25. November 2017 Johannes Wolters

Hier die INDAChs Kritik von CAN ERDUMAN zu Warner Bros. „JUSTICE LEAGUE“

Treffen sich ein Alien, eine Fledermaus, ein Mann aus Atlantis, eine Amazone und ein hyperaktiver Jungeselle in einer Bar.

So oder so ähnlich fühlt sich Justice League für die Zuschauer an, die nicht mit der Materie vertraut sind.
Da bin ich mir sicher. Ich habe vor etlichen Jahren die Zeichentrick Serie im Stil der grandiosen, klassischen Batman animated Series angeschaut und kenne die Geschichte, Plots, Feinde und Freunde. Und ich muß sagen: damals hat es mir wirklich mehr gefallen, denn Justice League ist quasi die Champions Liga der DC Comics Welt.

(c) DC Universe

Denn die Justice League sollte eher eine Armee von Superhelden werden. Darunter zwar die klassischen, schweren Superhelden, die auch das Titelblatt ihrer eigenen Comics schmücken, aber auch total wirre, unverbrauchte Helden und Antihelden, die nicht nur in einem Universum, sondern in einem Multiversum mit alternativen Realitäten ihre Abenteuer erleben. Ja Batman im Raumschiff auf fremden Planeten. Schwierig! Oder Batman in einem viktorianischen Gotham mit Steampunk design… dieser Mix aus ernstem, lustigem Scifi und Fantasy sowie der  „Alles ist möglich!“ Einstellung fand ich interessant!
Daher ist zumindest in Comics und in den Zeichentrick Serien viel geboten…aber im Kino stehen wir noch ganz am Anfang des Aufbaus, die Helden müssen sich und die Mitstreiter noch finden.

-Das hört sich hier jetzt eigentlich ganz gut an, aber trotz allem komme ich mit dem, was ich gesehen habe, nicht klar. Es passt für mich auf der Leinwand einfach nicht zusammen, bzw wirkt nicht frisch und natürlich, sondern erzwungen. Ich denke das ist das Los des ewig Zweiten. -Dabei hat sich DC so viel Mühe gegeben: Joss Whedon sollte es richten. Er hat damals schon Avengers und das Marvel Kino Universum auf die Beine gestellt. Und bei Avengers hat’s ja geklappt! …aber gerade die Parallelen sind das Problem, denke ich. Auch die Marvel Filme mussten sich weiter entwickeln und verändern, und während DC erstmal damit anfängt, ist Marvel schon fast fertig und der Markt ist inzwischen übersättigt mit Superhelden Geschichten. Gerade da ist eine eintönige, abgekupferte Story fatal:

Die Geschichte ist DC typisch ernst und episch. Es geht wie immer um das Überleben der Menschheit, weil ein mächtiger Kämpfer mit einer außerirdischen Armee die Welt erobern will. Um dies zu verhindern, müssen sich die Helden zusammen tun und das Portal schließen, durch das er gekommen ist. Ja da klingelt schon Marvel und will seine Avengers zurück haben. Glücklicher Weise spielt die Geschichte nicht in New York City, sondern im verlassenen Hinterland. Das freut das Auge und das Checkbuch der Produzenten.

Bei den Charakteren hingegen sieht man wirklich die Mühe und die Probleme, die sich DC gemacht hat. Hier würde noch so viel mehr gehen, wenn man sich einfach mehr Zeit für die Charakterentwicklung nehmen würde.

The Flash ist mir positiv aufgefallen. Er bringt Witz in die Handlung, ist unsicher und zweifelt an sich selbst. Das finde ich immer interessant, gerade da DC oftmals der Humor fehlt und sich die Charaktere nicht weiter entwickeln können. Muss bei ihm auch so sein, da er diese Wandlung zum Profi noch in seinem Solofilm erfahren wird.

Batfleck ist auch wieder gut. Absoluter Profi in der Superhelden Branche, mit sehr viel Erfahrung und Charisama. Aber langsam wird er alt und macht sich Sorgen um den Schutz. Nicht nur Gotham, sondern der ganzen Erde. Direkte Justice League Motivation! Passt.

Bei Wonderwoman fand ich gut, daß sie sich tatsächlich durch die Erlebnisse des Solo-Films verändert hat und so Cyborg und the Flash etwas Händchen hällt.

Cyborg hingegen gibt sich eher schwer und in sich gekehrte. Er fühlt sich unfertig vom Design an. Aber auch er steht ja noch am Anfang. Quasi wurde die origin story bei allen weg gelassen…wir lernen die neuen Charaktere also vor dem ‚ankommen‘ kennen.

Und genau das kann man auch auf den Film übertragen. Noch nicht angekommen, sondern eher der erste Schritt für den Anfang vom Aufbau des DC Universums. Und genau das unterstreicht die Post Credits Scene des Filmes. Diese zeigt, wie es weiter geht. Nämlich mit einem der besten Antagonisten für den nächsten Batman Film.

Daher mein Fazit:
Justice League ist tatsächlich okay, aber hat das Rad nicht neu erfunden. Wer immer noch Marvel feiert, schnappt sich ein Bier und hat seinen Spaß.

Alle, die tiefe Spannung, Abwechslung und Plot Twists erwarten, sind hier leider falsch.

Can Erduman

Freelance 3D Artist

https://youtu.be/PVlfQntQ2D0

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