Neuigkeiten von der FMX zur FMX 2018

Ludwigsburg, 16. Februar 2018. Der Frühling und damit auch die FMX 2018 rücken näher – und mit ihr die Zahl der anzukündigenden Programmpunkte. Heute können erste Highlights aus den Tracks und Präsentationen der Themenbereiche Technologie und Games bekanntgegeben werden. Außerdem hat Animationslegende Chris Wedge (Blue Sky Studios) seine Teilnahme an der FMX 2018 bestätigt.

Arrow Blue Sky Studios-Mitbegründer Chris Wedge bei der FMX 2018

Zu Gast im Track Then & Now wird Chris Wedge (Blue Sky Studios) sein, eine Ikone der internationalen Animationsbranche. Das Multitalent prägte die Branche in den letzten Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht – als Regisseur, Produzent, Trickfilmer, Autor und Schauspieler. Er ist einer der Gründer der Blue Sky Studios und erntete Kritikerlob für seine Arbeit als Pionier der CG-Animation. 1998 gewann er einen Oscar für den animierten Kurzfilm Bunny. 2002 stellte er dem Publikum das beliebte Ice Age-Franchise mit der ersten Folge Ice Age vor. Er führte Regie bei Robots, Epic und für Paramount bei Monster Trucks, einer Mischung aus Real- und Animationsfilm. Wedge arbeitete außerdem als Executive Producer bei vier Ice Age-Filmen, bei Horton hört ein Hu!, den Rio-Filmen und dem jüngst erschienenen Ferdinand.

Arrow Technologie: Content Creation in Zeiten virtueller Studios

Beim FMX Track Virtual Studios: Opening Doors, kuratiert und moderiert von Kathleen Maher und Jon Peddie (beide Jon Peddie Research), werden zahlreiche Branchenexperten den aktuellen Stand im Bereich digitaler Produktion beleuchten. Mathieu Mazzerole (Foundry), Mathieu Muller (Unity Technologies), Ton Roosendaal (Blender Foundation) und Hugo Guerra (fire without smoke) diskutieren, wie die Konjunktur virtueller Studios die Produktionen unabhängiger Unternehmen und Künstler fördern kann. In einer weiteren Präsentation werden Jean-Colas Prunier (FilmFlow), Ton Roosendaal (Blender Foundation), Hugo Guerra (fire without smoke) und Felix Mertikat (King Racoon Games) gemeinsam erörtern, wie sich die Branche dank neuer Plattformen für digitale Produktion und neuer Datenaustausch-Tools für Selbständige, kleine Studios und Außenseiter öffnet.

Arrow Games: Visual Arts in Assassin’s Creed Origins und Forza Motorsport 7

Der Track Games Visual Arts – kuratiert von Gaël Seydoux, Leiter der Abteilung Forschung und Innovation bei Technicolor – ermöglicht dem Publikum, mehr über die aktuellsten Designs und Entwicklungen einiger der eindrucksvollsten immersiven Spielerlebnisse auf dem Markt zu erfahren. Jean Guesdon (Ubisoft), Creative Director von Assassin’s Creed Origins, wird einen Überblick geben über den Herstellungsprozess des Action-Adventures sowie die Herausforderungen, mit denen das Team bei der Erstellung einer lebendigen Spielwelt voller Individuen und Geschichten konfrontiert wurde. Außerdem wird Scott Lee (Turn 10), Art Director von Forza Motorsport 7, eine ausführliche Präsentation über die neueste Folge der Rennspielserie geben.

Arrow FMX Forum: Mackevision und weitere Partner

Mackevision ist auch 2018 Main Partner der FMX. Zudem wächst täglich die Zahl der Teilnehmer am FMX Forum. DynamiXYZ und Rokoko werden beim Marketplace vor Ort sein. Allegorithmic und Xsens sind jeweils mit Workshops und einem Stand beim Marketplace vertreten. Workshops angeboten werden außerdem von Binary Alchemy und Chaos Group. Der Recruiting Hub wird erweitert um Animal Logic, Axis Production, Illumination Mac Guff und Pixomondo. Auf dem School Campus präsentieren sich die Hochschule Darmstadt (University of Applied Sciences), die Mediadesign Hochschule, das Plymouth College und die University of South Wales.

