmal mehr bewiesen, dass sie, gleich nach James Gunn, die fähigsten Regisseure des MCU sind, wenn es darum geht die Chemie zwischen Figuren auszuloten, ein Potpourri aus Handlungssträngen zu erstellen und eine vielschichtige antagonistische Kraft zu erzählen.

Letzteres personifiziert sich dieses Mal in den geheimnisvollen Thanos, dessen Charakter dem Publikum stückchenweise aus den anderen Filmen präsentiert wurde. Was ihn vom direkten Konkurrenten Steppenwolf aus dem JUSTICE LEAGUE unterscheidet, ist, dass er ein motiviertes Ziel verfolgt, dass über das obligatorische Weltvernichten aka ‚blauer Laserstrahl schießt in den Himmel und muss gestoppt werden‘ hinausgeht. Während die Motivation nach und nach enthüllt wird und mit ein bisschen Nachdenken auch gar nicht blöd daherkommt, hätte es der Dramaturgie vielleicht gutgetan, dieser Mission auch noch eine äußere Dringlichkeit zu geben. So verfolgt er einen Plan, den man verstehen kann, aber bei der Nachvollziehbarkeit hakt. Auch seine vier Adjutanten geraten anhand der schieren Masse an Handlung als Persönlichkeiten leider zu kurz. Dafür konzentriert sich die Handlung erfreulicherweise umso mehr auf die persönlichen Einzelschicksale einiger Helden. Die Beziehung zwischen Peter Quill und Gamora bzw. Vision und Scarlet Witch wird vertieft, die Existenz Wakandas fügt sich in das Weltbild ein, die Risse, die CIVIL WAR hinterlassen hat, werden bespielt, usw. Dies eröffnet ein emotionales und spannendes Konstrukt, bei dem es an mehreren Fronten zu Kämpfen kommt. Interessanterweise von galaktischen hin zu irdischen Schauplätzen.

Wieder einmal entpuppen sich dabei die Guardians oft he Galaxy als vielschichtiges und spannendstes Team des MCU, mit dem größten Unterhaltungsfaktor. So stechen die Szenen heraus, indem sie endlich auf andere Figuren des MCU stoßen. Hingegen wirkt Spiderman hineingezwungen und als stellenweise deplatzierter Fanservice. Alle ‚frischen‘ Figuren rund um Wakanda hingegen werden sehr sparsam, aber nicht unnütz, erzählt und nicht aufgrund des riesigen BLACK PANTHER Erfolgs künstlich aufgeblasen.

As eher verwundert, ist, dass einige SFX Shots unfertig und kurzfristig geändert wirken. Besonders wenn es um Thanos geht, der etwas in die Hand nimmt oder in der Hand hält. Relativ schlimm wirkt das am Ende (Achtung, marginaler Spoiler) wenn Bruce Banner aus der Hulkbuster Suite physisch fragwürdig herausschaut.

Trotz Kritik, kann sich AVENGERS – INFINITY WAR zu den besseren Marvel-Filmen zählen, wohl auch zum besten Film der bisherigen AVENGERS Reihe. Die Geschichte ist galaktisch und doch noch übersichtlich, die Charaktere werden so sinnvoll wie möglich genutzt, klare Motivationen werden erzählt und emotionale Momente geschaffen. Das das bei der Masse an zu erzählenden Elementen stellenweise auf wackeligen Beinen steht, ist wohl kaum zu vermeiden. Am Ende bleibt ein Film, der sich versucht etwas mehr aus seiner Popcorn-Unterhaltungs-Hülle herauszuschälen und sowohl den Fans, die eh jeden Film sehen und bis auf die Knochen verteidigen, als auch dem normalen Kinogänger etwas bietet. Vor allem gilt das Lob dem konsequenten Ende, der sich organisch aus der Story ergibt und nicht erzwungen wird. Ein guter Punkt nach dem zweiten Teil das MCU etwas auf Eis zu legen, aber es sind ja noch gefühlt 100 weitere Filme geplant. Ob das Sinn macht, wird die Zeit zeigen.

Michael Knoll

Hier die INDAC Kritik von Janine Heine zu „Avengers – Infinity War“

Eines der größten Crossover-Events ist endlich da!
Thanos setzt seine Suche nach den Infinity Steinen fort und nun liegt es an den Helden der vergangenen Filme, das zu verhindern.
Und dies trotz Spannungen untereinander.

