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Die INDAChs Kritik von Florian Zeidler zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Michael Knoll

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Friederike Trunzer

Am 27. April werden die Zuschauer erneut eingeladen, an den Abenteuern der “Guardians of the Galaxy” um Peter “Star Lord” Quill (Christ Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Rocket (Stimme: Bradley Cooper), dem knuffigen Baby-Groot (Stimme: Vin Diesel) und Drax (Dave Bautista) teilzuhaben. James Gunn inszeniert mit der “Vol. 2” eine gelungene Fortsetzung, die die Stimmung des Vorgängers passend aufgreift.

Die Guardians sind mittlerweile in der ganzen Galaxie für ihre Dienste bekannt – doch in der Fortsetzung wird nun auch endlich die Vorgeschichte von Peter Quill alias “Starlord” erzählt, der unverhofft auf seinen Vater “Ego” (Kurt Russell) trifft. Ob nun die perfekte “Vater und Sohn”-Idylle entsteht, bleibt abzuwarten. Auch weitere Charaktere aus dem ersten Teil, wie Yondu (Michael Rooker) und Nebula (Karen Gillan) sind wieder mit von der Partie.

Wir werden Zeuge einer schrecklich netten und dennoch liebenswerten Familie um die “Guardians of the Galaxy”, bei denen kein Spruch zu blöd und keine Beleidigung zu ausgefallen ist. Spektakuläre und aufwendig inszenierte Actionsequenzen werden immer wieder durch gelungenen Wortwitz ergänzt, der für viele Lacher und “Comic Relief” sorgt. Neben recht überraschenden Cameo- und Gastauftritten darf Marvel-typisch natürlich auch Stan Lee nicht fehlen.

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs!

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

Effekttechnisch haben Framestore, Trixter, Weta und weitere VFX-Schmieden erfolgreich eine fantastische Galaxie aus Planeten, Wesen, Raumschiffen und Weltraumschlachten zum Leben erweckt, abwechslungsreiche Farbwelten erzeugt und gelungen mit dem Licht gespielt. Die beiden vollanimierten Protagonisten – Baby-Groot und Rocket – kommen glaubhaft daher und fügen sich sehr gut ein.

Musikalisch ist wieder ein äußerst guter Mix aus Ohrwürmern der 70er Jahre und heroischer Filmmusik von Tyler Bates entstanden. So wird selbst den klassischen “Heldensequenzen” in Zeitlupe eine Portion Witz und Selbstironie verliehen.

Die Kinobesucher erwartet also ab dem 27. ein witziges, buntes Actionspektakel in guter Besetzung, welches gelungen an den ersten Teil anknüpft und viele Fragen beantwortet. Die “Guardians of the Galaxy” werden zurückkehren, zunächst vermutlich im kommenden Jahr mit “Avengers: Infinity War”.

P.S. ..Marvel-typisch ist es den Kinobesuchern geraten, auch noch für den Abspann sitzen zu bleiben – dieser selbst steckt voller Kuriositäten und hält am Ende natürlich eine Überraschung bereit!

Florian Zeidler

https://www.graphlex-production.de/

Bafta Guru: Screenwriters Lecture: Phil Lord & Chris Miller

The writing/directing duo behind the Cloudy with a Chance of Meatballs, Lego Movie and upcoming Han Solo Star Wars film, Phil Lord and Christopher Miller share some hilarious advice.

Der Trailer beinhaltet den einen oder anderen Visual Effect…. „KINGSMAN – THE GOLDEN CIRCLE“

“Kingsman: The Secret Service“ introduced the world to Kingsman – an independent, international intelligence agency operating at the highest level of discretion, whose ultimate goal is to keep the world safe. In „Kingsman: The Golden Circle,“ our heroes face a new challenge. When their headquarters are destroyed and the world is held hostage, their journey leads them to the discovery of an allied spy organization in the US called Statesman, dating back to the day they were both founded. In a new adventure that tests their agents‘ strength and wits to the limit, these two elite secret organizations band together to defeat a ruthless common enemy, in order to save the world, something that’s becoming a bit of a habit for Eggsy…

In Theaters – September 22, 2017

Written by Jane Goldman & Matthew Vaughn, based upon the comic book by Mark Millar & Dave Gibbons

Cast: Colin Firth, Julianne Moore, Taron Egerton, Mark Strong, Halle Berry, with Sir Elton John, Channing Tatum, and Jeff Bridges

Hier die INDAChs Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs!