Tickets für die FMX 2018 sind über die FMX-Webseite erhältlich – noch bis 15. März zum Early Bird-Tarif.

Täglich einen Kurzen: God is Coming: Rectus

Every Sunday the priest tries once again to bring the people of his little village to the church service. No one appears. But that is not enough: the priest faces a hard challenge…

Written, directed and animated by Stefan Vogt

Score: Sebastian Vogt

Sound: Tobias Böhm (bvft), Christian Wittmoser

Voice: Gerard Delmas

Production: Lukas Thiele Filmproduktion

Co-production: Studio FILM BILDER, 2017

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/gott_kommt

Hier die INDACHs Kritik von Nils Eckhardt zu Guillermo del Toros „THE SHAPE OF WATER – Das Flüstern des Wassers“

Ein ganz dickes Dankeschön an dieser Stelle, dass Du uns durch INDAC die tolle Möglichkeit dieser Screenings bietest! Ich schaffe es zwar nicht immer zu allen Vorstellungen, aber allein das Angebot ist großartig. DANKE!

Anbei nun meine Kritik zu einem grandiosen „Shape of Water“:

Guillermo del Toro stellt mit „The Shape of Water“ ein weiteres Mal unter Beweis, dass er ein begnadeter Geschichtenerzähler ist. Zu Recht wurde er für sein aktuelles Meisterwerk bereits im Januar mit dem Golden Globe 2018 für die beste Regie ausgezeichnet. Skurril, surreal, wunderschön, fantastisch und verstörend brutal ist der Film, so wie man es schon von früheren Projekten von del Toro (etwa „Pans Labyrinth“) kennt.

„The Shape of Water“ ist ein poetisches, fast märchenhaftes Liebesdrama, in dem es um die Beziehung zwischen der stummen Elisa und einem amphibischen Wesen geht, welches als Forschungsobjekt in ein Geheimlabor gebracht wird, in dem Elisa als Putzfrau arbeitet.

Ohne viele Umwege werden in den ersten Minuten des Filmes die Hauptcharaktere und das Setting eingeführt und die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf. Einen Moment lang mag man sich davon ein wenig überrumpelt fühlen. Die sehr direkte und schnörkellose Art des Storytellings hilft aber dabei die fiktive Welt einer amerikanischen Kleinstadt Anfang der 60er Jahre mitten im kalten Krieg anzunehmen und bestimmte behauptete Zusammenhänge als gegeben zu betrachten und nicht weiter zu hinterfragen.

Alles andere als schnörkellos ist das Setdressing. Die Requisite und das Design sind mal opulent, mal angehaucht von Steampunk, mal schlicht und funktional. Stets der Handlung angemessen wird die Geschichte hervorragend unterstützt und es werden Bilder geschaffen, die für die große Leinwand prädestiniert sind – einfach schön anzusehen.

Ebenfalls erwähnenswert ist die fantastische Filmmusik in „The Shape of Water“ und von der gibt es eine Menge! Ich kann mich nicht erinnern im Abspann eines Filmes jemals eine so lange Liste mit Musikstücken gesehen zu haben.

Ein kleines Schmankerl ist ebenfalls im Abspann zu finden, wenn man genau aufpasst: für die Stimme/Geräusche des Amphibienmannes ist der Regisseur höchstpersönlich ins Tonstudio gegangen.

Es sei aber zum Abschluss dieser Kritik nochmal darauf hingewiesen, dass „The Shape of Water“ durchaus verstörend auf zart besaitete Seelen wirken kann und deshalb aus meiner Sicht berechtigt mit der FSK 16 bewertet wurde. Ich persönlich fand es zwar nicht so übel wie bei „Pans Labyrinth“ (ich erinnere an die Nase-mit-Weinflasche-zertrümmer-Szene), aber den ein oder anderen zwischenmenschlichen Körperkontakt zeigt del Toro doch recht explizit.

