18. Mai 2016 Johannes Wolters

Die INDACHS-Kritik von Anna Hybsier zu „X-Men: Apocalypse“

Zuerst, vorweg, volle Offenlegung. Ich bin ein riesiger X-Men Fan. Seit ich 12 bin lese ich die Comics, sehe die Cartoon Serien und auch die Filme. Daher hab‘ ich mich besonders auf den neuen X-Men: Apocalypse gefreut, weil er das Ende (und der Neuanfang?) der Filmreihe ist.

Zum Film selbst. Obwohl Mutanten jetzt von der Welt geduldet werden, sind sie immer noch nicht akzeptiert. Mit dem Erwachen des Mutanten Apocalypse befindet sich die Welt nunmehr wieder in großer Gefahr. Der Plan? Die Welt von den Schwachen zu befreien und den Starken zu übergeben, wobei schwach hier auch ein Kommentar über Regierungen und Politik bedeutet. Dazu rekrutiert Apocalypse vier der stärksten Mutanten um als Generäle, als vier Reiter der Apocalypse zu dienen; unter ihnen auch Magneto. Und so beginnt ein Rennen gegen die Zeit, ein klassischer Kampf von Gut gegen Böse; allerdings, wie bei allen X-Men Filmen, ist die Definition von Gut und Böse nicht immer in Stein gemeißelt ist.

Für Fans der Filme und Comics, ist X-Men: Apocalypse genau das Richtige. Der Film wird keine Oscars gewinnen aber er macht Spaß, wenn man sich darauf einlässt. Problematischer wird es für Filmbesucher die die vorherigen Teile (X-Men: First Class und X-Men: Days of the Future Past) nicht gesehen haben. Ohne ein gewisses Grundwissen ist es schwierig die Aktionen mancher Charaktere nachzuvollziehen und die Feinheiten der Beziehungen zu verstehen. So passiert es dass manche Szenen gezwungen und ohne Substanz wirken. Besonders Magnetos (immer noch brillant gespielt von Michael Fassbender) Entscheidung sich Apocalypse anzuschließen ist zwar nachvollziehbar, passt aber irgendwie nicht zu seiner Persönlichkeit (als Anführer und jemand der eigentlich für sich selbst denkt). Es ist durchaus schwierig neuen Kinobesuchern die ganze Hintergrundinformation zu liefern ohne dass sich andere Kinobesucher langweilen (bzw. der Film 5 Stunden dauert), allerdings hätte man gut und gerne Teile der 3D Spielereien am Anfang kürzen können im Austausch für etwas mehr Substanz. Auch der Versuch diesen Teil der X-Men Reihe mit allen anderen Teilen (neue und alte Generation) zu verbinden, fühlt sich manchmal gezwungen an. Für Kinobesucher die sich gut mit allen Filmen auskennen sind diese ‚Easter Eggs‘ schon interessant, für andere allerdings machen die Szenen wenig Sinn.

Mir persönlich hat X-Men: Apocalypse aber Spaß gemacht. Besonders Storm (Alexandra Shipp) hinterlässt einen bleibenden Eindruck und ist ein gutes Beispiel dass man der originalen Vorlage treu bleiben und dennoch modernisieren kann. Die neue junge Generation der X-Men schlägt sich gut. Sophie Turner ist überzeugend als Jean Grey und Evan Peters als Quicksilver ist der geheime Star des Filmes. Ich freue mich auf diese neue Generation von Schauspielern, die in die Rolle der X-Men tritt und hoffe dass jetzt endlich dieser Drang alle Filme miteinander zu verknüpfen wegfällt. Die neue Generation ist da; jetzt muss man sie nur ihr Ding machen lassen.

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