MDM fördert neue Film- und Medienprojekte mit über 3 Millionen Euro: Marco Polo, die Mucklas und John Chambers freuen sich!

Aufregende Förderentscheidungen der Mitteldeutschen Medienförderung:

https://www.mdm-online.de/index.php?id=9&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1781&cHash=5ab656f03cd7832846de2260b823bf40

Der Vergabeausschuss der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH (MDM) hat in seiner zweiten Sitzung 2018 am 24. April Fördermittel in Höhe von 3.218.900 Euro für insgesamt 27 Projekte vergeben.

Die Neuverfilmung des DDR-Kinderbuchklassikers „Alfons Zitterbacke” unter der Regie von Mark Schlichter wird mit 600.000 Euro von der MDM gefördert. Der Filmstoff über die Abenteuer des frechen Pechvogels Alfons, der davon träumt,  Astronaut zu sein und es endlich allen zeigen will, basiert auf den berühmten Kinderbüchern von Gerhard Holtz-Baumert und wird von X Filme produziert.

Projektentwicklungsförderung geht an „Paradise” (Regie: Susanne Kim, Neufilm, 50.000 Euro), „Die Mucklas… und wie sie zu Pettersson und Findus kamen” (Regie: Ali Samadi Ahadi, Tradewind Pictures, 43.000 Euro), im Bereich Neue Medien an „FalladAR – Die Murkelei App” (Head of Creative: Simeon Conzendorf, Lumalenscape, 50.000 Euro) und das Game „Everysphere” (Michael Chlebusch, Zauberberg Medien, 49.900 Euro).
Die Firma 42film erhält 150.000 Euro für die Stoff- und Projektentwicklung im Rahmen einer Paketförderung.

In der Phase der Stoffentwicklung fördert die MDM mit je 25.000 Euro „Die letzten Kinder von Schewenborn” (Antonia Rothe, Katrin Milhahn, Kevin Lee Film), „Marco Polo und der Bogen Dschingis Khans” (Korbinian Hamberger, MotionWorks) und mit 15.000 Euro „Charming Mary” von Arne Kohlweyer.

https://www.mdm-online.de/index.php?id=gefoerdert

Merke:

Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) unterstützt wirtschaftlich Erfolg versprechende Film- und Medienproduktionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dabei können alle Projektphasen, von der Vorbereitung über die Herstellung bis hin zur Verbreitung und Präsentation von Film-, Fernseh-, Video- und weiteren audiovisuellen Medienproduktionen gefördert werden. Auch für regionale, nationale und internationale Weiterbildungs- und Trainingsinitiativen stellt die MDM Zuschüsse und Darlehen zur Verfügung. Bedingung für eine erfolgreiche Antragstellung ist der Nachweis kultureller und wirtschaftlicher Effekte in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Bei der Realisierung der Projekte soll mindestens die bewilligte Fördersumme in Mitteldeutschland film-, fernseh- und medienspezifisch ausgegeben werden. Auf Märkten, Messen und Festivals wirbt die MDM für den Medienstandort Mitteldeutschland und setzt sich gemeinsam oder stellvertretend für die Belange der mitteldeutschen Medienbranche ein.

Cem Karayakas, Nils Nißing: Making of BA-Abschlussprojekt »Die Farbe«, IFS Köln

»Die Farbe« ist das noch in Produktion befindliche Abschlussprojekt der beiden VFX-Studierenden Cem Karayakas und Nils Nissing an der ifs. Voraussichtliche Fertigstellung im Oktober 2018.
Der Kurzfilm basiert auf einer Kurzgeschichte von H.P.Lovecraft und ist eine Kombination aus realem Dreh im Miniatur-Set und eingefügtem digitalem 3D Charakter.

Täglich einen Kurzen: Eric Power jeremy messersmith – Monday, You’re Not So Bad

Monday…. you’re not so bad. 🙂
Animated music video for jeremy messersmith
Off his latest album, Late Stage Capitalism
jeremymessersmith.com/
Shot in stop motion paper cut out by Eric Power
ericpowerup.net

Hier die INDAC Kritik von Janine Heine zu „Avengers – Infinity War“

Eines der größten Crossover-Events ist endlich da!
Thanos setzt seine Suche nach den Infinity Steinen fort und nun liegt es an den Helden der vergangenen Filme, das zu verhindern.
Und dies trotz Spannungen untereinander.

