12. September 2018 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Gabor Stüdemann zu „KIN“ von Josh und Jonathan Baker

KIN ist das in Kanada gedrehte Featurefilm Debüt der Baker Zwillinge Josh und Jonathan, die mit ihrem Kurzfilm „Bag Man“ grosses Aufsehen erregten.
Mit der Produktionsfirma 21 Laps (Arrival, Stranger Things) durften sie dieses Thema nun auf die grosse Leinwand bringen. Einen ähnlichen Werdegang schlug ja schon Neill Blomkamp 2009 mit Disctrict 9 ein.

Die 90er Jahre Sozialdrama, Science-Fiction und Thriller Mischung hat mich sehr positiv überrascht. Man merkt zwar schon an einigen Stellen, daß es sich hier um Neulinge des Geschäfts handelt, dennoch haben sie eine sehr gute erste Arbeit geliefert, und ihrem Cast um Myles Truitt und Jack Reynor (welcher mich stark an Chris Pratt erinnert) als Eli und seinem älteren Bruder Jimmy, eine gute Performance abverlangt.

Dazu hat Dennis Quaid, den ich noch aus „Die Reise ins Ich“ kenne, eine seiner überzeugendsten Rollen überhaupt gespielt. Lenny Kravitz Tochter Zoe beglückt das Männerherz, wie schon in Mad Max Fury Road, mit ihrer Anwesenheit im Kinosaal, und zollt dem gekonnten Storytelling ihren entzückenden Tribut.

Der Film zieht einen auf emotionaler Ebene in seinen Bann, und lässt einen die ein oder andere Träne über die Wangen kullern, sofern man sich von dessen Magie verzaubern lässt. Zusätzlich ballert einem das Werk der Australier ein episches Science-Fiction Streufeuer um die Ohren. Die vollends gelungenen Visual FX kommen von den kanadischen Studios Image Engine und Rocket Science, die Musik von der schottischen Post-Rock Band Mogwai.

Alles in allem bekommt der charmante Film von mir einen 8 von 10 Sterne Eintrag bei IMDb. Er kann zwar phasenweise nicht mit den grossen Blockbustern mithalten, sticht aber unter anderem durch eine sehr gut mit Bildern erzählte Story und der Kraft, Emotionen zu erzeugen hervor.

Gabor Stüdemann für INDAC

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