2. Oktober 2016 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Kristina Kister zu Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“

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„Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein typischer Tim Burton Film: Wahnsinnig stimmiges Setting, tolle Athmosphäre, sehr passende und talentierte Schauspieler und die Story eher…geht so.
Als großer Fan von Tim Burton fällt mir leider bei so gut wie allen Filmen von Tim Burton auf, dass sie in erster Linie von ihrer düsteren und einzigartigen Atmosphäre und den Charakteren leben als von einer stimmigen und interessanten Handlung. So war es auch bei dem neusten Film über die Kinder mit  besonderer Begabung. Die Schauspieler könnten alleine schon von ihren Gesichtszügen aus der Fantasie Tim Burtons stammen: Sehr große Augen, blasse Haut, zierlich und irgendwie ein bisschen seltsam. Ich war beeindruckt, dass die Schauspieler nicht nur äußerlich passten, sondern auch insgesamt eine sehr gute Figur gemacht haben. Mit Eva Green, die eine würdige Nachfolgerin von Helena Bonham Carter wäre, kann man wenig falsch machen, und mit Samuel L. Jackson sowieso. Auch die Grundidee der Geschichte hat eigentlich sehr viel Potential: Ein sicherer Ort, auf den die vierte Dimension keinen Einfluss hat, also eine Zeitschleife, als Unterkunft für besonders begabte Kinder, die in der normalen Welt schlecht aufgehoben wären.Diese Begabungen unterscheiden sich allesamt und sind trotzdem irgendwie typisch Tim Burton. Durch die Einbringung von Zeit und Raum ist es sehr schwer, Logikfehler zu vermeiden, wovon der Film leider nicht verschont wurde. Da Zeitreisen sowieso oft ein Paradox darstellen, fiel es mir nicht so schwer, darüber hinwegzusehen.  Was mich eher gestört hat war die Tatsache, dass der Fokus meiner Meinung nach oft auf den Falschen Szenen lag. Kern der Geschichte ist es eigentlich, den bösen Wissenschaftler (Samuel L. Jackson) von seinen Plänen abzubringen und ihn zu besiegen, was jedoch gefühlt eher nebenbei geschah. Stattdessen wurde einem CGI-technisch eher so im Mittelfeld liegenden Kampf zwischen Monster und Skeletten viel mehr Raum und Beachtung eingeräumt.  Man könnte zusammenfassen, dass der Film sehr vielversprechend anfing und gegen Ende sehr abebbte, was ich schade finde.

Insgesamt jedoch ein schöner Film mit vielen starken Szenen, der durchaus sehenswert ist.

Kristina Kister

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