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

Siehe auch die Kritik von Friederike Trunzer!

20th Century Fox‘ LOGAN ist noch nicht ganz aus dem Kino verschwunden und schon schiebt Disney den nächsten Beitrag im MCU (Marvel Cinematic Universe) nach. Wieder nahm James Gunn (SUPER, SLITHER) Platz im Regiestuhl, der bereits 3 Jahre zuvor das eher unbekannte Franchise ohne große Namen in einen Kritiker- und Zuschauerliebling verwandelte. Umso größer sind die Erwartungen an den zweiten Teil des galaktischen Team Ups. Ist James Gunn wieder für eine Überraschung gut?

Michael Knoll

Wenn du einer der fünf Menschen auf diesem Planeten bist, der eine original Disc von James Gunns unterschätzen Low-Budget-Kracher SUPER in den Händen hältst und zudem noch die zahllosen Extras gesichtet hast, dann wird dir nicht entgangen wie James Gunn durch einen Comicbuchladen streunt und von seinen Lieblingsserien erzählt. Ja, Herr Gunn ist seit jeher ein Comicfan und das spürt man in GUARDIANS, während man sich bei andern MCU Beiträgen fragt, ob der Regisseur jemals ein Graphic Novel in seiner Hand hielt. Gunn liebt diese Welten und die Figuren, die ihnen innewohnen. Das Ergebnis ist, dass er den zweiten Teil seiner Saga weiter zum beliebtesten Franchise im MCU ausbaut und zeigt, warum die Guardians Filme die besseren AVENGERS sind. Deren zweiter Teil war überfrachtet mit Figuren, Geschichten und übergeordneten Plot Points, die im Film gar nichts zu suchen hatten. Teil eines gigantischen Plans, den seine Schöpfer wohl gar nicht im Ganzen erfassen. GUARDIANS geht da andere Wege. Statt auf einen aufgeblähten Plot zu setzen, der wie ein ausgeklügeltes Puzzleteil wirkt, verschachtelt in einem kruden Rätsel, geht es hier um die Figuren. Das heißt nicht, dass die Action und der Spaß zu kurz kommen. Davon bietet der Film mehr als genug. Aber im Kern geht es um die Figuren, die zu einer Familie zusammenwachsen müssen und mit den Resten ihrer eigenen konfrontiert werden. Das sorgt für Empathie, Emotionen und macht die Lacher lachenswert. Die Konzentration auf die Figuren und ihre Probleme machen den Film so unterhaltsam und trennt ihn von anderen Produktionen ab, wo Charakter-Entwicklung zum Beiwerk von Effektvehikeln und billigen Lachern verkommt. Man fiebert um die Guardians mit, weil man sie mag. Sie haben Probleme, mit denen wir uns identifizieren können. Ob das nun im Weltall spielt und leicht überhöht ist, spielt keine Rolle, wenn die Emotionen echt sind.

Und selbst das ewige Plot Goal die Galaxie zu retten (vgl. die Erde zu retten bei beinahe allen AVENGERS Filmen), tritt relativ spät (obwohl im Trailer längst erwähnt) in Erscheinung. Der Film zieht seine Hauptspannung aus der Figurenkonstellation, bei der man auch das plottlastige Ende verzeiht, da es mit ins eigentliche Konzept spielt. Das mag auch am sehr gut gealterten Kurt Russel liegen, der an seiner Performance als Peter Quills Alienvater sichtlich Spaß hatte. Er verleiht der antagonistischen Kraft ein Gesicht und eine klare Motivation, was die Pläne nachvollziehbar macht. Weniger versumpft wie beim Vorgänger, wo der Fanatiker Ronan gegen Ende zu einer eher geistlosen Marionette verkam.