Alles in allem ist „The Shape of Water“ ein wundervolles Filmerlebnis für das es sich endlich mal wieder lohnt ins Kino zu gehen und bietet neben dem ganzen aktuellen Superhelden-Einheitsbrei ein beeindruckendes Alleinstellungsmerkmal.

Nils Eckhardt, Illustrator (IO), Artist for Storyboard, Concept Design and Animation
www.nilseckhardt.com

Hier die INDAChs Reviews von Helena Barbie, Michaela Müller und Steffen Hänsch zu Marvels „BLACK PANTHER“

Hallo Johannes, danke für die Einladung zum Screening, es war klasse! Hier mein Review:

Marvels neuestes Werk „Black Panther“ hält alles, was es verspricht. Ein solider Action Film mit spannender Story und einer guten Prise Humor. Man will gar nicht, dass der Geschichte endet, was natürlich großartig ist bei einem Film, an den man schon hohe Erwartungen hat. Auch wenn der Verlauf der Geschichte mehr oder weniger vorhersehbar ist und die ein oder anderer Szene etwas schnell aufgelöst wird, ist man an die Charaktere gefesselt, welche Entscheidungen sie treffen und wie sie sich in der Geschichte entwickeln. Man sympathisiert dabei schon fast zu sehr mit dem Gegenspieler. Dazu kommt, dass man mit Wakanda in eine ganz neue Welt eingeführt wird, von der man natürlich so viel wie möglich sehen möchte.
Ich glaube selbst wenn man eigentlich kein Marvel Fan ist, wird man mit „Black Panther“ sehr gut unterhalten.
Neben tollen Action- und Kampf Szenen, bietet der Film wunderschöne Bilder. Insbesondere das hochentwickelte Wakanda ist richtig gut gelungen. Der Mix aus afrikanischer Architektur und Sci-Fi ist einfach cool, und die Umsetzung hätte nicht besser sein können. Man konnte sich an Kostümen, Kulissen und Requisiten überhaupt nicht satt sehen. Für einen Science-Fiction-Actionfilm ist der VFX Anteil herrlich subtil, man ist einfach so in der Welt drin, dass man sich gerne auf die Bilder einlässt und es einem gar nicht mehr so unwirklich vorkommt.
Auf jeden Fall eine Kino Empfehlung!

Helena Barbie, Köln

https://www.xing.com/profile/Helena_Barbie

Ich habe mich sehr auf den Film gefreut und kann noch gar nicht sagen, warum er mich emotional nicht ganz mitgerissen hat.

Die Schauspieler, ihre Charaktere und Kostüme sind wundervoll! Die Charaktere werden hervorragend vorgestellt, ihre Motivation ist klar und nachvollziehbar. Die Schwester des Prinzen hat einen frechen Humor, der mir sehr gut gefällt. Nur bei dem Antagonisten habe ich das Gefühl, dass mir noch das letzte winzige Teilchen im Puzzle fehlt.

Die Kämpfe und Verfolgungsjagden in „unserer Welt“ fand ich spannend – bei denen im versteckten Utopia Wakanda, war das insgesamt leider weniger der Fall. Zumindest hatte ich öfter das Gefühl den Fokus zu verlieren und der ein oder andere CG Move ist mir auch weniger positiv ins Auge gesprungen. Im Hintergrund gibt es aber auch noch genug zu gucken, falls man sich für die eigentlichen Kämpfe schon nicht mehr interessiert. Alles in allem, gibt es von mir aber nur pingelige Kritik auf hohem Niveau.

Michaela Müller, Hamburg

https://www.linkedin.com/in/visualcompanion/

Ein guter Film. Ich mochte das Afrika-thematische Setting und die aufwendigen Kostüme. Beeindruckend auch, dass der Film ganz ohne Schützenhilfe anderer Marvel-Helden auskam.
Von den Special-Effects gefielen mir die sand-artigen 3D-Animationen am besten, die am Anfang für Wakandas Geschichte und später auch als eine Art Videoüberwachungs-Interface benutzt wurden. Der Rest der Bildschirm-Anzeigen im Film waren dann wieder eher abgedroschene blau-leuchtende Wabenstrukturen, damit es besonders futuristisch aussieht.

