News aus der Animationswelt, Rezensionen, INDAC Events und Screenings...

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Selfie-Fans und Auto-Narren aufgepasst: Die Transformers kommen zum bundesweiten Besuch!

22 Tour Stopps, 18 Städte, jede Menge Action und Spaß! Zum zehnjährigen Jubiläum der Action-Franchise schlechthin touren die Helden des TRANSFORMERS-Universums Optimus Prime, Bumblebee und Barricade durch Deutschland. Bei den megastarken TRANSFORMERS-Doppelgängern handelt es sich um coole Nachbauten der Michael-Bay-Originale – soweit es die deutsche Straßenverkehrsordnung zulässt.

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Die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Disney „Pirates of the Carribean: Salazars Rache“

Der allzeit angetrunkene Jack Sparrow findet sich in einem völlig neuen Abenteuer wieder. Verfolgt von tödlichen Geister-Piraten Zombies, torkelt sich Jack Sparrow durch die neuste Episode von Pirates of the Caribbean. Das Einzige was ihn noch retten kann, ist der legendäre Dreizack des Poseidon. Ein mächtiges Artefakt, das jeden Fluch zu brechen vermag.
Der fünfte Teil der Piraten-Saga um Captain Jack Sparrow ist bei Weitem besser gelungen als der Vierte. Die Regisseure Joachim Ronning  und Espen Sandberg haben das Ruder herumgerissen und dem ‚Pirates of the Carribean‘
Franchise seinen Zauber zurück gegeben.
 
129 Minuten habe ich gespannt das Geschehen auf der Leinwand verfolgt und konnte mich an den wunderschönen Kulissen dieses visuellen Meisterwerks einfach nicht satt sehen. Eigentlich hätte ich den Film gerne gleich noch mal gesehen, nur um die Bilder im Detail betrachten zu können, ohne mich auf die Handlung konzentrieren zu müssen.
 
Teilweise ist so viel passiert, dass ich mit den schnell wechselnden Handlungssträngen nicht mitgekommen bin und mich gefragt habe: Wie sind die Protagonisten nun wieder dorthin gelangt? Da hätten durchaus ein oder zwei Sequenzen ausgelassen werden können. Ansonsten ist die Geschichte schlüssig und spannend erzählt.
 
Die Geister-Piraten Zombies sind faszinierend visualisiert. Die Kulissen sind traumhaft und erwecken beim Zuschauer das Bedürfnis sich spontan in die Karibik absetzen zu wollen. Die Musik von Geoff Zanelli unterstreicht das Wesen dieses Genres und hinterlässt Ohrwürmer.
 
Die Charaktere ergänzen sich wunderbar und Jack Sparrow, gespielt von Johny Depp, ist wieder in seiner gewohnten Form zu sehen, witzig und galant, auf seine ganz besondere Art und Weise. Das Wiedersehen mit altbekannten und beliebten Figuren macht einfach großen Spaß. Aber auch die nächste Generation, Katarina (Kaya Scodelario) und Jack (Brenton Thwaites) spielen auf hohem Niveau.
 
Fazit: Ein toller Film, gerade für die große Leinwand. Unbedingt sitzen bleiben und sich Überraschen lassen. Bestimmt ist das nicht der letzte ‚Pirates of the Caribbean‘ Film.

Marina Hartfelder

www.marinahartfelder.eu

FIRST-EVER “WOMEN IN ANIMATION WORLD SUMMIT” TO BE HELD AT ANNECY INTERNATIONAL ANIMATION FESTIVAL

May 23, 2017

 

Sponsored by The Walt Disney Studios, symposium will feature presentations and panels

spotlighting top executives and filmmakers from around the world

discussing key topics affecting women working in the animation industry today

 

Los Angeles, CA — Women in Animation (WIA) and Les Femmes s’Animent (LFA), together with The Walt Disney Studios, the Centre National du Cinéma et de l’Image Animée (CNC), the Société des Auteurs et Compositeurs Dramatiques (SACD) and Hiventy, are pleased to present the very first WOMEN IN ANIMATION WORLD SUMMIT in conjunction with the Annecy International Animation Festival and Mifa 2017.