Zunächst vorweg gesagt: Um von den vielen Charakteren und ihren Hintergründen nicht erschlagen zu werden, empfiehlt es sich die vorangegangenen Filme gesehen haben…oder sich zuvor eine Zusammenfassung der Geschehnisse durchlesen. Storytechnisch lässt sich im Grunde nicht viel sagen, außer dem was bereits bekannt ist: Thanos sucht die sechs Infinity Steine und ein großer Trupp an Marvel-Helden versucht ihn aufzuhalten. Dies könnte auf den ersten Blick wie ein Kritikpunkt klingen, würde der Film nicht trotzdem gut funktionieren. „Avengers: Infinity War“ konzentriert sich mehr auf die Beziehungen der Helden und vor allem auf seinen Antagonisten, der fantastisch gelungen ist. Thanos‘ Motivation regt zum Nachdenken an, gibt ihm mehr Tiefe und trotzdem geht von ihm diese Aura der Bedrohung aus. Das nicht nur durch Josh Brolins großartige schauspielerische Leistung und besonders seiner Mimik, die durch das CGI nicht verloren geht, sondern dadurch dass man ihm wahrhaftig abkauft, dass er überzeugt davon ist richtig zu handeln.
Es macht den Charakter mehrdimensional und man wartet darauf, mehr über ihn erfahren zu dürfen.
Der Film braucht zu Beginn etwas, um alle Charaktere zusammen zu führen und die zweite Hälfte des Filmes fühlt sich dadurch nochmal etwas anders an, doch kam es mir zu keinem Zeitpunkt so vor, als hätte der Film Längen. Die neuen Konstellationen der Superhelden haben Spaß gemacht und führten zu einigen lustigen Gespräche. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass ALLE Charaktere gleich viel Screentime bekommen haben. Es gibt zwar keine Rolle, bei der man hätte sagen könnte, sie wäre unwichtig und dennoch schien es nicht gleichmäßig aufgeteilt. Bei der Masse an Helden würde ich jedoch behaupten, es wurde so gut gelöst wie nur möglich. Hierbei handelt es sich wieder um einen ernsteren Marvelfilm, dennoch kommt der für das MCU typische Humor nicht zu kurz, bei dem einige Gags zünden und andere wiederum nicht. Nichtsdestotrotz lockern sie die Stimmung wie gewollt auf, was auch in manchen Momenten der Handlung nötig ist. Beim Szenenbild wurde ein guter Mittelweg zwischen den gedeckteren Farben der „Avengers“ und den etwas grelleren aus dem letzten „Thor“ und „Guardians of the Galaxy“ gefunden.
Es ist dadurch einheitlich genug, dass man glaubt, sich in einem zusammenhängendem Universum zu befinden.

Janine Heine

Die Effekte und Animationen waren allgemein sehr hochwertig, nur wenn Thanos mit „realen“ Figuren interagiert hat, erschien es an manchen Stellen nicht ganz glaubwürdig. Ansonsten gab es nur wenige, nicht weiter nennenswerte Momente in denen die Effekte störend auffielen. Die Kameraarbeit hat mir sehr gefallen, besonders die langen Einstellungen während der Gespräche und bei Einführen in eine neue Umgebung. Die Kämpfe konnten teils etwas unübersichtlich werden, besonders wenn zwischen vielen verschiedenen Leute hin und her gesprungen wurde, blieben aber dadurch auch sehr spannend. Wie bereits erwähnt bekommt man in „Avengers: Infinity War“ eine sehr simple Story: Eine einzige große zerstückelte Schlacht, deren Auswirkungen jedoch erst mit „Avengers 4“ endgültig klar sein werden. Es ist also ein weiteres Mal warten angesagt, allerdings macht der Film sehr viel Spaß und ist so gut geworden wie ich mir erhofft habe. Er ist ein schön anzuschauendes Zusammenspiel von lustigen, nachdenklichen und mal mitreißenden Momenten, tollen Effekten und dem Aufeinandertreffen auf dass so viele gewartet haben.
Ungeachtet dessen bekommen wir in dieser Wartezeit aber auch noch genug Filme um uns die Zeit zu vertreiben und uns auf den Abschluss dieses Kapitels vorzubereiten.
Fans des Marvel Cinematic Universe kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten und insgesamt kann ich nicht mehr sagen als:
Der Film ist gelungen und ich kann es kaum erwarten ihn mir ein weiteres Mal anzuschauen.

Janine Heine, Frankfurt

Hier die INDAC-Kritik von Mario Doll zu Marvels „Avengers – Infinity War“

Zur Handlung:
Oberschurke Thanos (Josh Brolin) sehnt sich danach das „Gleichgewicht im Universum“ wieder herzustellen und hat es sich deshalb zur Lebensaufgabe gemacht, die Hälfte allen Lebens im Universum auszulöschen. Dies will der Bösewicht mit Hilfe der sechs sog. „Infinity-Steine“ schaffen und ist deshalb quer durch die Galaxien auf der Suche danach. Kein Wunder, dass sich hier schnell Gegenwehr in Form der Avengers, Guardians of the Galaxy u.a. findet, die den unberechenbaren Wahnsinnigen dabei stoppen wollen… doch das ist leider tatsächlich einfacher gesagt, als getan!

Mein Fazit:
Endlich kommt es, wie es kommen muss. Nach über einem Jahrzehnt erreicht das Marvel Cinematic Universe seinen vorläufigen Höhepunkt mit „Avengers – Infinity War“. Es ist unglaublich wie perfekt hier jahrelang darauf hin gearbeitet wurde, um Figuren zu etablieren, Storyfäden zu spinnen, usw. Das Franchise mit den Marvel Filmen fährt einen Rekord, nach dem anderen ein und der Erfolg gibt Marvel recht! Die Darsteller und Produzenten sprechen bei „Avengers – Infinity War“ vom „größten Film, der je gedreht wurde“… Und das trifft absolut zu! Denn hier bekommt man wirklich alles geboten: 160min. bombastische Action direkt von Anfang an, überzeugende Charaktere, eine kurzweilige glaubwürdige Sci-Fi-Story, den gewohnten Marvel-Humor… insgesamt solides Blockbuster Kino vom Allerfeinsten. Die beiden Brüder und Regisseure Anthony und Joe Russo haben hier ein Effekt-Feuerwerk abgeschossen, dass gleichzeitig aber auch wie ein harmonisches Konzert in einer Philharmonie wirkt, weil alles einfach absolut stimmig ist. Für mich bis jetzt DER Film 2018. Den muss ich mir noch min. 2x mit Freunden anschauen und bereits jetzt steigt die Vorfreude auf das nächste Jahr, wenn die Fortsetzung im Kino zu sehen sein wird und wir erfahren wie es weitergeht mit Thanos, den Avengers, den Guardians und vielen anderen Bekannten aus dem Marvel Universum. Alles richtig gemacht, liebe Gebrüder Russo.

Mario Doll, Berlin

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