Dresden, DIAF: Sonderausstellung ANIMADOK: Arbeiten von Katrin Rothe 8. September 2018 bis 2. April 2019 in den Technischen Sammlungen Dresden

Dokumentarisch, spielerisch, fiktional: Die Ausstellung „Animadok“ zum animierten Dokumentarfilm lädt ein, unmittelbar in den Arbeits- und Rechercheprozess der Berliner Künstlerin Katrin Rothe (*1970 in Gera) einzutauchen.

Katrin Rothe im Offenen Atelier, Juni 2018, ©DIAF

Gentrifizierung und Arbeitsmarktkrise waren zentrale Themen im bisherigen Animadok-Werk der zweifachen Grimme-Preisträgerin (ausgezeichnet für die Doku-Reihe Stellmichein!, 2006, sowie Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam, 2013). Nahezu alle ihre Filme regen dazu an, dem wachen, kritischen Blick einer engagierten Künstlerin zu folgen und zu hinterfragen, wie wir heute und in Zukunft leben wollen. In ihrem jüngsten Werk 1917 – Der wahre Oktober (2017) beleuchtete Katrin Rothe aus Sicht der beteiligten Künstler, was heute als „die Oktoberrevolution“ bekannt ist. Während ihres zweimonatigen Aufenthalts im Offenen Atelier des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) im Sommer 2018 erkundete die Künstlerin die Geschichte des Computers in Dresden für ihr neues Animadok-Vorhaben, z. B. anhand von Zeitzeugeninterviews und historischen Anleitungen. Beim diesjährigen Kunstfest Weimar erlebte Katrin Rothes live animiertes Dokumentartheater „Ohne Farbe geht nichts!“ zur Farbenlehre von Johannes Itten seine Uraufführung.

Durch die Sichtbarmachung des handwerklichen und künstlerischen Prozesses mit Fotomaterial, Zeichnungen, Skizzen und Notizen sowie durch Selbstauskünfte der Künstlerin wird in der Ausstellung das Zusammenwirken von Animation und Dokumentarfilm im Animadok in seinem schöpferischen Potential greifbar.

Filmstill – Kasimir Malewitsch / Kazimir Malevich

Sonderausstellung ANIMADOK: Arbeiten von Katrin Rothe

Dauer: 8. September 2018 bis 2. April 2019
Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden, 2. OG rechts
Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr sowie Sa, So, Feiertag: 10–18 Uhr

DVD-Release 1917 Der wahre Oktober, 7. September 2018

Ausstellungsbegleitende Filmvorführungen

1917 – Der wahre Oktober: 7. September 2018, 19 Uhr, Museumskino Dresden

Kurzfilmprogramm „Animierter Dokumentarfilm“ im Rahmen der ANIMANIA-Reihe des DIAF:

28. September 2018, 20 Uhr, Museumskino Dresden

visuelle Ideen im Skizzenbuch von Katrin Rothe, Animadok-Projekt zur Geschichte des Computers in Dresden, Juli 2018, ©Karotoons

BERLIN: Open-Air-Animationsfilmnacht des Deutschen Instituts für Animationsfilm e. V. (DIAF) beim Hofkino FMP1 – jetzt, Mittwoch, 15. August 2018

Mi, 15.8.2018, 20.45 Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin-Friedrichshain