Steffen Hänsch, Data Visualist , Berlin

http://www.steffenhaensch.de/

Here is the full list of winners at the 2018 VES Awards:

VES Awards: ‘Apes’, ‘Coco’ & ‘Thrones’ Dominate VFX Nods – Full Winners List

The Visual Effects Society (VES) is a global professional honorary society and the entertainment industry’s only organization representing the full breadth of visual effects practitioners including artists, technologists, model makers, educators, studio executives, supervisors, PR/marketing specialists and producers. VES’ almost 3,400 members in over 30 countries worldwide contribute to all areas of entertainment – film, television, commercials, animation, music videos, games and new media. Headquartered in Los Angeles, the VES has member Sections in Australia, Bay Area (CA), Germany, London, Los Angeles, Montreal, New York, New Zealand, Toronto, Vancouver and Washington State.
“The artistry, ingenuity and passion of visual effects practitioners around the world have come together to create truly remarkable imagery in a variety of media,” said Mike Chambers, VES Chair. “We are seeing best in field work that elevates the art of storytelling and engages the audience in new and innovative ways. The VES Awards is the only venue that showcases and honors these outstanding artists across a wide range of disciplines, and we are extremely proud of all our nominees!”

“The Visual Effects Society Student Award recognizes the stellar work of emerging VFX artists worldwide, and we’re proud to sponsor the award again. Each year, the submissions grow more impressive, and we’re excited to collaborate with the VES to recognize, applaud and celebrate this year’s talented nominees,“ said Amy Bunszel, Autodesk Senior Vice President, Design & Creation Products.

Nominees in 24 categories were selected by VES members via events hosted by 10 of its Sections, including Australia, Bay Area, London, Los Angeles, Montreal, New York, New Zealand, Toronto, Vancouver and Washington.  As previously announced, the VES Georges Méliès Award was presented to Academy Award®-winning visual effects master Joe Letteri, VES. The VES Lifetime Achievement Award was presented to acclaimed producer-writer-director Jon Favreau. Award-winning actor-comedian-author Patton Oswalt  hosted the VES Awards.

Outstanding Visual Effects in a Photoreal Feature
War for the Planet of the Apes
Joe Letteri, Ryan Stafford, Daniel Barrett, Dan Lemmon, Joel Whist

Outstanding Visual Effects in a Photoreal Episode
Game of Thrones; Beyond the Wall
Joe Bauer, Steve Kullback, Chris Baird, David Ramos, Sam Conway

Outstanding Visual Effects in an Animated Feature
Coco
Lee Unkrich, Darla K. Anderson, David Ryu, Michael K. O’Brien

Outstanding Visual Effects in a Commercial
Samsung; Do What You Can’t; Ostrich
Diarmid Harrison-­Murray, Tomek Zietkiewicz, Amir Bazazi, Martino Madeddu

Outstanding Animated Character in an Animated Feature
Coco; Hèctor
Emron Grover, Jonathan Hoffman, Michael Honsel, Guilherme Sauerbronn Jacinto

Outstanding Animated Character in a Photoreal Feature
War for the Planet of the Apes; Caesar
Dennis Yoo, Ludovic Chailloleau, Douglas McHale, Tim Forbes

Outstanding Animated Character in a Commercial
Samsung; Do What You Can’t; Ostrich
David Bryan, Maximilian Mallmann, Tim Van Hussen, Brendan Fagan

Outstanding Animated Character in an Episode or Real-­‐Time Project
Game of Thrones; The Spoils of War; Drogon Loot Train Attack
Murray Stevenson, Jason Snyman, Jenn Taylor, Florian Friedmann

Outstanding Effects Simulations in a Photoreal Feature
War for the Planet of the Apes
David Caeiro Cebrián, Johnathan Nixon, Chet Leavai, Gary Boyle

