6. Mai 2018 Johannes Wolters

Pro und Contra: Die INDAC Kritiken von Helena Barbie und Markus Müller zu Marvels „Avengers – InfinityWar“

Die neuste (und lang erwartete) Marvel Verfilmung ist endlich da und toppt alle Erwartungen. Die letzten Jahre haben die Zuschauer genau auf dieses Spektakel vorbereitet. Nun die ganzen Stränge zusammen zu bringen hat überraschend gut funktioniert. Es wird natürlich schnell gewechselt zwischen Handlungssträngen, Charakteren und Schauplätzen. Aber gerade noch in dem Tempo das es nicht überfordert und man der Geschichte gut folgen kann. Vor allem geht trotz der Masse keine der Figuren unter. Die Marvel typische Prise Humor findet wie immer platz und dennoch geht man mit Steinen im Bauch aus dem Kino. Denn die Ausmaße von Thanos Macht, sind enorm und das die geliebten Helden doch so in die Schranken gewiesen werden ist er überraschend. Trotz einiger Vorhersehbarer Momente, bleibt es durchgehend spannend und angsteinflößender als man es gewöhnt ist.

Optisch bietet der Film mit zahlreichen Action-Sequenzen und Kulissen alles was das Herz bei einer Comic Verfilmung begehrt. Dem Setting wurden einfach keine Grenzen gesetzt und die Stimmung wurde toll vermittelt. Allerdings schwankt die Qualität ganz schön bei den Effekten. Während Thanos durchgehend super aussieht, wirkt die Black Order an manchen stellen fast billig (für Marvel Verhältnisse). Generell sieht die ein oder andere Szene eher komisch aus, durch die hektische Erzählweise bleibt einem aber eigentlich auch nicht genug Zeit herauszufinden woran das liegt.

Auf jeden Fall ist Avengers: Infinity War einen Kinobesuch wert, für mich sogar einen zweiten!

Tumult im Weltall  – Teil 1. – Lord of the Rings Stones in Space
Der Film war okay. Zum Teil war das ganze Kämpfen, Hacken, Matschen, Springen, Schiessen, Schlagen und Stechen schon arg monoton und hob sich auch nicht wesentlich von den anderen 18 Marvelfilmen ab. 
Der ganze erzählerische Überbau mit den 6 magischen Steinen erinnerte sehr stark an ein Herr der Ringe-Rip Off („Ein Ring, sie alle zu knechten“), der ja seinerzeit auch bloss eine Art Neuinterpretation der Nibelungensage war. Die philosophische Komponente mit Thano’s Vorhaben die Bevölkerung aller Welten zu halbieren zündete einfach nicht, da sie keinen rechten Sinn ergab. Und all die smarten Helden (Iron Man hat sich mal eben nen Anzug aus Nanoteilchen konstruiert) finden auch keine andere Antwort, als auf den Bösen einzukloppen, als wären sie tumbe Wrestler? Ganz lustig waren die Portal-Anleihen von Dr. Strange, die manchen Szenen zumindest ein wenig Chuzpe verliehen.
Für die Größe des Films hätte ich aber irgendwie viel mehr erwartet als immer nur „feste drauf“. 
Was bleibt sind ein paar lustige Momente, kindische Gags, durchwachsene CGI (Thanos sah in den Close Ups unglaublich gut aus, aber sobald er mal in der Totale zu sehen war, stakste er hölzern durch die Szenerie und seine Lippenbewegungen erinnerten mit ihrer artifiziellen Anmutung frappierend an die des misslungenen Dr. Manhattan aus Snyders Watchman Verfilmung).
Nun haben wir also die Hälfte hinter uns, bei unserem Vorhaben WIEDER die Welt zu retten. Was kommt wohl als nächstes? Hoffentlich mehr erzählerische Raffinesse.
Studio Kuskus Berlin

 

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