7. Mai 2020 Johannes Wolters

Dresden, DIAF: Wiedereröffnung und Verlängerung der SANDMANN-Ausstellung

Nach rund siebenwöchiger coronabedingter Schließung ist die Sonderausstellung „Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar“ seit Dienstag, 5. Mai, wieder in den Technischen Sammlungen Dresden zu sehen. Zudem wurde die Schau aufgrund der großen Nachfrage bis 9. August verlängert.

Um einerseits den Hygieneerfordernisse der aktuellen Situation gerecht zu werden, dabei aber die Ausstellung in ihrer Gesamtheit weitestgehend uneingeschränkt erlebbar zu machen, wurden verschiedene Modifikationen vorgenommen. So wurden zum Beispiel die Kopfhörer an Video- und Hörstationen entfernt und durch Anschlüsse ersetzt, an welche Museumsbesucher ihre eigenen Kopfhörer anschließen können. Darüber hinaus gelten die Hygienehinweise der Technischen Sammlungen.

Mit der Exposition möchte das Deutsche Institut für Animationsfilm (DIAF) an den 60. Geburtstag einer der beliebtesten Kinderfernseh-Figuren Deutschlands erinnern und gleichzeitig Sachsens Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte würdigen.

► Vielfältige Einflüsse aus Sachsen

Am 22. November 1959 erschien im Ostberliner Deutschen Fernsehfunk mit dem Format Unser Sandmännchen erstmals eine animierte Gestalt auf den Bildschirmen, die die Kinder täglich mit einem Abendgruß medial zu Bett brachte. Die kleine Puppe wurde alsbald zum Fernsehstar. Andere Figuren und Sendungen in ganz Deutschland folgten.

Obwohl die Sendung nie in Sachsen beheimatet war und auch nie im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden produziert wurde, wären die in klassischem Puppentrick ausgeführten Rahmenhandlungen undenkbar gewesen ohne wichtige technologische sowie stilistische Einflüsse und ohne die Kreativität einer ganzen Reihe von Persönlichkeiten, die in den Dresdner Ateliers ihr Handwerk erlernten und ihre Kunst pflegten. In den Themen der Sandmännchen-Episoden wie der Abendgrüße spiegelte sich sächsisches Kolorit, und zahlreiche Künstler aus Sachsen trugen ebenso zur Entwicklung von Sandmännchen-Sendungen im Westen Deutschlands bei. Die Ausstellung spürt anhand zahlreicher Originalfiguren, Entwürfe, Fotos, Dokumente und natürlich Filmbeispiele diesen vielfältigen Beziehungen und Verbindungen nach.

Ausstellungs-Infos

Dauer: bis 9. August 2020

Öffnungszeiten: Di–Fr 9–17 Uhr, Sa, So, Feiertag 10–18 Uhr

Ort: Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden

https://www.diaf.de/sonderausstellungen/laufende-sonderausstellungen/der-sandmann-und-sachsen-60-jahre-fernsehstar/

Ausstellungs-Katalog

Begleitend zur Sonderausstellung ist ein Katalog mit mehr als 150 Abbildungen erschienen, der zum Preis von 10 Euro an der Kasse der Technischen Sammlungen sowie über das DIAF erworben werden kann.

Dankeschön

Für die Möglichkeit, die Sandmann-Ausstellung zu verlängern, möchten wir uns bei allen Leih- und Lizenzgebern sowie Kooperationspartnern sehr herzlich bedanken: rbb media, Deutsches Rundfunkarchiv, Münchner Stadtmuseum, Puppentheatersammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Peter Blümel, Jürgen Hempel, Jörg Herrmann, Bernd Müller, Volker Petzold, Heidrun Wilkening, Ingrid Wille, Kristina und Karsten Winkler sowie Technische Sammlungen Dresden, Landeshauptstadt Dresden/Amt für Kultur und Denkmalschutz und Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Werkzeugleiste springen