Outstanding Effects Simulations in an Animated Feature
Coco
Kristopher Campbell, Stephen Gustafson, Dave Hale, Keith Klohn

Outstanding Effects Simulations in an Episode, Commercial, or Real-­‐Time Project
Game of Thrones; The Dragon and the Wolf; Wall Destruction
Thomas Hullin, Dominik Kirouac, Sylvain Nouveau, Nathan Arbuckle

Outstanding Model in a Photoreal or Animated Project
Blade Runner 2049; LAPD Headquarters
Alex Funke, Steven Saunders, Joaquin Loyzaga, Chris Menges

Outstanding Visual Effects in a Real-Time Project
Assassin’s Creed Origins
Raphael Lacoste, Patrick Limoges, Jean-Sebastien Guay, Ulrich Haar

Outstanding Created Environment in a Photoreal Feature
Blade Runner 2049; Los Angeles
Chris McLaughlin, Rhys Salcombe, Seungjin Woo, Francesco Dell’Anna

Outstanding Created Environment in an Animated Feature
Coco; City of the Dead
Michael Frederickson, Jamie Hecker, Jonathan Pytko, Dave Strick

 

Outstanding Created Environment in an Episode, Commercial, or Real-­‐Time Project
Game of Thrones; Beyond the Wall; Frozen Lake
Daniel Villalba, Antonio Lado, José Luis Barreiro, Isaac de la Pompa

Outstanding Visual Effects in a Student Project
Hybrids
Florian Brauch, Romain Thirion, Matthieu Pujol, Kim Tailhades

Outstanding Supporting Visual Effects in a Photoreal Feature
Dunkirk
Andrew Jackson, Mike Chambers, Andrew Lockley, Alison Wortman, Scott Fisher

Outstanding Supporting Visual Effects in a Photoreal Episode
Black Sails; XXIX
Erik Henry, Terron Pratt, Yafei Wu, David Wahlberg, Paul Dimmer

Outstanding Compositing in a Photoreal Feature
War for the Planet of the Apes
Christoph Salzmann, Robin Hollander, Ben Warner, Beck Veitch

Outstanding Compositing in a Photoreal Episode
Game of Thrones; The Spoils of War; Loot Train Attack
Dom Hellier, Thijs Noij, Edwin Holdsworth, Giacomo Matteucci

Outstanding Compositing in a Photoreal Commercial
Samsung; Do What You Can’t; Ostrich
Michael Gregory, Andrew Roberts, Gustavo Bellon, Rashabh Ramesh Butani

Outstanding Virtual Cinematography in a Photoreal Project
Guardians of the Galaxy Vol. 2; Groot Dance/Opening Fight
James Baker, Steven Lo, Alvise Avati, Robert Stipp

Outstanding Visual Effects in a Special Venue Project
Avatar: Flight of Passage
Richard Baneham, Amy Jupiter, David Lester, Thrain Shadbolt

Hier die INDAChs Kritik von Alena Nicolai zu Guillermo del Toros „The Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“

Hi Johannes,

vielen herzlichen Dank, dass ich mitgehen durfte. ein toller Film! Hier mein Bericht:

Das Flüstern des Wassers (dt Titel) erzählt die Geschichte einer stummen Frau namens Elisa (S. Hawkins), die ihren Unterhalt in der Nachtschicht der Putzkolone eines geheimen US-Forschungszentrum verdingt. Mir wird Einblick gewährt in ihren Alltag der sechziger Jahre. Ohne große Aufregung lebt Elisa über einem nie besuchten Kino und ihre einzigen Freunde sind ein alternder Werbezeichner (R. Jenkins) und ihre Schichtpartnerin (O. Spencer). Beide erscheinen neben der stummen Frau laut und polternd. Ich sehe ein zartes Mauerblümchen, dass von ihrem Umfeld liebevoll nachsichtig behandelt, doch nicht wirklich ernstgenommen wird. Nichts verändert sich in ihrem Leben und so lauscht Elisa leise den Sorgen und Gedanken ihrer Mitmenschen, dafür nehmen diese ihre kleine Eigenheiten hin.