Zunächst vorweg gesagt: Um von den vielen Charakteren und ihren Hintergründen nicht erschlagen zu werden, empfiehlt es sich die vorangegangenen Filme gesehen haben…oder sich zuvor eine Zusammenfassung der Geschehnisse durchlesen. Storytechnisch lässt sich im Grunde nicht viel sagen, außer dem was bereits bekannt ist: Thanos sucht die sechs Infinity Steine und ein großer Trupp an Marvel-Helden versucht ihn aufzuhalten. Dies könnte auf den ersten Blick wie ein Kritikpunkt klingen, würde der Film nicht trotzdem gut funktionieren. „Avengers: Infinity War“ konzentriert sich mehr auf die Beziehungen der Helden und vor allem auf seinen Antagonisten, der fantastisch gelungen ist. Thanos‘ Motivation regt zum Nachdenken an, gibt ihm mehr Tiefe und trotzdem geht von ihm diese Aura der Bedrohung aus. Das nicht nur durch Josh Brolins großartige schauspielerische Leistung und besonders seiner Mimik, die durch das CGI nicht verloren geht, sondern dadurch dass man ihm wahrhaftig abkauft, dass er überzeugt davon ist richtig zu handeln.
Es macht den Charakter mehrdimensional und man wartet darauf, mehr über ihn erfahren zu dürfen.
Der Film braucht zu Beginn etwas, um alle Charaktere zusammen zu führen und die zweite Hälfte des Filmes fühlt sich dadurch nochmal etwas anders an, doch kam es mir zu keinem Zeitpunkt so vor, als hätte der Film Längen. Die neuen Konstellationen der Superhelden haben Spaß gemacht und führten zu einigen lustigen Gespräche. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass ALLE Charaktere gleich viel Screentime bekommen haben. Es gibt zwar keine Rolle, bei der man hätte sagen könnte, sie wäre unwichtig und dennoch schien es nicht gleichmäßig aufgeteilt. Bei der Masse an Helden würde ich jedoch behaupten, es wurde so gut gelöst wie nur möglich. Hierbei handelt es sich wieder um einen ernsteren Marvelfilm, dennoch kommt der für das MCU typische Humor nicht zu kurz, bei dem einige Gags zünden und andere wiederum nicht. Nichtsdestotrotz lockern sie die Stimmung wie gewollt auf, was auch in manchen Momenten der Handlung nötig ist. Beim Szenenbild wurde ein guter Mittelweg zwischen den gedeckteren Farben der „Avengers“ und den etwas grelleren aus dem letzten „Thor“ und „Guardians of the Galaxy“ gefunden.
Es ist dadurch einheitlich genug, dass man glaubt, sich in einem zusammenhängendem Universum zu befinden.

Janine Heine

Die Effekte und Animationen waren allgemein sehr hochwertig, nur wenn Thanos mit „realen“ Figuren interagiert hat, erschien es an manchen Stellen nicht ganz glaubwürdig. Ansonsten gab es nur wenige, nicht weiter nennenswerte Momente in denen die Effekte störend auffielen. Die Kameraarbeit hat mir sehr gefallen, besonders die langen Einstellungen während der Gespräche und bei Einführen in eine neue Umgebung. Die Kämpfe konnten teils etwas unübersichtlich werden, besonders wenn zwischen vielen verschiedenen Leute hin und her gesprungen wurde, blieben aber dadurch auch sehr spannend. Wie bereits erwähnt bekommt man in „Avengers: Infinity War“ eine sehr simple Story: Eine einzige große zerstückelte Schlacht, deren Auswirkungen jedoch erst mit „Avengers 4“ endgültig klar sein werden. Es ist also ein weiteres Mal warten angesagt, allerdings macht der Film sehr viel Spaß und ist so gut geworden wie ich mir erhofft habe. Er ist ein schön anzuschauendes Zusammenspiel von lustigen, nachdenklichen und mal mitreißenden Momenten, tollen Effekten und dem Aufeinandertreffen auf dass so viele gewartet haben.
Ungeachtet dessen bekommen wir in dieser Wartezeit aber auch noch genug Filme um uns die Zeit zu vertreiben und uns auf den Abschluss dieses Kapitels vorzubereiten.
Fans des Marvel Cinematic Universe kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten und insgesamt kann ich nicht mehr sagen als:
Der Film ist gelungen und ich kann es kaum erwarten ihn mir ein weiteres Mal anzuschauen.

Janine Heine, Frankfurt

The Academy’s Board of Governors has approved Oscars® rules and campaign regulations for the 91st Academy Awards®.

Submission deadlines for awards eligibility have been changed.  There is now one submission deadline – Monday, October 1, 2018 – for the Animated Feature Film, Documentary Feature, Documentary Short Subject, Foreign Language Film, Animated Short Film and Live Action Short Film categories.  The submission deadline for Best Picture and all other categories is Thursday, November 15, by 5 p.m. PT.

In the Music categories, all members of the Music Branch will view films eligible for Original Score and film clips of eligible Original Songs and vote in a preliminary round to produce a shortlist of 15 titles in each category using the preferential voting system.  Five nominees for Original Score and five nominees for Original Song will then be chosen by branch members in a second round of balloting also using preferential voting.

In the Documentary Feature category, films that have won a qualifying award at a competitive film festival will be eligible for Academy Awards consideration regardless of any prior public exhibition or distribution by nontheatrical means.  The Documentary Feature Qualifying Festival List will be available later this spring.  Furthermore, the critic review eligibility requirement has been expanded to include additional New York- and Los Angeles-based publications.

To align with credits eligibility in the Best Picture category, rules in both the Animated Feature Film and Documentary Feature categories have been updated to allow for more than one producer to be designated as a nominee.

In a procedural change, members of the Visual Effects Branch Nominating Committee will now be able to stream bake-off reels from the shortlisted films or attend satellite bake-off screenings and vote online.  Previously, committee members were only able to vote in person at the Academy’s Visual Effects Bake-off in Los Angeles.

Other amendments to the rules include standard date changes and other “housekeeping” adjustments.

Rules are reviewed annually by individual branch and category committees.  The Awards and Events Committee then reviews all proposed changes before presenting its recommendations to the Board of Governors for approval.

Updated campaign regulations, which specify how companies and individuals may promote to Academy members any movies and achievements eligible for the 91st Academy Awards, are also presented to the Board of Governors for approval.

For the first time, studios, distributors and filmmakers will be required to use an Academy-approved mailing house to send sanctioned awards materials for eligible films to Academy members.  Each approved mailing house will be provided with an official list of Academy members who have opted-in along with their contact information to facilitate both physical and digital mailings.