The WOMEN IN ANIMATION WORLD SUMMIT will take place on Monday, June 12th at the Impérial Palace Hotel (Allée de l’Impérial, 74000 Annecy) and will feature a day-long symposium of panels and discussions covering a range of topics such as “Exploring Unconscious Bias,” “50/50 by 2025 – How Are We Getting There?” “Developing Diverse Stories” and “Artist Experiences.” Read more

Studio Ponoc: Trailer „Mary and the Witch´s Flower“ nach dem Buch von Mary Stewart

Learn more about the birth of Studio Ponoc here: https://goo.gl/EvaXmW

Watch the official trailer for Mary and The Witch’s Flower, the first animated feature from Studio Ponoc.
Screenplay by Riko Sakaguchi and Hiromasa Yonebayashi
Based on „The Little Broomstick“ by Mary Stewart
Music by Takatsugu Muramatsu
Produced by Yoshiaki Nishimura
Directed by Hiromasa Yonebayashi

BREAKING NEWS: Filmakademie Ludwigsburg trennt sich von Jean Michel Blottiere (nx publishing), dem bisherigen Executive Director der FMX

Jeam Michel Blottiere (Bildmitte) zusammen mit Cheryl Boone Isaacs (President, A.M.P.A.S.) und Eric Roth (VES SOCIETY) auf der letzten FMX in Stuttgart

Bereits während der FMX 2017 gab es Gerüchte um eine Trennung der Filmakademie/Animationsinstitut i.e. der Leitung der FMX vom langjährigen Executive Director der FMX, Jean Michel Blottiere.

Nun wurde die Trennung offiziell bekannt gegeben.

In einem Schreiben dankte die Führung des Animationsinstituts und der FMX Jean Michel Blottiere für seine langjährige Mitarbeit.

Ein Nachfolger wurde bislang nicht genannt. Auf Anfrage teilte die Leitung der FMX mit, es wolle dies im Weiteren unkommentiert lassen.

Hier die Pressemeldung der FMX im Wortlaut:

Dear friends of FMX,

FMX 2017 is over and we hope you had an interesting, inspiring time „Beyond the Screen“. We also hope that you all got home safely.

From May 2 to 5, FMX assembled 307 speakers and 4000 attendees, that’s even more than last year’s visitor record. Internationality increased in 2017: people traveled to Stuttgart from 61 countries from as far away as Indonesia. All in all, 40 % of all visitors came from abroad. FMX brought together attendees from the whole range of digital visual arts – spanning from analog drawing to dome projection – to discuss the synergies of their trades/ industries, among them 67,5% professionals and 32,5% students. Together with all of you we once again made FMX a huge success and we look forward to our further collaboration.

We would also like to inform you, that Filmakademie Baden-Württemberg has ended the cooperation with NX Publishing and Jean-Michel Blottière. We would like to thank Jean-Michel for his dedication to FMX and wish him all the best for the future.

Like every year the FMX-Team is already working on the next FMX to ensure the event will take place for the benefit of the international Animation, VFX and Games community and according to the vision of Filmakademie´s Animationsinstitut.

We look forward to seeing you all from April 24 – 27 at FMX 2018.

With kind regards

Andreas Hykade                      Heike Mozèr                                       Joachim Genannt         

FMX- conference chair           FMX- head of projectmanagement      FMX- head of technology

& the FMX-team

Köln: Internationale Animationskunst zu Gast an der KHM – 1. und 29. Juni 2017, jeweils 19 Uhr

Zwei herausragende Künstlerinnen im Feld der Animation
werden auf Einladung von Prof. Isabel Herguera die KHM besuchen:
Lourdes Villagómez (Mexiko) und Anca Damian (Rumänien)
Donnerstag, 1. und 29. Juni 2017, jeweils 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln, Eintritt frei

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Die INDAChs-Kritik von Stefan Poßner zu Disneys „Pirates of the Carribean – Salazars Rache“