Kurzfilmnacht ANIMANIA im Hofkino FMP1

Im Animationsfilm bedarf es manchmal nur zwei Minuten, um Gedanken über den Sinn des Lebens lässig auf den Punkt zu bringen (Megatrick, 2017). Der Blick der Künstlerinnen und Künstler auf allgemeine und konkrete gesellschaftliche (Schief-)Lagen ist mal hoffnungsfroh, mal bissig. Mit heiter-melancholischem Stoizismus dekliniert Jochen Kuhn selbstironisch das Wagnis, einer anonymen Online-Bekanntschaft konkret zu begegnen (Sonntag 3, 2013). Eine blaue Maus mit ansteckender Lebenslust, eine gedrillte Vogelschar mit aufmüpfigem Nachwuchs (Die Lösung, 1988) und Hermas verwandlungswütige Nichte Meta – mit diesen und vielen anderen Figuren wurde das DEFA-Studio für Trickfilme in Dresden international bekannt. Gegründet vor dreiundsechzig Jahren entstanden in Dresden insbesondere Zeichen-, Puppen- und Silhouettenkinofilme. Die Dresdner Animationsfilmschaffenden liebten ihre kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer und begeisterten sie mit fantasievollen und bisweilen gewagten Erkundungen. Ihre Arbeit, die noch ganz ohne Computer auskam, machte mit Papier, Holz, Stoff, allerhand Alltagsgegenständen und diversen weiteren Materialien immer wieder die Poesie der Dinge sichtbar. Nach Jahren im Exil in England von 1939 bis 1950 entwickelte Kurt Weiler in der DDR völlig neuartige Formen des Puppen- und Collage-Animationsfilms. Ob zauberhafte Peter-Hacks-Gedichtadaption (Die Suche nach dem Vogel Turlipan, 1979) oder geistreiche Polemik um die Theorie der allmählichen Annäherung kapitalistischer und sozialistischer Industriestaaten (Floh im Ohr, 1970): Mit erstaunlicher Kompromisslosigkeit setzen seine Geschichten auf Verknappung und Abstraktion.

Das Deutsche Institut für Animationsfilm bewahrt und präsentiert Schätze des deutschen Animationsfilmschaffens, darunter das vielfältige Erbe des einstmals größten deutschen Animationsfilmstudios: Das DEFA-Studio für Trickfilme Dresden produzierte zwischen 1955 und 1992 rund 1.500 Animationsfilme. Anlässlich seines 25. Geburtstags zeigt das Institut ausgewählte Werke aus dem deutschen Animationsfilmschaffen der vergangenen sieben Jahrzehnte ‒ von klassisch bis satirisch, von sagenhaft bis sonderbar, von „lebendigen“ Kugelschreiber-Zeichnungen bis zu aufwendigen Figurenanimationen.

Es lebe der Animationsfilm!

Einführung durch Nadja Rademacher, kuratorisch-wissenschaftliche Leiterin des DIAF

in Kooperation mit der DEFA-Stiftung

Datum/Zeit: Mi, 15.8.2018, 20.45 Uhr
Ort: Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin-Friedrichshain
Eintritt: 6 Euro/5 Euro (ermäßigt)
weitere Infos: Website Hofkino FMP1

Die Filme

Megatrick
D 2017, 2 Min., Zeichenanimationsfilm, Regie: Anne Isensee
Eine kleine Metapher auf das Leben.

Gegner nach Maß
DDR 1963, 5 Min., schwarz-weiß, Silhouettenanimationsfilm, Regie: Bruno J. Böttge
Duellanten kämpfen am Ende vor allem gegen ihre eigenen Schwächen an – Papierheld bleibt Papierheld.

Blaue Mäuse gibt es nicht
DDR 1957, 11 Min., Zeichenanimationsfilm, Regie: Klaus Georgi
Eine Mäusefamilie begegnet auf ihrem Sonntagsspaziergang einer hungrigen und verspielten kleinen blauen Maus.

Floh im Ohr
DDR 1970, 12 Min., Farbe, Puppenanimationsfilm, Regie: Kurt Weiler
Die Raubtiere haben die alten Fangmethoden durch neueste Technik und Psychologie aufgegeben. Und die Pflanzenfresser?

Meta Morfoss
DDR 1979, 16 Min., Farbe, Zeichenanimationsfilm, Regie: Monika Anderson
Meta hat eine besonderen Gabe. Sie beherrscht die Kunst der Verwandlung – unbedacht erscheint sie als Engel, Krokodil …

Die Lösung
DDR 1988, 3 Min., Farbe, Zeichenanimationsfilm, Regie: Sieglinde Hamacher
Ein Vogelschwarm – wie der Chef schauen alle in eine Richtung. Der kleinste Vogel jedoch freut sich lieber des Lebens.

Passage
D 1994, 7 Min., Zeichenanimationsfilm, Regie: Raimund Krumme
Ein zugefrorener See. Wer überlebt: Diener oder Meister? Klassenkampf auf Glatteis voller Absurdität und Anmut.

Sonntag 3
D 2013, 14 Min., Zeichenanimationsfilm, Regie: Jochen Kuhn
Jochen hat eine Frau kennengelernt – online und anonym. Beim ersten Treffen in einem Café staunt er nicht schlecht.