Zum neonfarben Look des Gunn’schen Universums, deren Effekte (wie schon im ersten Teil) über die alle Zweifel erhaben sind (im Gegensatz zum Disney Bruder ROGUE ONE, deren GCI Tarkin Nackenhaare sträuben lässt und Genickschmerzen durch heftiges Kopfschütteln verursacht), gesellt sich wieder ein von Rock und Pop Klassikern durchdrungener Soundtrack. Diese war schon das Markenzeichen des ersten Teils (da vielleicht sogar noch besser zusammengestellt) und hat eine inhaltliche Relevanz. Genau diese sucht die Konkurrenz derweil verzweifelt und stopft hirnlos Popklassiker in Trailer und Filme (siehe den Oscar gekrönten SUICIDE SQUAD).

Am Ende bleibt GUARDIANS OF THE GALAXY VOL.2 wohl das bestmögliche Popcornkino im Comiczeitalter mit einem netten SciFi-touch, einer guten Story, durchdachten Charakteren und ein paar Cameos, die jeden 80’s Fan beglücken werden. Normalerweise soll man aufhören, wenn’s am schönsten ist, aber da die Liste der angekündigten Adaptionen mittlerweile länger als der die Namen der CG-Artists im Abspann eines MCU Films, bleibt nur eines zu sagen: Wir hoffen das Beste …

Michael Knoll, Leipzig

Hier die INDAChs Kritik von Friederike Trunzer zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Selbstverständlich treten die Guardians of the Galaxy auch im zweiten Teil der Marvel Comic Verfilmung wieder an, um nicht weniger als die gesamte Galaxie zu retten. Dabei steht der Star-Lord – alias Peter Quill vor einer besonderen Herausforderung da er mit seiner Vergangenheit und seiner Familiengeschichte konfrontiert wird. Aber wie bereits im ersten Teil stehen Peter auch im zweiten Teil wieder eine buntgemischte Truppe zur Seite auf die er sich verlassen kann.
Grundsätzlich kann ich nur sagen dass Marvel mit Guardians of the Galaxy Vol. 2 ein echt guter Film gelungen ist der Spaß macht. Anders als einige der letzten Marvel-Verfilmungen kommt der Guardians of the Galaxy Film nicht duster oder schwer daher sondern ist ein bunter actiongeladener Film zum zurücklehnen lachen und genießen. Der Film ist gespickt mit Humor und echt guter Action. Der Film verschwendet auch keine Zeit mit langen Einführungen oder Hinleitungen sondern nimmt gleich Fahrt auf und behält dieses Tempo bis zum Schluss bei. Getragen wird der Film neben dem Humor durch seine speziellen Charaktere die der Zuschauer bereits aus dem ersten Teil kennt – und liebgewonnen hat. Neben Gamora sind somit auch wieder Drax Rocket und Groot mit von der Partie. Hierbei ist vor allem Groot als Baum-Kind das unbekümmert seine Welt erforscht und erlebt hervorzuheben. Aber der Zuschauer trifft auf noch mehr Bekannte aus dem ersten Teil.
Auch ist der zweite Teil wieder untrennbar mit einem echt coolen Soundtrack verbunden der einen sofort in gute Laune versetzt und einen mitsummen lässt. Ich kann nur sagen ich hatte wirklich richtig Spaß beim Film kucken! Deswegen alle Daumen hoch!
www.rike-trunzer.de

Auf dem Weg zum Holodeck: Fraunhofer HHI und UFA zeigen Deutschlands erste Testproduktion zum volumetrischen Film auf der NAB in Las Vegas

Frank Govaere machte mich freundlicherweise darauf aufmerksam, in dem er mir liebenswürdiger Weise eine Nachricht mit der Pressemitteilung des Fraunhoder Instituts zuschickte. Selbige mache ich Euch natürlich gerne zugänglich:

Hallo Johannes

Hier die Pressemitteilung bez. Kooperation UFA / Fraunhofer. Volumetrisches Video ist vielleicht nicht wirklich Animation aber doch VFX und CG lastig:

Fraunhofer HHI und UFA zeigen Deutschlands erste Testproduktion zum volumetrischen Film auf der NAB in Las Vegas. Die Technologie „3D Human Body Reconstruction (3DHBR)” des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts HHI wird mit der UFA GmbH erstmals im Rahmen einer gemeinsamen Testproduktion für den begehbaren Film „GATEWAY TO INFINITY“ als volumetrische Virtual Reality-Erfahrung eingesetzt.