SALAZARS RACHE liefert grundsolides sowie gefälliges Augen- und Ohrenfeuerwerk. Tatsächlich jedoch nicht mehr. Es fehlt eindeutig an Herz und Glaubwürdigkeit. Und das kann schade und sogar anstrengend sein.
Denn, wenn mir Motivationen der Charaktere abgehen oder die Welt auf der Leinwand ständig aus dem Selbstzweck heraus ihre eigenen Regeln bricht, distanziert sich mein Innerstes. Ich schalte dann zwar nicht ab, aber bin auch nicht Teil dieser Reise auf der Leinwand. Was bleibt ist Berieselung. Und zwar eine schätzungsweise 200 Mio. Dollar teure Berieselung.
Blieben ja noch wenigstens interessante Charaktere, welche man da beoachten könnte. Doch auch hier versagt SALAZARS RACHE.
Jack Sparrow war gewiss einmal ein Großer. Durch seine Exzentrik aber auch Spitzfindigkeit wirkte er gerade im ersten Teil der Filmreihe unglaublich plastisch. Im neuesten Werk hingegen wirkt er eher wie eine flache Projektion seiner Selbst, welche an den offensichtlichsten Stellen kräftig nachsaturiert, gar übersaturiert wurde. Seinem Beitrag zur Handlung trägt er torkelnd mit mehr Glück als Verstand durch Slapstick-Einlagen Rechnung.
Doch spielt Jack sowieso nur noch die zweite Geige.
Das eigentlich handlungstragende Päärchen kommt mit frischen unverbrauchten Gesichtern daher. Doch waren auch sie leider so flach, dass ich nicht einmal an ihre Namen erinnern kann. Just in diesem Moment habe ich deren Namen zwar nachgeschlagen, doch möchte ich den vorhergehenden Satz ehrlicherweise nun gern stehen lassen. Die Motivationen jenes Duos wirken ebenso generisch und bereits mehrfach bekannt wie deren Charakter.Salazar wirkte im Trailer durch eine spannende Mischung aus untoter grausamer Stoischkeit und fast flehend wirkender übertriebener Höflichkeit tief. Im Film hingegen war davon nicht mehr viel zu sehen. Allzu simpel waren seine Motivationen. Allzu simpel und bekannt wirkte auch das Rezept eines übermächtigen, übernatürlichen Antagonisten.
Leider wurde vehement darauf verzichtet, einmal etwas neu zu denken. Oder um mehr als zwei gedankliche Ecken herum Sachverhalte zu konstruieren. Vertan wirkte beispielsweise für mich die Chance auf ein gehaltvolles Spannungsfeld zwischen dem ehemals untoten Barbossa und dem immer noch untoten Salazar. Man sollte doch meinen, die beiden hätten sich etwas zu sagen. Hätten interessante Gedanken mit Witz zu teilen. Aber: Nichts.Dennoch war, wie immer, Captain Barbossa der heimliche Star in diesem Werk und der einzige Charakter mit Farbe. Leider wirkte sein finales Schicksal dann doch eher konstruiert und bei näherer Betrachtung unnötig.

Abschließend kann ich konstatieren, dass Freunde gepflegter Effekthascherei und markiger Musikuntermalung auf ihre Kosten kommen sollten. Mehr als Unterhaltung genau innerhalb der Spielzeit sollte man jedoch nicht erwarten. Wer gern über Filme nachdenkt wird SALAZARS RACHE wahrscheinlich anstrengend finden.

Wenn man bedenkt wie viele gute kleinere Filme für das Budget eines solch aufgeblähten aber hohlen Blockbusters gedreht werden könnten, dann halt! Solche Gedanken sind ungehörig. Kinoticket kaufen! Aber schnell!