Josette und ihr Papa
D 2010, 7 Min., Knetanimationsfilm, Regie: Izabela Plucinska
Ein Mädchen sucht nach seinem Vater, der sich versteckt hat. Nach einem Kinderbuch von Eugène Ionesco.

Das DIAF

Das Deutsche Institut für Animationsfilm, gegründet am 16. November 1993 in Dresden, ist als bundesweit einzigartige Sammlungs- und Informationsstätte zum Animationsfilm drei Hauptaufgaben verpflichtet: Archivierung, Forschung und Präsentation. Das Archiv bewahrt seit 1993 regionales und nationales Filmerbe von 1930 bis heute und hat insbesondere mit seiner einzigartigen Sammlung zum DEFA-Studio für Trickfilme Dresden internationale Bedeutung. Zu den Beständen des DIAF gehören heute Tausende Filmkopien, über 100.000 Zeichentrick-Folien, Tausende von Puppen- und Silhouettenfiguren sowie umfangreiche Entwürfe zu Figuren, Szenen und Hintergründen und eine Fotosammlung. Zentral für die DIAF-Arbeit ist die enge Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden, wo das Archiv verortet ist und Dauer- wie Sonderausstellungen des Instituts präsentiert werden.

 

Dresden: OFFENES ATELIER DIAF präsentiert: Katrin Rothe 1. Juni bis 31. August 2018 im Sonderausstellungsbereich des DIAF

Im Jahr seines 25. Gründungsjubiläums lanciert das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) erstmals ein Artist-in-residence-Projekt. Die Berliner Animationskünstlerin Katrin Rothe erkundet während ihres zweimonatigen Aufenthalts im Offenen Atelier des Instituts die Geschichte des Computers in Dresden für ihr neues Filmvorhaben. Dabei recherchiert sie auch in der „Computeretage“ der Technischen Sammlungen, spricht mit IT-Experten und Zeitzeugen. Der DIAF-Sonderausstellungsbereich verwandelt sich mit Fotomaterialien, Zeichnungen, historischen Anleitungen, Zeitzeugenauskünften und einem Tricktisch in eine Installation zur Entstehung eines animierten Dokumentarfilms (Animadoks). Read more

DRESDEN: LATENTE BEWEGUNG Piotr Kamler – Materie und Zeit Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm, 20.4.–15.8.2018

Im Jahr seines 25. Gründungsjubiläums präsentiert das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) eine Sonderausstellung zum Werk des polnischen Animationskünstlers Piotr Kamler.

Gezeigt werden nicht nur elf der über 20 philosophisch-fantastischen Filme des Künstlers sowie Foto- und Videomaterial, das einen Einblick in seine Arbeitsweise gewährt. Erstmals außerhalb Polens sind auch Kamlers „Raumstrukturen“ aus Metall und Papier zu sehen. Diese filigranen Skulpturen eröffnen neue Blickachsen auf Kamlers prämiertes narratives wie abstraktes filmisches Werk.

Die unergründlich-geheimnisvolle Beziehung von Bewegung und Zeit ist die Gravitationskraft im Werk Piotr Kamlers. Für ihn ist Bewegung weitaus mehr als Ausdruck ästhetischer Werte. Sie bedeutet die Schöpfung von Räumen voller metaphysischer Kraft. Das Experimentieren mit Materialien und Verfahren machte Kamler zu einem der produktivsten Forscher im Umfeld von Pierre Schaeffer, dem Pionier für elektroakustische Klänge beim französischen Rundfunk (ORTF).

Mit der Personalausstellung würdigt das DIAF das Werk eines Grenzgängers zwischen Ost- und Westeuropa. Piotr Kamler und seine Ehefrau Krystyna, die neben ihrer Arbeit als Bühnenbildnerin an einigen seiner „französischen“ Filme mitwirkte, pendelten beruflich zwischen Paris und Warschau. Nach rund 25 Jahren in Frankreich lebt das Paar wieder in Warschau, wo sich Kamler neben seiner Arbeit an „Computerfilmen“ (Wortschöpfung Kamler) Skulpturen widmet. Bis heute verbinden ihn Freundschaften mit bedeutenden Künstlern aus Polen und Frankreich. Eine Doppelausstellung im polnischen Łańcut widmete sich 2017 seinen und Witold Gierszs Arbeiten.