Dieses innovative Rekonstruktionsverfahren erlaubt die Erzeugung von natürlich wirkenden dynamischen 3D-Modellen von Personen, die weit über konventionelle Animationen virtueller Charaktere hinausgehen. In diesem ersten Testdreh wurden die 3D-Modelle anhand realer Schauspieler erstellt, sodass detaillierte Aufnahmen von Gestik, Mimik und Texturen (Haut, Haare und Stoff) erstellt werden konnten. So wurden Gesichtsausdrücke und sich bewegende Kleidung naturgetreu rekonstruiert. Die 3D-Modelle der Personen wurden anschließend in eine virtuelle Szene integriert. Damit hat der Betrachter die Möglichkeit, diese virtualisierten Personen mit einer Virtual Reality-Brille sehr nah und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Der Betrachter taucht so direkt in die Szene ein und erlebt die Geschichte aus nächster Nähe. Er erfährt eine ganz neue Art von Immersion und virtuellem Erlebnis.

Im Rahmen des Testdrehs kooperiert das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut mit der UFA, um einen Meilenstein zur Entwicklung des begehbaren Films zu setzen und Emotionen in eine virtuelle Welt zu transportieren. Ziel der Kooperation ist außerdem, die Entwicklung eines professionellen Produktionsprozesses, der eine schnelle und hochqualitative Erzeugung von dynamischen 3D-Modellen erlaubt. Die riesigen Datenmengen eines volumetrischen Films werden dabei mit einer Reihe speziell gebauter Kameras aufgenommen, was neue Herausforderungen an die Verwertungsketten in der Produktion stellt. Das Fraunhofer HHI plant ab Mitte 2017 ein voll funktionsfähiges VR-Produktionsstudio für „3D Human Body Reconstruction (3DHBR)” aufzubauen.

Die Testproduktion mit der UFA ist für das Fraunhofer HHI ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Die gemeinsame VR-Testproduktion „GATEWAY TO INFINITY“ wurde passend für den internationalen Markt auf Englisch produziert. Das Erlebnis lässt den Anwender in eine Science-Fiction-Umgebung auf einem fremden Planeten eintauchen. Auf der NAB Show 2017 in Las Vegas wird die gemeinsame VR-Testproduktion vom 22.-27. April am Fraunhofer-Stand 6110 in der South Upper Hall präsentiert.

 

„Gateway to Infinity“ is Germany’s first volumetric film test production of Fraunhofer HHI and UFA/Fremantle with its international premiere at NAB 2017 in Las Vegas.
The “3D Human Body Reconstruction (3DHBR)” technology of the Fraunhofer Heinrich Hertz Institute (HHI) is being used for the first time in cooperation with UFA Technologies & UFA LAB in the course of a joint test production for the immersive film test.

Facebook: https://www.facebook.com/pg/Fraunhofe…
Twitter: https://twitter.com/FraunhoferHHI
Homepage: https://www.hhi.fraunhofer.de/

 

Have a look: Houdini Customer Reel 2016

SideFX is proud to present the 2016 Demo Reel featuring the amazing work of Houdini customers worldwide. The shots in this reel are a small sampling of the creativity and hard work performed by the Houdini community of artists. Congratulations to all the artists and studios responsible for these fantastic shots!

Die INDAChs Kritik von Matthias Backmann zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs

There are two types of beings in the universe: those who dance, and those who do not. – Drax

Dieses Werk gehört eindeutig zu den tanzenden Typen von Film: Guardians of the Galaxy Vol. 2 macht Spaß, vom actionreichen Anfang bis zum Ende mit den bekannten Post-Credit-Szenen. Und Regisseur und Drehbuchautor James Gunn erzählt noch dazu eine unterhaltsame Geschichte, um diesen Teil des großen Marvel Universums weiterzuführen. Neben dem nächsten Auftritt der Guardians in Avengers: Infinity War in 2018 schreibt er schon am Abschluss der Trilogie – ich freue mich drauf.