Hier die INDAChs Kritik von Nuesret Kaymak zu Ridley Scotts „ALIEN: COVENANT“

Eine Filmkritik von Nuesret Kaymak

Als ein großer Fan von Ridley Scotts ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT von 1979, müsste ich inzwischen einen hippen, langen-wenn auch angegrauten – Bart tragen. Daher stehe ich der ALIEN-Filmreihe eher wohlgesonnen gegenüber und meine Kritik wird verständlicherweise kein Verriss, auch wenn der Film mir (ein paar wenige Male) einen Facepalm herauskitzeln wollte. Glücklicherweise hielt sich das in Grenzen denn die spannenden und beeindruckenden Strecken bestimmten den Tenor. Daher also schon zu Beginn und kurzgehalten: ja, Kinobesuch und Kinokarte lohnen sich. Meine Wertung: 9 von 10 Punkten. Ich erkläre im Folgenden, warum man sich den Film unbedingt zu zweit in im Kino ansehen sollte und warum die Macher die Adaption zur TV-Serie erwägen sollten.

Warnung an alle, die die ALIEN-Filmreihe NICHT kennen

Nicht wenige werden behaupten, Ridley Scotts erste ALIEN-Verfilmung gelte als einer der besten Science-Fiction-Horror-Filme – wenn nicht sogar als der beste. Und ja, natürlich und selbstverständlich ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man es sich antun mag, einen verstörenden Film – wie auch jetzt ALIEN: CONVENANT – freiwillig anzusehen! Man sollte nicht vergessen, dass bei all der raffinierten Ausstattung, den grandiosen Kulissen und nicht zuletzt der interessanten Storyline einschließlich tadelloser Darsteller – die ALIEN-Filmreihe einschließlich des Spin-off PROMETHEUS – DUNKLE ZEICHEN – wesentliche Anteile des GORE– und SPLATTERFILM-Genres aufweisen. Sensible Zuschauer dürfen sich daher auf zwei schweißtreibende Stunden mit verstörenden Momenten und furchteinflößenden Bildern einstellen! Aber auf dem Jahrmarkt weiß ja vorher auch jeder, worauf er sich mit einer Achterbahnfahrt einlässt. Daher sollte man den Film unbedingt mit seinem Partner ansehen. Wer DRACULA-Filme mag, ist hier gut aufgehoben.

INHALT

Es geht um den schrecklichsten Albtraum des Menschen überhaupt: die Fremdbestimmung. Die Kirche nennt es Besessenheit, die Biologie Parasitismus. In ALIEN: COVENANT wie auch der ganzen ALIEN-Filmreihe ist es das handlungsbestimmende Thema: eine außerirdische Lebensform zweckentfremdet den Menschen zur Brutstätte des Nachwuchs. Der menschliche Körper dient einem Parasiten als „Nest“ und „Nahrungsquelle“ zugleich. Der mit den Sporen infizierte Mensch, sich dessen nicht bewusst zur wandelnden Babynahrung degradiert zu sein, darf noch kurze Zeit aschfahl durch die Gegend wanken – bis die Brut soweit herangereift ist (und das geschieht in einem irre schnellen Tempo) und quasi aus dem Ei schlüpft.

Den Schlüpfvorgang muss man sich im Übrigen wortwörtlich vorstellen -filmisch gekonnt in Szene gesetzt von Altmeister Sir Ridley Scott persönlich samt perfektem Stab an Spezialisten für Design, CGI und Maske. Wie auch schon in den Vorgängerfilmen, bestimmt besonders die Zeit zwischen „Befruchtung“ und „Geburt“ die eigentliche Filmhandlung und damit die altbewährte Frage, wer denn nun befallen ist, es noch werden wird- und wer nicht. Also das bewährte Zehn kleine Negerlein -Spielchen bei, welches – je nach dem -einmal blutig und weniger blutig ausfällt. Und hier liegt leider einer der Schwächen des Films. Aber dazu später…