Die Grande Dame der elektroakustischen Musik, Beatriz Ferreyra, die mehrere Kamler-Filme mitgestaltete, wird bei der Dresdner Vernissage anwesend sein. Dabei wird auch die jüngste Kooperation zwischen Kamler und Ferreyra, 5 visuelle Stücke für Computer solo, präsentiert. Eine solche Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Animationskünstlern fand in West- wie Osteuropa gleichermaßen statt: Beispielsweise wurde ab den 1960er Jahren auch in Köln (WDR) und Ostberlin (Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt RFZ in Adlershof) gemeinschaftlich künstlerisch zur elektroakustischen Musik geforscht. Ergebnisse waren u. a. einige Animationsfilme des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden.

Im Europäischen Kulturerbejahr und dem eigenen Jubiläumsjahr 2018 sowie mit Blick auf die Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt hat sich das DIAF für die Ausstellung eines „Wanderers zwischen den Welten“ entschieden – sammelt und forscht das Institut doch selbst sowohl zu ost- als auch westdeutschen Künstlern und arbeitet zunehmend international.

Ausstellungseröffnung

19. April 2018 um 15 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden

in Anwesenheit von Piotr Kamler und Beatriz Ferreyra im Rahmen des 30. Filmfests Dresden Read more

Dresden: „Porzellan im DEFA-Animationsfilm“ 28.3.2018, DIAF

Sehr geehrte Medienvertreter,

anbei senden wir Ihnen einen Veranstaltungshinweis  zu einem besonderen Filmabend des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) in Kooperation mit der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Basierend auf Zeitzeugengesprächen mit den Regisseurinnen Christl Wiemer und Katja Georgi widmen wir uns dem Porzellan und den wechselseitigen Einflüssen zwischen Porzellangestaltern und Animationsfilmern. Einige Filmfiguren des Dresdner DEFA-Studios für Trickfilme wurden tatsächlich zum Teil aus dem edlen Material gefertigt!

Passend zum „feinen Thema“ und auch als kleinen Vorgeschmack auf den 25. DIAF-Geburtstag im November dieses Jahres eröffnen wir den Film- und Gesprächsabend mit einem Empfang/Aperitif vor dem Museumskino.

Mi, 28.3.2018, 17.30 Uhr, Museumskino der Technischen Sammlungen

„Porzellanien“ – Porzellan im Animationsfilm der DDR – Filme und Gespräch

mit einem Aperitif und evtl. den Regisseurinnen Katja Georgi und Christl Wiemer

eine Kooperation der Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, und des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) Read more

DIAF, Dresden: Sonderausstellung „Kurze Geschichte des langen Animationsfilms“ in den Technischen Sammlungen Dresden

Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm vom 01.10.2017 bis 25.03.2018

Erstmals werden Zeichen-, Puppen- und Silhouettenanimationshelden aus drei Generationen in einer Ausstellung zur Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms präsentiert. Originalmaterialien zu exemplarischen Filmen in ihrem Entstehungskontext sowie Filmclips sind bis 25. März 2018 in einer Sonderausstellung in Dresden zu sehen.

Die Produktion von Animationsfilmen in Spielfilmlänge ist ein aufwendiges Unterfangen. Nur knapp 30 Titel mit einer Länge von 1000 Metern (ca. 35 Minuten) oder länger entstanden in beiden deutschen Staaten bis 1990. In den vergangenen 25 Jahren stieg zwar einerseits die Anzahl der Produktionen erheblich. Jedoch richten sich die Produktionen überwiegend an Kinder und bilden nicht die Schaffensvielfalt der Animationskunst in Deutschland ab.

Die eigens für diese Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm zusammengestellte chronologische Filmografie mit mehr als 100 Titeln ist der erste Schritt zur systematischen Aufzeichnung der Geschichte des deutschen Langmetrage-Animationsfilms von 1945 bis heute.

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Rolf Giesen, Dr. Volker Petzold sowie Nadja Rademacher und entsteht in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden und dank freundlicher Leihgaben von Museum für Film und Fernsehen – Rolf Giesen Sammlung, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main / Nachlass Curt Linda bzw. Bildarchiv sowie Firmenarchiven.