Matthias Backmann

Der Film beginnt zeitnah nach Ende des ersten Teils: Die Guardians verdingen sich als Söldner um andere Welten zu schützen: „Star Lord“ Peter Quill (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket (gesprochen von Bradleys Cooper) und Baby Groot (gesprochen von Vin Diesel). Und natürlich der Awesome Mix Vol. 2. Der Soundtrack wurde wieder direkt mit ins Drehbuch geschrieben und unterstützt die Story wie ein weiterer Charakter – ohne jedoch im Holzhammerstil den Zuschauer zu einer bestimmten Emotion drängen zu wollen. Dafür sorgen schon die schönen Bilder und die stimmigen Dialoge. OK, Comic-typisch wird etwas zu offen ausgesprochen, was in den einzelnen Personen vorgeht, das muss man mögen.

Die Suche von Star-Lord nach seinem Vater, der Kampf der Geschwister Gamora und Nebula und das Verhalten von Rocket gegenüber den anderen werden aber wunderbar eingefangen und man leidet mit, um im nächsten Moment in Gelächter auszubrechen, wenn Baby Groot niedlich naiv versucht, seinen Freunden zu helfen oder wieder eine Referenz auf die 70er-80er Jahre gesetzt wird. Überhaupt ist die Welt wieder eine Homage auf die Zukunftsvorstellungen dieser Zeit und bildet damit einen schönen Kontrast zur Techno-Zukunft der Avengers oder der mythischen Welt von Thor und Doctor Strange. Kostüm, Maske, Kulisse, Ton, VFX – in jeglicher Hinsicht wurde viel Arbeit ins Detail gesteckt und so gibt es für den aufmerksamen Betrachter immer wieder etwas zu entdecken in den vielen Settings. Selbst mit der Stereoskopie gehen James Gunn und DoP Henry Braham sehr gut um, man kann also auch gerne die 3D-Variante wählen. Und neben den aus dem ersten Teil bekannten Stars sind u.a. mit Kurt Russell und Sylvester Stallone weitere Gesichter dabei, die das Universum weiter beleben.

Für mich ist der Film jetzt schon eines der Highlights des Jahres. Wer nicht vollständig etwas gegen das Marvel Universum oder Retro-Science-Fiction hat, der muss sich diesen Film auf jeden Fall anschauen – auf der großen Leinwand mit dem richtigen Sounderlebnis!

Matthias Backmann

Stuttgart/FMX 2017: Die Academy-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs kommt zur FMX

FMX 2017 – International Conference on Animation, Effects, VR, Games and Transmedia

2.-5. Mai, Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Ludwigsburg, den 24. April 2017. Die FMX ist hocherfreut, Cheryl Boone Isaacs, die Präsidentin der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences, welche jedes Jahr die Oscarverleihung ausrichtet, in einer Woche in Stuttgart begrüßen zu dürfen. Im Rahmen des Konferenzprogramms gibt Isaacs in einem exklusiven Keynote-Interview Einblicke in ihre Arbeit. Ihre Teilnahme ist von hoher internationaler Relevanz. Denn Isaacs treibt nicht nur in der Academy selbst, sondern in der gesamten Filmbranche den Wandel voran – immer mit dem Ziel, sämtliche gesellschaftlichen Gruppierungen abzubilden und miteinzubeziehen.

Cheryl Boone Isaacs ist eine ausgewiesene Filmmarketing- und PR-Managerin, die sich mit erfolgreichen Kampagnen für vielfach ausgezeichnete Filmklassiker einen Namen gemacht hat, bevor sie 2013 zur Präsidentin der Academy of Motion Picture Arts and Sciences gewählt wurde. Ihr erster Karriereschritt war das Marketingkonzept für Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art, das sie 1977 für Columbia Pictures realisierte. Zu den Meilensteinen ihrer Laufbahn als Executive Vice President of Worldwide Publicity für Paramount Pictures gehören Forrest Gump und Braveheart. Außerdem ist sie nach wie vor die amtierende Vorsitzende von CBI Enterprises Inc., wo sie unter anderem in beratender Funktion Marketing-Maßnahmen für The Artist, The King’s Speech und Precious: Based on the Novel ‘Push’ by Sapphire betreute.

Bei der FMX führt Eric Roth, der Vorsitzende der Visual Effects Society, das Interview mit Cheryl Boone Isaacs. Das Gespräch ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Studio Insights“ – ein spezielles Format, in dem CEOs und andere Entscheider, ihre Gedanken zum Thema digitales Entertainment austauschen. Dabei werden vor allem Produktionsfragen, sich verändernde Business-Modelle sowie neue Formen der inhaltlichen Wertschöpfung eine Rolle spielen. Cheryl Boone Isaacs widmet sich in diesem Zusammenhang vor allem der Rolle der Academy bei der digitalen und gesellschaftlichen Transformation der Filmindustrie.