PRO

Eines muss man den Machern lassen: die (audio-) visuelle Umsetzung ist in jedem der ALIEN-Filme – auch und besonders in ALIEN: COVENANT – einfach nur perfekt! Es sind Könner, die hier bis hinein in die Farbnuancierung ein ausgetüfteltes, optisches Meisterwerk in Szene setzen. Echte Virtuosen, denen es gelingt – selbst in Zeiten, in denen TV-Serien mit beschaulicher CGI längst dem Kino den Rang- und die Alleinherrschaft über das Publikum abgelaufen haben – noch imponieren kann. Der Film überzeugt nicht nur technisch an Raffinesse und Präzision sondern auch in der ästhetischen, im Design. Die durchdachte, ausgewogene Komposition muss man daher auf der großen Leinwand genießen, da man sonst das imposante Seherlebnis nur in einer Annäherung – jedoch nie in seiner vollen Entfaltung erleben kann. Das gilt natürlich nicht für die, die auf YouTube- und Handy-Filmchen abonniert sind. Kein noch so leistungsfähiger Großbildfernseher kommt an die Dimension der bildgewaltigen Optik eines digitalen Hochleistungsprojektors heran, der das Kino der Gegenwart an seine ursprüngliche Aufgabe als Lichtspieltheater zurückführt und inthronisiert.

Filmtempo, Kameraeinstellungen und Lichtsetzung sind von Meisterhand geschaffen und ziehen den Zuschauer in seinen Bann. Der Sound als auch die musikalische Untermalung ist inzwischen so perfekt auf die Schnitte abgestimmt, dass man sich als Zuschauer gewürdigt fühlt und spürt, einer anspruchsvollen Vorstellung beizuwohnen. Es ist ein wenig ARTE-Feeling aufgekommen: Ruhe und Qualität… das Gegenteil hysterischer Massenproduktionen. Die Ausstattung ist recht gelungen – wenngleich in allen ALIEN-Produktionen die Story sich –handlungsbedingt- nur an wenigen Schauplätzen abspielt: im Raumschiff und auf einem sehr begrenzten, erdähnlichen Umfeld eines Planeten.

Trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen: das Produktionsteam – mit knapp 15.000 Spezialisten in der Größe einer Kleinstadt– hat zweifellos großartiges geschaffen, was dem Film auch anzusehen ist! Es ist eindeutig in die die Kategorie Großproduktion einzuordnen und allenfalls werden nur noch chinesische Monumentalfilm-Produktionen mithalten können dürfen. Das geflügelte Wort Klasse statt Masse gilt jedoch nicht für ALIEN: COVENANT – sondern bekräftigt nur umso mehr die ebenso geläufige Redewendung „Big is beautiful“ oder „the best that money can buy“. Allerdings mit dem Vorteil, nicht als Popcorn-Film zu enden: ein US-Regisseur hätte wohl alles lustiger realisiert, was dem Film natürlich in keinem Fall zuträglich wäre. Die Naturaufnahmen sind zwar nicht so farbenfroh und niedlich wie in Peter Jacksons HERR DER RINGE, aber ebenfalls ein optischer Genuss! Überhaupt haben sich die Gestalter sehr erfolgreich austoben dürfen: Setting und Aufmachung sind -durch die Bank durch – sehr überzeugend.

CONTRA

Es heißt „nobody is perfect”… was leider auch hier greift. Aber welches Projekt ist denn auch schon völlig makellos? Dafür bräuchte es übermenschliche Qualitäten, dem qua Naturgesetze keine Folge geleistet werden kann. Als eine der Schwächen des Films kreide ich etwas Inhaltliches, Musikalisches an: die Spitze gegen „David“. Sein „Übermenschen“-Tick wird – um den Irr- und Wahnsinn zu untermauern -musikalisch mit Richard Wagners DIE WALKÜRE untermalt, was meiner Meinung nach schon sehr an Schlagkraft gelitten hat. Mag sein, dass es ein Running Gag des angelsächsischen Humors ist die ewige Verbindung zwischen Größenwahn und menschenverachtendem Wahnsinn mit der Musik Richard Wagners gleichzusetzen. Oder nur ein Insider-Joke in Richtung des Hauptdarstellers Michael Fassbender, mit dessen deutsch-irischen Wurzeln ist (Fassbenders Vater ist Deutscher) – es ist nichts wirklich Neues. Nichts wirklich Prickelndes.