Additionally, the number of post-nominations screenings with a filmmaker Q&A is now limited to a maximum of four regardless of category or country in which the event takes place.  This rule eliminates the two additional screenings currently allowed for Documentary and Foreign Language Film nominees.

For the complete 91st Academy Awards rules, visit oscars.org/rules.

The 91st Oscars will be held on Sunday, February 24, 2019, at the Dolby Theatre® at Hollywood & Highland Center® in Hollywood, and will be televised live on the ABC Television Network at 6:30 p.m. ET/3:30 p.m. PT.  The Oscars also will be televised live in more than 225 countries and territories worldwide.

25xITFS – Die Jubiläumsedition Erfolgreiche Bilanz und Preisträger des 25. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart

Stuttgart – 29. April 2018 am heutigen Abend endete die Jubiläumsausgabe des Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart. An diesen sechs wunderbaren Festivaltagen war Stuttgart einmal mehr der Nabel der Animationswelt und lockte 95.000 Besucher an und erreichte damit einen neuen Publikumsrekord. Neben zahlreichen Filmen bestand das vielseitige Programm aus Games, Musik, VR/AR und Theater und begeisterte sowohl Publikum als auch Branche. Ein fantasievolles Kinderprogramm, darunter zahlreiche (Kurz-)Filme, die GameZone Kids oder die Kinder-Trickfilmakademie im BMZ rundeten das Programm ab. Die gute Stimmung des Publikums und nicht zuletzt das wunderbare Wetter sorgten für beste und ausgelassene Festivalstimmung.

„Ein grandioses Jubiläums-Festival ist zu Ende gegangen – mit einem Blick zurück mit vielen Freunden, außergewöhnlichen Sonderveranstaltungen und Filmevents, die zeigen, dass Animation im Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft angekommen ist“, resümiert Prof. Ulrich Wegenast, der künstlerische Leiter des Festivals. „Die GameZone im Kunstmuseum und Pavillon Lichtwolke zeigt, dass die interaktiven Medien und Virtual Reality für das Trickfilm-Festival immer noch an Bedeutung gewinnen. Wir leben in Stuttgart den erweiterten Animationsbegriff!“, so der kaufmännische Geschäftsführer Dieter Krauß.

Der Pavillon „Lichtwolke“, der erstmalig vor dem Ehrenhof aufgebaut wurde, weckte bereits während des Aufbaus das Interesse der Stuttgarter. Die „Lichtwolke“ war auch die zentrale Spielstätte des Jubiläums und wunderbare Festivalmomente wurden hier erlebt: die Jubiläumsfestschrift wurde hier feierlich vorgestellt, die neue Image-Webseite (www.my-itfs.de) gelauncht und mit alten Weggefährten wurde auf die Erfolgsgeschichte zurückgeblickt.

Der Grand Prix in diesem Jahr ging an die deutsch-japanische Produktion „Cat Days“ von Jon Frickey, der sich damit für die Academy Awards qualifiziert.  Neu in diesem Jahr war die besondere, erstmalig eigenständige Preisverleihung des Tricks for Kids Kurzfilm-Wettbewerbs. Die achtköpfige Kinderjury vergab den Trickstar an Tatiana Moshkova aus Russland für ihren Kurzfilm „Kokosha“ („Coco`s Day“). In der neuen, im Rahmen des Animation Production Day stattfindenden „Trickstar Professional Awards Gala“ wurde der Trickstar Business Award, der Deutsche Animationsdrehbuchpreis, der Tricks for Kids Serien Preis, der Animated Com Award und erstmals der Germany`s Next Animation Talent Award vergeben. Der Ehren-Trickstar ging an Dittmar Lumpp, den ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführer der Film- und Medienfestival gGmbH für sein Verdienst des Auf- und Ausbaus des Festivals.
Das nächste Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart findet vom 30. April bis 05. Mai 2019 statt.

Eine ausführliche Pressemitteilung folgt am 30. April 2018.

Die Preisträger des 25. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart 2018

INTERNATIONALER WETTBEWERB     

GRAND PRIX
Preis/Award  
Cat Days 
Regie/Director: Jon Frickey
Produzenten/Producers: Jon Frickey, Takashi Horiguchi
Deutschland, Japan 2017, 11:09 min.

Die Begründung der Jury: „Wir alle waren uns sehr schnell darüber einig, wer der Gewinner des diesjährigen internationalen Wettbewerbs sein soll. Der Film, über den wir sprechen, hat einfach alles: er bietet viele Interpretationsmöglichkeiten, spricht jeden an, hat intelligenten Witz, und zeigt und den ehrlichen und manchmal witzigen Blick eines Kindes auf das Leben… Und es sind Katzen im Film! Es ist wirklich schwer, etwas so Komplexes so einfach erscheinen zu lassen. Der Gewinner des Grand Prix ist CAT DAYS von Jon Frickey.“.

Special Mention    
(Fool Time) JOB  
Regie/Director: Gilles Cuvelier
Produzent/Producer: Richard Van Den Boom
Produktion/Production: Papy3D Productions
Frankreich 2017, 16:31 min. Read more

Pressemitteilung, 28. April 2018 Erfolgreiche Bilanz des 12. Animation Production Day

Stuttgart – Mit der Trickstar Professional Awards Gala endete gestern Abend der 12. Animation Production Day. 170 Teilnehmer aus 26 Ländern haben in den vergangenen zwei Tagen im Rahmen des Ko-Produktions- und Finanzierungsmarktes über neue Animationsprojekte verhandelt. Der APD ist die wichtigste Businessplattform für Animationsprojekte in Deutschland und findet jedes Jahr im Rahmen des Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart und der FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media statt.