Hier die INDAChs Kritik von Lia Wehrs zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

I am Mary Poppins, yo!

Guardians of the Galaxy hat es nicht leicht, als Fortsetzung eines der besten Filme aus dem Marvel Universum. Aber lassen wir doch mal die ganzen Ansprüche und Erwartungen beiseite und genießen es, wieder im Kino zu sitzen und ein Feuerwerk ( in Regenbogenfarben!) von neuen Welten, goldenen Übermenschen und einem Team von schrägen Outsidern dabei zuzusehen, wie sie wieder einmal die Galaxie retten.  Dieser wilde Trip durch leuchtend bunte Galaxien und sich transformierende Raumschiffe im Stil der wilden 70er und 80er Jahre, trifft mal wieder genau den momentanen Trend, und lässt einen in Tagträumen schwelgen. Wir befinden uns wieder an Bord gemeinsam mit der altbekannten Truppe, wobei eine gewissen „Pflanze“ nun als durchgehender Running Gag im Miniformat dabei ist. Wo es im ersten Teil noch um die eigentliche Findung des Teams ging, geht es nun um die Definition des Teams selbst. Ab wann sind Freunde auch Familie, und was ist wichtiger ? Auf der Suche nach der Antwort begleiten wir das Team auf einen kuriosen lebenden Planeten und treffen auf alte Bekannte- wenn es aber doch letzten Endes um das Lösen eines Problems geht, und Rocket ein Raketen und Bomben Feuerwerk bastelt (mal wieder), ist doch die Erkenntnis da, dass das, was man immer gesucht hat, eigentlich direkt neben einem steht. Wo der erste Teil noch knallig und weniger ruhig war, gibt uns dieser 2. Teil nun auch einige Momente mit den Gedanken und Emotionen der Charaktere, ohne dem Zuschauer dabei jedoch die Chance zum Atmen zu geben. Was mich dabei besonders inspiriert hat, ist die grandiose Umsetzung des Designs.

Paulines neuer INDACHS

Die Szenen wirken sehr haptisch aufgrund der vielen real gebauten Sets und Props, es wurde deutlich Wert auf die detailgetreue Umsetzung von Ausstattung, Hair, Make-up und Props gelegt, trotzdem wirken die großen CGI Szenen nicht überladen oder gar flach und glatt gebügelt, wie es heutzutage in so manch anderem Film zu finden ist. Die Farbgestaltung ist gleich wie im ersten Teil, vielleicht sogar noch ein bisschen krasser, es wird sehr auf Gegensätze und Neonfarben geachtet- besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei das Regenbogenfarbene Feuer, Funken und Explosionen. Ein Film der durchweg den Eindruck hinterlässt, nach mehrmaligem Ansehen eine würdige Fortsetzung eines meiner Lieblingsfilme zu werden, dieser Film ist vollgepackt mit so vielen liebevollen Details und Hinweisen, Neonleuchtreklamen, abgetragenen Lederjacken, einem Walkman, einem neuen Mixtape und so manchem Gastauftritt. Vielleicht nimmt sich ja so mancher Film mal ein Beispiel daran, wie man gute VFX machen kann ohne dabei weder die Charaktere noch die Umgebung zu überladen, das ganz im Stil einer alten Science Fiction Fernsehserie, vielleicht.
Ein Film der für`s Kino gemacht ist!

Lia Wehrs

https://freuleinlia.jimdo.com/

Teaser zum neuen Film der Gebrüder Lauenstein und Studio Rakete

Sneak Peek of ‚Luis & The Aliens‘

Growing up with a ufologist father (Armin Sonntag), obsessed with proving the existence of aliens, 12 year old Luis hasn’t had an easy or normal upbringing.
Nobody believes Armin, including Luis, so it comes as quite a big surprise when three strange little aliens (Mog, Nag and Wabo) crash land right behind their house. Luis excitedly wants to show his Dad that he had been right all along, but discovers that Armin hates and fears aliens.
Meanwhile the school’s principal suspects that Luis is suffering from neglect and should be removed from his father’s custody.
A wild adventure begins with Luis and his new friends from outer space trying to reach the mothership, to bring the aliens and maybe even Luis back to space, away from all the dangers and problems of Earth…

Hier gehts zur Webseite von Studio Rakete mit weiteren Hinweisen zum Projekt:

http://www.studiorakete.de/project/

Have a look: „My Grandfather was a cherry tree“

http://www.poliektovs.com/

This is a movie-memory, narrated by a young boy about his views on life and death. It’s also a story about an unusual grandfather, who could listen to the trees breathing and believed that
“Person can’t die if someone still loves him”.