Am Freitag, dem 29. September oder nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit der Vorab-besichtigung. Kontakt für Nachfragen und Presseführung: Nadja Rademacher, kuratorisch-wissenschaftliche Leiterin des DIAF, n.rademacher@diaf.de, Tel. 0351-3119041.

 

Ausstellungseröffnung

  1. September 2017 um 11 Uhr

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

 

Ausstellung:

Dauer: 01.10.2017 bis 25.03.2018

Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr sowie Sa, So, Feiertag: 10­–18 Uhr

 

Ausstellungsbegleitende Filmvorführung im Rahmen der ANIMANIA-Filmreihe:

29.09.2017 19 Uhr

Die wundersame Kraft von Nies-mit-Lust-Kraut und Karfunkelsteinen, DDR/D, 1986/1993

Im Rahmen des Dresdner Kinderfilmfestes KINOLINO gewährt das DIAF am Vorabend der Vernissage einen exklusiven Einblick in die Sonderausstellung zum langen Animationsfilm. Zum (Wieder-)Entdecken laden ein: Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“ als Puppenanimationsadaption von Katja Georgi und Lutz Dammbecks „Herzog Ernst“ auf der Suche nach den Karfunkelsteinen. Empfohlen ab 8 Jahren. Mit Einführung.

 

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden

Eintritt: 6 € / 5 € (ermäßigt)

Einlass: 18.30 Uhr

Dresden: ANIMATIONSFILMKOLLEKTIVE – Eine Ausstellung des DIAF vom 07.04.2017 bis 17.09.2017

Hier geht es zur Webseite des DIAF

Animationsfilmschaffende arbeiten zumeist als Einzelkämpfer bzw. Freiberufler für große Studios, organisieren sich jedoch in den letzten Jahren zunehmend auch jenseits von etablierten Strukturen. Kollektive haben sich dabei als kreative und hocheffiziente Bündnisse mit großem künstlerischen Potential erwiesen.

Die Gründungen von Talking Animals (2009) in Berlin, Neuer Österreichischer Trickfilm (2011) in Wien und YK Animation Studio (2011) in Bern öffnen den Blick auf die Animationsfilmkollektive als einer erstarkenden Bewegung im Spannungsfeld von freier Kunst und auftragsgebundenem Kommerz. In einer Sonderausstellung werden mit Originalmaterialien zu ausgewählten Filmen, Skizzenbüchern und freien Porträts sowie Filmclips erstmals Werkspektrum und Arbeitsweise dieser Kollektive präsentiert.

Ausstellungseröffnung im Rahmen von 29. Filmfest Dresden:

06. April 2017 um 16.00 Uhr, Ausstellungsdauer: 07.04.2017 bis 17.09.2017

Ort:

Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden

Öffnungszeiten: Di – Fr: 9:00-17:00 sowie Sa, So, Feiertag: 10:00-18:00

Ausstellungsbegleitende ANIMANIA-Filmreihe mit Einführung bzw. Filmgespräch:

28.04.2017 20:00 Uhr

Transformator I, A, D, CH 2008-2016

Die Zukunft des deutschsprachigen Animationsfilm in vielfacher Hinsicht: Hochkarätige Debütsfilme, witzige Auftragswerke und aktuelle Produktionen von Animationsfilmkollektiven, die mit ihren preisgekrönten Filmen ästhetische wie produktionstechnische Maßstäbe setzen.

12.05.2017 20:00 Uhr

Transformator II, A, D, CH 2005-2016

Insbesondere die Talking Animals messen in ihren Produktionen Sound und Musik eine besondere Bedeutung bei – zwei der neun „Animals“ sind Sounddesigner bzw. Komponisten. Die Zusammenarbeit mit deutsch- und englischsprachigen Musikern ist auch jenseits der Musikclips von Bedeutung.

Ort: Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden

Eintritt: 6 € / 5 € (ermäßigt)

Einlass: eine halbe Stunde vor Spielbeginn

Die Ausstellung wird unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Österreichischem Kulturforum Berlin, entsteht in Kooperation mit den Technischen Sammlungen Dresden und wird eröffnet im Rahmen des 29. Filmfest Dresden.

