26. März 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Fabian Rau und Wiktor Dubnow zu Iron Sky 2 : The Coming Race

Die Fortsetzung des actiongeladenen Mondnazi-Trash’s geht in die zweite Runde und durch INDAC konnten wir dem Film zur Pressevorführung beiwohnen (Danke dafür!).

Zur Story:
Über Zwanzig Jahre ist es her, seit die Nazis vom Mond aus die Erde angegriffen haben. Im Folge der Invasion kam es zu einem schweren Atomangriff auf die USA und die Erde ist mittlerweile ein unbewohnbarer Ort. Die letzten Überlebenden der Menschheit konnten sich auf die ehemalige Mondbasis der Nazis retten und dort Kolonien unter ärmlichen Zuständen errichten. Neben den erbärmlichen Zuständen kommt noch hinzu, dass der Mond langsam aber sicher auseinanderzubrechen droht, was den sicheren Tod aller Bewohner bedeuten würde. Obi, eine eigenwillige, auf dem Mond geborene Einheimische will sich nicht länger mit diesem Zustand abfinden und begibt sich mit Sascha, einem gerade erst eingetroffenem Flüchtling von der Erde und Malcolm, einem Wächter der Mondbasis, auf die Reise zum blauen Planeten, um einer geheimen, nie enden wollenden Energiequelle auf die Spur zu gehen: dem heiligen Gral. Da wir beide den ersten Teil bereits kannten, setzten wir uns in die Kinosessel mit der Erwartung die kommenden eineinhalb Stunden mit Trash hoch 10, absurden Theorien und noch absurderen Antworten darauf zu Gesicht zu bekommen.

Und wir wurden nicht enttäuscht, Iron Sky 2 fährt mit allem auf, was ein „guter“ Film braucht 😉 –
Verfolgungsjagden mit Dinos, mordlüsternde Echsenmenschen, Steve Jobs, laserballernde Raumschiffe, Verschwörungstheorien ohne Ende und Schlachten gegen Mondnazis. Der Film hatte neben der Action einige gesellschaftskritische Spitzen, aber auch klassische Elemente wie Zusammenhalt und Freundschaft. Die zahlreichen Persiflagen, Seitenhiebe und Paraodien laden dazu ein, den Film ein zweites mal zu sehen, um wirklich alle zu entdecken. Das Productiondesign war generell gut ausgearbeitet.  Natürlich hatte der Film auch hier und da Schwächen, einige Gags waren vorhersehbar, manche Handlungsentscheidungen im Plot waren etwas missverständlich und es gab Momente in denen das Timing manchmal gehinkt hat. Großes Plus ist, dass sich der Film selbst nicht ganz so Ernst nimmt. Trotzdem hat es der Cast geschafft uns prächtig zu unterhalten und man baut schnell Symphatien zu Obi, Sasha und Malcolm und ihrem rostigen, aus Gebrauchsgegenständen zusammengebastelten Raumschiff auf, was auch daran liegt, dass deren Chemie untereinander gut und glaubhaft funktioniert hat.

Fabian Rau & Wiktor Dubnow

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