Directors, animators Olga Poliektova, Tatiana Poliektova
Scriptwriters Tatiana Poliektova, Olga Poliektova with participation of Konstantin Fedorov
Composer Nicola Lerra
Writer Angela Nanetti
Sound director, sound designer Vladimir Sukharev
Music editor Danila Bolshakov
Background voice Platon Popov
Producer Pavel Smirnov

thinking Particles Drop 5


cebas Visual Technology Inc. announces the release of thinkingParticles version 6 Subscription Drop 5 today. Valued Users can immediately download and avail to the many new and powerful operators and enhancements from their Cebas Product Manager.

For full feature video playlist, go directly to https://goo.gl/UXwkYa

VFX Förderung in Deutschland – Diskussionswürdig!

 In der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Blickpunkt: FILM“ findet sich ein Interview mit Florian Gellinger, in dem er für den VFX Standort Deutschland wirbt und über Änderungen und Verstärkungen bei der hiesigen Förderung nachdenkt. Das Interview ist derzeit nur Abonnenten der Blickpunkt Film zugänglich, aber als These steht Florians Forderung im Raum:

„Um unsere riesigen Chancen zu nutzen und dem heutigen Stellenwert von VFX gerecht zu werden brauchen wir eine Filmförderung für Visuelle Effekte, die den physischen Dreh in Deutschland nicht voraussetzt.“

Florian Gellinger ist einer der Gründer von RISE FX und nun auch der Kopf der VES Germany

Das Interview habe ich in der  INDAC Group bzw auf INDACHS auf Facebook gepostet. Daraufhin entspann sich eine Diskussion dort, die ich hier abbilden darf und zu der ich Euch herzlich bitte Eure Meinungen ebenfalls zu äußern. Entweder hier in der Kommentrfunktion oder als email an indac@gmx.de! Würde mich über weitere Meinungsäußerungen sehr freuen.

Hier also die bisherige Diskussion:

Johannes Wolters: die Ziele, [die Florian Gellinger im Interview äußert] sind mit denen vom INDAC Projekt kompatibel.

Gerold Marks: Eine Kopplung von Fördergeldern an den Standort finde ich schon sehr sinnvoll, damit werden Jobs aller Gewerke in der Filmbranche gefördert- ein Mehrfaches der Fördersumme muss für Dienstleistungen/Produktionsschritte etc ausgegeben werden. (In welchen Bundesländern hat Rise mittlerweile Büros eröffnet?!) Die geförderte Entkopplung käme einer Subventionierung der VFX-Firmen gleich.

Johannes Wolters: die ist defacto schon da, wenn födergeld ausgezahlt wird, ohne die Forderung, es im erfolsfalle zurückzuzahlen – dem ist inzwischen so!

Gerold Marks: muss man dann doch aber nicht weiter ausbauen?!

Johannes Wolters: schwieriges Thema, es gleicht einem internationalen Wettrüsten, die frage ist, beteiligt man sich an dem system? eine Woche nachdem grütters erklärte, sie hätte die Fördersumme verdoppelt, erklärte Kalifornien, sie würden auf 300 mio erhöhen.

Johannes Wolters: dies ist natürlich gekoppelt an die frage, für wen bilden unsere schulen inzwischen aus – nach meinem dafürhalten muß ein deutscher Animator zwangsläufig ins Ausland gehen….

