8. August 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Matthias Backmann zu Pixars „A Toy Story : Alles hört auf kein Kommando“

Bevor ich mit der eigentlichen Filmkritik anfange, möchte ich gerne eine Frage stellen:
WARUM???
Warum noch ein Toy Story, nachdem Teil 3 doch so herzzerreissend schön die Trilogie komplettiert hat?
Warum gibt es keinen Vorfilm in guter Pixar-Tradition?
Warum heisst der Film in Deutschland A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando?

So richtig kann ich keine der Fragen beantworten – vielleicht „Geld“, „der Film an sich ist schon so lang“ und „irgendein Disney-Typ hat sich gedacht, dass das wie A Star Wars Story klingt – und damit nicht direkt mit den Hauptfilmen verbunden ist“. Aber kann man sich den Film dann anschauen, obwohl die Vorzeichen eher Fragezeichen sind? Dazu ein uneingeschränktes: JA!
Auch wenn ich ohne wunderschönen Vorfilm in die Story geschoben wird, packt mich der Film direkt. Diesmal geht es nicht mehr um das Erwachsenwerden des Besitzers, sondern eher um das der Spielzeuge selber, ihrem Zusammenleben, ihren Gefühlen füreinander. Das ganze fast schon typischerweise verpackt in einem Roadtrip. Und wer meine Meinung zu Filmen wie Cars oder Finding Dory kennt, dem muss ich nicht mehr sagen, dass Pixar mittlerweile ein Händchen für Environments hat. Fast 25 Jahre nachdem der erste Teil mit seinen Beschränkungen versucht hat, in Innenräumen zu bleiben und am besten keine Menschen zu zeigen (Wer kennt noch das Horrorbaby?), fährt Pixar nun wieder die volle Bandbreite auf: Häuser, Landschaften, riesige Innenräume, einen Jahrmarkt, Tag, Nacht, Regen, alle verschiedenen Spielzeuge und Menschen… wer wissen möchte, wie sich die Animationswelt entwickelt hat, sollte mal die 4 Teile am Stück sehen.

Matthias Backmann

Was sich natürlich nicht/kaum verändert hat, sind die Sprecher des Originals. Auch wenn Mr. Potatoheads Sprecher Don Rickles vor 2 Jahren verstorben ist, konnte man seine wenigen Zeilen noch einbauen. Schöne Erweiterung ist das Duo Key and Peele, die als flauschiges Chaosduo für Bauchmuskelkater sorgen. Und Keanu Reeves sorgt auch direkt für Bonuspunkte!
Insgesamt ist die Geschichte, auch das ist Pixar-typisch, leicht und witzig mit tiefen Untertönen, man kann diesen Film einfach genießen, sich amüsieren und ist am Ende doch tief gerührt.
Auch wenn die erste Frage des Warums schon relevant ist und Toy Story 4 nicht ganz mit Teil 3 mithalten kann – ähnlich wie es bei anderen Fortsetzungen (Finding Dory, Monster University) war – es bleibt einfach festzuhalten, dass Pixar immer nen extrem guten Job macht und es wohl nie ein Fehler sein wird, sich das neuste Werk anzuschauen, das ist immer großes Kino!

Matthias Backmann

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