Die INDAChs Kritik von Wolfram Kampffmeyer zu Disneys „ZOOMANIA“

Das Landei Judy Hopps ist eines von hunderten Hasenkindern einer Karottenfarmer-Familie, das schon in Jugendjahren davon träumt, eine erfolgreiche Polizistin in der Riesenmetropole Zotopia zu werden. In dieser Stadt leben Tiere sämtlicher Spezies mehr oder weniger harmonisch zusammen. Doch ein Hase als Polizist gabs noch nie, hier dominieren schwere und große Tiere wie Elefanten, Büffel und Nashörner.

Dennoch absolviert Judy die Polizeischule erfolgreich und versucht sich, unter den massigen Alphatieren zu behaupten.

Als sie den Fall eines vermissten Otters übernimmt und den Fuchs und Gelegenheitsgauner Nick als Helfer gewinnt, nimmt der Film mächtig Fahrt auf.

„Zootopia“ ist wie immer bei Disney als Kinderfilm konzipiert, doch behandelt er ein ernstes Thema: Ausgrenzung und Rassismus unter dem Deckmantel „niedliches Tierreich“.

Hat Judy anfangs selbst mit Vorurteilen zu kämpfen (ein kleiner Hase hat im rauhen Polizistenalltag nichts zu suchen), ist sie später selbst dafür verantwortlich, die größte Diskriminierungswelle in Zootopia auszulösen (alle Raubtiere sind böse und müssen gehen).

Dieses Problem wird im Film natürlich wieder gelöst und zum Guten gewendet. Hoffentlich kommt die Message flächendeckend an und verändert die Welt der Menschen ebenfalls.

Wolfram Kampffmeyer, Freelance 3D artist, located in Ludwigsburg

 

Die INDAChs Kritik von Alexander Richter zu „DEADPOOL“

Dead Pool ist halt Dead Pool

Dead Pool ist kein Superheld, sondern eigentlich ein unsterblicher Superheldenzuschauer, der zufällig in das Marveluniversum gestolpert ist. Regelmäßig umgeht er die vierte Wand und spricht den Zuschauer direkt an, als wäre eine Filmcrew bei seinem abgedrehten und überspitzten Rachefeldzug dabei. Dies lässt einen stärker an den Situationen teilhaben, wenn man zum Beispiel mit ihm zusammen die übrigen Kugeln in einem Feuergefecht zählt.
Die Parodie zeigt sich in der etwas flachen Geschichte und den stark zusammengeklauten Szenen – von Elementen aus Wolverine (Verwandlung), Spider Man (Kostümfindung), Superman (Landung), Avengers und einigen mehr wird fast alles vertreten. Liebe, Rache und blablabla – man kennt es schon. Auch wird die Superheldenthematik als solche und typische Superheldenszenen in dem Film adressiert.
„Sie macht eine Superheldenlandung …“
Dead Pool ist kompromisslos, was diese Figur mehr als andere aus dem Superheldenpool von den Happy-End-Helden und den aktuelleren Deprihelden hervorstechen lässt. Der Humor schwankt von vorpubertären Sexwitzen bis zu sehr dunklen Folterszenen und zwischenmenschlichen Momenten, die nicht immer sofort mit einem Augenzwinkern abgetan werden. Diese Krassheit haben wir unter anderem Ryan Reynolds zu verdanken, der nicht nur perfekt für die Rolle ist, sondern sich auch als Producer an diesem Film beteiligt hat, um nach eigenen Aussagen, ihn zu schützen und den Fans den Dead Pool zu geben, den sie lieben.
Die einzigen zwei Elemente, die man als Zuschauer bei dem Film vermissen könnte, wären wohl die Schizophrenie und die stärkere Integration in das Superheldenuniversum. Ersteres macht auch einen großen Teil seines Witzes aus, wenn er in einem Feuergefecht mit seinem anderen Ich zu debattieren beginnt. Zweiteres ist wohl dem Budgetproblem des Films geschuldet, welches Dead Pool sogar selbst thematisiert, da es nicht genug Kohle für mehr X-Men (nur 2) gab.
Wer den abgedrehten Trailer in Spielfilmlänge sehen will – ist hier genau richtig.
Alexander Richter

richteralexander.com

Die INDAChs Kritik zu Deadpool von Sebastian Meszmann

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Sebastian Meszmann

Vanity Projects – eigentlich ein Schimpfwort in der Filmbranche, beschreibt der Begriff doch treffend Filmprojekte, die in der Regel von grossen (und meist sich selbst zu wichtig nehmenden, weil berühmt und von den Massen angehimmelten oder so die Eigenwahrnehmung) Filmstars forciert werden, koste es was es wolle und, selbstredend, mit Ihnen in der Hauptrolle, denn keiner ausser Ihnen kann den Stoff besser auf der Leinwand zum Leben erwecken als sie selbst. Eine Herzensangelegenheit durch und durch also.

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