48 vielversprechende Projekte mit einem Gesamtproduktionsvolumen von ca. 170 Millionen Euro hatte die Jury für den diesjährigen APD aus insgesamt 71 Einreichungen ausgewählt. In mehr als 700 vorab geplanten Einzelgesprächen diskutierten die 170 teilnehmenden Produzenten, Studios, Weltvertriebe, Sendervertreter, Förderer und Investoren in den vergangenen zwei Tagen über die neuen Stoffe. Die Bandbreite reichte dabei von TV-Serien, Filmen und Games für Kinder bis hin zu Comedy und Science Fiction für ein jugendliches und erwachsenes Publikum. Neben den deutschen TV-Sendern ZDF, KiKA, SWR, HR, Super RTL, Disney und Nickelodeon waren auch zahlreiche große europäische und internationale Sender vertreten, darunter beispielsweise BBC, Canal+, France Télévisions, Turner und DHX. Gefragte Gesprächspartner waren auch Streaming Dienste wie Amazon Prime Video oder der Spielzeug-Konzern Mattel. Mehr als 300 Besucher zählte die diesjährige APD Konferenz, die am Donnerstagnachmittag in der Rotunde der Stuttgarter L-Bank stattfand und auch für Branchenteilnehmer von FMX und ITFS geöffnet war.

„Der APD hat sich zu einem wichtigen Termin im europäischen Animationskalender entwickelt. Es freut mich besonders, dass die eingereichten Projekte sich durch große inhaltliche und formale Vielfalt auszeichneten und dass der Nachwuchs vitale Impulse senden konnte.“

Prof. Andreas Hykade, Conference Chair FMX und Mitorganisator des APD

„Ich freue mich sehr, dass der APD wieder mit großem Erfolg über die Bühne gegangen ist und neue Player der Animationsindustrie wie Playmobil oder Mattel vor Ort waren. Damit zeigt sich, dass Animation mittlerweile über den üblichen Bereich von Kino und Fernsehen weit hinausgeht und neue Businessmodelle entstehen!“

Prof. Ulrich Wegenast, Programmgeschäftsführer ITFS und Mitorganisator des APD

„Es war wieder wunderbar zu erleben, dass neben den ganz konkreten Finanzierungsgesprächen erneut alle APD-Teilnehmer die besondere Gelegenheit nutzten, um sich mit den Playern der in-ternationalen Animationsszene zu vernetzen sowie sich gegenseitig inspirierend über aktuelle künstlerische und ökonomische Herausforderungen und Möglichkeiten in allen Teilaspekten der Animation auszutauschen.“

Dieter Krauß, Geschäftsführer Organisation und Finanzen ITFS und Mitorganisator des APD

Teilnehmerstimmen:

„Beim APD hat man sehr leichten Zugang zu Sendern, Produzenten und Einkäufern, viele interessante Gespräche und ich habe auch potenzielle deutsche Koproduzenten getroffen.“

Tamsin Lyons, Ink and Light, Ireland

„Es war eine tolle Erfahrung, zwei sehr produktive Tage. Ich habe Produzenten getroffen, die ich auf keiner anderen TV Konferenz getroffen habe, sehr talentierte Produzenten.“

Karen Vermeulen, American Greetings Entertainment, USA

„Wir waren hier, um nach Projekten zu suchen, die wir koproduzieren können und wir haben viele interessante Projekte gesehen und viele Produzenten getroffen, mit denen wir gerne arbeiten würden.“            Ives Agemans, Cyborn, Belgien

„Wir waren von Anfang an bei jedem APD dabei. Wir treffen hier alle Leute, mit denen wir arbeiten.“            Dominique Schuchmann, M.A.R.K. 13, Deutschland

Preisverleihung als Abschluss

Zum Abschluss des APD Programms gab es noch ein besonderes Highlight: Die Trickstar Professional Awards Gala des Trickfilm-Festival. Im Rahmen dieser Gala hat das ITFS in diesem Jahr alle business-relevanten Preisverleihungen zusammengefasst und so ein sehr hochkarätiges Networking-Event geschaffen, bei dem Produzenten, Filmemacher und Autoren, junge Talente und viele Entscheider der Branche miteinander ins Gespräch kamen.

Der zweite Trickstar Business Award ging an Tünde Vollenbroek von Studio Pupil, die mit ihrem Projekt „House of Broken Hearts“ bereits für das Young Talent Programm des APD ausgewählt worden war. Der Tricks for Kids Serienpreis national ging an „Animanimals – Faultier“ von Julia Ocker und der Tricks for Kids Serienpreis international an „Hey Duggee – The Tadpole Badge“ von Grant Orchard. Der Animated Com Award International wurde an „Migros – Finn“ verliehen, den Deutsche Animationsdrehbuchpreis gewann das Drehbuch für „Peterchens Mondfahrt“ von Ali Samadi Ahadi und Arne Nolting. Der Preis für Germany’s Next Animation Talent wurde in diesem Jahr erstmals verliehen. Freuen durften sich darüber Jens Opatz und Pia Auteried, die sich mit dem Projekt „The Snollies“ beworben hatten.

Im Rahmen der Kooperation mit CARTOON, European Association of Animation, haben auch in diesem Jahr wieder drei deutsche Produzenten die Chance ihr Serienprojekt im September auf dem CARTOON Forum in Toulouse zu pitchen. Auf die ersten drei Listenplätze wurden gewählt: „Digedags – The Knight Runkel Series“ (Mar Vista Media), „RuneMasters“ (bigchild) and „The Orbiteers“ (Wolkenlenker).