Doch der Eindruck trügt. Elisa trifft im Labor auf eine Meeresfigur (D.Jones), die  der Sicherheitschef Strickland (M.Shannon) gefangen genommen hat und im Rahmen der Forschung „untersucht“. Neugierig und furchtlos fühlt sich Elisa magisch zu der menschenähnlichen Kreatur hingezogen und merkt, dass sie von ihr verstanden wird. Doch das zärtliche Band droht zu zerbrechen als Strickland den Befehl gibt das Wesen zu töten. Mit Unterstützung ihrer Freunde und des Forschers Hofstetler (M. Stuhlbarg) unternimmt Elisa einen Rettungsversuch.

The Shape of Water der neue Film von del Toro ist ein Theaterstück. Der Kinosaal endet heute nicht vor einer flachen Wand, sondern vor einer Bühne, auf der sich ein seltsames Schauspiel entwickelt. Zarte Klänge dringen an mein Ohr, die Töne untermalen den Lauf des Wassers. Sind mal fließend, mal tröpfelnd, zart wie der Hauch einer Umarmung, fügen sie sich harmonisch in das Bild des Auges ein. Wenn ich allerdings nach einer bestimmten Melodie suche bleibt sie mir zunächst verschlossen. Sie sticht nicht hervor, vielmehr ist sie ein wundervoll eingesetztes Stilmittel, welches die Atmosphäre trägt und dem Stück Tiefe verleiht. Ich hoffe sehr, dass mich der Soundtrack, später zu Hause, wieder mitnehmen kann in dieses leise Märchen… im jetzt und hier suche ich vergeblich den Orchestergraben. Auch das Licht ist hervorragend, manchmal habe ich das Gefühl, dass es auf versteckte Tropfen fällt und dort reflektiert wird.

Del Toro erzählt diese leise, vorhersehbare, Liebesgeschichte, gebettet in ein bezauberndes detailreiches Setting, dass ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Und wenn ich die Bild- und Tonflut beiseite nehme, mich zurück auf die Geschichte besinne und hinter die Fassade blicke, dann hat mich besonders der Kern des Märchen ergriffen: Die (wieder) aktuelle Frage nach Menschlichkeit. „Mensch sein“ definiert sich für Elisa nicht über Sprache oder Aussehen. Menschlichkeit ist ein Gefühl, welches wir leben oder verachten können. Brutal und ungeschönt, wird mir vor Augen geführt worin Unmenschlichkeit endet, welche Grausamkeit sie birgt und welche Zerstörung sie hinterlässt.

Alena Nicolai

Hier die INDACHS Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Black Panther“

 

Es fällt nicht sonderlich schwer, unvoreingenommen in einen Marvel-Film zu gehen, wenn man von der Hauptfigur und deren Welt keinerlei Vorkenntnisse hat. „Black Panther“ kannte ich nur aus dem Trailer – der wiederum solide Action versprach.

Meine Erwartungen waren gemischt, einerseits kann man sich bei den Comic-Verfilmungen zumindest optisch immer wieder auf ein interessantes Erlebnis freuen, andererseits reicht dies auch nicht unbedingt, um über einen eher einfach gestrickten Plot hinwegzusehen und/oder über weniger gut ausgearbeitete Figuren. „Black Panther“ hat im Ganzen einfach von allem etwas.

Tolle visuelles Erlebnisse, sympathische, gut gespielte Charaktere, eine für mich jetzt nicht besonders herausstechende Plotline, die aber solide ist, etwas Humor, ein kleines bisschen Politik– und tatsächlich recht starke Frauenfiguren, die nicht am Rockzipfel des Heldens hängen, sondern im Zusammenspiel mit diesem eine gute symbiotische Wirkung entfalten. Es geht erfreulicher Weise weniger um die Rettung der ganzen Welt – vielmehr um Familienzwist, um Perspektivwechsel und Akzeptanz.