Aber es gibt ja da draußen einen ganzen Haufen junger Leute, die sich für Geschichte kaum bis gar nicht interessieren und dafür vielleicht mehr für Poesie: Zitate und Verweise aus und in die englische Poesie deuten an, wohin die Reise geht: „Ozymandias“ – das Sonett Percy Bysshe Shelleys, mit dem Thema Vergänglichkeit der Menschheit, dem Roman Frankenstein oder Der moderne Prometheus von der Gattin des ebenerwähnte Shelleys, Mary Shelley (ein schreibfreudiges Paar) und Gedichten Lord Byrons (dessen Frau ihn für einen Geisteskranken hielt). Merke: der Wahnsinn steht auf Dichtung in Reimform und das Grauen in Reinform!

Passend zur Poesie und ein Brückenschlag zur darstellenden Kunst sind wohl in ALIEN: COVENANT die Einstellungen mit dem barfüßigen Androiden in langen Unterhosen. In seiner futuristischen Borduniform wirkt David (Michael Fassbender) wie ein netter, barfüßiger Balletttänzer. Und tatsächlich wirkt der Kampf zwischen den Androiden Walter und David (Fassbender in einer Doppelrolle) später auch teilweise eher wie ein Tanz, denn ein Kampf. In die gleiche Kerbe, der modischen, muss ich schlagen, wenn ich Davids erstes Erscheinen als Retter in der Not seziere: mit langem Haar und im schicken Kapuzenmantel erinnert David eine Fantasy-Figur aus HERR DER RINGE, den Waldläufer oder die Elfen. Das Michael Fassbender in dem vor einem halben Jahr zuvor in den Kinos laufenden Film ASSASIN CREED eine ähnliche Figur spielte, ist bestimmt dem Zufall geschuldet: auch hier spielt Fassbender eine Doppelrolle – die des Callum Lynch und Aguilar de Nerha. Auch hier darf er schicke mittelalterliche Klamotten tragen und sich ebenfalls akrobatisch austoben. Ich bin vielleicht mit all den Querverbindungen im Merchandising zu uninformiert, um mir tiefergehende Gedanken zur Motivation bezgl. der Kostüme zu machen.

Das Thema Mittelalter ist meiner Meinung nach einer der Schwachpunkte in ALIEN: COVENANT. Allzu sehr liegt die Betonung auf einem mittelalterlich betonten Ambiente. Gut, laut Story lebten die ausgestorbenen Bewohner des Planeten in einer mittelalterlich anmutenden Welt. Die aber zeitgleich über eine Hochtechnologie verfügte, die u. a. Raumfahrten ermöglichte. Vielleicht bin ich ja hier persönlich etwas aus der Spur und aufgrund des Alterungsprozesses etwas fantasieloser geworden – aber auf mich wirkt das alles etwas farblos und albern. Die Kargheit einer kalten und kargen Trutzburg nimmt viel Raum ein und sorgt mit seinen steinernen Gängen und Treppen für eine düstere, unheimliche Atmosphäre, die etwas an GAME OF THRONES erinnert. Natürlich fehlt hier nicht die obligatorische Kammer des Hexenmeisters, des Alchemisten – der einem Sträfling gleich offenkundig eine lebenslange Haftstrafe verbüßt: überall sieht man Skizzen herumhängen. Fein säuberlich im Humboldt-Stil mit Feder auf Büttenpapier gezeichnet – sieht man sie ordentlich nebeneinanderhängen. Eingelegte Föten in großen Einmachgläsern sowie ausgestopfte Exponate vervollständigen das Bild des verrückten Wissenschaftlers und lassen den brodelnden Wahnsinn erahnen. Es sind Bilder aus der abendländischen Kultur, die sich tief in die Wahrnehmung eingegraben haben und die man irgendwo schon gefühlte tausend Mal gesehen hat. Zumindest Europäern mit ihrem kollektiven Erbe des Mittelalters – wird es schwer fallen, etwas Neues zu entdecken. Durch den Erfolg der TV-Serie GAME OF THRONES und dem damit losgetretenen Hype um das Thema Mittelalter – wird das inzwischen wohl auch weltweit gelten. Aber die Darsteller machen es wieder wett…


HAUPTCAST

Michael Fassbender in der Doppelrolle als Walter und David (…mit einem unsagbar passenden, devoten Diener-Gesicht – der es mit Mühe schafft, zum teuflischen Mephisto zu mutieren. Er wirkt, wie ich meine, noch als Ekel sehr nett und teilt somit das Schicksal Pierce Brosnans).