Save the Date – Dresden, Kinoabend 24. März , 20 Uhr: ANIMANIA / Von der Schwerkraft und anderen Herausforderungen

Hier gehts zur Webseite der Technischen Sammlungen Dresden und dem Museumskino!

DDR/D 1958 bis 1992
Technikbegeisterung und die Erkundung des Weltraums
spielen in vielen DEFA-Animationsfilmen die Hauptrolle. Allerhand Erfindungen werden von großen und kleinen Helden ausgetüftelt und manchmal zweckentfremdet – zuweilen ziemlich lehrhaft, oft witzig. Sogar der Weihnachtsmann muss sich belehren lassen, was ein Sputnik ist.

ANIMANIA Ausstellungsbegleitende DIAF-Filmreihe

Save the Date – 20. Januar, 20 Uhr: Dresden, Kinoabend: ANIMANIA / Die Poesie der Dinge – Hommage an Kurt Weiler

Webseite der Technischen Sammlungen Dresden mit den Hinweisen zum Museumskino

DDR 1965 bis 1985
Kurt Weiler verbündete sich mit bildenden Künstlern wie Achim Freyer und entwickelte in der DDR ab 1952 eine neue Form des Puppen- und Collagen-Animationsfilms, der geistreich u. a. politische Themen aufgriff. Seine Experimentier- und Verfremdungslust mit poetisch stilisierten Puppen führte zu einer zunehmenden Reduzierung und Abstraktion in Erzählung und Gestaltung.

Hier der Link zur Vita Kurt Weilers auf DEFA Stiftung Webseite!

Ausstellungsbegleitende DIAF-Filmreihe

Save the Date – Dresden Kuratorenführung, 15. Januar, 14 Uhr: Animation made in Dresden – Das DEFA-studio für Trickfilme

Öffentliche Führung mit Nadja Rademacher, Diaf!

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DIAF präsentiert: ANIMATION MADE IN DRESDEN – DAS DEFA-STUDIO FÜR TRICKFILME

Dauerausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm wird am 21.12.2016 neueröffnet

Webseite des DIAF

Das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) eröffnet zum 21. Dezember 2016 seine Dauerausstellung für Dresdner und Ihre Gäste neu. Ergänzt um Filmbeispiele präsentiert „Animation made in Dresden – Das DEFA-Studio für Trickfilme“ zahlreiche Originalexponate, Fotos und Dokumente, die in den 1990er Jahren aus den Beständen des ehemaligen DEFA-Studios für Trickfilme gerettet werden konnten und vom DIAF bewahrt werden. Hunderte von Puppenfiguren, Requisiten, Zeichen-, Silhouetten und Flachfiguren veranschaulichen das cineastische Werk, das in Dresden von 1955 bis 1992 entstand. Hier wurden rund 1.500 Animationsfilme produziert, von denen die Hälfte auftragsgemäß im Kinderprogramm der DDR-Kinos lief, sowie zahlreiche Animationsserien, Auftrags- und Gastproduktionen.
Die Filmstadt Dresden strahlt bis heute in die Welt, davon zeugen aktuelle Arbeiten von einigen ehemaligen DEFA-Beschäftigten, denen es gelang, die Animationsfilmtradition mit eigenen Firmen fortzuführen.
Ein neues Kapitel „Ohne Ton kein Bild“ widmet sich gesondert der unverzichtbaren Rolle des Tons im DEFA-Animationsfilm und zeigt den besonderen Einfluss von Musik, Geräuschen und Sprache auf die Wahrnehmung im Animationsfilm. Start einer Windmühle ins All, Gesang, Lachen wie märchenhafte Streichermusik oder elektronische Klänge: Für die Bearbeitungen von Sprache, Geräuschen und Musik unterhielt das DEFA-Studio für Trickfilme eigens ein Tonstudio. Anders als im Spiel- und Dokumentarfilm existieren im Animationsfilm keine „Originaltöne“. Jeder klangliche Ausdruck der Figuren und Geschichten muss wie die Bilder künstlerisch geschaffen werden.