Schön ist, dass es sich diesmal nicht um eine weitere Fortsetzung einer bestehenden Filmreihe handelt – sondern um das Näherbringen einer neuen Figur und deren Milieu. Dafür lässt der Film sich Zeit – vielleicht  auch ein wenig zuviel für das, was er erzählt, aber gleichzeitig zu wenig für das, was er eigentlich alles anreißt.

Das royale Drama kommt jedoch als eine so vergnügliche und ungefährliche Unterhaltung daher, dass dieser Punkt gar nicht so sehr ins Gewicht fällt – und so präsentiert sich „Black Panther“ als ein gut konsumierbarer Blockbuster.

Letty Felgendreher

BLACK PANTHER

Regie: Ryan Coogle
Mit Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Martin Freeman, Forest Whitaker, Angela Bassett,  Andy Serkis, Daniel Kaluuya, Danai Gurira u.v.m.

Deutscher Kinostart: 15. Februar 2018

Hier die INDACHs Kritik von Kris van Alphen zu Guilermo del Toros „THE SHAPE OF WATER – Das Flüstern des Wassers““

And the Winner is… The Shape of Water

Viel mehr braucht man nicht über diesen wunderschönen Film zu sagen.
Außer vielleicht noch dieses: nichts wie hin!

Und wenn man doch mehr wissen möchte? (++++ spoiler-alarm+++):

Dann tauchen Sie jetzt einfach mit mir ein in die wunderbaren Welt von Guillermo del Toro!

Es ist eine Welt, die wir auf ähnliche Art und Weise bei Terry Gilliam (Brazil) oder Jean-Pierre Jeunet (die Fabelhafte Welt der Amélie) kennenlernen durften.
Wir befinden uns hier jedoch im Amerika der 1960-er Jahre vor dem Hintergrund des kalten Krieges. Es ist genau das Amerika, in das ich mich zur Zeit meiner eigenen Kindheit hineinträumte. Wie oft habe ich mich nicht durch genau solchen Straßen Skateboard fahren sehen!
Und durch die traumhafte Welt der Sixties führt uns ebenso traumhaft eine wunderbare Sally Hawkins (Elisa Esposito), die sich seit Blue Jasmine und Paddington zu eine meiner Lieblingsschauspielerinnen etabliert hat. Nicht umsonst wurde sie gerade von der National Society of Film Critics (NSFC) als Best Actress ausgezeichnet. Aber auch die Nebendarsteller brauchen sich nicht zu verstecken. Der unheimliche Strickland (Michael Shannon), die süße und lustige Putzkollegin Zelda (Octavia Spencer) und Nachbar Giles (Richard Jenkins), der als Werbezeichner hart zu kämpfen hat in einer Zeit, zu der Fernsehwerbung die gezeichnete Werbung in Zeitschriften und Zeitungen ablöst, machen ihre Sache fabelhaft. Grün ist die Hauptfarbe des Films. Bis ins Detail zeigt sich diese Vorliebe, wenn sogar der Wackelpudding in Giles‘ Zeichnung dem Auftraggeber nach grün sein muss. Der Zeichenstil Giles errinert übrigens stark an die Kunst von Robert E.McGinnis, bekannt u.a. durch seine Filmplakate für Breakfast at Tiffany’s, James Bond, Barbarella, etc…

Der Film an sich ist einerseits gespickt mit Referenzen an biblische, griechische und nordische Sagen: Ruth, Delila, Orpheum (das Kino, in dem The Story of Ruth läuft), Thor (so heißt eine von Giles Katzen), Pandora, usw. und andererseits mit Verweisen auf sämtliche Tanzfilmklassiker (u.a. mit Shirley Temple) und Elisas Traum von rote Schuhen, der an den Zauberer von Oz erinnert, wo Judy Garland ebensolche roten Schuhe trägt.
Auch das Monster hat man irgendwie schon mal irgendwo gesehen. Und tatsächlich verrät uns Google, daß „The Creature from The Black Lagoon“ aus dem Jahr 1954 zu einer der Vorlagen von Guillermo del Toros Film zählt.

