Kultureller Film im Fokus: NRW fördert 15 Projekte mit 517.400 Euro
Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt in ihrer aktuellen Förderrunde der vereinfachten Produktionsförderung 15 Filmprojekte mit insgesamt 517.400 Euro. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Filmprojekte, die sich mit Fragen von Identität, gesellschaftlichem Wandel, Erinnerung, Gerechtigkeit und demokratischen Entwicklungen auseinandersetzen. Die geförderten Vorhaben zeichnen sich durch eine hohe künstlerische Qualität, innovative filmische Ansätze und relevante gesellschaftliche Perspektiven aus.
Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Drehbuch, Projektvorbereitung, Kurz- und Langfilmproduktion sowie Postproduktion. Inhaltlich reicht das Spektrum von persönlichen Entwicklungs- und Familiengeschichten über historische und politische Recherchen bis hin zu internationalen Dokumentarfilmen. Die ausgewählten Projekte beleuchten unter anderem gesellschaftliche Umbrüche im Iran, die Folgen von Polizeigewalt, Migrationserfahrungen, demokratische Prozesse in Indien sowie Fragen von Erinnerung, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.
Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury bestehend aus Franziska Gärtner, Head of Fiction bei der Kölner bft, Horst Herz, Filmemacher, Editor und Produzent, sowie Corinne Le Hong, Autorin und Filmemacherin Dubdolls.
Unter den geförderten Projekten findet sich u.a.:
REFUGIA (ANIMATION) – 25.000 Euro
Regie, Buch: Hannah Noh, Jiha Jeon
Ein europäischer Baummarder sitzt reglos auf einem Ast. Als ein anderes Wesen – zusammengesetzt aus Naturmaterialien und weggeworfenem Abfall – durch den Wald zieht, folgt er ihm. Dazu muss er eine endlose Autobahn überqueren, wandert durch Museumräume im Aufbau, durch Dioramen mit eingefrorenen Präparaten und anthropozän veränderten Tieren. Am Ende kehrt er auf seinen Ast zurück – und rührt sich nicht mehr.
Alle Förderentscheide finden sich hier:
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