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Interaktive Pultstation FilmTonVario│ANIMANIA-Spielelounge│Ausstellungsbegleitende DIAF-Filmreihe ANIMANIA ab Januar

Die exklusiv für DIAF-Ausstellungsbesucher erarbeitete Installation des Dresdner Medienkünstlers Jacob Korn lädt zur Interaktion ein: An der Pultstation FilmTonVario können über einen Controller mit Reglern Filmszenen aus Die fliegende Windmühle (Günter Rätz, 1981) angewählt werden. Durch eigene Gestaltung des Tons ist zu erfahren, wie stark der Klang die Filmbilder beeinflusst.
Bis April 2017 besteht darüber hinaus die Möglichkeit sich in Scheibenanimation am Phonolight-Pult auszuprobieren. Desweiteren gibt es in der ANIMANIA-Spielelounge ein Heldenpuzzle für die Kleinen. Eine Hommage an den Meister des Puppenanimationsfilms Kurt Weiler, der am 2. August 2016 verstorben ist, wird am 20. Januar 2017 um 20 Uhr Auftakt zur neuen ausstellungsbegleitenden DIAF-Filmreihe ANIMANIA im Museumskino sein.
Zur Eröffnung von „Animation made in Dresden“ im Beisein von vielen ehemaligen DEFA-Mitarbeitern am 20. Dezember um 17.00 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden spricht Direktor Roland Schwarz Grußworte. Auch der renommierte Puppen-animationsregisseur Stanislav Sokolov aus Moskau wird zugegen sein, der seinerzeit bei der DEFA-Sojusmultfilm-Koproduktion „Der fallende Schatten“ (1986) Regie führte und dem DIAF zur Neueröffnung Leihgaben zu seinem aktuellen Film übergibt.

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► Ausstellungsneueröffnung: 20. Dezember 2016 um 17.00 Uhr, Grußwort durch Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen Dresden
► Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
Öffnungszeiten: Di – Fr: 9:00-17:00 sowie Sa, So, Feiertag: 10:00-18:00

Das DIAF in Dresden läd herzlich ein: Samstag, 8. Oktober, 15 Uhr: „Prinz Achmed und seine Dresdner Nachfahren“ + Workshops!

Hier gehts zur Webseite des DIAF!

Hier gehts zur Webseite der Staatsoperette Dresden mit den entsprechenden Hinweisen

Hier die Nachricht vom DIAF:

Liebe Freunde und Freundinnen des Animationsfilms,
wir möchten Sie sehr herzlich zur Vernissage unserer neuen Silhouettenausstellung „Prinz Achmed und seine Dresdner Nachfahren“ am Samstag, den 8. Oktober um 15 Uhr
in die Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden, einladen.

„Prinz Achmed und seine Dresdner Nachfahren“ ist eine Hommage an die Silhouettenanimationskunst. Originalfiguren, auch aus dem weltweit ersten abendfüllenden Animationsfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ (Lotte Reiniger, 1926), farbenfrohe Hintergründe und andere Produktionsmaterialien bilden mit Fotos und Filmausschnitten einen Brückenschlag zwischen den historischen Pionieren Lotte Reiniger und Bruno J. Böttge und seinen Nachfolgern. Produktionen aus dem DEFA-Studio, Amateurfilme und aktuelle Verknüpfungen von traditioneller Silhouetten-animation und digitalen Techniken, wie sie im Mediahaus Kreischa von Jörg Herrmann entwickelt, produziert und einer Folge-generation weitergegeben werden, sind im Fokus der kleinen Präsentation innerhalb der DIAF-Dauerausstellung, welche vom 8. Oktober bis 13. November läuft. Im Anschluss wird die Dauerausstellung bis zum Jahresende wegen Umbauten geschlossen.

Nach der Vernissage besteht die Möglichkeit, um 18 Uhr die Filmvorführung „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ (Lotte Reiniger, 1926) mit Orchesterbegleitung in der Staatsoperette Dresden zu besuchen. Dafür wird für unsere Gäste um 17 Uhr ein Bustransfer von den Technischen Sammlungen in die Staatsoperette eingerichtet.

Wir bitten um eine Rückmeldung zu Ihrer Teilnahme unter kontakt@diaf.de, ob wir Sie an dem Tag begrüßen können und ob wir einen Platz für die Filmvorführung für Sie und evtl. Ihre Begleitung reservieren dürfen.

Filmstill © EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE: „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, Lotte Reiniger, 1926

Hier die Workshop-Hinweise von der Staatsoperette in Dresden:

Schnippschnapp – und: Film ab!