Der Animation Production Day 2019 findet am 2. und 3. Mai 2019 statt.

FMX 2018 setzt vitale Impulse in den Bereichen Animation, visuelle Effekte, Games und immersive Medien

v.l.n.rAndreas Hykade, heike Mpzer und Joachim Gennant feiern den Abschluß der FMX

v.l.n.r.: Andreas Hykade, Heike Mozer und Joachim Genannt (Foto (c) Klaudia Urban)

Abschlusspressemitteilung:

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Ludwigsburg/Stuttgart, 28. April 2018. Die 23. Ausgabe der FMX, weltweit einflussreiche Konferenz für Animation, visuelle Effekte, Games und immersive Medien zieht eine positive Bilanz. Branchengrößen wie Phil Tippett, David Sproxton, Chris Wedge und William Joyce sowie Highlightpräsentationen zu z. B. Blade Runner 2049, The Shape of Water und Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer sorgten dafür, dass die FMX 2018 ausverkauft war. 264 Referenten lockten 4.000 Besucher in das Haus der Wirtschaft und in die weiteren FMX-Spielstätten Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart, Kino Gloria 2 und Metropol sowie das Caligari-Kino in Ludwigsburg.

Unter dem Motto Creating Worlds blickte die FMX 2018 über die produktionsbezogenen und technischen Aspekte der Medien- und Entertainmentbranche hinaus und erweiterte sie auf das gesamte Spektrum des kreativen Prozesses, von der ersten zündenden Idee bis hin zur Kreation und Vermarktung einer Intellectual Property (IP). Ausgehend vom Thema beschäftigte sich die FMX 2018 in Präsentationen, Workshops, Masterclasses, Screenings und auf Ausstellungsflächen mit allen Aspekten der Animation, VFX, Games und immersiven Medien.

Prof. Andreas Hykade, FMX Conference Chair, ist begeistert: „Die FMX 2018 war ein voller Erfolg! Unter dem Thema „Creating Worlds“ konnten wir durch erstklassige Konferenzbeiträge aufzeigen, wie sich zündende Ideen zu Erfindungen von großer künstlerischer und ökonomischer Nachhaltigkeit entwickeln können.“

Das Programm glänzte durch vielfältige Beiträge zum Thema Creating Worlds. Die Referentinnen und Referenten boten ihre unterschiedlichen Sichtweisen vom Weltenbauen in den Bereichen Animation, visuelle Effekte, Games und immersive Medien dar.

David Sproxton, Mitgründer von Aardman Animations und Legende aus dem Bereich Animation, erläuterte, wie Shaun das Schaf innerhalb von zehn Jahren von einer Nebenrolle in Wallace and Gromit zu einer weltweit berühmten Marke aufgestiegen ist. Zudem stellte er den neuen Aardman-Film Early Man vor. „Für Aardman bedeutet Welten zu erschaffen mit unserer Phantasie die Orte zu finden, an denen unsere Geschichten stattfinden und unsere Charaktere sich wohl fühlen können,“ erklärt er die Herangehensweise seines Studios. „Und natürlich versuchen wir, ihnen Orte zu erschaffen, in denen Humor eine Rolle spielt.“

Visual Effects-Legende Phil Tippett brachte eine andere Position zum Thema Weltenbauen zum Ausdruck. „Welten erschaffen bedeutet für mich Emotion. Meine Emotion ist misanthropisch, weil die Menschheit dem Untergang geweiht ist. Ich will die Geschichte der Menschheit als Komödie erzählen.“ Er war maßgeblich an der Erschaffung populärer Filmwelten beteiligt und spannte in seinem Vortrag einen Bogen von den Stopptricks bei den ersten Star Wars-Filmen und den Übergang zur CGI mit Jurassic Park bis hin zu seinem Stop-Motion-Film Mad God.

Indie-Animationsfilmemacherin Réka Bucsi erläuterte im Track Wild & Strange – kuratiert von Jeanette Bonds, Leiterin und Mitgründerin von GLAS Animation – ihren Weg zur Animation und die Erschaffung von unkonventionellen Geschichten, dazu stellte sie ihren ihren Langfilm Solar Walk vor. Weltenbauen bedeutet für sie als Künstlerin „Ich schätze, alles. Wir alle versuchen, es zu tun. Ich versuche oft, in eine Welt zu flüchten, die interessanter ist als die echte.“

Zahlreiche Talks präsentierten gegenwärtige Entwicklungen und aktuelle Produktionen aus dem Bereich der immersiven Medien. Im Track AR Platforms präsentierten Apple, Google und Microsoft Plattformen, mit denen sie die virtuelle und die reale Welt zusammenführen. Das Planetarium Stuttgart war auch 2018 wieder Standort einiger außergewöhnlicher Vorträge, darunter Sonaria und Coco VR, das virtuelle Erlebnis zum Kinoerfolg von Disney Pixar. Außerdem wurde das VR-Erlebnis Conscious Existence in einer Weltpremiere als einzigartige interaktive Multi-User VR-Kinovorführung präsentiert.

Zusätzlich zum Konferenzprogramm bot die FMX auf dem Recruiting Hub zahlreiche Networking- und Jobmöglichkeiten an. Zudem stellten zahlreiche Firmen den Besuchern aktuelle Produkte und Dienstleistungen auf dem Marketplace sowie in Masterclasses, Company Suites und Workshops vor. Der School Campus vervollständigte das breite Angebot als Meeting-Plattform für Schulen, Alumni und Studieninteressierte.