Katherine Waterston als Offizierin Daniels (…der weichgezeichneten Reinkarnation von Offizierin Ripley – der grandiosen Sigourney Weaver: Hauptdarstellerin aller ALIEN-Filme).

NEBENCAST

Guy Pearce als Sir Peter Weyland (…mit einem viel zu kurzen Auftritt und Sommersprossen, die mir bis jetzt nie so aufgefallen sind)

James Franco als Captain Jake Bransom (…eine Glanzrolle, weil noch sehr, sehr viel kürzer)

Billy Crudup als Captain Oram (…dem Kapitän wider Willen, der es überzeugend schafft einen tiefgläubigen Schwächling zu spielen)

Danny McBride als Pilot Tenessee (…in der stereotypischen Rolle als Haudegen)

Demian Bechir als Sergeant Lope (…der ständig herumballerte und zu wenig Sprechtext hatte als dass er negativ hätte auffallen können)

Carmen Ejogo als Karine (…Orams Frau, die den perfekten Coach und Manager abgibt)

Jussie Smollett als Pilot Ricks (…der perfekt betroffen aus der Wäsche schauen kann und garantiert der nächste Denzel Washington Hollywoods wird)

Callie Hernandez als Pilotin Upworth (…die viel zu jung und zu hübsch für die Rolle der Pilotin ist)

Und einige andere, die das gleiche Schicksal teilen, welches etlichen Crew-Mitgliedern in roter Uniform in Star Trek (Raumschiff Enterprise) zuteil wurde.

MEIN RAT AN DIE PRODUZENTEN…

Machen Sie endlich eine TV-Serie daraus! Es hat mit Gene Roddenberrys STAR TREK geklappt, es funktioniert auch mit ALIEN! Eineinhalb bis zwei Stunden sind einfach zu schnell vorbei – Handlungsbogen und Dramaturgie für diese kurze Zeitspanne einfach zu vorhersehbar! Aber als Serie könnten im Fall einer erfolgreichen Umsetzung – mehrere Staffeln eine langanhaltende Aufmerksamkeitsspanne generieren. Und das Thema noch für Jahre erhalten.

Nuesret Kaymak

http://www.atelierkaymak.de

Animation Day in Cannes 2017

Heute in Cannes:

The objective of the Animation Day in Cannes is to facilitate the promotion of Animation during the Cannes Film Festival which does not traditionally offer a window for animators besides the likes of Pixar or Disney.

Animaze Daze in Cannes Competition

Animaze – Le Miaff and filmfestivals.com decided in 2015 to take on this mission and provide a place for networking, fun, and promotion.

In 2017 ADIC returned stronger, offering a comprehensive line up from 110 submitted shorts, features, VR projects  and scripts with a final selection of 29 shorts and features (Animaze Daze in Cannes competition) to 320 registered professionals in animation including 56 Buyers, 87  media…

Hier gehts zur Webseite  des Animation Day in Cannes 2017

Hier ein Einblick in einige der dort vorgestellten Projekte:

JUNOD by Shinichiro Kimura Japan, 76 minutes

A Swiss doctor arranged for the delivery of 15 tons of medicine and medical supplies to Hiroshima just after the atomic bomb was dropped on the city and personally treated the victims himself. That benefactor was Marcel Junod, head of the ICRC delegation in Japan. There is a monument to Dr. Junod in a corner of Hiroshima Peace Memorial Park, but, unfortunately, few people are aware of his selfless achievements.
As an ICRC delegate, Dr. Junod plunged ahead through a war-torn era and saved many precious lives without regard to nationality or race. Armed with know-how, courage, the ability to negotiate and, most of all, a love for humanity, he got through many hopeless situations. This year marks the 150th anniversary of the birth of the idea for the Red Cross. We want to produce an animated film that will portray selfless love – the spirit of the Red Cross which Dr. Junod embodied – and his accomplishments and send from Hiroshima a „gift of love“ like that of Dr. Junod to as many people as possible.