Kris Van Alphen

Aber das Schöne daran ist, daß das Monster nicht (nur) wie eine CGI-Figur wirkt, sondern den leibhaftigen Schauspieler unter dem Amphibienanzug erahnen lässt. Ein Umstand, den der Regisseur nicht zu verbergen sucht. Alles in allem wird der Film sympathischerweise nicht von digitalen Effekten überflutet, und wird mit seinem Retro-Sixties-Character voll und ganz gerecht.
Erwähnenswert finde ich im Übrigen die Musik von Alexandre Desplat, die selbst wie Wasser fortplätschert in die Wahrnehmung des Zuschauers. Von der Dramaturgie her ist der Film ein klassisches Märchen und badet analog in märchenhaftem Licht. Die finale Flucht von Elisa und ihrem geliebten Wasserwesen – inklusive Verfolgungsjagd – sind magistral gecuttet. Der Eindruck, dass der Film nach streng handwerklichen Maßstäben perfekt gemacht wurde, hat mich den ganzen Film über nicht verlassen.
Im Gegensatz jedoch zu den Märchen von Arielle, der Meerjungfrau oder Die Schöne und das Biest, transformiert bei del Torro die weibliche Protagonistin selbst am Ende. Ihre Narben am Hals – Ursache ihrer Stummheit – werden zu Kiemen, durch deren Hilfe sie schlussendlich ihrer große Liebe unter Wasser folgen kann.

Ende gut – alles gut. Vor allem am 4. März, when the Oscar goes to…

Kris Van Alphen

 

The Stop-Motion Puppets of Aardman Animations!

Adam Savage visits Aardman Animations‘ workshop to get up close with some of the beautiful stop-motion animation puppets used in the studio’s upcoming film Early Man. Aardman senior model maker Jimmy Young walks us through some of the modelmaking processes that go into these puppets‘ sculpts, clothes, and armatures!

Every Best Visual Effects Winner. Ever. (1929-2018 Oscars)

This year’s Oscar nominees have been announced! So time to update our VFX award video from last year. We have added the winner from last year, this year’s nominees, and a whole bunch of great updates throughout the video entirely. Enjoy!

End screen music: Star Wars Cantina Band 8-bit by Darth Vesta https://soundcloud.com/darth-vesta/st…

About the award: For the 1927/28 Academy awards, the award was for engineering effects. There was no award again until 1938 where it was called a special award „for outstanding achievement in creating special photographic and sound effects. The very next year the award was combined with sound effects and called the Award for Special Effects. It wasn’t until 1963 that the award became the Award for Best Visual Effects (which it is still called today). It was given every year from 1963 to present, with the exception of 1973.

Where to find us: http://burgerfiction.com

2018 Sci-Tech Awards: Gordon E. Sawyer Award to JONATHAN ERLAND

Patrick Stewart presents the Gordon E. Sawyer Award to Jonathan Erland, whose technological contributions have made an extraordinary and lasting impact on the motion picture industry.


2018 Sci-Tech Awards: John Bailey, Ray Feeney & Patrick Stewart Opening – Tech Achievement Award for „BlockParty“ procedural rigging system at Industrial Light & Magic

Academy President John Bailey opens the Scientific & Technical Awards on February 10, 2018, at the Beverly Wilshire.

Academy Award recipient and chair of the Scientific and Technical Awards Committee Ray Feeney introduces host Patrick Stewart at the Scientific & Technical Awards.

Patrick Stewart opens SciTech Awards and presents awards to Jason Smith and Jeff White for the original design, and to Rachel Rose and Mike Jutan for the architecture and engineering, of the BlockParty procedural rigging system at Industrial Light & Magic.

http://www.mikejutan.com/work/publications/index_files/BlockParty2_Siggraph2013.pdf

2018 Sci-Tech Awards: Nuke Compositing System

Patrick Stewart presents Scientific and Engineering Awards to Bill Spitzak and Jonathan Egstad for the visionary design, development and stewardship of the Nuke compositing system, and to Abigail Brady, Jon Wadelton and Jerry Huxtable for their significant contributions to the architecture and extensibility of the Nuke compositing system.

https://www.foundry.com/products/nuke

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