Die FMX 2019 findet vom 30. April bis 3. Mai 2019 statt.

Die INDAC Kritik von Lars Seiffert zu Nick Parks „Early Man – Steinzeit bereit“

Zum Ende der Steinzeit kämpfen die letzten Höhlenmenschen auf einem kleinen, begrünten Fleckchen Erde um ihre Existenz. Eines Tages hält die neue Zivilisation der Bronzezeit mit ihrem technischen Fortschritt Einzug in ihr Dorf. Die Steinzeit ist nun überholt und die Höhlenmenschen müssen fliehen. Der junge Dug schleicht sich mit seinem Wildschwein in die prächtige Bronzehauptstadt ein und findet heraus, dass die Bewohner absolut verrückt nach einem Spiel namens Fußball sind. Um der Verbannung seines Volkes zu umgehen, hat er eine geniale Idee und fordert Lord Nooth zum Fußballspiel heraus.
Wenn die Steinzeit gewinnt, behalten Dug und seine Leute ihr Land, wenn nicht, droht ewige Zwangsarbeit. Nun müssen die Steinzeitler mit vereinten Kräften und viel Ballzauberei um ihr Leben spielen.

Ein neuer Film von Nick Park! Das ist natürlich erst mal ein Grund zum Jubeln, besonders für die Stop-Motion-Fans. In den letzten Jahren hat sein Aardman Studio in Bristol eine Menge ausgezeichneter (und oscarprämierter) Hits gelandet. Die „Wallace und Gromit“ Filme sind einfach Kult und der neue Film versucht daran anzuknüpfen. Leider gelingt ihm das nicht immer, das sonst perfekte Timing und der typisch britische Humor, kommen hier leider zu vorhersehbar und generiert herüber. Trotz toller Animationen fehlt einfach etwas der Charme. Es mag aber auch am Fussball – Thema liegen, dass in dem ersten Trailer zum Film noch nicht ersichtlich war. Bekanntlich sind die Engländer eine Fussballnation wie wir Deutschen, daher sehe ich für das neueste Werk der Aardman-Macher auch hierzulande wieder einen Erfolg voraus.

Lars Seiffert

 

Hier die INDAC-Kritik von Mario Doll zu Marvels „Avengers – Infinity War“

Zur Handlung:
Oberschurke Thanos (Josh Brolin) sehnt sich danach das „Gleichgewicht im Universum“ wieder herzustellen und hat es sich deshalb zur Lebensaufgabe gemacht, die Hälfte allen Lebens im Universum auszulöschen. Dies will der Bösewicht mit Hilfe der sechs sog. „Infinity-Steine“ schaffen und ist deshalb quer durch die Galaxien auf der Suche danach. Kein Wunder, dass sich hier schnell Gegenwehr in Form der Avengers, Guardians of the Galaxy u.a. findet, die den unberechenbaren Wahnsinnigen dabei stoppen wollen… doch das ist leider tatsächlich einfacher gesagt, als getan!

Mein Fazit:
Endlich kommt es, wie es kommen muss. Nach über einem Jahrzehnt erreicht das Marvel Cinematic Universe seinen vorläufigen Höhepunkt mit „Avengers – Infinity War“. Es ist unglaublich wie perfekt hier jahrelang darauf hin gearbeitet wurde, um Figuren zu etablieren, Storyfäden zu spinnen, usw. Das Franchise mit den Marvel Filmen fährt einen Rekord, nach dem anderen ein und der Erfolg gibt Marvel recht! Die Darsteller und Produzenten sprechen bei „Avengers – Infinity War“ vom „größten Film, der je gedreht wurde“… Und das trifft absolut zu! Denn hier bekommt man wirklich alles geboten: 160min. bombastische Action direkt von Anfang an, überzeugende Charaktere, eine kurzweilige glaubwürdige Sci-Fi-Story, den gewohnten Marvel-Humor… insgesamt solides Blockbuster Kino vom Allerfeinsten. Die beiden Brüder und Regisseure Anthony und Joe Russo haben hier ein Effekt-Feuerwerk abgeschossen, dass gleichzeitig aber auch wie ein harmonisches Konzert in einer Philharmonie wirkt, weil alles einfach absolut stimmig ist. Für mich bis jetzt DER Film 2018. Den muss ich mir noch min. 2x mit Freunden anschauen und bereits jetzt steigt die Vorfreude auf das nächste Jahr, wenn die Fortsetzung im Kino zu sehen sein wird und wir erfahren wie es weitergeht mit Thanos, den Avengers, den Guardians und vielen anderen Bekannten aus dem Marvel Universum. Alles richtig gemacht, liebe Gebrüder Russo.

Mario Doll, Berlin

Wow! Television’s longest-running primetime scripted series!

Celebrate THE SIMPSONS becoming television’s longest-running primetime scripted series!