 

NEPHILIM Showcase

The NEPHILIM story follows an atypical young priest, Father Markus, and four other warrior characters on a mission to save the world from a catastrophic ending. They deal with many individual obstacles, often clashing, until they arrive at defining moments when they must choose to work together to defeat an uprising evil. The series begins with the first signs of warfare evolving between good and evil. Set in modern times, two archangels, a determined priest, an ex-homicide detective and a resurrected spirit form an unlikely alliance, who unite to obstruct an upsurge of fallen angels and the termination of free will. The final battle was destined long ago when seeds of the initial race of Nehpilim were planted by Beshwa, the first fallen angel to mate with humans during the early days on earth. Now Father Markus must lead a war against the fallen angel, Azazel, who moves to release Beshwa from his shackles, to mate again, but this time with the Succubus, Semyaza, if a new race of Nephilim is to begin. If born, the Nephilim will prevail over all mortals, and wreak unmitigated havoc and unstoppable evil.

http://nephilimthemovie.com/

 

Lotte and the Lost Dragons

The scientists Karl the Raccoon and Victor the Fish arrive in Gadgetville. The scientists are participating in an important competition for collecting old folk songs. Their greatest dream is to record the song of the mythical fire-breathing dragons. Lotte and her little sister Roosi decide to go find the fire-breathing dragons. After several adventures, Lotte and Roosi find their way to the dragons. Surprises await them there.

The film will be completed for the 100th anniversary of the Republic of Estonia

© 2017 Eesti Joonisfilm / Rija Films
Running time 72 min

www.joonisfilm.ee
www.rijafilms.lv

Bunuel in the Labyrinth of the TURTLES

THE GLOW ANIMATION STUDIO is located in Almendralejo, in the region of Extremadura in the Southwest of Spain.
www.theglowanimationstudio.com

 

Release From Heaven Showcase

In a war torn country, a female writer and teacher has to accompany two of her students on a life changing journey.

Ali Noori Oskouei Director

Majid Asoodegan Writer

Ali Noori Oskouei Producer

Seyed Vahid Olyaee Producer

2http://nephilimthemovie.com/

The selection of films that will be showing at Animation Day in Cannes Discoveries may 23 at 1.30:

ANIMAZE DAZE IN CANNES COMPETITION

Selected films from Animaze Daze in Cannes competition to  Screen in Cannes Palais des Festivals may 23 1.30

The Art of Restraint and Cool Excuses Lauren Carr
Johanne Anna-Ester Volozh
Singing Hugo and His Incredible Adventures Vilnis Kalnaellis
CAT VANISHED Ileana Gómez
The Bricks Anna Ostalskaya
Sophia Zsofia Opra-Szabo
When a Peeping Tom met a Kleptomaniac Yifei Wang
Un long baiser Gwendoline Gamboa
The night explorer Ilona marja Laine
Variations on Breathing Kate Vrijmoet
The Curse of Da Linzer Kristine Kreska
you got a problem Charles Mandracchia

 

Water For Gold Sandani Hiranya
The Last Footprint Louis Cacciuttolo
G.I. Hospital John Lewis

The competition is organised by the Animation Day in Cannes, produced by Animaze – Montreal International Animation Film Festivals and filmfestivals.com.

FILM SHOWCASE

The Market Premiere of Animation Day in Cannes Discoveries includes two showcases preview of Nephilim by Gilbert Nash and  Buñuel in the labyrinth of the turtles by Salvador SIMÓ

 

 

Kontakt

Wir sind erreichbar! Seid nicht schüchtern, schreibt uns oder schickt uns eine Zeichnung.