Animationsfilm-Workshop – Ein Angebot für Kinder in den HerbstferienIn Kooperation mit dem Deutschen Institut für Animationsfilm e.V. (DIAF), Fantasia Dresden e.V. und dem Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) bieten wir einen besonderen Workshop für junge Filmemacher.

Bis zu 24 Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren können dabei selbst tätig werden: An den Tricktischen des Fantasia Dresden e.V. gehen sie ihre ersten Schritte auf dem Weg zum eigenen Animationsfilm. Außerdem zeigen Experten des DIAF den Kindern die neue Ausstellung »Prinz Achmed und seine Dresdner Nachfahren« in den Technischen Sammlungen Dresden.

Die Teilnehmer des Animationsfilm-Workshops besuchen an einem anderen Tag den berühmten Silhouettenfilm »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« von Lotte Reiniger aus dem Jahre 1926. Das Orchester der Staatsoperette Dresden spielt dazu live die Originalmusik, die Wolfgang Zeller in engem Kontakt mit der Regisseurin eigens für diesen Film geschaffen hat.

DAS WORKSHOP-PAKET

Baustein 1:
Workshop im DIAF-Ausstellungsbereich in den Technischen Sammlungen und im Fantasia Dresden e.V.

Workshop-Termine:
11., 12., 13. oder 14. Oktober
Dauer vier Stunden,
variabel buchbar zwischen 9 Uhr und 17 Uhr

Baustein 2:
Film »Die Abenteuer des Prinzen Achmed«
mit Orchesterbegleitung in der Staatsoperette Dresden
(am alten Standort in Dresden-Leuben,
Pirnaer Landstraße 131, 01257 Dresden)

Vorstellungstermine:
Sa., 8. Oktober, 18:00 Uhr (Herbstferien)
So., 9. Oktober, 15:00 Uhr (Herbstferien)
Sa., 15. Oktober, 18:00 Uhr (Herbstferien)
So., 16. Oktober, 15:00 Uhr (Herbstferien)

Kosten: 7 € für das gesamte Paket (Workshop und Film)

Anmeldungen unter:
theaterpaedagogik@staatsoperette-dresden.de
Anmeldeschluss: 10. September 2016

 

Dresden: 16./17.09.16 Meisterklasse mit Professor Stanislav Michajlovich Sokolov

Die Trickfilmschule Fantasia-Dresden und das Deutsche Institut für Animationsfilm lassen russische Puppen in einer Meisterklasse tanzen.

Der Rektor der Sektion Animation und Computergrafik am VGIK Professor Stanislav Michajlovich Sokolov
stellt Puppen und Dekorationen seines Langmetrage-Puppentrickfilmes „Hoffmaniade“ nach E.T.A. Hoffmann vor.
Neben dem Berichten über die komplexe Arbeit an dem Film bietet Professor Sokolov einem kleinen Kreis von Interessierten eine praktische Animations – Übung mit seinen außergewöhnlichen Animationspuppen an.

16. und 17.09.2016, 10–14 Uhr
Trickfilmschule Fantasia Dresden
01277 Dresden, Schandauer Straße 64

Unkostenbeitrag: 30 Euro, Interessenten melden sich bitte unter: info@fantasia-dresden.de Betreff: Sokolov
Erste Ausschnitte gibt es hier zu sehen:

Save the Date – Dresden, Kinoabend 17. Februar, 20 Uhr: ANIMANIA / Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Hier gehts zur Webseite der Technischen Sammlungen Dresden und dem Museumskino!

DDR/D 1958 bis 1990
Auch jenseits der Märchenadaptionen ist im Schaffen des DEFA-Studios für Trickfilme nach und nach mehr Raum für Liebespaare. Nicht selten haben die Frauen das letzte Wort. »Nein, Kinder zaubern wir nicht – die machen wir schon selber«, sagt die kleine Hexe ihrem frischeroberten Prinzen. Aber nicht alle Liebesgeschichten gehen gut aus.

ANIMANIA Ausstellungsbegleitende DIAF-Filmreihe

Kontakt

Wir sind erreichbar! Seid nicht schüchtern, schreibt uns oder schickt uns eine Zeichnung.