Subscribe now for more The Simpsons clips: http://fox.tv/SubscribeAnimationonFOX

ITFS 2018: Sechs Preise bei den Trickstar Professional Awards vergeben

Sechs Preise bei den Trickstar Professional Awards vergeben

  • Der Trickstar Business Award geht an „House of Broken Hearts“ von Tünde Vollenbroek (Studio Pupil).
  • Der Deutsche Animationsdrehbuchpreis geht an Peterchens Mondfahrt“ von Ali Samadi Ahadi und Arne Nolting.
  • Der Preis für die beste nationale Animationsserie für Kinder Tricks for Kids Serie national geht an „Animanimals – Faultier“ von Julia Ocker (Studio FILM BILDER).
  • Der Preis Tricks for Kids Serie international geht an „Hey Duggee – The Tadpole Badge“ von Grant Orchard (Studio Aka).
  • Der Animated Com Award International geht an „Migros – Finn“ von Kyra Buschor, Constantin Paeplow und Ben Liam Jones (Passion Animation Studios).
  • Der erstmals vergebene Preis Germany’s Next Animation Talent geht an „The Snollies“ von Jens Opatz und Pia Auteried.

Stuttgart – 27. April 2018 – Beim 25. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart wurden am heutigen Abend im Rahmen des Animation Production Day sechs Preise vergeben: Der neu initiierte Germany’s Next Animation Talent, der Deutsche Animationsdrehbuchpreis, zwei Tricks for Kids-Serienpreise, der Trickstar Business Award sowie der Animated Com Award. Die Preisverleihung fand in der L-Bank Rotunde in Stuttgart statt und wurde von Christopher Buchholz moderiert. Der Illustrator Eric Hanson las außerdem Auszüge aus dem Gewinner-Drehbuch. Im Rahmen der Preisverleihung wurde zudem der „LAPP Man“ vorgestellt, ein gemeinsam mit Studio FILM BILDER von LAPP entwickelter Animationsfilm zur Unternehmenspräsentation.

Trickstar Business Award
Am 27. April wurde bereits zum zweiten Mal der Trickstar Business Award für nationale oder internationale innovative und wegweisende Geschäftsmodelle für Projekte oder Unternehmen der Animationsbranche vergeben. Der mit 7.500 € dotierte Preis geht an das Projekt “House of Broken Hearts” von Tünde Vollenbroek (Studio Pupil). “House of Broken Hearts” ist ein crossmediales 2D-Projekt über gescheiterte Liebesbeziehungen für junge Erwachsene. Gestiftet von der Region Stuttgart ist der Trickstar Business Award der weltweit erste Animationspreis mit explizit wirtschaftlicher Ausrichtung.

Die Jury hat das Projektkonzept mit seinen vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten überzeugt. Auswertungen sind sowohl als Webserie, als TV-Kurzfilm, auf Social Media als Mini-Game, als Comicbuch etc. chancenreich und möglich.

Deutscher Animationsdrehbuchpreis
Den Preis für das beste, noch unverfilmte Drehbuch für einen Animationsfilm – dotiert mit 2.500 €, gestiftet von der Telepool GmbH – geht an „Peterchens Mondfahrt“ von Ali Samadi Ahadi und Arne Nolting. Die Jury bestand aus Juliette Alfonsi (Leitung Story Department, FFL Film-& Fernseh-Labor Ludwigsburg GmbH & Co. KG), Oliver Huzly (Produzent, Drehbuchautor, Berlin), Julia Müntefering (Head of Acquisitions & Sales Family Entertainment German Speaking Territories, TELEPOOL GmbH, München), Dr. Gerrit Roth (Leitung Film-Einkauf Deutschland/Österreich als Senior Content Acquisition Manager, Amazon Prime Video) und Holger Weiss (CEO, M.A.R.K.13, Stuttgart).

Aus der Jurybegründung:
„Das Buch ‚Peterchens Mondfahrt‘ ist keine neue Heldengeschichte, aber es ist besonders und in vielerlei Weise bemerkenswert. Es bewahrt die Ehrfurcht vor der Original-Geschichte, benutzt mutig die besten Motive und Charaktere und übersetzt sie in eine moderne Geschichte der Verzauberung, Hoffnung und Freundschaft, die es wert sind, erzählt zu werden.“

Tricks For Kids Serien Preise
Der Preis für die beste Animationsserie für Kinder wurde in zwei Kategorien vergeben, national und international. Ausgezeichnet als beste Kinderserie national wurde die Serie „Animanimals – Faultier“ von Julia Ocker (Studio FILM BILDER). Die Jury – bestehend aus Fabian Driehorst (Geschäftsführer, Produzent, Fabian&Fred, Hamburg), Bill Plympton (Animator, Regisseur, Plymptoons Studio) und Jean Thoren (Präsidentin & Herausgeberin Animation Magazine, Los Angeles) – begründet ihre Entscheidung: „Wir lieben die Einfachheit und den Humor gepaart mit engagierter Animation und Character Design.“

https://www.kika.de/animanimals/sendungen/videos/video55018.html

Als beste internationale Serie wurde „Hey Duggee – The Tadpole Badge“ von Grant Orchard (Studio Aka) ausgezeichnet. „Das macht Spaß, eine sehr gut ausgeführte Geschichte mit großartigem Humor. Wir alle liebten Dugee und seine Freunde und fühlten, dass diese Serie die richtige Kombination aus Humor und frischer Botschaft hat, gepaart mit wunderbarer Kreativität und Character Animation“, so die Jury

Die Preise National und International für die beste Animationsserie für Kinder werden von Reed MIDEM, dem Veranstalter des weltgrößten ShowCase für Kinderprogramme, der MIPJunior in Cannes 13.-14. Oktober 2018, unterstützt. Die Gewinner erhalten eine kostenlose Akkreditierung für den Besuch der MIPJunior. Die ausgezeichneten Serien werden in die MIPJunior Digital Library aufgenommen.

