11. April 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Robin Pfister zu Paramounts „Willkommen im Wunderpark“

Filmkritik von Robin Pfister

„Willkommen im Wunder Park ist ein Film von Paramount Animation und Nikelodeon Movies und dem Animationsstudio Ilion in Madrid. Ich bin mit gemischten Erwartungen in den Film gegangen, einerseits hatte ich schon von verschiedenen Seiten gehört, dass der Film viel Potential trägt, andererseits war ich nach den Trailern auch etwas skeptisch, da mich die Art des Humors etwas gestört hatte. Trotzdem war ich sehr gespannt, was mich tatsächlich erwarten würde. Angefangen hat der Film sehr stark, man ist emotional dabei, die Einführung der Filmwelt ist gut gelungen und auch der Wendepunkt packt beim Zuschauen auf jeden Fall. Kleine versteckte Sidegags und Eastereggs funktionieren super und zeigen Liebe zum Detail, jedoch sind die richtigen Gags und Szenen oft filmisch unklug, mit einem seltsamen Pacing umgesetzt.

Vor allem nach den ersten 30 Minuten lässt der Film sich nicht mehr genug Zeit, die Charaktere wirken flacher, durchlaufen emotionale Sprünge, bei denen man als Zuschauer nicht mehr mitgeht und generell sind sehr viele Szenen stark überladen. Es wirkt alles etwas zusammengepickt, aber nicht wirklich miteinander verbunden. Eine Szene, die eigentlich an sich super funktionierthat, wurde für mich beispielsweise mit einem unnötigem Klischee-Gag komplett zerstört. Das Traurigste dabei, der exakt gleiche Gag wurde schon in einer Szene zuvor genutzt. Es handelte sich um den superwitzigen „Oh nein ich glaube ich sterbe gleich–also sag ich dir noch, dass ich dich Liebe“-Joke.Sowas ist einfach fantasielos, langweilig und stört in diesem speziellen Fall auch noch den Fluss der Geschichte.

In der deutschen Version gabs zudem auch noch ein kleines bisschen Irritation dadurch, dass die zehnjährige June von Lena Meyer-Landrut gesprochen wird und manchmal das Gefühl aufkommt, June wäre fast so alt wie ihre Mutter. Dennoch fand ich die deutsche Synchro alles in allem ganz in Ordnung. Schlussendlich hatte der Film einige wirklich tolle Bilder mit stimmigen Farbkonzepten und auch das Characterdesign hatte mir gut gefallen. Und vor allem mit dem starken Anfang hat der Film wirklich großes Potential gezeigt. Gerade deshalb bin ich sehr gespannt, auf was für Animationen man sich aus dieser Richtung noch freuen darf!

Robin Pfister, ifs köln

https://paramount.de/wunderpark

 

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