Florian Gellinger: (gerichtet an Gerold Marks) momentan muss man in Deutschland drehen um VFX gefördert zu bekommen. Selbst wenn man in Deutschland dreht geht die Förderung meistens komplett für den physischen Dreh drauf, die VFX gehen nach London oder Vancouver. D.h. es wird eigentlichin Deutschland alles am Film gefördert – außer die VFX. Warum sind gerade die so interessant? Weil die Auftragsvergabe schnell und dezentral per Email erfolgt und viele Jobs erzeugt. Bevor eine 200 Mio Dollar Produktion ihren kompletten Stab mit Produktionsbüro von 800 Leuten in ein anderes Land umzieht muss wirklich was ganz besonderes winken. Warum profitiert dann hier die komplette Filmbranche davon? Weil wir momentan durch die Förderlücke für VFX auch Indie/Arthouse Produktionen wie The Walk oder Gravity nicht anziehen. Und Gravity ist halt ein Animationsfilm mit einer Schauspielerin, die 65 Mio Dollar für ihren Namen auf dem Poster bekommen hat. Hätten wir dieses Know-How und vor allem Personal langfristig am Standort würden wir ganz andere Kategorien Filmproduktionen anlocken, die dann hier auch drehen würden. Zum für und wider Förderung internationaler Großproduktionen: Geben die 200 Mio Dollar in Deutschland aus und kriegen 20% Rabatt – dann sind danach 160 Mio Dollar mehr im Land, die vorher nicht hier waren. Mal vom Lerneffekt bei den Crews (egal ob Dreh oder VFX) ganz abgesehen – je besser die Leute hier werden desto besser werden auch deutsche Produktionen. Meine 50Ct

Gerold Marks: (gerichtet an Florian Gellinger) Schon lustig, dass 100 Mio. Dollar-Produktionen für dich Indie/Arthouse sind… Da kommt die Anfrage für den nächsten Marvel per E-Mail, du schickst Frau Grütters ne Whatsapp und dann läuft die Förderung?! Spaß beiseite: so schön, wie du es rechnest, läuft es ja nicht. Weißt du alles besser als ich, aber ich glaube viele Mitlesende nicht. Die Liste der VFX-Studios wird bei den Blockbustern immer länger, da wird auf 20 Firmen global verteilt. Klar, man nimmt überall Förderungen, Steuer-Reduzierungen etc. mit. Das würde sich auch nicht ändern. Zum anderen: wenn deutsche CGI-Animationsfilme Förderungen erhalten, wird das Geld dann trotzdem auch in China oder Indien ausgegeben, um billiger zu produzieren. Da wird dann das Lichtkonzept und die Charakterüberwachung in Deutschland geleistet, um abzugreifen. Wie profitiert hiervon ein Nachwuchs in der heimischen VFX-Szene? Nur weil es einen größeren Topf an Förderungen gibt, werden die Firmen doch nicht zu besseren Menschen. Das empfinde ich als Augenwischerei.

Florian Gellinger (gerichtet an Gerold Marks): Indie/Arthouse sind vor allem für mich Filme, die ein künstlerisches Wagnis eingehen ohne Garantie auf Erfolg. Die fettesten Posten bei Gravity waren Bullock/Clooney und die eigentliche Umsetzung des Film hat vielleicht 15% des Gesamtbudgets ausgemacht. Also nach internationalem Standard ein Indiefilm. Es sollte das fertige Filmbild auf der Leinwand als Kulturgut gesehen werden – egal wie es hergestellt wurde. Wenn gedreht wird – toll. Wenn komplett CGI – auch gut. Die Beantragung der Förderung läuft bei uns auf den gleichen Formularen wie bei jedem anderen Produzenten. Unsere Kunden müssen nur nicht direkt nebenan einziehen. Wenn wir die Förderung abrechnen müssen wir bis zu den einzelnen Posten der Telefonrechnung und Stromrechnung alles einzeln nachweisen wohin welches Geld geflossen ist. Wenn wir einen Teil unseres Budgets zum Roto/Paint nach Indien schicken haben wir dafür kein Personal von dem wir die Lohnkosten geltend machen können. Da müssen wir uns dann gut überlegen ob wir outsourcen oder die Förderung für diese VFX-Teilgewerke in Anspruch nehmen. Alles nicht so einfach und in der Abrechnung (aus gutem Grund) ein bürokratisches Monster.

Was ist Eure Meinung? Was denkt Ihr?

Kontakt

Wir sind erreichbar! Seid nicht schüchtern, schreibt uns oder schickt uns eine Zeichnung.