Animated Com Award International
Der Animated Com Award International geht an „Migros – Finn“ von Kyra Buschor, Constantin Paeplow und Ben Liam Jones (Passion Animation Studios). Der Preis in Höhe von 2.500 Euro wird gestiftet vom Animation Media Cluster Region Stuttgart und zeichnet exzellente Beiträge angewandter Animation in internationaler Werbung aus.

Aus der Jurybegründung: „Die liebevoll dargestellten Charaktere sind perfekt in die Live-Aktion integriert und bieten dem Publikum eine unerwartete Perspektive auf eine alltägliche Tätigkeit, hier das Einkaufen an der Supermarktkasse. Komplettiert wird das durch den Jahreszeiten-Hintergrund und die Weihnachts-Atmosphäre, die Gefühle wie Familienzusammenhalt vermittelt, was aber im starken Kontrast steht zur Einsamkeit des Hauptcharakters am Anfang der Geschichte, wenn der Supermarkt über die Feiertage wie leergefegt ist.“

Germany’s Next Animation Talent
Erstmals wird im Rahmen des 25. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart der Germany’s Next Animation Talent mit Studio 100 Media GmbH | m4e vergeben und geht an „The Snollies“ von Jens Opatz und Pia Auteried. Ziel des Preises ist es, deutsche Talente im Bereich Animation und Charakterentwicklung zu fördern und ein kreatives, innovatives Projekt mit Serienpotential zu finden, dass dann gemeinsam mit Studio 100 bis zur Produktionsreife weiterentwickelt werden soll. Der Sieger erhält mit 5.000 Euro Preisgeld zudem die Möglichkeit zu einer sechsmonatigen Zusammenarbeit mit Studio 100 zur Weiterentwicklung des Stoffes. Bei Realisierung des Projekts erhält der Preisträger weitere 25.000 Euro Lizenzgebühr.

Die INDAC Kritik von Nils Eckhardt zu Nick Parks „EARLY MAN Steinzeit bereit“

Passend zur Vorbereitung auf die FIFA Weltmeisterschaft 2018 in Russland kommt knapp zwei Monate vor dem ersten Spiel am 14. Juni „Early Man – Steinzeit bereit“ in die Kinos.

Häh, passend zur Fussball-WM? Geht es in der neuen Aardman-Produktion nicht um Steinzeitmenschen? Sicher, aber wie wir ja alle aus dem Erdkunde- und Sportunterricht wissen hat sich das Fussballspiel in seiner ursprünglichen Form vor etwa 1,5 bis 2 Millionen Jahren entwickelt. Noch vor der Entdeckung des Rades war es eine Gruppe von Höhlenmenschen in der Region des heutigen Manchester/England welche das Spiel erfand. Anstatt sich, wie bis dato üblich, die Schädel mit Keulen einzuschlagen, gingen konkurrierende Stämme nun dazu über Rangordnungen mit Hilfe sportlicher Wettkämpfe zu ermitteln. So überraschend und komisch der Anfang des

Nils Eckhardt

Stopmotion-Filmes auch sein mag, so gradlinig und vorhersehbar wird leider die Geschichte von Regisseur Nick Park erzählt, die sich an das oben beschriebene Setting anschließt:

Die steinzeitlichen Nachfahren des Erfinderstammes haben in ihrem abgeschiedenen Tal im Laufe der Zeit nicht nur den Fussball vergessen, sondern auch den Übergang zur Bronzezeit verpasst. Die Gegenwart überrollt sie in Person des gierigen Lord Nooth, der sich das Tal aneignet, um die dortigen Erzvorkommen abzubauen. Ihrer Heimat beraubt sehen die Urzeitmenschen keine Möglichkeit gegen den übermächtigen Gegner anzukommen und ergeben sich ihrem Schicksal. Nur Dug und sein durchaus witziger Sidekick, das prähistorische Warzenschwein Hognob, wollen sich damit nicht abfinden. In der Festung der Bronzezeitler werden die beiden Zeugen für die Fussballbegeisterung der Bevölkerung. Hier liegt denn auch der Schlüssel zur Wiedererlangung des Tals: Dug fordert die ungeschlagenen Champions des Fussballs zu einem Entscheidungsspiel heraus. Sollten die Höhlenmenschen gewinnen, würden sie ihr Tal wiederbekommen. Wenn nicht, müssten sie für immer in den Erzminen schuften.

Was folgt ist die, wie bereits erwähnt, für meine Begriffe zu vorhersehbare Erzählung über die Vorbereitung der Steinzeitmenschen auf das Spiel (die ja von Fussball bis dahin noch nie etwas gehört hatten), die Versuche von Lord Nooth sie zu sabotieren und die schließlich erfolgreiche Bewältigung der Herausforderung, die die Höhlenmeschen auch mit der Hilfe der Bronzezeitfrau Goona schaffen, mit welcher sich Dug zuvor angefreundet hatte. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: „Early Man“ ist ein technisch mal wieder brillant gemachter Puppentrickfilm, mit lustigen Gags (die Massageszene ist echt gut) und einer witzigen Grundidee.

Der Film ist ganz sicher ein spaßiges Kinoerlebnis für Kinder, die noch nicht so viel cineastische Erfahrung und somit Erwartungen und Vergleichsmöglichkeiten haben wie der Verfasser dieser Zeilen. Der vermisst in der aktuellen Produkton ein wenig den Pep und den schrulligen Humor alter Wallace und Groomit-Zeiten…

NILS ECKHARDT
Illustrator für Storyboard, Concept Design und Animation
www.nilseckhardt.com (Visual Development)
www.nilseckhardt.de (Animation und Illustration)

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